MIN-Fakultät
Fachbereich Informatik

Informatisches Kolloquium Wintersemester 2009/2010

Montag, 30. November 2009
um 17 Uhr c.t.
Vogt-Kölln-Straße 30
Konrad-Zuse-Hörsaal
Gebäude B

Statische Programmanalysen für die Qualitätssicherung

Prof. Dr. Rainer Koschke
Universität Bremen

Die Qualitätssicherung von Programmen wird heute zumeist manuell durch Reviews oder automatisiert durch Tests unterstützt. Manuelle Reviews sind abhängig von menschlichen Gutachtern, teuer und damit nicht beliebig wiederholbar. Tests können nur die Anwesenheit von Fehlern aufzeigen, aber nicht ihre Abwesenheit. Zudem prüfen Tests nur das Verhalten und sagen nichts über die innere Qualität der Software aus.

Statische Programmanalysen überprüfen Programme nur anhand der Programmbeschreibung (Quelltext und andere formale Systemspezifikationen), ohne sie auszuführen. In den letzten Jahren werden statische Analysen immer populärer in der Praxis. Dabei ist die statische Programmanalyse ein Überbegriff für sehr unterschiedliche Analysen. Einige statische Analysen suchen nach typischen Programmierfehlern, wie die Dereferenzierung von Null-Zeigern. Andere suchen nach potentiellen Sicherheitsproblemen, wie potenielle Pufferüberläufe. Mit statischen Analysen kann aber auch die innere Qualität untersucht werden, wie zum Beispiel die Einhaltung von Codierrichtlinien, die Abwesenheit von Programmieranomalien (auch "Bad Smells" genannt) oder die Einhaltung einer Architekturspezifikation.

In seinem Vortrag stellt Rainer Koschke die Ergebnisse seiner langjährigen Forschung und Praxis zur statischen Programmanalyse vor, bei der die Bestimmung der inneren Qualität im Vordergrund steht.

Kontakt

Dr. Carola Lilienthal
E-Mail:
Telefon +49 40 428 83 2415