MIN-Fakultät
Fachbereich Informatik

Jahresbericht 2006 - Informatik UniHH (PDF)

Vorwort - FBE-Übersicht - Teilberichte

Arbeitsbereich Angewandte und Sozialorientierte Informatik (ASI)

Der Arbeitsbereich „Angewandte und sozialorientierte Informatik” (ASI) hat sich unter dem Leitbild der sozialverträglichen Gestaltung von Informatiksystemen und -anwendungen die folgenden Aufgaben gestellt:

Er leistet insbesondere Beiträge zum Leitthema "Netzbasierte Softwareunterstützung für kooperatives Handeln" des Departments Informatik und zu anderen Zukunftsthemen wie z.B. Nachhaltigkeit und E-Learning. Durch Aufbau einer Juniorprofessur werden innovative Interaktionstechnologien und Anwendungen im Bereich interaktive Medien / virtuelle Umgebungen verfolgt.

Jahresbericht ASI (PDF)

Arbeitsgruppe Informationstechnikgestaltung und Genderperspektive (ITG)

Die Arbeitsgruppe besitzt zwei Schwerpunkte. Der erste widmet sich Genderaspekten bei der Informationstechnikgestaltung und –aneignung. Der zweite befasst sich mit verzahnter Software- und Organisationsentwicklung bei der Entwicklung und Einführung von Informationssystemen in Unternehmen.

Wesentliche Aktivität im Bereich Genderperspektive war neben der periodischen Organisation und Durchführung des Girls'Day (s. 2.5) die Konzeption, Planung, Vorbereitung und Durchführung von Schulprojektwochen (s. 2.4). Die dazu erstellten Lehrmaterialen dienten nicht nur der Durchführung der Projektwochen (im Labor des AGIS-Zentrum und extern an Schulen mit allen dabei zu beachtenden Sonderheiten) sondern auch dem Aufbau eines innerhalb der Arbeitsgruppe konzipierten und erarbeiteten didaktischen Ansatzes zur Vermittlung von informatischen Inhalten und Techniken auch bereits in der Sekundarstufe I (Klasse 5- 10). Nach der erfolgreichen Durchführung der Schulprojektwochen bildeten die gemachten Erfahrungen und Evaluationen sowie erstellten Lernmaterialien eine wertvolle Grundlage zur Konzeption und Durchführung des Schnupperstudiums im Herbst 2006 (s. 2.6). 

Weitere Aktivitäten bezogen sich auf die Ausweitung der internen wie auch externen Vernetzung (zu anderen Universitäten). Unserem Ziel gemäß, konkrete Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils von Studentinnen an den Studierenden der Informatik ins Leben zu rufen sowie genderbezogene Lehrangebote in der Informatik und der MIN-Fakultät zu erarbeiten und zu etablieren (s. 2.3), konnte die externe Vernetzung erfolgreich ausgedehnt werden. Neben einem im März gestalteten Austausch mit der ETH Zürich, der Impulse für die später erfolgreiche Einführung eines Schnupperstudiums im Department lieferte, konnten wir Frau Prof. Lenore Blum von der Universität Carnegie Mellon in den USA (s 2.7) für einen mit großem Interesse des Departments verfolgten Vortrag gewinnen.

Innerhalb der Universität Hamburg etablierte sich die Zusammenarbeit mit der Professur für Mathematik und Gender Studies der MIN-Fakultät (Frau Prof. Dr. A. Blunck) und der Professur für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Didaktik der Informatik (Prof. Dr. N. Breier). Weiterhin erfolgreich gestaltet sich die Mitarbeit in der Taskforce Schule (s 2.6) und die Zusammenarbeit mit der GI-Fachgruppe Hamburger Informatik Lehrerinnen und Lehrer.

Jahresbericht ITG (PDF)

Arbeitsbereich Kognitive Systeme (KOGS)
 und Labor für Künstliche Intelligenz (LKI)

Der Arbeitsbereich Kognitive Systeme (AB KOGS) besteht seit Beginn der Informatik an der Universität Hamburg im Jahre 1971. Zu seinem ursprünglichen Arbeitsschwerpunkt in der Bildverarbeitung sind im Laufe der Jahre weitere Arbeitsschwerpunkte aus der Künstlichen Intelligenz hinzugetreten. Die universitären Stellen des Arbeitsbereichs (3 Professuren, 2 Assistenten,  wissenschaftliche Mitarbeiter, 1 Techniker, 1 fremdsprachliche Angestellte) decken nur einen Teil der Aktivitäten ab; ein weiterer Teil wird durch Drittmittelprojekte finanziert.

Das wissenschaftliche Programm des Arbeitsbereichs zielt darauf ab, den Bogen von theoretischen Grundlagen bis hin zu Anwendungsentwicklungen zu spannen. Dazu besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Labor für Künstliche Intelligenz (LKI) des Fachbereiches Informatik.

Das LKI ist ein 1988 gegründetes Kompetenzzentrum für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Mit dem Ziel des Technologietransfers bietet das LKI Forschung und Entwicklung in Kooperation mit Unternehmen sowie Ausbildung und Beratung für zahlreiche Einsatzfelder an. Das LKI greift dabei auf langjährige Erfahrungen mit industriellen Anwendungen sowie erfolgreiche Forschungen in einem breiten Methodenspektrum zurück, u.a. Modellierung und Simulation technischer Anlagen, rechnergestützte Diagnose und Konfigurierung, Falldatenauswertung, Informations- und Wissensmanagement, Zeichnungsanalyse und Bildverarbeitung. Die Arbeiten finden in Kooperation mit dem Projektbereich "Intelligente Systeme" des Hamburger Informatik Technologie-Centers HITeC statt, und einige der Projekte werden auch über HITeC abgewickelt.

Jahresbericht KOGS (PDF)

Arbeitsbereich „Natürlichsprachliche Systeme” (NatS)

Ziel der Forschungsarbeiten im Arbeitsbereich NatS ist der Entwurf und die prototypische Realisierung komplexer sprachverarbeitender Systeme mit dem Schwerpunkt auf schriftlich realisierter Sprache (language) bis hin zur kommunikativen Bewertung. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Anwendungsbeispiele werden Voraussetzungen und Lösungsansätze für die Einbeziehung der jeweils relevanten sprachlichen Ebenen in den Verarbeitungsprozess untersucht, wobei auf integrative Systemarchitekturen besonderer Wert gelegt wird. Daneben werden Fragen der maschinellen Übersetzung und Bedingungen mehrsprachiger Systeme theoretisch untersucht und prototypisch implementiert.

Jahresbericht NatS (PDF)

Arbeitsbereich Sicherheit in Verteilten Systemen (SVS)

Der Arbeitsbereich Sicherheit in Verteilten Systemen wurde im Dezember 2003 gegründet; der vorliegende Bericht skizziert somit die Entwicklungen im dritten Jahr des Arbeitsbereiches.

Forschungsschwerpunkt des Arbeitsbereiches ist anwendungsorientierte Sicherheit im Umfeld verteilter Systeme. Das inzischen aufgebaute Sicherheitslabor dient als Plattform und Infrastruktur für Forschungsarbeiten und Lehrveranstaltungen. Das Labor wird weiter ausgebaut und in seiner Erstausstattung 2006 vollständig etabliert werden. Dazu wurde ein DFG-Antrag aus dem WAP-Programm im Volumen ca. 150 T€ gestellt, der Mitte 2005 genehmigt und 2006 in entsprechende Beschaffungen umgesetzt wurde.

Im Bereich der Lehre wurden 2006 zwei Vorlesungen: „GBI” und „Sicherheit in Mobilen Anwendungen” angeboten; weiterhin wurden zwei Projekte (Praktika) im Rahmen des Sicherheitslabors abbgehalten, in dem Studierenden praktische Kenntnisse von Sicherheitstechnologie vermittelt werden. Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht, für die Arbeit im Labor konnte leider nur etwa zwei Drittel der Interessierten berücksichtigt werden. Die Lehrveranstaltungen wurden 2006 weiterentwickelt, und an die (veränderten) Randbedingungen des Bachelor/Master-Studienganges angepasst.

Die im Vorjahr akquirierten Drittmittelprojekte wurden begonnen und entsprechende Mitarbeiter dafür eingestellt. Details hierzu sind diesem Bericht weiter unten zu entnehmen.

Im internationalen Wissenschaftsbetrieb ist der Arbeitsbereich gut eingebunden und z.B. in mehreren Programmkomitees renommierter Sicherheits-Konferenzen vertreten. „Highlight” des Jahres 2006 war sicherlich die Ausrichtung der beiden entablierten Sicherheitskonferenzen „ESORICS” und „RAID”, die in Zusammenarbeit mit Prof. Dieter Gollmann in Hamburg stattfanden: Insegsamt konnten etwa 250 internationale Teilnehmer begrüßt werden, die die beiden Konferenzen und parallel ausgerichteten Workshops besuchten.

Eine Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl „Sicherheit in verteilten Anwendungen” der TUHH (Prof. Gollmann) ist inzwischen gut etabliert, z.B. auch in Form einer gemeinsamen Lehrveranstaltung (Oberseminar). Diese Zusammenarbeit soll 2007 weiter intensiviert werden.

Jahresbericht SVS (PDF)

Arbeitsbereich Softwaretechnik (SWT)

Der Arbeitsbereich Softwaretechnik vertritt einen anwendungsnahen und menschenzentrierten Ansatz und befasst sich primär mit Entwurf und Konstruktion, Auswahl, Einsatz und Weiterentwicklung von interaktiver Software zur Unterstützung von qualifizierten Aufgaben in Wirtschaft und Verwaltung. Dabei kommt dem objektorientierten Paradigma eine besondere Bedeutung zu.

Im Mittelpunkt steht das Anliegen, qualitativ hochwertige Software so zu entwickeln, dass sie praxisgerecht, verständlich und handhabbar zur technischen und methodischen Unterstützung von Arbeitsprozessen eingesetzt werden kann. Der Arbeitsbereich geht davon aus, dass dies nur mit einem erweiterten Blick auf die organisatorische und soziale Einbettung von Softwaresystemen in ihrem Einsatzumfeld gewährleistet werden kann.

Der Ansatz wurde zunächst vor allem für Anwendungssysteme im Büro- und Verwaltungsbereich ausgearbeitet und praktisch erprobt. Später kamen vielfältige Anwendungen, u. a. im medizinischen und technischen Bereich sowie im e-Government dazu.

Jahresbericht SWT (PDF)

Arbeitsbereich Technische Aspekte Multimodaler Systeme (TAMS)

Der Arbeitsbereich Technische Aspekte multimodaler Systeme (TAMS) unter der Leitung von Prof. Dr. Jianwei Zhang hat die allgemeine Zielsetzung, Methoden zu entwickeln, die aus vielfältigen Kanälen wie maschinellem Sehen, aus Sprache, Klang oder Tastsinn und durch aktive robotische Bewegungen und Manipulation Informationen gewinnen. Diese Methoden sollen auf integrierten Echtzeitsystemen angewandt und evaluiert werden. Die Forschungsschwerpunkte umfassen multimodale Informationsverarbeitung, sensorgestützte Manipulation, kognitive Robotik, robotisches Lernen, kognitive E-Learning Systeme, Mensch-Maschine-Interaktion und den Bereich des VLSI Entwurfs. Die Anwendungsbereiche sind Service-Roboter, aktive Medien, intelligente Sensoren und hochentwickelte Nano-Manipulationsplattformen. Schon in den vergangenen Jahren hatte sich bei uns ein Wandel vollzogen von der einfachen Trennung zwischen Hardware und Software hin zur Systemsicht, bei der die Aufgabenstellung im Vordergrund steht, während die Trennung in Hard- und Softwareanteile ein Teil des Systementwurfsprozesses wurde. Sensorik erfordert generell hohe Datenverarbeitungsleistung, wie z.B. im Fall einer Smart-Kamera. Hier kommt dem Arbeitsbereich die lange Mitgliedschaft im Projekt EUROPRACTICE zugute sowie auch die Erfahrung im Bereich der digitalen Signalverarbeitung.

Jahresbericht TAMS (PDF)

Arbeitsbereich Theoretische Grundlagen der Informatik (TGI)

Die schnelle technologische Entwicklung und der zunehmende Einsatz von Informatiksystemen machen theoretische Studien und Grundlagenforschung immer notwendiger. Ein wichtiger Schwerpunkt des Arbeitsbereichs TGI ist daher die Untersuchung von komplexen Systemen auf der Grundlage formaler Modelle. Dabei stehen folgende Problemkreise im Vordergrund: korrekte Darstellung (Syntax), inhaltliche Korrektheit (Semantik), Erfüllung von Spezifikationen (Verifikation), effiziente Realisierung (Komplexität). Der Arbeitsbereich ist darüber hinaus an der nichtformalen Informatik-Grundlagenforschung beteiligt (Selbstverständnis, erkenntnistheoretische und philosophische Bezüge, Auswirkungen von Problemen der Softwarekorrektheit, Informatikgrundlagen für Soziologieanwendungen).

Jahresbericht TGI (PDF)

Arbeitsbereich Technische Informatiksysteme (TIS)

Technische Informatiksysteme bilden einen der Grundpfeiler der heutigen Informationstechnologie, einer der Schlüsseltechnologien unserer Gesellschaft, weshalb die Hauptaufgaben des Arbeitsbereichs Technische Informatiksysteme in der Entwicklung formaler, maschinell durchführbarer Verfahren zur Lösung informationstechnischer Probleme liegen, die häufig als Teilprobleme komplexer Kommunikations- und/oder Organisationsstrukturen im Rahmen heterogener Systemumgebungen auftreten. Damit liefern sie die  methodischen Grundlagen zur systematischen Verarbeitung heterogener Informationen mittels digitaler Systeme. Technische Informatiksysteme repräsentieren in diesem Sinne eine Synthese aus mathematischer Methodik und ingenieurwissenschaftlicher Gegenständlichkeit, realisiert im technischen Konstrukt, z. B. dem Embedded Computing System. So gesehen bilden Technische Informatiksysteme eine Strukturwissenschaft der Informationstechnologie die sich auszeichnet durch

Die global steigende Informationsflut erfordert heute mehr denn je die systematische bzw. strukturierte Arbeit mit Informationen, in der Regel auf digitalen Systemen vollzogen. Technische Informatiksysteme bieten damit Hilfen überall dort an, wo

Der Arbeitsbereich Technische Informatiksysteme arbeitet damit an Antworten auf die im Zuge der internationalen Globalisierung drängenden Problemstellungen mit ihren Auswirkungen sowohl auf die Industrie- als auch auf die Hochschullandschaft. Globalisierung bedeutet dass Forschung, Entwicklung und Produktion unabhängig vom Standort getätigt werden kann. Räumliche Fragen, wie Firmensitz, Universitätssitz, Produktionsstätten etc., und damit die bisherigen regionalen bzw. überregionalen Unterscheidungen, spielen kaum noch eine Rolle. Im „Europa der 25” wurden die an erster Stelle stehenden nationalen Regionen zugunsten des europäischen Hauses aufgehoben. Globalisierung ist gekennzeichnet durch Einsatz moderner Informationstechnologien, wie E-Mail, Internet, Intranet etc. Um den daraus resultierenden Anforderungen zu genügen, hat sich der Arbeitsbereich Technische Informatiksysteme in seiner fachlichen Ausrichtung zu einem methodischen und anwendungsorientierten Kompetenzzentrum mit europäischer und internationaler Ausrichtung entwickelt, in dem Grundlagenforschung und erste prototypische Umsetzungen neu entwickelter Modelle, Methoden, Verfahren, Komponenten, etc., im Zusammenspiel mit Wissenschaft und Wirtschaft, ihren gemeinsamen Platz haben.

Die fachliche Ausrichtung der Forschungsgebiete des Arbeitsbereiches Technische Informatiksysteme liegen dabei, wie bereits dargestellt, auf der methodischen und anwendungsnahen Forschung und Entwicklung von Informatikmethoden und deren Umsetzung in unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten.

Jahresbericht TIS (PDF)

Arbeitsgruppe Telekommunikation und Rechnernetze (TKRN)

Die Arbeitsgruppe Telekommunikation und Rechnernetze arbeitet an Fragestellungen zu Netzarchitekturen, der Konzipierung und effizienten Realisierung innovativer Protokolle (”Protocol Engineering”) sowie der Leistungs-/Zuverlässigkeitsanalyse, der Verkehrscharakterisierung bzw. -beeinflussung (”Traffic Engineering”) und dem Dienstgüte (QoS)-Management für Kommunikations- und Rechnernetze. Der Bereich der betrachteten Kommunikations- und Rechensysteme umfasst in erster Linie heterogene, sowohl lokale, regionale als auch globale Rechnernetze (u.a. Internet, Mobilnetze) und reicht bis hin zu innovativen Rechnerarchitekturen (u.a. Parallelrechner). Die methodischen Grundlagen der Forschungsaktivitäten betreffen insbesondere Verfahren zur mathematisch-analytischen und simulativen Bewertung von Rechnernetzen und den durch sie bereitgestellten anwendungsorientierten Diensten, Verfahren zur Parallelisierung und zur effizienten Implementierung von Kommunikationssoftware sowie den Einsatz von Mess-, Lastgenerierungs-, Lasttransformations- und Netzemulationswerkzeugen. Die Entwurfs-, Analyse- und Optimierungsverfahren werden erprobt und weiterentwickelt bei der prototypischen Realisierung von Hochleistungsnetzen und von IP-basierten Rechnernetzen mit realzeitorientierten Kommunikationsdiensten sowie deren Nutzung zur Unterstützung verteilter multimedialer Anwendungen (insbesondere im Anwendungskontext E-Learning / Telelearning) mit Fokus auf qualitativ hochwertiger Audio-/Video- und Mobilkommunikation.

Jahresbericht TKRN

Arbeitsbereich Verteilte Systeme und Informationssysteme (VSIS)

Der Arbeitsbereich VSIS umfasst zwei Teilgruppen, die jeweils eigenständig auf zwei unterschiedlichen aber thematisch verwandten Themengebieten forschen und lehren: dem Gebiet der „Verteilten Systeme” (VS), geleitet von Prof. Dr. W. Lamersdorf, sowie dem Gebiet der „Datenbanken und Informationssysteme” (IS), geleitet von Prof. Dr. N. Ritter.

Dabei wird im Bereich VS schwerpunktmäßig die Konzeption, prototypische Implementierung sowie der Einsatz und die Anwendung von Systemsoftware zur Unterstützung offener verteilter Anwendungen betrachtet; der Bereich IS beschäftigt sich vorrangig mit Entwurfs- und Implementierungsfragen von Informations-, Datenbank- und Datenbankverwaltungssystemen – speziell Modellierungs-, Architektur- und Realisierungskonzepten zur Unterstützung von komplexen Anwendungsbereichen.

Da die Komplexität aktueller Anwendungen beider Teilbereiche im Wesentlichen auf Probleme der Heterogenität und Verteilung zurückzuführen ist, ergänzen sich beide Teilbereiche gegenseitig und greifen thematisch ineinander. Exemplarische gemeinsame Arbeitsgebiete sind aktuelle Systemtechnologien wie derzeit vor allem das „Service Oriented Computing” (SOC) bzw. „Web-Services” oder „GRID-Computing” sowie Anwendungsgebiete wie etwa das sehr praxisrelevante Gebiet des „Electronic Business” (oder allgemeiner: der „E-Services”) und u.a. verteilte, elektronische Informationssysteme oder komplexe Ingenieuranwendungen. Diese Anwendungsbereiche können wie folgt charakterisiert werden:

Diese Merkmale verdeutlichen weiter, wie elementar eine enge Zusammenarbeit der Teilbereiche VS und IS hinsichtlich der Bereitstellung geeigneter Basisdienste sowie der Entwicklung und Nutzung solcher Anwendungssysteme ist.

Hauptziel der Arbeiten im Bereich VS sind Entwurf und Implementierung neuartiger Systemsoftware für verteilte Rechneranwendungen in heterogenen offenen Umgebungen. Dies umfasst u.a. die Unterstützung des Zugangs zu Diensten in offenen verteilten Umgebungen unter Berücksichtigung vielfältiger und (z.B. bzgl. Herkunft/Eigentumsverhältnissen, Zugehörigkeit, Realisierungsvarianten, Interessenslagen etc.) unterschiedlicher Charakteristika, das Finden und ggfs. auch das Aushandeln von jeweils „zusammen passenden” Eigenschaften von potentiellen Kooperationspartnern (d.h. von Personen, Rollen, Institutionen ebenso wie elementaren oder zusammengesetzten Diensten) im laufenden Betrieb – inkl. der Sicherstellung der Einhaltung getroffener Abmachungen – sowie die verteilte Koordination diverser Steuerungs- und Regelungsaufgaben (wie z.B. in der Logistik) mit geeigneten (System-) Softwaresystemen – wie z.B. auf dem Paradigma der Agententechnologie aufbauend.

Hauptziel der Arbeiten im Bereich IS sind die Schaffung integrierter Sichten auf verteilte, heterogene Datenquellen, die als Komponenten des verteilten Anwendungssystems auftreten, sowie die Bereitstellung geeigneter Erweiterungsinfrastrukturen zur Ermöglichung einer spezifisch optimierten Datenhaltung und -bereitstellung .

Damit ergänzen sich die Bereiche VS und IS offensichtlich. Weitere Synergien werden durch die Beschäftigung mit gemeinsamen Aufgabenfeldern geschaffen, wie z.B. einer fehlertoleranten und sicheren Gestaltung der Abläufe in verteilten Anwendungssystemen sowie alle Fragen des Datenaustauschs bzw. der Einbindung von Softwaresystemen in das Internet.

Jahresbericht VSIS (PDF)

Arbeitsbereich Wissens- und Sprachverarbeitung (WSV)

Der Arbeitsbereich „Wissens- und Sprachverarbeitung” untersucht höhere kognitive Prozesse wie Sprachverstehen und Sprachproduktion, Schlussfolgern und Problemlösen, Wissenserwerb und Lernen unter einer interdisziplinären Perspektive. Bei der Erforschung derartiger Prozesse werden die Methoden der Informatik/Künstlichen Intelligenz durch Methoden und Erkenntnisse der Sprachwissenschaft, Psychologie und Logik ergänzt; Ziel der Forschung ist die Entwicklung formaler Modelle kognitiver Leistungen, deren Überprüfung durch Simulationssysteme und die Konzeption und Realisierung von intelligenten Systemen auf kognitionswissenschaftlicher Basis.

Jahresbericht WSV (PDF)

Graduiertenkolleg
Cross-modal Interaction in Natural and Artificial Cognitive Systems (CINACS)

The International Graduate College CINACS is carried out jointly by the departments of Informatics, the University Medical Center Hamburg-Eppendorf and the department of Psychologie of the University of Hamburg, as well as by the University of Tsinghua in Beijing, China. The following groups of the department of Informatics are involved: the TAMS group (as coordinators) as well as the groups NATS and WSV.

The following, except in the general introduction to CINACS, refers to the CINACS-relevant activities of the members of the department of Informatics.

Within this international graduate college the principles of cross-modal interactions in natural and cognitive systems are investigated to implement them in artificial systems. Research primarily considers three sensory systems (vision, hearing and haptics) and their interactions. Multisensory interaction in natural systems is studied using behavioural, electrophysiological and neuroimaging techniques. Different paradigms including cross-modal association learning, sensorimotor control, cross-modal illusions and multisensory language perception is used to uncover the principles of multisensory processes and multimodal representation.

The research program aims at understanding the biological mechanisms of cross-modal processing and its role in perception and behavioural control. Furthermore, our goal is to design models, implement algorithms and architectures for more robust artificial multimodal systems which can function like natural systems.

The members of the department of Informatics are carrying out research in the subject areas „Development of grounded multimodal memory in robots”, „High-level information fusion for speech and language” and „Interaction of representational modalities in communication”.

Jahresbericht GK Cinacs

Informatik-Bibliothek

Die Bibliothek des Departments Informatik ist das wissenschaftliche Literatur- und Informationszentrum für das Department Informatik. Sie ist kompetenter Partner von Studierenden, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und ProfessorInnen des Departmants für schnelle, aktuelle Informationsversorgung. Sie unterstützt das Department in ihrem Anspruch nach qualitativ guten Studien-, Lehr-, und Forschungsbedingungen.

Die Bibliothek beschafft, erschließt und vermittelt Literatur und Information, die das Department in Forschung, Lehre und Studium wirksam unterstützen. Dabei kooperiert sie mit Bibliotheken vor Ort und überregional.

Die Bibliothek bietet einen modernen Literatur- und Medienbestand sowohl in konventioneller als auch in elektronischer Form.

Der gesamte Bestand der Bibliothek ist über das Internet im Campus-Katalog der Universität, im Regionalkatalog Hamburg und im GBV-Gesamtkatalog recherchierbar. Alle Neuanschaffungen werden ausgestellt und in den "Bibliotheksmitteilungen" elektronisch und in Papierform angezeigt.

Neue Informationsangebote werden stetig auf- und ausgebaut. Die Arbeit mit verschiedenen Katalogen und Datenbanken sowie die Entwicklung erfolgversprechender Suchstrategien ist komplex und erfordert gezielte Einstiegshilfen. Die Bibliothek fördert durch regelmäßige Schulungen die Informationskompetenz ihrer Benutzer, also die Fähigkeit zur Auswahl, Nutzung und kritischen Bewertung von Literatur. Benutzerschulung und die Förderung von Informationskompetenz haben einen hohen Stellenwert. Bibliothekarische Auskunft und Beratung durch das Fachpersonal gehören zu den zentralen Aufgaben der Bibliothek.

Die Besucher der Bibliothek haben über die in den Bibliotheksräumen aufgestellten PCs Zugang zum Internet. Sie haben die Möglichkeit, in zahlreichen Bibliothekskatalogen zu recherchieren. Darüber hinaus bietet die Website der Bibliothek eine Auswahl relevanter Informationsquellen verschiedener Art an, z.B. Links zu anderen wichtigen Bibliotheken und Datenbanken, sowie Sammlungen von elektronisch verfügbaren Dokumenten. Diese Seiten werden redaktionell und technisch von den Bibliothekarinnen betreut.

Jahresbericht Bibliothek (PDF)

Informatik-Rechenzentrum

Das Informatik-Rechenzentrum (RZ) betreibt einen Verbund aus zentralen Servern und Workstations unter den Betriebssystemen Solaris, Windows Server, Linux sowie PCs unter WindowsXP, Linux und Mac-OS für Grundstudiumsausbildung, Projekte, Studien- und Diplomarbeiten im Hauptstudium sowie entsprechende Arbeiten und Veranstaltungen im Bachelor- und Masterstudium. Die zentralen Rechner werden außerdem für die Forschung und Lehre von Departmentmitgliedern und Doktoranden verwendet, soweit diese nicht arbeitsbereichseigene Rechner nutzen. Darüber hinaus trägt das Informatik-Rechenzentrum die Verantwortung für die Funktionalität und den weiteren Ausbau des Departmentrechnernetzes in Kooperation mit dem RRZ.

Jahresbericht Rechenzentrum (PDF)

HIForum - Hamburger Informatik-Forum e.V.

Das Hamburger Informatik-Forum e.V. (Kurz HIForum - sprich wie "High Forum") wurde am 08. Juli 1998 als Alumni-Verein des Fachbereichs Informatik von 24 Mitgliedern gegründet. Es hat sich in der Zwischenzeit zu einer Institution der neuen Fachbereichskultur entwickelt.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Wissenschaft Informatik am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Seine Ziele sind insbesondere:

Jahresbericht HIForum (PDF)

HITeC - Hamburger Informatik Technologie-Center e.V.

HITeC ist das Forschungs- und Technologietransferzentrum des Departments Informatik der Universität Hamburg (ehemals Fachbereich Informatik). Aufgrund seines unabhängigen Status bietet HITeC flexible und professionelle Kooperationsmöglichkeiten. HITeC-Lösungen setzen auf neuesten Forschungsergebnissen auf und verschaffen Vorteile durch überlegene Technologien.

HITeC ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von Mitgliedern des Departments (ehemals Fachbereich) Informatik der Universität Hamburg getragen wird. Der Verein ist über einen Kooperationsvertrag mit der Universität Hamburg verbunden.

HITeC sieht seine Hauptaufgaben in der:

In 2006 hatte HITeC 16 Fördermitglieder (siehe Abschnitt 3). Die Anzahl der aktiven persönlichen Mitglieder von HITeC liegt bei ca. 40 Personen.

Der Vorstand von HITeC bestand in 2006 aus folgenden Personen: Prof. Dr. Winfried Lamersdorf, Prof. Dr. Bernd Neumann (Vorsitzender), Prof. Dr. Bernd Page und Prof. Dr. Heinz Züllighoven. Geschäftsführer von HITeC ist Dr. Andreas Günter.

Das Projektvolumen von HITeC ist in 2006 gegenüber dem Vorjahr um ca. 60% auf ca. 1.6 Millionen Euro gestiegen, dies war begründet durch den erfolgreichen Einstieg in Forschungsprojekte der EU und durch den kontinuierlich Ausbau der bestehenden Kooperationsprojekte.

Jahresbericht HITeC (PDF)

UmweltTeam (UT)

Zielsetzung des UmweltTeams ist die Berücksichtigung von Umweltgesichtspunkten in allen Aktivitäten des Department Informatik sowie die Verbindung von Umweltmanagement und Organisationsentwicklung. Umweltmanagement kann kaum von oben nach unten angeordnet werden. Deshalb soll nicht eine Expertengruppe die Geschäftsprozesse und Umweltwirkungen analysieren und Verbesserungen vorschlagen, sondern

Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Motivation, effektive Information und Kommunikation der Beteiligten gelegt, um grundsätzlich motivierte Personen und kollektive Akteure trotz Mangels an Zeit bzw. anderen Ressourcen den Weg zu einer aktiven Mitarbeit zu ebnen.

Jahresbericht Umweltteam (PDF)

Vorwort - FBE-Übersicht - Teilberichte