| Doktoranden |
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Schopp, Andrea
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Pronominalisierung: Zur Erzeugung von Pronomen im Sprachproduktionsmodell Synphonics
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Kollegsprojekt
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In diesem Projekt wurde ein Modellierungsvorschlag für die Erzeugung von Pronomen im Rahmen des psycholinguistisch fundierten Sprachproduktionsmodells Synphonics entwickelt. Die psycholinguistische Ausgangsbasis des Systems kommt in den Annahmen zum inkrementellen Prozeßverlauf und zur strikten Modularität der konzeptuellen und sprachlichen Verarbeitungskomponenten zum Ausdruck. Es wurde gezeigt, welche Probleme im Verlauf der Verbalisierung eines Pronomens zu bewältigen sind und wo diese im Prozeßverlauf lokalisiert werden müssen. Die Zielsetzung des Projekts bestand darin, eine durchgängige Modellierung der an der Verbalisierung von Pronomen beteiligten konzeptuellen und sprachlichen Komponenten vorzustellen und damit die Abhängigkeiten und das Zusammenspiel der verschiedenen Ebenen sprachlicher Strukturbildung als Folge einer charakteristischen konzeptuellen Ausgangskonstellation aufzuzeigen. Damit wurden die auf den verschiedenen Ebenen ablaufenden Prozesse zur Erzeugung von Pronomen durch eine computerlinguistische Modellierung im Rahmen eines Sprachproduktionssystems in einen einheitlichen Funktionszusammenhang gestellt, der im Gegensatz zu herkömmlichen linguistischen Klassifikationsrastern eine Erklärung für den Zusammenhang zunächst heterogen wirkender Phänomene im Bereich der Pronominalisierung bereitstellt.
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Zeitraum:
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Oktober 1990 bis März 1994
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Betreuer:
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Christopher Habel, Stephanie Kelter
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Schwerpunkt:
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Sprachproduktion und Sprachverstehen
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Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
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- September 1993:
- ”Ein kognitiv orientiertes Modell der Pronomenproduktion”. Vortrag, gehalten am 14.9.1993 auf der 17. Fachtagung für KI, Humboldt-Universität, Berlin.
- Oktober 1994:
- ”Zur Generierung von Pronomen in einem kognitiv orientierten Sprachproduktionsmodell”. Vortrag, gehalten am 13.10.1994 auf der 1. Fachtagung Kognitionswissenschaft, Freiburg, 13.-15.10.1994.
- Mai 1995:
- ”Incremental computation of information structure in SYNPHONICS”. Vortrag, gehalten am 22.5.1995 auf dem 5th European Workshop on Natural Language Generation, Leiden, 20-22.5.1995.
- November 1995:
- ”Die Produktion von Pronomen”. Vortrag, gehalten am 17.11.1995 auf dem Symposium: Konzeptuelles und semantisches Wissen in der Sprachproduktion, Heidelberg, 15-17.11.1995.
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Publikationen:
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- Schopp, A. (1992). Aspekte der Pronomenproduktion. In M. Herweg (Hrsg.), Hamburger Arbeitspapiere zur Sprachproduktion - I. (pp. 37-52) (Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft: Arbeitspapiere, 9).
- Schopp, A. (1993, ed.). Hamburg Working Papers on Language Production - II. (Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft: Arbeitspapiere, 13) Universität Hamburg.
- Schopp, A. (1994, ed.). Hamburg Working Papers on Language Production - III. (Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft: Arbeitspapiere, 15) Universität Hamburg.
- Schopp, A., Guenther, C., Habel, Ch. & Maienborn, C. (1994). Context relative presentation of conceptual structure and its prosodic realization in the language production system SYNPHONICS. In A. Schopp (ed.), Hamburg Working Papers on Language Production - III. (Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft: Arbeitspapiere, 15) Universität Hamburg.
- Schopp, A. (1994). Pronominalisierung - Der Informationsbeitrag von Pronomen in der Sprachproduktion. Dissertation, Universität Hamburg. Hamburg Working Papers on Language Production VII. Graduiertenkolleg Kognitionswissenschaft, University of Hamburg.
- Schopp, A., Guenther, C. & Maienborn, C. (1994). The processing of information structure in SYNPHONICS. In P. Bosch & R. van der Sandt (eds.), Focus & natural language processing. IBM Technical Report 80.94-006,1. 71-82.
- Schopp, A. (1995). Pronominalisierung. Kognitionswissenschaft, 5. 14-30.
- Schopp, A. (1995). Focussing on the use of German ‘beide’. In Rickheit G. & Habel, C. (eds.), Focus and coherence in discourse processing (pp. 73-91). Berlin: de Gruyter.
- Schopp, A. & Abb, B., Günther, C., Herweg, M., Lebeth, K. & Maienborn, C. (1995). Incremental syntactic and phonological encoding - an outline of the SYNPHONICS-Formulator. In G. Adorni & M. Zock (eds.), Trends in natural language generation: an Artificial Intelligence perspective. Berlin: Springer.
- Schopp, A., Guenther, C., Habel, C. & Ziesche, S. (1996). Perspektivierungsprozesse in SYNPHONICS. In C. Habel, S. Kanngießer & G. Rickheit (eds.), Perspektiven der kognitiven Linguistik, 127-161.
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Simmons, Geoffrey
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Formwissen in Objektkonzepten
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Kollegsprojekt
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Der Inhalt und die Struktur von menschlichem Wissen über die Form von Alltagsobjekten wurde als exemplarische Domäne des Alltagswissens untersucht. Hypothesen über Elemente des Formwissens wurden durch die Analyse von Wortbedeutungen und Erkenntnisse aus der maschinellen Bildverarbeitung bzw. Evidenzen aus Untersuchungen der visuellen Wahrnehmung beim Menschen empirisch belegt. Das Ziel war, ein mit den empirischen Erkenntnissen konsistentes Modell von konzeptuellen Strukturen, einer Ebene des menschlichen Wissens, die u. a. zwischen den Bedeutungen natürlichsprachlicher Ausdrücke und der höheren visuellen Wahrnehmung vermittelt, zu entwickeln.
In der Dissertation wird eine Theorie über Formwissen vorgestellt, die in der Ontologie der Form, einer Instanz von terminologischer Wissensrepräsentation, formal erfaßt wird. In der Ontologie der Form wird eine Reihe von qualitativen Formeigenschaften aufgestellt, die zum Wissen über die Eigenschaften typischer Exemplare von Kategorien von Alltagsobjekten gehören. Die in der Ontologie der Form aufgeführten Formeigenschaften sind Bausteine der Bedeutungen von Wörtern in diversen Wortfeldern vieler Sprachen der Welt, die aus Konturenbildern, einer Zwischenebene der Bildverarbeitung, unter realistischen Randbedingungen extrahiert werden können. Dabei ist unter "Konturenbild" eine aus realen Bilddaten gewonnene digitale Repräsentation des auf die Bildebene projizierten Randes eines Objektes zu verstehen. Darüber hinaus gibt es empirische Evidenzen aus der Kognitionspsychologie und der kognitiven Neuropsychologie, die für die Rolle jener Formeigenschaften bei der menschlichen Kategorisierung von Objekten sprechen.
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Zeitraum:
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Januar 1992 bis Dezember 1995
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Betreuer:
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Ch. Habel, S. Kelter, S. Stiehl
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Schwerpunkt:
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Repräsentation von Raum und Zeit in kognitiven Prozessen
Sprachproduktion und Sprachverstehen
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Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
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- Mai 1992:
- "Probabilistisches nicht-monotones Schließen". Kolloquium der Projektgruppe KIT, TU Berlin. 8.5.92.
- Oktober 1992:
- "Propagation von reellwertigen Intervallen über Produkt-Constraints". FB Computerlinguistik und Künstliche Intelligenz, Universität Osnabrück. 1.10.92.
- März 1993:
- "Towards an Integrated Theory of Geometric Knowledge in Object Concepts: Where Language and Vision Meet”. Int. Workshop on Formal Ontology in Conceptual Analysis and Knowledge Representation. Padua, Italien, 17.-19.3.93.
- April 1993:
- "A Tradeoff between Compositionality and Complexity in the Semantics of Dimensional Adjectives”. Vortrag, gehalten auf der Sixth Conference of the European Chapter of the Associaton for Computational Linguistics (EACL-93). Utrecht, Die Niederlanden, 20.-24.4.93.
- Juni 1993:
- "Knowledge of Shape: Evidence from Language and Perception”. Vortrag, gehalten am 11.6.1993, SRI International. Menlo Park/ California, USA.
- Juli 1994:
- "Knowledge of Shape between Language and Perception”. Vortrag, gehalten am 26.7.1994 am First Int. Summer Institute in Cognitive Science (FISI-CS), Workshop on Ontology of Space. Buffalo/NY, USA.
- August 1994:
- "Shapes, Part Structures and Object Concepts”. Vortrag, gehalten am 9.8.94 auf dem ECAI-94 Workshop on Parts and Wholes: Conceptual Part-Whole Relations and Formal Mereology., Amsterdam, Die Niederlanden.
- Oktober 1994:
- "Teilstrukturen und Objektkonzepte”. Vortrag, gehalten am 14.10. 94 auf der 1. Fachtagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft. Universität Freiburg.
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Weitere relevante Aktivitäten:
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- 5.-9.7.93:
- Kursdozent "Knowledge of Shape: Evidence from Language and Perception”. Int. Summer School in Philosophy. Bolzano, Italien
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Publikationen:
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- Carstensen, K.-U. & Simmons, G. (1991). Why a hill can’t be a valley: Representing Gestalt and Position Properties of Objects with Object Schemata. In O. Herzog & C.-R. Rollinger (eds.), Text Understanding in LILOG: Integrating Computational Linguistics and Artificial Intelligence. LNAI 546 (pp. 632-644). Berlin et al.: Springer-Verlag.
- Habel, Ch., Pribbenow, S. & Simmons, G. (1993). Propositional and Depictorial Partonomies: A Hybrid Approach. Report Nr. 1/93, Research Group on Mental Models and Discourse Processing, Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Universität Bielefeld.
- Habel, Ch., Pribbenow, S. & Simmons, G. (1995). Partonomies and Depictions: A Hybrid Approach. In J. Glasgow, H. Narayanan & B. Chandrasekaran (eds.), Diagrammatic Reasoning: Computational and Cognitive Perspectives. Cambridge, Mass.: MIT Press.
- Lang, E., Carstensen, K.-U. & Simmons, G. (1991). Modeling Spatial Knowledge on a Linguistic Basis. LNAI 481. Berlin et al.: Springer-Verlag.
- Pinkal, M. (1995). Logic and Lexicon. The Semantics of the Indefinite. Studies in Linguistics and Philosophy, Bd. 56. Dordrecht: Kluwer. Übersetzung durch G. Simmons von M. Pinkal (1985), Logik und Lexikon. Die Semantik des Unbestimmten. Berlin: de Gruyter.
- Simmons, G. (1992a). Empirical Methods for "Ontological Engineering” - Case Study: Objects. In G. Klose, E. Lang & T. Pirlein (Hrsg.), Die Ontologie und Axiomatik der Wissensbasis von LEU/2 - Erfahrungen, Probleme, Ausblicke. IFB 307 (pp.125-154). Berlin et al.: Springer.
- Simmons, G. (1992b). Kommentar zu Ewald Lang "Linguistische vs. konzeptuelle Aspekte der LILOG-Ontologie”. In G. Klose, E. Lang & T. Pirlein (Hrsg.), Die Ontologie und Axiomatik der Wissensbasis von LEU/2 - Erfahrungen, Probleme, Ausblicke. (pp. 46-54). Berlin et al.: Springer.
- Simmons, G. (1993a). Towards an Integrated Theory of Geometric Knowledge in Object Concepts: Where Language and Vision Meet. In N. Guarino & R. Poli (Eds.), Proc. Int. Workshop on Formal Ontology in Conceptual Analysis and Knowledge Representation. LADSEB-CNR Internal Report 01/93.
- Simmons, G. (1993b). A Tradeoff between Compositionality and Complexity in the Semantics of Dimensional Adjectives. In Proc. EACL-93 (pp. 348-357). Morristown, NJ: ACL.
- Simmons, G. (1994a). Shapes, Part Structures, Structures and Object Concepts. Proc. ECAI-94 Workshop on Parts and Wholes: Conceptual Part-Whole Relations and Formal Mereology (pp. 45-55). Amsterdam.
- Simmons, G. (1994b). Teilstrukturen und Objektkonzepte. Proc. 1. Fachtagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft (S. 106-108). Universität Freiburg.
- Simmons, G.& Eschenbach, C. (1990). Die Darstellung von Summenhalbverbänden in Referentiellen Netzen. GAP-Arbeitspapier 11. Ersch. auch als: Report No. 182. Fachbereich Informatik. Universität Hamburg (FBI-HH-M-182/90).
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Stein, Christian Alexander
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Wir und unsere Überzeugungen
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Kollegsprojekt
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Ein wenig untersuchter Zug unserer alltagspsychologischen Zuschreibung propositionaler Einstellungen wie Überzeugungen, Wünsche oder Absichten ist die Zuschreibung kollektiver Einstellungen. Aus der Perspektive unserer Alltagspsychologie sind nicht allein natürliche Personen Subjekte von Überzeugungen oder Wünschen, sondern auch soziale Gruppen: Intern nicht weiter strukturierte Diskussionsgruppen ebenso wie Firmen, Parteien oder Organisationen. In meiner Dissertation argumentiere ich für die These, daß es sich bei solchen Zuschreibungen nicht immer um Abkürzungen für die Aufzählung der individuellen Einstellungen der Gruppenmitglieder handelt. Es gibt genuin kollektive Einstellungen, die Gruppen qua Gruppen zu Recht zugesprochen werden können. Ich konzentriere mich auf kollektive Überzeugungen unstrukturierter Gruppen - sie sind die kognitive Keimzelle für kollektive Überzeugungen strukturierter Gruppen. Nach dem Muster ihrer Analyse lassen sich dann auch kollektive Ziele verstehen.
Die Arbeit hat drei Teile. Im ersten Teil geht es um die individuelle kognitive Basis kollektiver Einstellungen: Wenn sich einer Gruppe, die nicht weiter formal strukturiert ist, zu Recht die kollektive Überzeugung zuschreiben läßt, daß p, dann müssen die Gruppenmitglieder nicht persönlich glauben, daß p, aber sie müssen akzeptieren, daß p. Akzeptanz ist ein voluntativer propositionaler Akt, in dem ein Subjekt sich dafür entscheidet, eine Aussage für sein künftiges Handeln und Raisonnieren vorauszusetzen. Im ersten Teil der Arbeit wird die Unterscheidung von Akzeptanz und Überzeugung entwickelt und gegen Einwände verteidigt.
Wie kommt aus individuellen Akzeptanzen eine kollektive Überzeugung zustande? Diese Frage beantworte ich im 2. Teil der Arbeit. Ich beginne mit der Zurückweisung von Einwänden, nach denen die Annahme kollektiver Überzeugungen von Beginn an verfehlt ist - etwa weil dann ein dubioses kollektives Bewußtsein angenommen werden müßte oder weil kein rationales Verfahren existiert, aus unterschiedlichen individuellen Überzeugungen eine kollektive Überzeugung zu generieren. Ausgehend von einer Kritik an Margaret Gilberts Arbeiten zu kollektiven Überzeugungen entwickle ich eine Analyse, die hinreichende und notwendige Bedingungen für das Vorliegen einer kollektiven Überzeugung einer unstrukturierten Gruppe angibt: Eine unstrukturierte Gruppe hat genau dann die kollektive Überzeugung, daß p, wenn die Gruppenmitglieder die Aussage, daß p, verbindlich als Gruppenposition akzeptieren. Diese gemeinsame Akzeptanz generiert Konformitätsnormen, die die Gruppenmitglieder dazu verpflichten, als Gruppenmitglieder entsprechend der Gruppenauffassung zu handeln.
Die Mitglieder einer Gruppe können ihrer Gruppe kollektive Überzeugungen mit Äußerungen von Sätzen wie dem folgenden zuschreiben: "Wir halten die Kognitionswissenschaften für einen zentralen Forschungsbereich". Manchmal wird mit Äußerungen dieses Typs mehreren Personen eine Überzeugung zugeschrieben, aber es gibt Äußerungen, die sich nicht so analysieren lassen. In diesen Fällen nimmt der Sprecher mit dem pluralen Indikator "wir" auf eine Gruppe Bezug. Im dritten Teil der Arbeit untersuche ich die Semantik von "wir" mit besonderem Augenmerk auf solchen korporativen Wir-Verwendungen. Die Untersuchung zeigt, daß die gegenwärtig einflußreichste Theorie der Semantik von Indikatoren, die Theorie der direkten Referenz, plurale Referenz nicht angemessen erklärt.
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Zeitraum:
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Oktober 1993 bis Juli 1997 (Abgabe der Dissertation)
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Betreuer:
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W. Künne, G. Graßhoff, C. Eschenbach
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Schwerpunkt:
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Einstellungen, Begriffe und Objekte
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Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
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- August 1994:
- "Do Grammatical Sentences express Truths?". Vortrag, gehalten am 16. August auf dem 17. Internationalen Wittgenstein Symposium, Kirchberg am Wechsel.
- September 1994:
- "Grammatische Regeln und empirische Sätze". Vortrag, gehalten am 9.9.1994 auf ANALYOMEN 2, Kongreß der Gesellschaft für analytische Philosophie, Leipzig.
- Juli 1995:
- "Epistemic Theories of Truth - A Knockdown Argument investigated". Vortrag, gehalten mit Vincent Müller am 8.7.1995 auf der Joint Session der Aristotelian Society an der University of Liverpool.
- März 1996:
- "Wir-Einstellungen", 2. Fachtagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft 1996, Universität Hamburg, 16.03.1996.
- September 1996:
- "Zur Semantik von Wir-Einstellungen", Conditio Humana, XVII. Deutscher Kongreß für Philosophie, Universität Leipzig, 29.09.1996.
- Februar 1997:
- "Saying we", Hamburg-Oxford-Workshop, Corpus Christi College, Oxford, 22.02.1997.
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Publikationen:
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- Stein, C. (1994). Regeln und Übereinstimmung, Pfaffenweiler: Centaurus-Verlagsgesellschaft.
- Stein, C. (1994). "Do Grammatical Sentences Express Truths?", in J. Hintikka u. K. Puhl (Hg.), Papers of the 17th International Wittgenstein Symposium 1994, Österreichische Ludwig Wittgenstein Gesellschaft, Kirchberg am Wechsel, 477-483.
- Stein, C. (1996). "Ein Transparenzproblem für objektabhängige Sinne", Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft, Report 53, Hamburg.
- Müller, V. C. u. Stein, C. (1996). "Epistemic Theories of Truth: The Justifiability Paradox Investigated", in C. M. Vidal et. al. (Hg.), Verdad: Lógica, Representación, y Mundo, Universidade de Santiago de Compostela, 95-104.
- Stein, C. u. Textor, M. (1996). Intentional Phenomena in Context, Papers of the 14th Hamburg Colloquium in Cognitive Science, Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft, Report 55, Hamburg.
- Stein, C. (1996). "Tuomela on Collective Goals", in C. Stein u. M. Textor (1996), 167-172.
- Stein, C. (1997). "Grammatische Regeln und empirische Sätze", in G. Meggle (Hg.), Analyomen 2, Proceedings of the 2nd Conference Perspectives in Analytical Philosophy, Vol. 2, Philosophy of Language and Metaphysics, de Gruyter.
- Stein, C. (1997). "Walker on the Voluntariness of Judgement", Inquiry 40, 175-186.
- Stein, C. (1998). Wir und unsere Überzeugungen. Kollektive Überzeugungen in der Philosophie des Geistes, der Sozialwissenschaften und der Sprache. Schriftenreihe des Graduiertenkollegs Kognitionswissenschaft, Bericht Nr. 63, Dezember 1998.
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Storck, Markus
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Automatisierung und Gedächtnis
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Kollegsprojekt
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Anknüpfend von Arbeiten von Logan (1988, 1992) wurde untersucht, ob die Automatisierung elementarer kognitiver Leistungen durch einen einzigen itemspezifischen Lernmechanismus erklärt werden kann. Nach Logan stellt ein qualitativer Wechsel der Bearbeitungsstrategie von einem relativ langsam operierenden Verarbeitungs-Algorithmus auf einen schnellen und direkten Gedächtnisabruf die Hauptdeterminante für die Ausbildung automatischer Routinen dar.
Im Vordergrund meiner Arbeit standen zwei Fragen: (1) Welche Merkmale eines Reizes werden systematisch registriert und spielen bei dem Gedächtnisabruf eine Rolle? (2) Welche Funktion haben Aufmerksamkeits-Einstellungen auf bestimmte Merkmale des Reizes für die Repräsentation?
In Übereinstimmung mit Logans Befunden konnte ich nachweisen, daß reizspezifische Merkmale bei Repräsentation und Abruf der automatischen Verarbeitungs-Routinen eine wichtige Funktion haben. Entscheidend für die Frage, welche Merkmale eines Reizes systematisch repräsentiert werden, sind Prozesse der Aufmerksamkeitszuwendung. Die selektive Orientierung auf Merkmale des Reizes bestimmt, welche Information gespeichert wird und abgerufen werden kann. Dabei dominieren mit zunehmendem Training reizspezifische Merkmale über Merkmale, die für eine algorithmenorientierte Verarbeitung besonders relevant waren.
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Zeitraum:
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Oktober 1991 bis Mai 1995 (Abgabe der Dissertation)
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Betreuer:
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D. Rhenius, G. Graßhoff, R. Kluwe
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Schwerpunkt:
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Erwerb, Repräsentation und Nutzung von Wissen
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Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
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- März 1994:
- "Automatisierung und Gedächtnisabruf". Vortrag, gehalten am 30. März 1994 auf der 36. Tagung für experimentell arbeitende Psychologen vom 28.3-31.3.1994, München.
- September 1994:
- "Dual-Task-Interferenz bei automatischer Verarbeitung". Vortrag, gehalten am 26.9.1994 auf dem 39. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Hamburg vom 25.-29.9.1994.
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Weitere relevante Aktivitäten:
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Lehrbeauftragter im Sommersemester 1992 für psychologische Methodenlehre.
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| Postdoktoranden |
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Schilder, Frank
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Zeitliche Kohärenz beim Textverstehen
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Drittmittelprojekt
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In meinem Forschungsvorhaben habe ich kurze Diskurssequenzen (3-10 Sätze) untersucht und bin dabei der Frage nachgegangen, wie die Kohärenz einer narrativen Erzählung bestimmt werden kann. Dieses wurde im besonderen in Hinblick auf die ausgedrückten temporalen Relationen bei flashback-Sequenzen untersucht.
Im Mittelpunkt meiner Forschung stand daher die Entwicklung einer formalen Diskurstheorie. Wie die Arbeiten von Eberle (1991) und Lascarides & Asher (1993) und anderen gezeigt haben, werden sogenannte rhetorische Relationen benötigt, um die Kohärenz einer Erzählung zu etablieren und die entsprechenden zeitlichen Relation ableiten zu können. Dieses Vorgehen zur Modellierung der zeitlichen Relationen in einem narrativen Diskurs weist die folgende Schwierigkeit auf: Alle rhetorischen Relationen und das dazu benötigte Weltwissen muß schon vor der Verarbeitung des Textes in einer Wissensbasis vorliegen. Zwar wird von Lascarides & Asher (1993) die Präzedenzrelation als default für die zeitliche Abfolge der beschriebenen Situationen angenommen, dieses Vorgehen hat aber zur Folge, daß ein narrativer Diskurs zuerst einmal als sequentielle Abfolge von Ereignissen beschrieben wird und nur für den Fall, daß spezielleres Weltwissen gefunden werden kann, diese erste Annahme überschrieben wird.
Dieses Vorgehen erscheint aber als nicht sehr hilfreich, da die rhetorische Struktur eines Textes nicht immer vollständig ausspezifiziert sein kann. Der in meiner Dissertation beschriebene Ansatz, der von einer unbestimmten Relation ausgeht, ermöglicht eine größere Flexibilität zur Darstellung der rhetorischen Struktur wie auch der daraus abgeleiteten temporalen Relationen.
In meinen Untersuchungen habe ich daher versucht, den Begriff "zeitliche Kohärenz" formal genauer zu fassen und dabei linguistische wie psychologische Methoden zu verwenden. Mein Forschungsvorhaben läßt sich daher in zwei Teile unterteilen:
Als erstes untersuchte ich das Phänomen von flashback-Sequenzen mittels unterschiedlicher Experimente. Darüber hinaus wurden auch Korpora-Untersuchungen zu temporalen Konnektoren wie z.B. nachdem und bevor unternommen.
In einem zweiten Schritt konnten aufgrund der gewonnenen empirischen Daten Annahmen der theoretischen Arbeiten zur Diskursgrammatik verifiziert werden.
Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- In Schilder (1999a) wurde gezeigt, daß die Präferenz, eine sogenannte flashback-Sequenz fortzusetzen oder zu der vorigen Zeitebene zurückzukehren, von der jeweiligen abgeleiteten rhetorischen Relation beeinflußt wird. Weitere psychologische Untersuchungen werden momentan noch ausgewertet.
- Die Korpora-Untersuchung bezüglich der temporalen Konnektoren nachdem und bevor hat eine Anzahl an unterschiedlichen syntaktischen Variationen ergeben (Schilder 1998c).
Diese Untersuchungen wurden für die folgenden theoretischen Arbeiten genutzt:
- Der Einfluß der syntaktischen Struktur auf die Anaphernresolution wurde mittels eines unterspezifizierten Diskursmodells in Schilder (1998a) erklärt.
- Die theoretische Grundlage für weiterführende Arbeiten zur Unterspezifikation in Diskursen wird in Schilder (1998b) in Form einer weiterentwickelten Version der Segmented Discourse Representation Grammar (SDRT) (Asher 1993) gelegt.
- In Schilder (1999b) wurde die vorgeschlagene Diskursgrammatik in Schilder (1998b) erweitert in Hinblick auf referentielle Ausdrücke.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, daß die Herleitung der rhetorischen Struktur eines Textes und somit auch der zeitlichen Relationen von unterschiedlichsten Faktoren abhängen. Es sollte daher vorrangigstes Ziel zukünftiger Forschung sein, diese Faktoren mittels empirischer Untersuchungen genauer zu fassen. Es muß außerdem festgestellt werden, daß sprachliche Intuition alleine kaum zu gesicherten Daten führen kann, um darauf eine umfassende Diskurstheorie zu erstellen. Psychologische Untersuchungen durchzuführen wie auch Korpora zur rhetorischen Struktur von Texten zu erstellen, wird daher im Fokus meiner zukünftigen Forschung stehen.
Literatur:
- Asher, N. (1993). Reference to Abstract Objects in Discourse. Kluwer Academic Publishers: Dordrecht, 1993.
- Eberle, K. (1993). Ereignisse: Ihre Logik und Ontologie aus textsemantischer Sicht. IWBS Report 192, IBM.
- Lascarides, A. & N. Asher (1993). Temporal interpretation, discourse structure and common-sense entailment. Linguistics and Philosophy 16, 437-493.
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Zeitraum:
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April 1997 bis September 1999
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Kooperationspartner:
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Habel
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Schwerpunkt:
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Repräsentation von Raum und Zeit in kognitiven Prozessen
Sprachproduktion und Sprachverstehen
Visuelle Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
Erwerb, Repräsentation und Nutzung von Wissen
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Externe Vorträge während der Kollegiatenzeit:
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- August 1997:
- "Flashback Sequences described by D-Trees". Vortrag, gehalten am 09.08.97 auf der Formal Grammar conference in Kooperation mit ESSLLI'97, Aix-en-Provence.
- August 1998:
- "An Underspecified Segmented Discourse Representation Theory (USDRT)". Vortrag, gehalten am 08.08.98 auf der 17th International Conference on Computational Linguistics (COLING '98) / 36th Annual Meeting of the Association for Computational Linguistics (ACL '98), Montréal, Québec, Canada.
- November 1998:
- "Aktionsarten in German described by an open-perfective viewpoint", eingeladener Vortrag, gehalten am 23.11.98 auf dem Workshop on the Progressive and Achievements, Universität Tübingen.
- Juni 1999:
- "Pointing to Events", Posterpräsentation, gegeben am 11.06.99 auf der 9th Conference of the European Chapter of the Association for Computational Linguistics (EACL'99), Bergen, Norwegen.
"Reference hashed", Vortrag, gehalten am 21.06.99 auf dem ACL'99 Workshop on the Relation of Discourse/Dialogue Structure and Reference, University of Maryland, College Park, MD, USA.
- Juli 1999:
- "Presupposition Triggered by Temporal Connectives", Vortrag, gehalten am 13.07.99 im TALN'99 Workshop THEORETICAL BASES FOR SEMANTICS AND PRAGMATICS IN NLP, Cargèse (Korsika), Frankreich.
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Weitere relevante Aktivitäten:
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- März 95 - September 97:
- Organisator des internen Tense and Aspect-Workshops am CCS, Edinburgh
- August 95 - September 97:
- Co-Editor des Weekly Electronic Newsletter des CCS, Edinburgh.
- Juli 1998:
- Co-Organisator (mit Chr. Habel und S. Kelter) des GrkK-Kolloquiums Repräsentation von Zeit und Veränderung, Hamburg, 03.-04.07.98 (web page:
http://www.informatik.uni-hamburg.de/GRK/News/Zeit98/.
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Publikationen:
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- Schilder, F. (1995a). A neutral View on German, in Proceedings of the 5th International Toulouse Workshop on Time, Space and Movement (TSM'95), IRIT, Toulouse, 23.-27.06.95.
- Schilder, F. (1995b). Aspect and discourse structure: Is a neutral viewpoint required?, in Proceedings of the 33rd Annual Meeting of the Association for Computational Linguistics (ACL), MIT, Cambridge, MA. Student Session.
- Schilder, F. (1996). Aspectual Embedding, in Proceedings of the Formal Grammar Conference in Kooperation mit der 8th European Summer School in Logic, Language and Information (ESSLLI'96), Prag, 10.-11.08.96.
- Schilder, F. (1997a). Discourse Tree Grammar or How to get attached to a discourse?, in Proceedings of the 2nd International Workshop on Computational Semantics (IWCS-II), Tilburg, 08.-10.01.97.
- Schilder, F. (1997b). A Hierarchy for Convex Relations, in Proceedings of the 4th Workshop on Temporal Representation and Reasoning (TIME'97), Daytona Beach, Florida, USA, 10.-11.05.97.
- Schilder, F. (1997c). Towards a theory of discourse processing - Flashback sequences described by D-trees, in Proceedings of the Formal Grammar Conference in Kooperation mit der 9th European Summer School in Logic, Language and Information (ESSLLI'97), Aix-en-Provence, 09.-10.08.97.
- Schilder, F. (1998a). Anaphora resolution and subordination in discourse structure, in Proceedings of the 20th annual meeting of the Cognitive Science Society, University of Wisconsin-Madison, Madison, WI, USA, p. 12.
- Schilder, F. (1998b). An Underspecified Segmented Discourse Representation Theory (USDRT), in Proceedings of the 17th International Conference on Computational Linguistics (COLING '98) and of the 36th Annual Meeting of the Association for Computational Linguistics (ACL '98), Université de Montréal, Montréal, Québec, Canada, pp. 1188-1192.
- Tappe, H. und F. Schilder (1998). Coherence in spoken discourse, in Proceedings of the 17th International Conference on Computational Linguistics (COLING '98) and of the 36th Annual Meeting of the Association for Computational Linguistics (ACL '98), Université de Montréal, Montréal, Québec, Canada, 10.-14.08.98, pp. 1294-1298.
- Schilder, F. (1998c). Temporal discourse markers and the flow of events, in Proceedings of the Conference workshop Discourse Relations and Discourse Markers at COLING-ACL'98, Université de Montréal, Montréal, Québec, Canada, 15.08.98, pp. 58-61.
- Schilder, F. und S. Pribbenow (1998). Maschinelles Lernen für die Verarbeitung natürlicher Sprache: Eine Studie, in U. Schmid, C. Schlieder, and S. Pribbenow (Eds.), Machine Learning and Concept Acquisition, Number 98-16 of Research Report of the Department of Computer Science. Berlin: TU Berlin, Proceedings of the Workshop "Machine Learning and Concept Acquisition" at the 22nd German annual Conference for Artificial Intelligence (KI-98), Bremen.
- Schilder, F. (1999a). Pointing to Events. In: Proceedings of the 9th Conference of the European Chapter of the Association for Computational Linguistics (EACL'99), Bergen, Norway, Poster Session, 08.-12.06.99, p.283-284.
- Schilder, F. (1999b). Reference hashed. In: Proceedings of the ACL'99 Workshop on the Relation of Discourse/Dialogue Structure and Reference, at the 37th Annual Meeting of the Association for Computational Linguistics (ACL'99), University of Maryland, College Park, MD, USA, 21.06.99, p. 100-109.
- Schilder, F. (1999c). Presupposition Triggered by Temporal Connectives. In: Proceedings of the TALN'99 workshop THEORETICAL BASES FOR SEMANTICS AND PRAGMATICS IN NLP, Cargèse (Corsica), France,12.-17.07.99, p.113-124.
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Siebel, Mark
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Begriffe, Konzepte und Begriffsbesitz
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Kollegsprojekt
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Im ersten Teil meines Projekts habe ich die verschiedenen Konzeptionen dargelegt, die man in der Philosophie und der Kognitionspsychologie findet, wenn es um Begriffe geht. In der Philosophie werden Begriffe überwiegend als abstrakte, nicht-kausale Entitäten behandelt, die in den Gehalten von mentalen Einstellungen und von Äußerungen enthalten sind, die Rolle von Bedeutungen übernehmen und insofern eine normative Funktion haben, als in ihnen das Wesen der entsprechenden Dinge eingefangen wird. In der Psychologie dagegen werden Begriffe (bzw. Konzepte) zumeist als mentale Repräsentationen verstanden, die in kausalen Zusammenhängen stehen und für verschiedene kognitive Leistungen verantwortlich sind. Es ist wichtig, diese Unterschiede herauszustreichen, weil sie leicht zu Mißverständnissen führen. Wenn man Begriffen verschiedene theoretische Funktionen zuordnet, die gar nicht von einer Sorte von Dingen erfüllt werden können, ist es kein Wunder, wenn sich - scheinbar! - unvereinbare Positionen ergeben.
Im zweiten Teil meines Projekts ging es um ein Problem, das schon innerhalb der kognitionspsychologischen Forschung entsteht - und zwar ebenfalls durch verschiedene theoretische Rollen für Konzepte. Es ist sehr plausibel, daß Konzepte sowohl die Grundlage der Kategorisierung wie auch des Sprachverstehens bilden: Die mentale Repräsentation, die aktiviert wird, wenn ich etwas als Känguruh klassifiziere, scheint dieselbe zu sein wie diejenige, die aktiviert wird, wenn ich den Ausdruck "Känguruh" höre. In Klassifikationsexperimenten zeigen sich aber nicht nur Typikalitätseffekte, sondern auch größere inter- und intrapersonelle Schwankungen. Sie weisen darauf hin, daß Konzepte eine prototypische Struktur haben, die sich selbst innerhalb einer Person über kurze Zeiträume hinweg signifikant ändern kann. Wenn Konzepte aber derart variabel sind, wie ist es dann überhaupt möglich, die Äußerungen anderer zu verstehen, wo wir den Ausdrücken doch allzu häufig verschiedene Konzepte zuordnen? Und wenn Konzepte prototypisch strukturiert sind, wie können wir dann der Kompositionalität unserer Sprache Rechnung tragen? Schließlich läßt sich der Prototyp eines komplexen Konzepts nicht einfach aus den Prototypen der Teilkonzepte berechnen.
In meiner Kollegszeit habe ich mich insbesondere mit dem letzten Punkt beschäftigt, indem ich Fodors Argument gegen Prototypentheorien genauer untersucht habe. Ein wichtiges Ergebnis war, daß Fodors Kompositionalitätsannahme längst nicht so offensichtlich ist, wie er annimmt.
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Zeitraum:
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Januar bis September 1998
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Kooperationspartner:
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Künne
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Schwerpunkt:
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Einstellungen, Begriffe und Objekte
Sprachproduktion und Sprachverstehen
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Weitere relevante Aktivitäten:
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- Koordination der Herbstschule 1998 (mit Ladina Tschander)
- Koordination der EBO-Treffen
- Ankündigungen der Vorträge im Kognitionswissenschaftlichen Kolloquium und im Wochenend-Kolloquium "Repräsentation von Zeit und Veränderung"
- Organisation der Ringvorlesung "Konzepte" (mit Stephanie Kelter)
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Publikationen:
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- Siebel, M. (im Erscheinen) "Truth and Intra-personal Concept Stability", Kommentar zu L. Barsalou: "Perceptual Symbol Systems", in: Behavioral and Brain Sciences.
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