Stimmen zum Informatik-Studium in Hamburg: Schlaglichter
Andreas Ahrens
Andreas Ahrens (38), Diplom-Informatiker
(1997), Ergänzungsfach Psychologie, heute:
Qualitätsmanagementbeauftragter, Projektleiter,
Software-Entwickler in Hamburg
- Haben sich die damaligen Erwartungen erfüllt?
- Ich hatte keine konkreten Erwartungen. Wegen Mathe hatte ich mir Sorgen gemacht, was aber völlig unbegründet war. Mein Vertiefungsgebiet (Mensch-Computer-Interaktion) ergab sich für mich erst während des Studiums. Dass ich an einem Informatik-Fachbereich gelandet bin, an dem diese Fachrichtung vertreten ist, und dass sich dieses Vertiefungsgebiet schließlich wunderbar mit meinem Nebenfach ergänzte, war eher Zufall.
Dirk Weske
Dirk Weske (38), Diplom-Informatiker (1999),
Ergänzungsfach Betriebswirtschaftslehre, heute:
Partner - Senior Executive Manager in einem
großen Beratungshaus in Hamburg
- Wo sieht er aus seiner beruflichen Position heraus zukünftige Herausforderungen?
- “Reines” Informatik-Know-How hat angesichts von “Informatiker-Fabriken” in den Schwellenländern, sowie der Outsourcing/Offshoring-Thematik massiv an Wert verloren, es gilt den Studenten klar zu machen, dass ihr persönlicher Mehrwert in der Kombination aus Informatik-Know-How, Lokalität zum Kunden/Arbeitgeber und fachlichem Know-How besteht.
- Welcher Mix an Fähigkeiten ist hierfür erforderlich?
- Solide technische und theoretische Basis in Kombination mit “Soft-Skills” (Freude an Kommunikation, Zuhören können, Toleranz & Belastbarkeit) und der Bereitschaft, sich ständig auf Neues einzulassen
Torsten Möller
Torsten Möller (41), Diplom-Informatiker
(1996), Ergänzungsfach Medizin, heute:
Bereichsleiter Anwendungsentwicklung,
Personalverantwortung für ca. 100 Mitarbeiter,
in einer großen Hamburger Versicherung
- Was zeichnet ein Studium an der Universität aus?
- Während meiner Studienzeit hat das Studium an der Universität für den Studierenden mehr Freiheiten geboten. Während der Studienbetrieb in der Fachhochschule eher strikten Regeln bzgl. Studienablauf, Vorlesungsreihe, etc. gehorchte, konnte der Vorlesungsplan an der Universität deutlich flexibler gestaltet werden. ... Ich persönlich habe den stärkeren Freiheitsgrad als sehr positiv empfunden, da ich parallel zum Studium einen Job als Werkstudent ausüben und Berufspraxis erlangen konnte.
Dr. Julian Mack
Dr. Julian Mack (39), Diplom-Informatiker
(1998), Ergänzungsfach Biologie, Promotion
(2001), heute: Senior Consultant in Hamburg,
Mitglied von HIForum
- Was zeichnet ein Studium an der Universität aus?
- Den Geist zu schulen, Dinge konsequent zu Ende Denken lernen, Themenfelder und Zusammenhänge systematisch erkunden, über den Tellerrand hinausschauen lernen, den persönlichen Wertekatalog hinterfragen, andere als den eigenen Blickwinkel kennen lernen! Im Unterschied zur Fachhochschule: über eine “schnöde” Berufsvorbereitung hinaus etwas für das Leben lernen, sich bilden.
Claudia Wyrwoll
Claudia Wyrwoll (26), Diplom-Informatikerin
(2007), Ergänzungsfach Visuelle
Kommunikation/Film an der Hochschule für
bildende Künste, heute: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, FB Informatik
- Wie war die Betreuung?
- Die Betreuung habe ich durchweg als sehr gut empfunden. Professoren haben immer Zeit gefunden. Die Bibliothek war immer sehr hilfsbereit und engagiert. Die Mitarbeiterinnen des Prüfungsamts kennen ihre Studenten mit Namen und waren immer freundlich und entgegenkommend.
Jens-Detlev Doll
Jens-Detlev Doll (47), Dipl.-Informatiker
(1981), Ergänzungsfach Mathematik, heute:
Selbstständiger in Ahrensburg
- Beruflicher Werdegang und derzeitige Aufgaben?
- Seit Beginn meiner Berufstätigkeit ist es mir gelungen, relativ unabhängig zu bleiben und die in Hamburg gelernten Prinzipien des Software-Engineering weiterzugeben. Es macht Freude, nach fast 27 Jahren im Beruf auf viele interessante Projekte und Unternehmen zurückzuschauen. Nun möchte ich mein Wissen weitergeben und gute Produkte schaffen.
Jan Ortmann
Jan Ortmann (30), Diplom-Informatiker (2003),
Ergänzungsfach Psychologie, heute: Freiberufler
und Doktorand
- Hat ihm das Studium in der Hamburger Informatik Spaß gemacht? Was besonders?
- Die Arbeit in Projekten, das Gefühl, Dinge verändern zu können.
- Was zeichnet ein Studium an der Universität aus?
- Stärkerer Fokus auf wissenschaftlichen Themen. Denken in größeren Zusammenhängen.
- Sein berufliches Motto lautet:
- Wer in anderer Leute Fußstapfen tritt, wird diese niemals überholen.
Sabrina Hilger
Sabrina Hilger (28), Diplom-Informatikerin (2008), Ergänzungsfach Mathematik,
heute: Junior-Consultant bei einem Hamburger Unternehmensberater.
Quelle: XING
- Wie kam sie zur Informatik?
- Ich wollte etwas machen, was Zukunft hat, mehr wusste ich nicht. Informatik hat Zukunft. Ich war gut in Mathematik, stellte aber fest, dass ich gerade mal Word und Excel kannte und gar keine Ahnung hatte, von dem, was alles möglich ist mit dem Computer. Ich nahm dann nach dem Abitur an verschiedenen Fortbildungen teil, lernte etwas aus dem Bereich Webdesign kennen und bekam einen Einblick in das Programmieren. Es machte Spaß, ich war gut, und so begann ich das Studium. Wo es mich hinführen sollte, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Prof. Dr. Andreas Möller
Prof. Dr. Andreas Möller (43), Diplom-Informatiker (1995), Ergänzungsfach Betriebswirtschaftslehre / New Public Management, Promotion (2000), heute Professor an der Leuphana Universität Lüneburg
- Was hat ihn seinerzeit zum Studium der Informatik bewogen?
- Informatik ist eine ganz bewusste Entscheidung gewesen. Vorher habe ich eine berufliche Ausbildung absolviert (Dipl.Verwaltungswirt, klassicher Beamter also); das hatte keine Zukunft.
- Haben sich seine damaligen Erwartungen erfüllt?
- Erst in Passau und Kiel nicht wirklich, erst in Hamburg habe ich die Informatik gefunden, die ich gesucht habe. Das betrifft speziell auch ASI. Wenn man nach einem Hamburger Informatik-Profil Ausschau hält, dann sollte man sich speziell ASI ansehen, sicher dann auch noch SWT usw.
Holger Tewis
Holger Tewis (33), Diplominformatiker (2001),
2. Fach Politikwissenschaft, heute: Program
Manager bei einem Hamburger Softwarehaus
- Hat ihm das Studium in der Hamburger Informatik Spaß gemacht? Was besonders?
- Die Hamburger Uni bietet durch das große Fächerangebot viele Möglichkeiten, auch mal über den Tellerrand zu schauen. Wer später gute Anwendungen schreiben will, sollte sich schon früh auch mit anderen Perspektiven auseinandersetzen.
Alexander Will
Alexander Will (27),
Dipl.-Wirtschaftsinformatiker (2005),
Ergänzungsfach Soziologie, heute:
Online-Produktmanager bei einem großen
Versandhaus in Hamburg
- Was hat ihn seinerzeit zum Studium der Informatik bewogen?
- Schon während der Oberstufe hatte ich sehr großen Spaß an Softwareentwicklung. An meinem Gymnasium gab es sogar einen Leistungskurs Informatik, in dem wir schon etwas über Sortieralgorithmen erfahren haben und auch ersten Kontakt mit der Funktionalen Programmierung (Scheme) hatten. Das Interesse an Informatik und Mathematik habe ich also mitgebracht. Vom Studium der Wirtschaftsinformatik habe ich mir einen starken Anwendungsbezug versprochen. Außerdem habe ich mir damals vorgestellt durch das Wirtschafts-Präfix noch attraktiver für Arbeitgeber zu sein.
Till Janner
Till Janner (27),
Diplom-Wirtschaftsinformatiker (2006), heute:
Research Associate/ wissenschaftlicher
Mitarbeiter bei SAP in der Schweiz, PhD Student/
Doktorand Hochschule St. Gallen
- Hat ihm das Studium in der Hamburger Informatik Spaß gemacht? Was besonders?
- Hamburg ist nun mal die schönste Stadt der Welt, da kann studieren nur Spaß machen :-) Und ausserdem bietet Hamburg seinen Studenten (nicht nur der Informatik) hervorragende Möglichkeiten, studienbegleitend erste Praxiserfahrung zu machen.