Einstellungen, Begriffe und Objekte


Fragestellungen und Ziele

Im Rahmen der Alltagspsychologie machen wir uns Handlungen dadurch verständlich, daß wir sie im Rekurs auf die propositionalen Einstellungen des Akteurs, insbesondere auf seine Überzeugungen und Wünsche intentionalistisch erklären. Das in solchen Erklärungen verwendete Konzept einer propositionalen Einstellung spielte eine Schlüsselrolle in der Arbeit des Schwerpunkts Einstellungen, Begriffe und Objekte. Zentrale Themenkomplexe dieses Schwerpunkts waren Im Themenbereich (A) Propositionale Einstellungen und Referenz ging es um die Struktur von Überzeugungen und Urteilen im allgemeinen und um die Besonderheiten derjenigen Überzeugungen und Urteile, die das Einstellungssubjekt durch Sätze mit indexikalischen Ausdrücken (wie "ich", "wir", "jetzt" oder "hier") und unvollständigen Kennzeichnungen (wie "der Chef") kundtun kann. Die Fragen nach dem Gehalt derartiger Einstellungen, nach der Semantik ihrer sprachlichen Äußerung und Zuschreibung und nach ihrer Rolle bei der intentionalistischen Erklärung von Verhalten standen im Mittelpunkt der Arbeit in diesem Bereich. (Vgl. die Beschreibung der Einzelprojekte Lorenz-Meyer, Einheuser, Baumann, Stein, Oliva-Cordoba, Hoeschen, Textor, Künne.)

Die Rolle von Wahrnehmung und Schlußfolgerung bei der Legitimation und in der Ätiologie von Überzeugungen wurde im Themenbereich (B) Erwerb propositionaler Einstellungen untersucht. Leitende Fragestellungen waren hier u. a.: Wie verhalten sich Sinneseindruck, Objekt-Wahrnehmung und Wahrnehmungsurteil zueinander? Unter welchen Bedingungen sind Analogie-Schlüsse akzeptabel, und mit Hilfe welcher Logik lassen sie sich am besten formalisieren? Welche Faktoren bestimmen den realen Ablauf des Schließens? Welches Modell des deduktiven Schließens, welches Modell des kausalen Schließens ist psychologisch adäquat? (Vgl. die Beschreibung der Einzelprojekte Dähnhardt, Tschernig, May, Nagy.)

Die Überzeugung, daß etwas F ist, kann nur haben, wer über den Begriff eines F verfügt. Im Projekt (C) Mentale Repräsentationen, Konzepte und Kategorien ging es um die Formen mentaler Repräsentation im allgemeinen und um "Konzepte" als die mentalen Grundlagen der Fähigkeit, verschiedene Dinge oder Ereignisse als gleichartig, als zu ein und derselben "Kategorie" gehörig aufzufassen und zu behandeln, im besonderen. Zu den Leitfragen der Arbeit in diesem Bereich gehörten die folgenden: Was sind mentale Modelle, und was leisten sie bei der Erklärung propositionaler Einstellungen? Sind Konzepte unstrukturierte Bündel von Eigenschaftsrepräsentationen, oder haben sie eine interne Struktur? Sind Konzepte feststehende Inhalte im Langzeitgedächtnis, oder werden sie bei Kategorisierungen spontan "konstruiert"? Welche Einflüsse haben Kontextreize und Alltagswissen ("naive Theorien") auf Kategorisierungen? Wie verhält sich der alltagspsychologische Begriff  "Begriff" zu den "concepts" der "conceptual role semantics" und zu den "Konzepten" der kognitiven Psychologie? (Vgl. die Beschreibung der Einzelprojekte Siebel, Simmons, Müller, Tatzel, Höfer, Habel, Kelter.)

Die Gehalte (Propositionen), die intentionalen Objekte (Dinge, Ereignisse, Sachverhalte, Situationen) und die Subjekte propositionaler Einstellungen sind ein besonders wichtiger Anwendungsbereich der Untersuchungen zu einer materialen, "natürlichen" Ontologie im Projekt (D) Formale, künstliche und natürliche Ontologien. Als zentrale Komponente der "formalen" Ontologie wird hier die klassische Mereologie angesehen. Topologische Strukturen sind ein paradigmatisches Thema einer materialen, "künstlichen" Ontologie. Fragen wie die nach den basalen Domänen und ihren Strukturen und nach den Beziehungen zwischen ontologischen Kategorien (wie Ereignis und Zeit) sind hier besonders einschlägig. (Vgl. die Beschreibung der Einzelprojekte Eschenbach, Habel., Heydrich.)
 


Projekte


Doktoranden und Postdoktoranden


Wolfgang Künne: Grundbegriffe der Alltagspsychologie und der Kognitiven Psychologie

Die Alltagspsychologie (die in der angelsächsischen Literatur meist "folk psychology" oder "common sense psychology" heißt) ist ein integraler Bestandteil dessen, was man das manifeste Bild unserer Welt genannt hat. Zu ihren Grundbegriffen gehören die Begriffe der Person, ihrer mentalen Zustände, ihrer mentalen Akte und ihrer Handlungen. Zu den Grundbegriffen der (subpersonalen, kognitions)wissenschaftlichen Psychologie, die ein Teil des wissenschaftlichen Bildes der Welt ist bzw. zu werden trachtet, gehören der Begriff des Geistes als eines Systems von informationsverarbeitenden Systemen und der Begriff mentaler Repräsentationen, die in diesen Subsystemen verarbeitet ("berechnet") werden. Zu den Fragen, die im Blick auf diese beiden "Psychologien" untersucht wurden, gehören die folgenden: Wie ist die Differenz zwischen propositionalen Zuständen und propositionalen Akten, wie ist der Unterschied zwischen propositionalen Akten/Zuständen mit Wahrheitsanspruch und ihren "neutralen" Gegenstücken begrifflich genau zu fassen (Meinong, Husserl, Ryle, Price, Geach)? Haben propositionale Einstellungen eine interne Struktur (Evans, Fodor)? Impliziert die Annahme strukturierter propositionaler Einstellungen/Akte die Lingua Mentis Hypothese (Fodor)? Welche Rolle spielen mentale Modelle bei der Erklärung propositionaler Einstellungen/Akte? Wie verhalten sich die "Begriffe" der Alltagspsychologie zu den "concepts" der "conceptual role semantics" und zu den "Konzepten" der Kognitiven Psychologie? Kann die Rationalitätsunterstellung, die manchen philosophischen Handlungstheorien zufolge eine conditio sine qua non des Verstehens von menschlichem Verhalten ist, durch empirische psychologische Forschung als obsolet erwiesen werden?


Mark Textor: Sinn und Bedeutung von ‘Sinn’ und ‘Bedeutung’

In den Analyseversuchen analytischer Sprachphilosophen tauchen seit Frege immer wieder Ausdrücke wie „Sinn“ oder „Gegebenheitsweise“ auf. In neuerer Zeit sind zu diesem Repertoire noch „File“ und „Notion“ hinzugekommen. Obwohl diese Ausdrücke oft und an zentralen Stellen gebraucht werden, erfährt man doch wenig darüber, was denn z.B. genau eine Gegebenheitsweise sei. Dieses theoretische Defizit motivierte die Forschungen, die ich als Postdoktorand am Kolleg durchgeführt habe. Ich habe mich dabei besonders mit der Frage auseinandergesetzt, ob und wenn ja, wie ‘satzartige’ Sinne strukturiert sind. Diese Arbeiten haben in dem Aufsatz „Unbewußte Überzeugungen, subdoxastische Zustände und die Allgemeinheitsprinzipien“ ihren Niederschlag gefunden. In historischer Perspektive habe ich das Thema dann in „Bolzano’s Sententialism“ behandelt. Ein anderer Aspekt des Themas war die Anwendung des Begriffs der Gegebenheitsweise in neueren Theorien der Referenz. Dieser Fragestellung ist der Aufsatz „The Semantic Challenge to Russell's Principle“ gewidmet.

Mein auf den Arbeiten im Kolleg aufsetzendes Habilitationsprojekt „Sinn und Bedeutung von ‘Sinn’ und ‘Bedeutung’“ untersucht die Frage, ob die Sinne oder Gegebenheitsweisen, von denen Philosophen immer wieder sprechen, eine Rolle in der Theorie der Bedeutung für natürliche Sprachen spielen können. Meine Hypothese lautet, daß dies nur möglich ist, wenn ein minimaler Sinnbegriff verwendet wird, der nicht viel mit dem Begriff der Gegebenheitsweise gemein hat, der in der Philosophie des Geistes eine Rolle spielt. Diskutiert werden in der Arbeit u.a. die Theorien von Evans, McDowell, Schiffer und Strawson.


Christopher Habel, Stephanie Kelter, Geoffrey Simmons: Konzepte und Kategorien

Die außerordentliche Vielfalt an Dingen in der Welt, die Objekte unserer Wahrnehmung und Erfahrung sind, wäre für uns Menschen schlicht unüberschaubar, wären wir nicht dazu imstande, sie in Kategorien einzuordnen, und damit verschiedene Entitäten konkreter oder auch abstrakter Natur als gleichartig zu betrachten und behandeln. Im folgenden bezieht sich der Begriff Kategorie auf eine Ansammlung von derartigen Entitäten der externen Welt (Objekte, Ereignisse, usw.), die von Menschen für in relevanter Hinsicht äquivalent gehalten werden, und Konzept auf die mentalen, internen Strukturen bzw. Prozesse, die der Einordnung in Kategorien zugrundeliegen.

 In vielen Bereichen der Kognitionswissenschaft spielen Konzepte und Kategorien eine zentrale theoretische Rolle, u. a. bei der Untersuchung von Prozessen des Denkens und Schlußfolgerns, der Sprachproduktion und des Sprachverstehens sowie der Wahrnehmung. Die Arbeiten von Eleanor Rosch prägen die kognitionspsychologische Konzeptforschung seit den siebziger Jahren. Sie weisen einige robuste empirische Effekte (Typikalitätseffekt, Basic-Level-Effekt) nach, die sich durch die Gleichsetzung von Konzepten mit Bündeln notwendiger und hinreichender Eigenschaften nicht erklären lassen. Allerdings ist das Formalisierungspotential, das von der Logik und KI-Forschung bereitgestellt werden könnte, bisher für die Modellierung dieser Effekte im Bereich von "Konzepten und Kategorien" nicht hinreichend genutzt worden.

Die Arbeiten im vorliegenden Projekt sollen u. a. zur Verbesserung dieser Lage beitragen: Ziel ist die Entwicklung und empirische Prüfung von Theorien über die Struktur und den Inhalt von Konzepten sowie über den Prozeß der Kategorisierung. Dies beinhaltet u. a. die Präzisierung einer Theorie konzeptueller Strukturen durch formale Systeme, und nicht zuletzt ihre Einbindung in Modelle des Schlußfolgerns, der Sprachverwendung und der visuellen Wahrnehmung. Als Beispiele für entsprechende Forschungsvorhaben sei auf das im Schwerpunkt Raum dargestellte Projekt von Geoffrey Simmons "Formwissen in Objektkonzepten" verwiesen sowie auf Untersuchung von Habel & Eschenbach (1995), in der auf den Unterscheidbarkeit von Abstraktion und Analogiebildung bei der Konzeptbildung eingegangen wird, und die Arbeit von Kelter (1994), in der eine konnektionistisch orientierte Skizze zur Beziehung zwischen Konzepten und Wortbedeutungen dargestellt wird.


Christopher Habel: Repräsentation in endlichen Strukturen

Eine der zentralen Aufgaben der Kognitionswissenschaft ist zu klären, welche Beziehungen zwischen der Realität und den internen - mentalen - Repräsentationen der externen Gegebenheiten bestehen. Im vorliegenden Projekt wird davon ausgegangen (vgl. Habel 1994), daß mentale Repräsentationen - insbesondere aufgrund ihrer Realisierung durch endliche neuronale Systeme - einer sogenannten "Endlichkeitsbedingung" genügen.

Diese Grundannahme scheint - auf den ersten Blick - in einem Widerspruch zu Annahmen der Naturwissenschaften und Philosophie zu stehen: Dort wird weitgehend davon ausgegangen, daß Raum und Zeit isomorph zum 3-dimensionalen bzw. 1-dimensionalen reellen Kontinuum strukturiert sind. Somit stellt sich die Frage, wie kognitive Systeme in adäquater Weise endliche Repräsentationen von Domänen, die unter einer gewissen Perspektive als kontinuierlich angesehen werden, aufbauen und verwenden.

Als Alternative zur Annahme kontinuierlicher oder dichter Strukturen wird vorgeschlagen, für kognitive Repräsentationen Systeme diskreter - endlicher - Strukturen zu verwenden. Die Leistungsfähigkeit dieses Alternativvorschlags beruht auf der Einnahme einer dynamischen Perspektive: Dichte Strukturen können in kognitiven Systemen "approximiert" werden, wenn diese über die Fähigkeit verfügen, endliche Strukturen durch endliche Strukturen zu verfeinern.

 Das hier angedeutete Verfeinerungsprinzip ist verwandt zu den Einbettungsprinzipien, die im Rahmen von Untersuchungen zu Granularitätsstrukturen angenommen werden; besonders intensiv untersucht wird dieser Bereich traditionellerweise im Hinblick auf die Repräsentation von Raum und Zeit.

Die Ausarbeitung des bestehenden Ansatzes in den kommenden Jahren betrifft


Carola Eschenbach, Christopher Habel, Wolfgang Heydrich: Formale, künstliche und natürliche Ontologie

Die Beziehung zwischen der Existenz von Entitäten und ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Kategorien steht im Zentrum dieses Projektes. Die grundlegende Fragestellung der Ontologie weist verschiedene disziplinenspezifische Ausprägungen auf: Ontologische Fragestellungen sind für Bedeutungsanalysen, wie sie in der Philosophie, der Informatik und der Linguistik anzutreffen sind, fundamental; nicht zuletzt, weil eine direkte Abhängigkeit zwischen der Aufnahme von spezifischen Domänen in das Diskursuniversum und der strukturellen Komplexität von Bedeutungen besteht. Die formale Erfassung der Strukturen verschiedener Domänen liefert zudem die Basis für die Modellierung inferentieller Prozesse auch für feinere konzeptbasierte Untergliederungen.

Zur domänenneutralen formalen Ontologie gehört die klassische Mereologie, die Theorie der Teil-von-Beziehung. Sie ist bei der Untersuchung und Beschreibung beliebiger Domänen einsetzbar. Die materiale Ontologie, die domänenabhängige Strukturen behandelt, gliedert sich in die künstliche und die natürliche Ontologie. Abstrakte Strukturen wie Ordnungen, topologische Strukturen oder auch die Struktur der Mengentheorie sind Gegenstand der Untersuchungen zur künstlichen Ontologie. Mit ihnen lassen sich die semantischen Beziehungen zwischen den zugehörigen Begriffen sowie charakteristische Integritätskriterien ermitteln. Die Studie dieser Bedeutungsbeziehungen sowie die hierdurch induzierte Struktur ihrer Domäne liefert die Basis für die Anwendung im Bereich der natürlichen Ontologie.

Die natürliche Ontologie befaßt sich direkt mit kategorial ausgezeichneten Domänen wie die der Zeit, des Raumes, der Substanzen, aber auch die der Dinge und der Situationen oder Sachverhalte. Hier ist zu ermitteln, ob die Domäne eine im Rahmen der künstlichen Ontologie untersuchte Struktur aufweist, und damit zumindest bestimmte Aspekte der Domäne angemessen durch das zugehörige Begriffsinventar beschreibbar sind. So stellt sich etwa die Frage, ob die Zeit die Struktur einer Ordnung ausgedehnter oder nicht-ausgedehnter Entitäten aufweist, und gegebenenfalls, ob die entsprechende Ordnung linear ist. In diesen Bereich gehört auch die Betrachtung struktureller Eigenschaften mentaler Repräsentationen und der Beziehung zwischen den Strukturen der Repräsentationen und den repräsentierten Weltausschnitten. Insbesondere die Kriterien der Adäquatheit einer Strukturbeschreibung für eine bestimmte Domäne können sich aus Fragestellungen der verschiedenen Überlappungsdisziplinen der Kognitionswissenschaft ergeben.

Im Vordergrund der Arbeiten von Heydrich (1995) steht die Rolle des Situationsbegriffes für das Konzept der Folgerung sowie für die semantische Beschreibung natürlicher Sprachen. Einschlägige Fragestellungen hierbei sind solche nach der Modellierung von Situationen (ihrer Struktur), nach dem Zusammenhang von Situationen und von ihnen lizensierten informativen Gehalt (ihrer Repräsentationalität), nach dem Zusammenhang von Situationen und zeiträumlich ausgedehnten Dingen (ihrem Ort in Raum und Zeit).


Carola Eschenbach: Künstliche Ontologie: Topologische Strukturen

Die topologische Strukturierung einer Domäne erlaubt die Differenzierung zwischen zusammenhängenden und separierten Objekten, zwischen dem Inneren, dem Rand und dem Äußeren eines Objektes, zwischen diskreten, dichten und kontinuierlichen Bereichen und der Erfassung von Stetigkeit. Die topologische Struktur ist ohne Rückgriff auf eine Metrik oder auf ein Konzept der Richtung beschreibbar und kann einerseits als allgemeinste räumliche Struktur aufgefaßt werden, andererseits als Ausgangspunkt zur Erfassung von Integrität und Ganzheitlichkeit.

Die Definition und Untersuchung topologischer Strukturen erfolgt normalerweise auf der Basis der Mengenlehre. Ausgehend von einer Menge sogenannter ‘Punkte’ lassen sich die topologischen Konzepte definieren. Gegenstand der Topologie sind jedoch nicht die Punkte, sondern vielmehr Punktmengen, Funktionen und deren Eigenschaften. Dieser Ansatz weist insbesondere in Hinblick auf die Modellierung der topologischen Struktur von Raum und Zeit und die Untersuchung topologischer Eigenschaften mentaler Repräsentationen verschiedene Schwächen auf, denn er kann die Frage, ob jegliche topologische Struktur in dieser Art auf Punkten basiert, weder stellen noch beantworten.

In diesem Projekt wird eine Generalisierung der klassischen Topologie betrachtet, die die Untersuchung der Frage erlaubt, ob auch punktlose Strukturen topologische Eigenschaften aufweisen können. Die Mereologie bietet sich als Basis für die Verallgemeinerung der klassischen Topologie an. Im Zentrum dieses Projektes steht die Untersuchung der Möglichkeit, die topologische Begrifflichkeit auf der klassischen Mereologie und dem topologischen Primitiv ‘Region’ aufzubauen. Die Fruchtbarkeit des Ansatzes zeigt sich darin, daß er eine topologische Definition von ‘Punkt’ zuläßt, dergemäß Punkte Teile von Regionen sind. Dieses erlaubt die Betrachtung von verschiedenen Repräsentationen, die unterschiedlichen Granularitätsebenen entsprechen, wobei Punkte der gröberen Ebene als strukturierte Re-gio-nen der feineren Ebene auftreten können.

Die Ausarbeitung des bestehenden Ansatzes in den kommenden Jahren betrifft
• die Erfassung weiterer topologischer Begriffe wie ‘Konvergenz’ und ‘Stetigkeit’ insbesondere für die Modellierung der Bewegung im und durch den Raum,
• die Untersuchung der Beziehung zu ähnlichen Kalkülen,
• der Anwendbarkeit der formalen Strukturen zur Erfassung von realen Domänen und deren mentalen Repräsentationen,
• die Möglichkeiten der Erweiterung um Konzepte wie ‘Metrik’ und ‘Richtung’ und damit
• die Verallgemeinerung des topologischen zu einem geometrischen Raummodell.




letzte Änderung: September 2000  grkk-koord@informatik.uni-hamburg.de