Jahresbericht 2009 - Informatik UniHH
Vorwort - FBE-Übersicht - Teilberichte
Zentrum für
Architektur und Gestaltung von IT-Systemen
(AGIS)
Arbeitsbereich Angewandte und Sozialorientierte Informatik (ASI)
Der Arbeitsbereich „Angewandte und sozialorientierte Informatik“ (ASI) hat sich unter dem Leitbild der sozialÂverträglichen Gestaltung von Informatiksystemen und -anwendungen die folgenden Aufgaben gestellt:
- Theorie- und Modellbildung in spezifischen Bereichen der Angewandten Informatik;
- Verknüpfung von ausgewählten Anwendungsbereichen mit Methoden, Modellen und Theorien;
- Interdisziplinäre Modellentwicklung für Informatiksysteme in Organisationen und globalen GesellÂschaften.
Durch AufÂbau eiÂner JuÂniorÂproÂfesÂsur werÂden inÂnoÂvaÂtiÂve InÂterÂakÂtionsÂtechÂnoÂloÂgien und AnÂwenÂdunÂgen im BeÂreich inÂterÂakÂtiÂve MeÂdien / virÂtuelÂle UmÂgeÂbunÂgen verÂfolgt.
Arbeitsgruppe Informationstechnikgestaltung und Genderperspektive (ITG)
Die Arbeitsgruppe besitzt zwei Schwerpunkte. Der erste
widmet sich Genderaspekten bei der InformationsÂtechnikgestaltung und der
Aneignung informatischen Wissens. Der zweite befasst sich mit verzahnter
Software- und OrganisationsÂentwicklung bei der Entwicklung und Einführung von
Informationssystemen in Unternehmen und bei Aufgaben der IT-Governance,
insbesondere in Zusammenhang mit Projektportfolio- und
Unternehmensarchitekturmanagement.
Der Schwerpunkt Genderperspektive der
Arbeitsgruppe ITG untersucht zum einen das gängige Bild der Informatik, seine
Entstehung und Reproduktion sowie seine Auswirkungen auf die Studien- und
Berufswahl junger Frauen und Männer, zum anderen genderbezogene Auswirkungen
von Design-Entscheidungen bei der EntwickÂlung von Informatikprodukten. Eine
wesentliche Aktivität im Bereich Genderperspektive war in diesem Jahr die DurchÂführung
von FortÂbildungen für Informatiklehrerinnen und -lehrer zu UnterÂrichtsÂeinheiten,
welche bei ITG entwickelt und inzwischen in verschiedenen Kontexten wie SchulÂprojektÂÂÂwochen
in der Sekundarstufe I, Girls’ Day und Schnupperstudium erprobt worden sind.
Der Schwerpunkt Software- und Organisationsentwicklung
betont die Kommunikation zwischen Fachbereichen und IT sowohl im Rahmen von
Entwicklungs- und Einführungsprojekten von Anwendungssystemen als auch von IT-Governance-Aufgaben.
Hierzu stellen wir Modellierungsansätze bereit, die in erweiterten
Vorgehensmodellen mit neu einzuführenden Prozessen eingesetzt werden.
Arbeitsbereich Softwaretechnik (SWT)
Der Arbeitsbereich Softwaretechnik vertritt einen anwendungsnahen und menschenzentrierten Ansatz und befasst
sich primär mit Entwurf und Konstruktion, Auswahl, Einsatz und Weiterentwicklung
von interaktiver Software zur Unterstützung von qualifizierten Aufgaben in Wirtschaft
und Verwaltung. Dabei kommt dem objektorientierten Paradigma eine besondere
Bedeutung zu.
Im Mittelpunkt steht das Anliegen, qualitativ hochwertige
Software so zu entwickeln, dass sie praxisgerecht, verständlich und handhabbar
zur technischen und methodischen Unterstützung von Arbeitsprozessen eingeÂsetzt
werden kann. Der Arbeitsbereich geht davon aus, dass dies nur mit einem
erweiterten Blick auf die orÂganisatorische und soziale Einbettung von
Softwaresystemen in ihrem Einsatzumfeld gewährleistet werden kann.
Zentrum für Intelligente Systeme und Robotik
Arbeitsbereich Kognitive Systeme (KOGS)
und Labor für Künstliche Intelligenz (LKI)
Der Arbeitsbereich Kognitive Systeme (AB KOGS) besteht
seit Beginn der Informatik an der Universität Hamburg im Jahre 1971. Zu seinem
ursprünglichen Arbeitsschwerpunkt in der Bildverarbeitung sind im Laufe der
Jahre weitere Arbeitsschwerpunkte aus der Künstlichen Intelligenz
hinzugetreten. Die universitären Stellen des Arbeitsbereichs (im
Berichtszeitraum 3 Professuren, 2 wissenschaftlicher Mitarbeiter, 1 Techniker,
1 fremdsprachliche Angestellte) decken nur einen Teil der Aktivitäten ab; ein
größerer Teil wird durch Drittmittelprojekte finanziert.
Das wissenschaftliche Programm
des Arbeitsbereichs zielt darauf ab, den Bogen von theoretischen Grundlagen bis
hin zu Anwendungsentwicklungen zu spannen. Dazu besteht eine enge
Zusammenarbeit mit dem Labor für Künstliche Intelligenz (LKI) des Fachbereiches
Informatik.
Das LKI ist ein 1988 gegründetes
Kompetenzzentrum für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Mit dem Ziel des
Technologietransfers bietet das LKI Forschung und Entwicklung in Kooperation
mit Unternehmen sowie Ausbildung und Beratung für zahlreiche Einsatzfelder an.
Das LKI greift dabei auf langjährige Erfahrungen mit industriellen Anwendungen
sowie erfolgreiche Forschungen in einem breiten Methodenspektrum zurück, u.a.
Modellierung und Simulation technischer Anlagen, rechnergestützte Diagnose
und Konfigurierung, Falldatenauswertung, Informations- und Wissensmanagement,
Zeichnungsanalyse und Bildverarbeitung. Die Arbeiten finden in Kooperation mit
dem Projektbereich "Intelligente Systeme" des Hamburger Informatik
Technologie-Centers HITeC statt, und einige der Projekte werden auch über HITeC abgewickelt.
Arbeitsbereich Natürlichsprachliche Systeme (NatS)
Ziel der Forschungsarbeiten im Arbeitsbereich NatS ist
der Entwurf und die prototypische Realisierung komplexer sprachverarbeitender
Systeme mit dem Schwerpunkt auf schriftlich realisierter Sprache (language) bis
hin zur kommunikativen Bewertung. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Anwendungsbeispiele
werden Voraussetzungen und Lösungsansätze für die Einbeziehung der jeweils
relevanten sprachlichen Ebenen in den Verarbeitungsprozess untersucht, wobei
auf integrative Systemarchitekturen besonderer Wert gelegt wird. Daneben werden
Fragen der maschinellen Übrsetzung und Bedingungen mehrsprachiger Systeme
theoretisch untersucht und prototypisch implementiert.
Zum 1.10.2007 hat der langjährige Arbeitsbereichsleiter,
Prof. Dr. Walther von Hahn, seinen Ruhestand angetreten. In diesem Zusammenhang
wurde der Arbeitsbereich formal aufgelöst. Die laufenden Forschungsarbeiten
werden jedoch weiterhin fortgeführt.
Arbeitsbereich Technische Aspekte Multimodaler Systeme (TAMS)
Der Arbeitsbereich Technische Aspekte multimodaler Systeme (TAMS) unter der Leitung von Prof. Dr. Jianwei Zhang hat die allgemeine Zielsetzung, wissenschaftliche Methoden zu entwickeln, die aus vielfältigen Kanälen wie maschinellem Sehen, aus Sprache, Klang oder Tastsinn und durch aktive robotische Bewegungen und Manipulation Informationen gewinnen. Diese Methoden sollen auf integrierten Echtzeitsystemen angewandt und evaluiert werden. Die Forschungsschwerpunkte umfassen multimodale Informationsverarbeitung, effiziente Kodierung und Übertragung von Audio-Videodaten, sensorgestützte Manipulation, kognitive Robotik, robotisches Lernen, kognitive E-Learning Systeme, Mensch-Maschine-Interaktion und, für die praktische Umsetzung, den Bereich des VLSI Entwurfs. Die Anwendungsbereiche sind Service-Roboter, intelligente Sensoren, aktive Medien und hochentwickelte Nano-Manipulationsplattformen. Schon in den vergangenen Jahren hatte sich bei uns ein Wandel vollzogen von der a priori Separierung zwischen Hardware und Software hin zur Systemsicht, bei der die Aufgabenstellung im Vordergrund steht, während die Partitionierung in Hard- und Softwareanteile ein Teil des Systementwurfsprozesses wurde. Sensorik erfordert generell hohe Datenverarbeitungsleistung, wie z.B. im Fall einer Smart-Kamera. Hier kommt dem Arbeitsbereich die lange Mitgliedschaft im Projekt EUROPRACTICE zugute sowie auch die Erfahrung im Bereich der digitalen Signalverarbeitung.
Arbeitsbereich Wissens- und Sprachverarbeitung (WSV)
Der Arbeitsbereich "Wissens- und Sprachverarbeitung" untersucht höhere kognitive Prozesse wie Sprachverstehen und Sprachproduktion, Schlussfolgern und Problemlösen, Wissenserwerb und Lernen unter einer interdisziplinären Perspektive. Bei der Erforschung derartiger Prozesse werden Methoden der Informatik (insbesondere aus den Bereichen der Künstlichen Intelligenz und der Mensch-Computer Interaktion) durch Methoden und Erkenntnisse der Sprachwissenschaft, Psychologie und Logik ergänzt; Ziel der Forschung ist die Entwicklung formaler Modelle kognitiver Leistungen, deren Überprüfung durch Simulationssysteme sowie die Konzeption und Realisierung von intelligenten Systemen und adäquaten Interfaces für die Mensch-Computer Interaktion auf kognitionswissenschaftlicher Basis.
Graduiertenkolleg
Cross-modal Interaction in Natural and Artificial Cognitive Systems (CINACS)
The International Graduate College CINACS is carried out jointly by the departments of Informatics, the University Medical Center Hamburg-Eppendorf and the department of Psychology of the University of Hamburg, as well as by the University of Tsinghua in Beijing, China. The following groups of the department of Informatics are involved: the TAMS group (as coordinators) as well as the groups NATS and WSV.
The following, except in the general
introduction to CINACS, refers to the CINACS-relevant activities of the members
of the department of Informatics.
Within this international graduate
college the principles of cross-modal interactions in natural and cognitive
systems are investigated to implement them in artificial systems. Research
primarily considers three sensory systems (vision, hearing and haptics) and
their interactions. Multisensory interaction in natural systems is studied
using behavioural, electrophysiological and neuroimaging techniques. Different
paradigms including cross-modal association learning, sensorimotor control,
cross-modal illusions and multisensory language perception is used to uncover
the principles of multisensory processes and multimodal representation.
The research program aims at
understanding the biological mechanisms of cross-modal processing and its role
in perception and behavioural control. Furthermore, our goal is to design
models, implement algorithms and architectures for more robust artificial
multimodal systems which can function like natural systems.
The members of the department of
Informatics are carrying out research in the subject areas 'Development of
grounded multimodal memory in robots', 'High-level information fusion for
speech and language' and 'Interaction of representational modalities in
communication'.
Zentrum für Verteilte Informationesysteme und Kommunikationssysteme
Arbeitsbereich Sicherheit in Verteilten Systemen (SVS)
Der Arbeitsbereich Sicherheit in Verteilten Systemen
wurde im Dezember 2003 gegründet; der vorliegende Bericht skizziert somit die
Entwicklungen im sechsten Jahr des Arbeitsbereiches. Dieses Jahr ist durch die
Ausschreibung der Nachfolge von Prof. Posegga sowie der Verlängerung der
Vertretung um ein weiteres Jahr (bis September 2010) gekennzeichnet, damit
langfristig der Arbeitsbereich gehalten und konsolidiert werden kann. Alle
bisherigen Projekte wurden beendet und erfolgreich abgewickelt. Neue Forschungsprojekte
wurden planungsgemäß nicht begonnen, die Arbeit konzentriert sich auf die
Überarbeitung und Neustrukturierung der Lehrinhalte im Zuge der ersten
Master-Veranstaltungen und die verläßliche Durchführung der Lehre.
Im internationalen Wissenschaftsbetrieb ist der
Arbeitsbereich nach wie vor gut eingebunden und z.B. in mehreren
Programmkomitees renommierter Sicherheits-Konferenzen vertreten.
Auch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl
"Sicherheit in verteilten Anwendungen" der TUHH (Prof. Gollmann) wurde 2009
erfolgreich fortgesetzt, da Dr. Kossakowski bereits seit mehreren Jahren
Lehraufträge an der TUHH erfüllt hat und daher z.B. auch die Durchführung
gemeinsamer Lehrveranstaltung (Oberseminar) leicht fällt. Diese Zusammenarbeit
soll 2010 weitergeführt werden.
Hervorzuheben ist auch die Fortsetzung der Zusammenarbeit
mit Herrn Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die
Informationsfreiheit. Seine Gastvorlesung "Datenschutz in der
Informationsgesellschaft" fand im Wintersemester 2009/2010
fakultätsübergreifend statt. Auch hier ist eine Fortsetzung der Zusammenarbeit
in 2010 wünschenswert.
Arbeitsbereich Theoretische Grundlagen der Informatik (TGI)
Die schnelle technologische Entwicklung und der zunehmende Einsatz von Informatiksystemen machen theoretische Studien und Grundlagenforschung immer notwendiger. Ein wichtiger Schwerpunkt des Arbeitsbereichs TGI ist daher die Untersuchung von komplexen Systemen auf der Grundlage formaler Modelle. Dabei stehen folgende Problemkreise im Vordergrund: korrekte Darstellung (Syntax), inhaltliche Korrektheit (Semantik), Erfüllung von Spezifikationen (Verifikation), effiziente Realisierung (Komplexität). Der Arbeitsbereich ist darüber hinaus an der nichtformalen Informatik-Grundlagenforschung beteiligt (Selbstverständnis, erkenntnistheoretische und philosophische Bezüge, Auswirkungen von Problemen der Softwarekorrektheit, Informatikgrundlagen für Soziologieanwendungen).
Arbeitsgruppe Telekommunikation und Rechnernetze (TKRN)
Die Arbeitsgruppe Telekommunikation und Rechnernetze arbeitet an Fragestellungen zu Netzarchitekturen, der Konzipierung und effizienten Realisierung innovativer Protokolle ("Protocol Engineering") sowie der Leistungs-/Zuverlässigkeitsanalyse, der Verkehrscharakterisierung bzw. -beeinflussung ("Traffic Engineering") und dem Dienstgüte (QoS)-Management für Kommunikations- und Rechnernetze. Der Bereich der betrachteten Kommunikations- und Rechensysteme umfasst in erster Linie heterogene, sowohl lokale, regionale als auch globale Rechnernetze (u.a. Internet, Mobilnetze) und reicht bis hin zu innovativen Rechnerarchitekturen (u.a. Parallelrechner). Die methodischen Grundlagen der Forschungsaktivitäten betreffen insbesondere Verfahren zur mathematisch-analytischen und simulativen Bewertung von Rechnernetzen und den durch sie bereitgestellten anwendungsorientierten Diensten, Verfahren zur effizienten Implementierung von Kommunikationssoftware sowie die Entwicklung und den Einsatz von Mess-, Lastgenerierungs-, Lasttransformations- und Netzemulationswerkzeugen. Die Entwurfs-, Analyse- und Optimierungsverfahren werden erprobt und weiterentwickelt bei der prototypischen Realisierung von Hochleistungsnetzen und von IP-basierten Rechnernetzen mit realzeitorientierten Kommunikationsdiensten sowie deren Nutzung zur Unterstützung verteilter multimedialer Anwendungen (insbesondere im Anwendungskontext E-Learning / Telelearning). Ein besonderer Fokus der gegenwärtigen TKRN-Forschung liegt auf qualitativ hochwertiger Audio-/Videokommunikation (u.a. zur Bereitstellung von IPTV-Diensten) und auf Mobilkommunikation (u.a. in drahtlosen Netzen auf WLAN- und WiMAX-Basis).
Arbeitsbereich Verteilte Systeme und Informationssysteme (VSIS)
VSIS umfasst zwei Teilgruppen, die jeweils eigenständig
auf unterschiedlichen aber thematisch verwandten Themengebieten forschen und
lehren: dem der "Verteilten Systeme" (VS), geleitet von Prof. Dr. W. Lamersdorf,
sowie dem der "Datenbanken und Informationssysteme" (IS), geleitet von Prof.
Dr. N. Ritter.
Dabei werden im Bereich VS schwerpunktmäßig die
Konzeption, prototypische Implementierung sowie der Einsatz und die Anwendung
von Systemsoftware zur Unterstützung offener verteilter Anwendungen betrachtet;
der Bereich IS beschäftigt sich vorrangig mit Entwurfs-, Konzeptions- und
Implementierungsfragen von Informations-, Datenbank- und
Datenbankverwaltungssystemen - speziell Modellierungs-, Architektur- und
Realisierungskonzepten zur Unterstützung der Datenverwaltung in komplexen
Anwendungsbereichen.
Da die Komplexität aktueller Anwendungen beider Teilbereiche
im Wesentlichen auf Probleme der Heterogenität und Verteilung zurückzuführen
ist, ergänzen sich beide Teilbereiche gegenseitig und greifen thematisch
ineinander. Exemplarische gemeinsame Arbeitsgebiete sind aktuelle
Systemtechnologien wie z.B. Service Oriented Architectures (SOA) bzw. Web-Services.
Dies umfasst auch die Beschäftigung mit verschiedenen Arten von (verteilten
Geschäfts-) Prozessen (Workflows) und verschiedene Aspekte des GRID
Computing auf der Grundlage der immer leistungsfähigeren und weiter
verbreiteten Informations- und Kommunikationstechnologien, wie z.B. der des Internets.
Weitere Einrichtungen
Arbeitsbereich Technische Informatiksysteme (TIS)
Technische Informatiksysteme bilden einen der
Grundpfeiler der Informationstechnologie, einer Schlüsseltechnologie unserer
modernen Wissensgesellschaft. Die Hauptaufgaben des Arbeitsbereichs Technische
Informatiksysteme liegen damit primär in der Entwicklung formaler,
maschinell durchführbarer Verfahren zur Lösung informationstechnischer
Themenstellungen, die häufig im Rahmen heterogener Systemumgebungen auftreten
und so die methodischen Grundlagen zur systematischen Verarbeitung
heterogener Informationen mittels digitaler Verarbeitungssysteme ermöglichen.
Technische Informatiksysteme repräsentieren in diesem Sinne eine Synthese
aus mathematischer Methodik und ingenieurwissenschaftlicher Gegenständlichkeit,
realisiert im jeweiligen technischen Konstrukt.
Der Arbeitsbereich Technische Informatiksysteme arbeitet
damit einerseits an Antworten auf die im Zuge der Globalisierung drängenden Problemstellungen
mit ihren Auswirkungen auf die Industrie-, die Hochschullandschaft und die
Zivilgesellschaft, andererseits an innovativen Themen in der
Grundlagenforschung per se. Um den daraus resultierenden Anforderungen auf
höchstem Niveau zu genügen, hat sich der Arbeitsbereich Technische Informatiksysteme
in seiner fachlichen Ausrichtung als zuverlässiger methodischer und anwendungsorientierter
Partner im nationalen, im europäischen und im internationalen Rahmen
positioniert, was durch die entsprechenden Drittmittelprojekte im nationalen,
europäischen und internationalen Rahmen seinen Ausdruck findet. Hierauf wird
nachfolgend noch im Detail eingegangen. So werden beispielsweise in der Grundlagenforschung
neue innovative Methoden erarbeitet und im Anwendungszusammenhang erste prototypische
Umsetzungen neu entwickelter Modelle, Methoden, Verfahren, Komponenten,
etc., im Zusammenspiel mit Wissenschaft und Wirtschaft umgesetzt.
Damit ergibt sich die fachliche Ausrichtung der
Forschungsgebiete des Arbeitsbereiches Technische Informatiksysteme. Diese
liegen in der methodischen und anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung
von informationswissenschaftlicher Methoden und deren Umsetzung in
unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten.
Informatik-Bibliothek
Die Bibliothek des Departments Informatik ist das
wissenschaftliche Literatur- und Informationszentrum für das Department
Informatik. Sie ist kompetenter Partner von Studierenden, wissenschaftlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Professorinnen und Professoren des
Departments für schnelle, aktuelle Informationsversorgung. Sie unterstützt das
Department in seinem Anspruch nach qualitativ guten Studien-, Lehr-, und
Forschungsbedingungen.
Die Bibliothek beschafft, erschließt und vermittelt
Literatur und Information, die das Department in Forschung, Lehre und Studium
wirksam unterstützen. Dabei kooperiert sie mit Bibliotheken vor Ort und überregional.
Die Bibliothek bietet einen modernen Literatur- und Medienbestand sowohl in
konventioneller als auch in elektronischer Form.
Der gesamte Bestand der Bibliothek ist elektronisch
recherchierbar. Alle Neuanschaffungen werden ausgestellt und in
Neuerwerbungslisten angezeigt.
Die Besucherinnen und Besucher der Bibliothek haben über
die in den Bibliotheksräumen aufgestellten PCs Zugang zum Internet. Die
Bibliothek bietet über ihre Website eine Auswahl relevanter Informationsquellen
verschiedener Art an, z.B. Links zu wichtigen Bibliothekskatalogen und
Datenbanken, sowie Sammlungen von elektronisch verfügbaren Dokumenten (u. a.
Zeitschriftenartikel). Die Website der Bibliothek wird redaktionell und
technisch von den Bibliothekarinnen betreut.
Die Arbeit mit verschiedenen Katalogen und Datenbanken
sowie die Entwicklung sinnvoller Suchstrategien sind komplex und erfordern
gezielte Einstiegshilfen. Daher bietet die Bibliothek regelmäßig Schulungen und
Veranstaltungen zur Förderung der Informationskompetenz an, in denen die
Bibliothekskataloge und die elektronischen Angebote im Bereich der
bibliographischen Datenbanken und E-Journals vorgestellt sowie gezielte
Sucheinstiege vermittelt werden.
Jahresbericht Bibliothek (PDF)
Informatik-Rechenzentrum
Das Informatik-Rechenzentrum (RZ) betreibt einen Verbund aus zentralen Servern und Workstations unter den Betriebssystemen Solaris, Windows Server, Linux sowie PCs unter Windows XP, Linux und Mac-OS für Veranstaltungen im Bachelor- und Masterstudium sowie Projekte. Die zentralen Rechner werden außerdem für die Forschung und Lehre von Departmentmitgliedern und Doktoranden verwendet, soweit diese nicht arbeitsbereichseigene Rechner nutzen. Darüber hinaus trägt das Informatik-Rechenzentrum die Verantwortung für die Funktionalität und den weiteren Ausbau des Departmentrechnernetzes in Kooperation mit dem RRZ.
Jahresbericht Rechenzentrum (PDF)
UmweltTeam (UT)
Zielsetzung des UmweltTeams ist die Berücksichtigung von Umweltgesichtspunkten in allen Aktivitäten des Department Informatik sowie die Verbindung von Umweltmanagement und Organisationsentwicklung. Da Umweltmanagement kaum von oben nach unten angeordnet werden kann, sollten
- die Hochschulangehörigen selbst ihre Wahrnehmung der Umweltbeeinträchtigung ihrer Handlungen einbringen,
- diese mit Hilfe von gemessenen Vergleichsdaten und weiteren, aufbereiteten Informationen bewerten,
- daraus Handlungsoptionen, Verhaltensänderungen und Maßnahmen ableiten und diese auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen.
Jahresbericht Umweltteam (PDF)
Angegliederte Vereine
HIForum - Hamburger Informatik-Forum e.V.
Das Hamburger Informatik-Forum e.V. (Kurz HIForum - sprich wie "High Forum") wurde am 08. Juli 1998 als Alumni-Verein des Fachbereichs Informatik von 24 Mitgliedern gegründet. Es hat sich in der Zwischenzeit zu einer Institution der neuen Fachbereichskultur entwickelt.
Zweck des Vereins ist die Förderung der Wissenschaft Informatik am Department Informatik der Universität Hamburg. Seine Ziele sind insbesondere:
- Intensivierung der Verzahnung von Forschung und wissenschaftlicher Ausbildung mit der Praxis
- Förderung des wissenschaftlichen Gedankenaustausches, insbesondere zwischen den ehemaligen Mitgliedern des Departments Informatik, den gegenwärtigen Mitgliedern und den Partnern in Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft
- Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
- Förderung des Departments Informatik durch Sammlung von Spenden
HITeC - Hamburger Informatik Technologie-Center e.V.
HITeC ist das Forschungs- und Technologietransferzentrum des Departments Informatik der Universität Hamburg (ehemals Fachbereich Informatik). Aufgrund seines unabhängigen Status bietet HITeC flexible und professionelle Kooperationsmöglichkeiten. HITeC-Lösungen basieren auf neuesten Forschungsergebnissen und verschaffen Vorteile durch überlegene Technologien.
HITeC ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der
von Mitgliedern des Departments Informatik der Universität Hamburg getragen
wird. Der Verein ist über einen Kooperationsvertrag mit der Universität Hamburg
verbunden.
HITeC sieht seine Hauptaufgaben in der:
- Durchführung anwendungsorientierter Forschungsvorhaben
- Verbreitung anwendungsorientierter Forschungsergebnisse
- Durchführung von Seminaren
- Vermittlung von Kontakten zwischen Firmen und Studierenden
- Verbesserung der praxisorientierten Ausbildung in der Universität
- Unterstützung bei Unternehmensgründungen aus der Universität