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Dähnhardt, Simon
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Über die Semantik von Wahrnehmungszuschreibungen
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Kollegsprojekt
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Die Kognitionswissenschaft unternimmt den Versuch, den Mensch als einen Träger mentaler Repräsentationen zu erklären. Das Paradigma für mentale Repräsentationen sind propositionale Einstellungen. Es ist strittig, ob es neben den propositionalen noch andere Einstellungen gibt. Als Beispiel für nicht-propositionale mentale Repräsentationen werden oft elementare Wahrnehmungserlebnisse genannt. Viele Autoren bestreiten jedoch, daß diese Erlebnisse wirklich nicht-propositional sind.
In dem Projekt wurden solche Argumente für und wider den propositionalen Charakter von einfachen perzeptuellen Erlebnissen diskutiert, die semantischer Natur sind: Diese Argumente basieren auf der Annahme, daß natürlichsprachliche Wahrnehmungszuschreibungen wie etwa: "Meier sieht eine blaue Kugel" unter bestimmten Umständen korrekt sind. Wenn sich zeigen läßt, daß derartige Zuschreibungen mit Zuschreibungen äquivalent sind, die eindeutig Zuschreibungen propositionaler Einstellungen sind, z. B. "Meier sieht, daß sich vor ihm eine blaue Kugel befindet", ist die These von der nicht-propositionalen Natur der beschriebenen Erlebnisse erschüttert. Scheitern auf der anderen Seite alle derartigen Analyseversuche, spricht das für die These.
Das Ergebnis der Arbeit ist, daß die Pointe einer einfachen Wahrnehmungszuschreibung nicht die Charakterisierung des Wahrnehmenden oder seines Erlebnisses durch einen kognitiven Gehalt (eine Proposition) ist, sondern durch einen epistemischen oder informationellen.
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Zeitraum:
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Oktober 1991 bis Juni 1994
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Betreuer:
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W. Künne
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Schwerpunkt:
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Einstellungen, Begriffe und Objekte
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Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
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- September 1994:
- "Visuelle Erkenntnisse". Vortrag, gehalten bei Analyomen II, Kongreß der deutschen Gesellschaft für Analytische Philosophie, Leipzig.
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Publikationen:
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- Dähnhardt, Simon (1995). Vom Sehen. Philosophische Erläuterungen des Begriffs eines visuellen Erlebnisses. Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft, 50. Juli 1995.
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