| dokumentiert: GEW Hamburg am 14.01.2004 |
GEW Hamburg am 14. Januar 2004
GEW unterstützt Uni-Streik
Das Maß ist voll, den Studierenden reicht es. Ihr Streik ist mehr als berechtigt, denn das ist die Situation an den Hamburger Hochschulen:
- Die massiven Kürzungen in den letzten Jahren haben auch an den Hamburger Hochschulen zu miserablen Studienbedingungen geführt und die Qualität der Ausbildung erheblich verschlechtert. Übervolle Vorlesungen und Seminare und mangelhafte materielle Ausstattungen sind das tägliche Brot der Studierenden.
Mit der geplanten Einführung von Studiengebühren und Einrichtung von Elite-Unis wird sich diese unzumutbare Lage für die Mehrheit der Studierenden noch weiter verschärfen.
- Die geplante Streichung von Studiengängen und -fächern führt zu einem Abbau von Studienplätzen. Das ist angesichts der im internationalen Vergleich viel zu niedrigen Quote von Studierenden ein handfester Skandal.
- Die strukturellen Einschnitte befördern die Ausrichtung der Hochschulbildung an rein wirtschaftlichen Interessen statt am Gemeinwohl der Gesamtbevölkerung.
Die Studierenden sind mit ihren Protestaktionen bei den Politikern bisher auf taube Ohren gestoßen. Deshalb ist es gut und richtig, dass sie jetzt mit dem Mittel des Streiks auf die Hochschulmisere aufmerksam machen.
Die GEW erklärt sich solidarisch mit den Studierenden und unterstützt ihren Streik mit folgenden Forderungen: