Doktoranden
Langosch, Kai Kortikale Gruppierung
Kollegsprojekt
In meiner Arbeit "Kortikale Gruppierung" arbeite ich an einem Modell zur frühen visuellen Wahrnehmung. Modelliert wird dabei ein Aspekt eines phylogenetisch jungen Teils des Primatenhirns. Es geht um die primären visuellen Areale V1 und V2 des Neokortex der Primaten, der Hirnrinde unter dem rückseitigen Teil des Schädels. Aus Einzelzellableitungen am Makaken in diesem histologisch sehr ähnlichen Kortex weiß man, daß dort Neuronen bevorzugt auf bewegte Licht- oder Schattenbalken bestimmter Orientierung und anderer Merkmale reagieren. Einer Theorie Marrs zufolge sollten diese Features des visuellen Stimulus zu 'größeren' Einheiten gruppiert werden. Bei dem Versuch, zugleich die histologische Eigenheiten des Kortex zu beachten (d.h. primär rein lokale Verschaltungen bzw. Prozesse zu verwenden) und etwa gestrichelte Linien als Ganzes (Nach Gestalt-Gesetzen) 'gruppieren' zu lassen, stößt man in der Modellbildung an Grenzen, die eben durch die Lokalität der Verschaltung gesetzt sind. Meine Arbeit kümmert sich um die Charakterisierung der Konsequenzen (hieraus), die sich hauptsächlich durch Mehrdeutigkeit und Skalenvarianz ausdrücken lassen. Die (Speicher-) 'Kapazität' einer Repräsentation kann man als linearen Zusammenhang zur kortikalen Größe eines Areals auffassen, ohne auf zu großen Widerspruch zu stoßen. Da nun in Folge in V1, V2, V3, ... die Größe und damit auch die Kapazität der visuellen Areale abnimmt, kann man glauben, daß in 'höheren' Arealen 'mächtigere' Codierungen des visuellen Inputs verwendet werden. Wie diese aussehen können, ist eine weitere Frage, in die meine Arbeit mündet.
Zeitraum: November 1997 bis 1999
Betreuer: H. Siegfried Stiehl, Bärbel Mertsching
Schwerpunkt: Visuelle Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
Larrañaga Garmendia, María Pilar Ergative Sprachen, akkusative Sprachen. Die Entwicklung des Kasus bei bilingualen Kindern
Kollegsprojekt
Diese Arbeit ist in der Psycholinguistik angesiedelt und stellt einen Beitrag zur Forschung der Zweisprachigkeit dar. Hierbei untersuche ich zwei genetisch nicht verwandte, jedoch seit Jahrhunderten in Kontakt lebende und typologisch gegensätzliche Sprachen: Baskisch und Spanisch. Zu den syntaktischen Unterschieden zwischen Baskisch und Spanisch zählen die Ergativität und die Köpfigkeit: Das Baskische ist ergativ und rechtsköpfig, während das Spanische akkusativ und linksköpfig ist.
Mit diesem Projekt möchte ich die Entwicklung des Kasus bei zwei bilingualen Kindern im Alter zwischen 2 und 4 Jahren dokumentieren. Ich werde sowohl morphologische als auch syntaktische Aspekte des Phänomens Kasus behandeln, wobei ich mich auf die Kasus des Subjektes, des direkten und des indirekten Objekts beschränken werde. Einige der wichtigsten Fragen in meiner Arbeit betreffen die Chronologie des Erwerbs der verschiedenen grammatischen Kasus in beiden Sprachen. In diesem Zusammenhang möchte ich die Befunde, die für andere Sprachen vorliegen, bestätigen und gegebenenfalls widerlegen. Soll die Chronologie des Erwerbs der drei Kasus universellen Prinzipien folgen, dann ist zu erwarten, daß der Dativ deutlich später erworben wird als der Akkusativ/Nominativ bzw. Absolutiv/Ergativ. Eine andere Frage steht im Zusammenhang mit der Beobachtung für andere Sprachen: daß es eine anfängliche Phase beim Spracherwerb gibt, in der der Kasusfilter nicht aktiv ist. Dies bedeutet, daß nicht finite Verben mit Argumenten und atypischen Wortstellungen verwendet werden. Eine berechtigte Frage ist, ob sich in den untersuchten Sprachen eine solche Phase feststellen läßt.
Baskisch und Spanisch unterscheiden sich bezüglich der Ergativität. Unter der Annahme, daß sich Ergativität bzw. Akkusativität als der jeweils andere Wert eines einzigen Parameters definieren läßt, fragt sich, wann die Festsetzung des Parameters stattfindet. Es ist zu erwarten, daß sich jeweils andere Phänomene vor und nach der Festsetzung des Parameters beobachten lassen.
Die Beantwortung dieser und anderer Fragen soll möglichst Auskünfte bzgl. der Entwicklungsstadien beim heranreifenden Kind liefern, die jeweils Rückschlüsse auf mentale Prozesse ermöglichen könnten.
Zeitraum: Oktober 1996 bis Dezember 1997 (Abgabe der Dissertation)
Betreuer: Jürgen Meisel, Christopher Habel, Werner Deutsch
Schwerpunkt: Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen
Sprachproduktion und Sprachverstehen
Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
Mai 1993:
"Der Erwerb des Kasus im Baskischen und Spanischen". Vortrag, gehalten am 14.5.93 beim Treffen der DFG-Projekte, Berlin.
Februar 1994:
"Der Erwerb des Kasus im Baskischen und Spanischen bei einem bilingualen Kind". Vortrag, gehalten am "Seminar für Allgemeine Sprachwissenschaft" der Universität Düsseldorf, 3.2.1994.
März 1994:
"Ergativität: ein Erwerbsproblem?" Vortrag, gehalten am 9.3.1994 in Zusammenarbeit mit M.J. Ezeizabarrena auf der XVI. DGfS-Tagung in Münster.
1995:
"Mehr über spanische Klitika" Vortrag, gehalten auf dem XII.-Romanistentag.
Publikationen:
  • Larrañaga, M.P. (1994) La evolución del caso en euskera y castellano, in: J.M. Meisel (Hrsg.), La adquisición del vasco y del castellano en niños bilingües. Frankfurt:Vervuert.113-150.
  • Ezeizabarrena, M.J. & M.P. Larrañaga (1996), Ergativity in Basque: a problem for language acquisition? In: Linguistics 34, 955-991.
  • Larrañaga, M.P. (im Druck). Die Markierung des Subjekts bei bilingual baskisch-spanisch aufwachsenden Kindern. In: Proc. des Symposiums ‚Variierende Markierungen von Nominalgruppen in Sprachen unterschiedlichen Typs‘. Universität Oldenburg, Februar 1999.
Leßmöllmann, Annette Pragmatik des Raumes: Kontextabhängigkeit und Bedeutungsspezifikation von Formadjektiven
Kollegsprojekt
Eine Versuchsperson bekommt den Auftrag:

(1) Gib mir alle runden Objekte in diesem Raum!

Sie wird zunächst ihren Ring vom Finger ziehen, dann den Ball und die Kugel bringen, sie wird auf das Bullauge zeigen und auf den runden Couchtisch. Dann entdeckt sie eine runde Tasse zwischen anderen Tassen mit eckiger Grundfläche; schließlich stellt sie noch die runde Kaffeekanne dazu. Dann nimmt sie noch eine Zigarette, denn diese sei rund, im Gegensatz zu früher, als man ovale - flache - Zigaretten rauchte. Dieses Gedankenexperiment und Informantenbefragungen zeigen, daß Objekte verschiedenster Form mit dem Lexem rund bezeichnet werden können. Einen Ball könnte man mit dem Wort kugelrund bezeichnen; ein Bullauge ist so rund wie eine Scheibe (kreisrund). Eine Tasse und eine Zigarette haben Walzenform. Rund umfaßt offensichtlich verschiedene geometrische Formen, und die Semantik von rund geht über die Semantik der Komposita kreisrund und kugelrund hinaus.
Auf der anderen Seite läßt sich nicht jede Rundung mit rund bezeichnen. Auf dem Tisch haben die Versuchsleiter ein Stück Draht und ein Seil angeordnet, die zu einem Rund gelegt sind: Diese wählt die Versuchsperson nicht als rundes Objekt. Auf die Aufforderung:

(2) Gib mir das runde Seil!

wird sie auch nicht das zu einem Rund gelegte Seil nehmen, sondern ein Seil, das einen runden Querschnitt hat (im Gegensatz zu einem, das flachgedrückt ist).
Weitere Eigenschaften von rund zeigen sich darin, daß Sprecher des Deutschen den folgenden Phrasen nicht ohne weiteres eine Bedeutung zuweisen können:

(3) a. ??der runde Weg
(3) b. ??die runde Straße

Dieser Effekt ist keine Spezialität von rund, sondern zeigt sich auch bei anderen Formadjektiven in Kombination mit langgestreckten Objekten oder Wegen:

(4) a. ein ovaler Weg
(4) b. ein eckiger Deich

Diese Dissertation hat zum Ziel, auf der Basis einer linguistischen Untersuchung das semantische Verhalten eines Formadjektivs wie rund, oval, eckig etc. zu klären. Zum einen wird gezeigt, warum Inkompatibilitäten wie in (3) und (4) auftreten. Zum anderen wird die Flexibilität der Lexeme bezüglich der unterschiedlichen Formen beschrieben. Die Erklärung fußt auf Arbeiten der kognitiven Psychologie zur visuellen Wahrnehmung . Mit ihrer Hilfe werden Formparameter für Objektkonzepte isoliert. Die These lautet, daß konkrete Nomina wie Seil oder Kugel bezüglich der Forminformation reichhaltige Objektkonzepte denotieren; Formadjektive transportieren dagegen nur unterspezifizierte Forminformation. Auf diese Weise kann erklärt werden, daß Adjektive unterschiedlichste Formen beschreiben können, ohne selbst mehrdeutig sein zu müssen.
Zeitraum: August 1996 bis 1999
Betreuer: Christopher Habel, Stephanie Kelter
Schwerpunkt: Repräsentation von Raum und Zeit in kognitiven Prozessen
Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
30.09.1997:
Shape Nouns and Shape Concepts: A Geometry for "Corner". 3. Kolloquium des DFG-Schwerpunktprogramms Raumkognition, Trier (zusammen mit Lars Kulik)
04.03.1998:
Zur Semantik von Formadjektiven: Der Ball ist rund. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (AG Räumliche Konzepte und sprachliche Strukturen), Universität Halle
15.04.1998:
Formadjektive. Projektgruppe Strukturelle Grammatik (Linguistisches Colloquium), Humboldt-Universität zu Berlin
12.12.1998:
Why there are no Round Ways. 3. Jahrestreffen der Deutschen Gesellschaft für Semantik ("Sinn & Bedeutung"), Universität Leipzig
21.12.1998:
Shape Adjectives and Shape Representation. Workshop on Spatial Language and Spatial Representation, Lincoln University (GB)
24.02.1999:
Pragmatically Driven Inferences. Einführungsvortrag zusammen mit Ralf Klabunde zur AG 11 "Pragmatische Schlußverfahren" der 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft, Konstanz (Leitung: R. Klabunde & A. Leßmöllmann)
Lehrveranstaltungen:
WS 1997/1998:
S, 2 SWS (mit Carola Eschenbach, Lars Kulik): Räumliche Konzepte: Wissen über Form und Anordnung
Publikationen:
  • Eschenbach, C., Habel, C., Kulik, L. & Leßmöllmann, A. (1998): Shape Nouns and Shape Concepts: A Geometry for "Corner". - In: C. Freksa, C. Habel & K. F. Wender (eds.): Spatial cognition. An Interdisciplinary Approach to Representing and Processing Spatial Knowledge, pp. 177-201. Berlin: Springer.
  • Leßmöllmann, A. (1999). The world is round again: How Shape Adjectives get Their Meanings. Ms., Universität Hamburg.
  • Leßmöllmann, A. (1999). Der Ball ist rund: Formadjektive und Objektkonzepte. Ms., Universität Hamburg [Erscheint in: C. Habel & C. v. Stutterheim (Hrsg.), Räumliche Konzepte und Sprachliche Strukturen. Tübingen: Niemeyer]
Lorenz-Meyer, Lorenz Dinge im Sinn. Eine Studie über gedanklichen Sachbezug
Kollegsprojekt
In meiner Dissertation "Dinge im Sinn" untersuche ich die Tragfähigkeit einer modernen Variante der Konzeption, die Bertrand Russell in "Knowledge by acquaintance and Knowledge by Description" vertreten hat. Dieser Konzeption zufolge kann man zwischen zwei grundsätzlich verschiedenen Weisen des Sachbezugs auf konkrete Einzeldinge unterscheiden: Zum einen gibt es direkten Sachbezug (Russell zufolge bezieht man sich direkt nur auf die eigene Person und die eigenen Sinnesdaten) und zum anderen begrifflich vermittelten Sachbezug.
Schiffer (1978) versucht, die Unterscheidung zwischen direktem und begrifflich vermitteltem Sachbezug neu zu begründen. In meiner Arbeit wird Schiffers Theorie präzisiert, indem bei sachbezüglichen Gedanken auf neuartige Weise zwischen verschiedenen Ebenen propositionaler Inhalte unterschieden wird.
Zudem werden relevante zeitgenössische Theorien des direkten gedanklichen Sachbezugs (Perry, Lewis, Chisholm) unter dem Gesichtspunkt betrachtet, welche von ihnen am besten mit der modifizierten Schifferschen Position verträglich ist. Insbesondere wird die Frage geprüft, welche Gegenstände für einen direkten gedanklichen Sachbezug in Frage kommen.
Darüber hinaus werden die Bedingungen untersucht, unter denen genau ein Gedanke überhaupt als sachbezüglich angesehen werden kann.
Schließlich wird die Frage diskutiert, ob es sachbezügliche Gedanken gibt, bei denen (i) kein direkter Sachbezug vorliegt, und (ii) deren Inhalte keine begrifflichen Gegebenheitsweisen enthalten, welche für die Individuation oder Identifikation des Bezugsobjekts hinreichen.
Zeitraum: Oktober 1990 bis Juni 1994 (Abgabe der Dissertation)
Betreuer: W. Künne, W. Heydrich
Schwerpunkt: Einstellungen, Begriffe und Objekte
Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
Februar 1991:
The Architecture and Evidential Base of the Unified Theory. Vortrag im Autorenkolloquium "Donald Davidson" des Zentrums für interdisziplinäre Forschung der Uni Bielefeld am 25. 02.91.
Februar 1991:
Philosophie des Geistes. Eine Übersicht. Vortrag auf einer Fortbildungsveranstaltung der Hamburgischen Gesellschaft för Soziale Psychiatrie am 28. 02.91.
Publikationen:
  • Lorenz-Meyer, L. (1991). Donald Davidsons Interpretative Megatheorie. (Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft: Arbeitspapiere, 4); Universität Hamburg.
  • Lorenz-Meyer, L. (1992). Dinge im Sinn - Überlegungen zu gedanklicher Bezugnahme und sprachlicher Kundgabe. (Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft: Arbeitspapiere, 8) Universität Hamburg.
  • Lorenz-Meyer, L. (1993). The architecture and evidential base of the unified theory. In R. Stöcker (ed.), Reflecting Davidson. Berlin: de Gruyter.
  • Lorenz-Meyer, L. (1994). Dinge im Sinn. Eine Studie "über gedanklichen Sachbezug". Dissertationsschrift an der Universität Hamburg. (Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft der Universität Hamburg).
Lürßen, Uta Mentales Lexikon bei Kindern, die aufgrund ihrer hohen Hörschädigung mit einem Cochlear Implant (CI) versorgt sind
Kollegsprojekt
Die Motivation, den lexikalischen Spracherwerb bei Kindern zu untersuchen, die aufgrund ihres hohen Hörverlustes mit einem Cochlear Implant versorgt sind, ergibt sich aus der Frage, ob und wie sich die Ätiologie einer hochgradigen Hörschädigung auf den lexikalischen Spracherwerb auswirkt.
Cochlear-Implant-Systeme bestehen aus einem Mikrofon, einem Sprachprozessor, einer Sendespule und einem Empfänger/Stimulator. Das eigentliche Implant, ein 22- kanaliges Elektrodenbündel, wird in die Cochlea eingeschoben. Nach einer Cochlear-Implant-Versorgung, die eine langjährige medizinisch/technische sowie eine auditiv-verbale, sprachtherapeutische Betreuung beinhaltet, ist es einer Vielzahl hochgradig schwerhöriger Kinder möglich, verbale Sprache zu erwerben und eine Regelschule zu besuchen.
Die Frage, ob und wie sich die Ätiologie einer Hörschädigung auf den Spracherwerbsprozeß bei Cochlear-Implant-versorgten Kindern auswirkt, ist weitgehend unerforscht, da noch keine Langzeitstudien vorliegen. Die ersten Implantationen wurden 1988 an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bei Kindern ab 2;0 Jahren vorgenommen. Mittlerweile gibt es für die Implantationen bei Kindern keine Altersgrenze mehr.
Für meine Dissertation habe ich mit zwei Gruppen von Cochlear-Implant-versorgten Kindern gearbeitet: 1. Kinder, die von Geburt an hochgradig schwerhörig sind und 2. Kinder, die durch eine entzündlich/infektiöse Hirnerkrankung hochgradig schwerhörig geworden sind. Ich gehe von mehreren Arbeitsannahmen aus, denen ich mit Hilfe normierter und nicht normierter Testverfahren nachgehe. Den Verfahren liegt der Anspruch zugrunde, Aussagen über den aktiven und passiven Wortschatz, das Arbeitsgedächtnis und Denkprozesse machen zu können. Da die beiden Kindergruppen (2 x 5) in sich nicht homogen sein können, arbeite ich mit Einzelfallanalysen und untersuche die Ergebnisse anschließend auf einen Gruppeneffekt. Ziel der Dissertation ist es, Erklärungsansätze zu liefern, warum Cochlear-Implant-versorgte Kinder den verbalen Spracherwerbsprozeß so unterschiedlich gut durchlaufen.
Zeitraum: März 1998 bis 1999
Betreuer: D. Rhenius
Schwerpunkt: Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen
Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
März 1999:
"Hörschädigungen bei Kindern - Ätiologie, Versorgung und Therapie". Vortrag, gehalten in einer Sprachheilpädagogischen Praxis
März 1999:
"Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen". Vortrag, gehalten in einem Kindergarten in Osterholz-Scharmbeck; Fortbildungsveranstaltung für Erzieherinnen
Juni 1999:
"Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen, Stottern und verbale und nonverbale Kommunikationsformen". Vortrag, gehalten in einem Kindergarten. Fortbildungsveranstaltung für Erzieherinnen
Juli 1999:
"Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen, Stottern und verbale und nonverbale Kommunikationsformen, Edukinästhetik und myofunktionelle Störungen". Vortrag, gehalten bei einem Fortbildungsvormittag für BSHG 19 - Kräfte.
Weitere relevante Aktivitäten:
  • Sprachtherapeutische Betreuung von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen und Behinderungen (stundenweise, in sprachheilpädagogischer Praxis)
Postdoktoranden
López, Alejandro Event Taxonomies
Kollegsprojekt
Issue: López, Atran, Coley, Medin, and Smith (1997) have shown that there is a consensual way in which people organize natural kinds (mammals) into taxonomies. This project investigates whether there is also a consensual way in which people organize common events into taxonomies. Previous research (Morris & Murphy, 1990; Rifkin, 1985) shows that events are organized into superordinate, basic, and subordinate levels just like objects are. However, there is no research so far on the overall organization of events.
Goal: This project aims at showing that there is a consensual way in which people organize events into taxonomies. Moreover, it aims at showing the nature of the dimensions, the levels, and the nodes that these event taxonomies are made of.
Method: First, participants are asked to sort daily-life events such as "getting up," "having breakfast," and "going to work" into trees. Then, a factor analysis is performed on these trees to show that there is a single factor solution or consensual event taxonomy. The dimensions, levels and nodes of this consensual event taxonomy are further described.
Problems: The events to be sorted have to be of the same kind. But there is no agreed-upon definition of events. While "sunset" and "sleeping" are both daily-life events, they certainly vary on a general/specific and an active/passive dimension.
Results: So far, lists of common daily-life events are being collected from participants to choose the frequent ones for sorting. Listed events repeat but also vary on the general/specific and active/passive dimensions.

References:
  • López, A., Atran, S., Coley, J. D., Medin, D. L., & Smith, E. E. (1997). The tree of life: Universal and cultural features of folkbiological taxonomies and inductions. Cognitive Psychology, 32, 251-295.
  • Morris, M. W., & Murphy, G. L. (1990). Converging operations on a basic level in event taxonomies. Memory & Cognition, 18, 407-418.
  • Rifkin, A. (1985). Evidence for a basic level in event taxonomies. Memory & Cognition, 13, 538-556.
Zeitraum: April 1998 bis September 1999
Publikationen (seit April 1998):
  • López, A., Tappe, H., & Habel, C. (submitted). The tree of daily life: Taxonomic representations of common events.
  • Spellman, B. A., López, A., & Smith, E. E. (1999). Hypothesis testing: Strategy selection for generalizing versus limiting hypotheses. Thinking & Reasoning, 5, 67-91.
  • Todd, P. M., & López, A. (1998). Pulling the trigger on the living kind module. Behavioral and Brain Sciences, 21, 592.