Der Bachelor-Studiengang Informatik
Gemeinsam mit dem Master-Studiengang Informatik wurde schon im Winter 2005/2006 auch der Bachelor-Studiengang Informatik von der Akkreditierungsagentur ASIIN (Washington Accord) ohne jegliche Auflagen als einer der ersten Studiengänge an der Universität Hamburg akkreditiert. Der Bachelor-Studiengang verfolgt das Ziel der Vermittlung breiten Wissens der Informatik, das einerseits berufsbefähigend ist und andererseits das notwendige Fundament für die Aufnahme des konsekutiven Masterstudiengangs legt. Er besteht aus zwei inhaltlich definierten Studienabschnitten, wobei ersterer vor allem durch eine Reihe von fest vorgegebenen Pflichtmodulen geprägt ist, während der zweite eine Reihe von Wahlmöglichkeiten eröffnet.
Aufbau und Verlauf des Studiums
Der Bachelor-Studiengang ist konsequent modularisiert. Entsprechend müssen alle Studienleistungen außer der Abschlussarbeit durch das Absolvieren von Modulen erbracht werden. Die Module sind inhaltlich in die Kategorien Grundlagen der Informatik, Mathematik, Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen (ABK), Orientierungswissen, Informatik der Systeme, Anwendungen der Informatik und Arbeitsteilige Systementwicklung einzuordnen.
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| Übersicht über die zu belegenden Module und ihre empfohlene Verteilung auf die Fachsemester im Bachelor-Studiengang Informatik. In Klammern sind die Referenzsemester der Module angegeben. |
Der 1. Studienabschnitt (Semester 1 bis 4) umfasst Informatik-, Mathematik- und ABK-Pflichtmodule mit fest definierten Lehrveranstaltungen. Insgesamt handelt es sich um Module im Umfang von 111 Leistungspunkten (gemäß European Credit Transfer System - ECTS). Davon entfallen 78 Leistungspunkte auf den Informatikbereich, 27 Leistungspunkte auf den Mathematikbereich und 6 Leistungspunkte auf den ABK-Bereich.
Im ersten Studienabschnitt sollen die fachlichen und methodischen Grundfertigkeiten erlernt werden. Daher sind hier überwiegend Inhalte aus den Bereichen Grundlagen der Informatik, Mathematik und Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen aber auch grundlegende Veranstaltungen aus dem Bereich Informatik der Systeme zu finden. In fast allen Pflichtmodulen werden Übungen durchgeführt. Hier wird der in den Vorlesungen erlernte Stoff verfestigt und angewandt.
Der Bereich Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen besteht aus 2 Modulen zu je 3 Leistungspunkten, die vorrangig dem Erwerb so genannter Schlüsselqualifikationen dienen. Hierbei handelt es sich zum einen um ein Proseminar, in dem die Aufbereitung fachspezifischer Inhalte zur schriftlichen und mündlichen Präsentation geübt werden soll, und zum anderen um ein Modul Methodenkompetenz, das auf den Erwerb von weiteren Schlüsselqualifikationen abzielt und durch Veranstaltungen auch aus dem Angebot anderer Fachbereiche der Universität Hamburg bzw. anderer Hamburger Hochschulen gefüllt werden kann.
Das (Entwicklungs-)Praktikum kann aus einem variierenden Angebot von Praktika gewählt werden. Hier werden die typischen Phasen eines Entwicklungsprozesses in einer Studierendengruppe durchlaufen, um gemeinsam ein oder mehrere Informatiksysteme zu entwickeln.
Der 2. Studienabschnitt (Semester 4 bis 6) setzt sich zusammen aus weiteren Informatik-Pflichtmodulen, Informatik-Wahlpflichtmodulen, Wahlmodulen und der Bachelorarbeit. Insgesamt hat dieser zweite Studienabschnitt einen Umfang von 69 Leistungspunkten, wobei 27 Leistungspunkte auf die Wahlpflichtmodule, 18 Leistungspunkte auf die Wahlmodule, 12 Leistungspunkte auf die Pflichtmodule Projekt und Seminar sowie 12 Leistungspunkte auf die Bachelorarbeit entfallen.
In den 3 Wahlpflichtmodulen wird das erlernte Grundlagenwissen mit individuell gesetzten Schwerpunkten vertieft. Aus diesem Grund haben sie Inhalte aus der Kategorie Informatik der Systeme zum Gegenstand. Eine detaillierte Beschreibung der angebotenen Wahlpflichtmodule findet sich auf der Seite "Übersicht der Wahlpflichtmodule".
In den 2 Wahlmodulen soll den Studierenden vermittelt werden, wie der Theorie- und Methodenschatz sowie die Werkzeuge der Informatik Anwendung in Fachgebieten der Informatik oder anderen Wissenschaftsdisziplinen finden kann. Die 2 Wahlmodule müssen zusammen eine inhaltlich stimmige Einheit angemessenen Niveaus bilden. Als Wahlmodule gelten zum einen so genannte "integrierte Anwendungsfächer", in denen Veranstaltungen der Informatik und anderer Fachgebiete in der Art aufeinander abgestimmt sind, dass die im Gegenstandsbereich des Moduls interdisziplinäre enge Verflechtung der beiden Wissenschaftsgebiete in der Lehre und den Inhalten zum Ausdruck kommt. Zum anderen können so genannte "Ergänzungsfächer" gewählt werden. Als diese gelten sinnvolle Kombinationen von Veranstaltungen oder Module anderer Fachbereiche. Hier gibt es zahlreiche "Standard-Ergänzungsfächer", für die bereits sog. Rahmenstudienpläne existieren. Weitere Ergänzungsfächer können nach Genehmigung eines individuellen Studienplans durch den Prüfungsausschuss gewählt werden.
Im Projektmodul werden größere theoretische, konstruktive oder experimentelle Aufgaben, in der Regel Systementwicklung nach Softwaretechnikmethoden in einem Fachgebiet der Informatik, bearbeitet. Projekte werden in Gruppen durchgeführt und ermöglichen das Erlernen von Gruppenarbeit. Die gesamte Projektgruppe arbeitet auf ein gemeinsames Ergebnis hin.
Das Seminarmodul dient der Erörterung ausgewählter wissenschaftlicher Probleme. Die Studierenden werden in der Arbeit nach wissenschaftlichen Grundsätzen und der Darstellung wissenschaftlicher Inhalte geschult. Sie erarbeiten selbständig die benötigte Literatur, gestalten einen Seminartermin durch Vortrag und Diskussion und liefern dazu eine schriftliche Zusammenfassung.
Durch die Erstellung der Bachelorarbeit sollen die Studierenden nachweisen, dass sie ein wissenschaftliches Problem aus dem Bereich der Informatik selbständig nach wissenschaftlichen Methoden bearbeiten können. Das Thema muss eine Bearbeitung in 3 Monaten erlauben und setzt inhaltlich und methodisch auf vorangegangene Veranstaltungen auf.
Die Module im Einzelnen
Zur inhaltlichen Orientierung sind die Module gleicher inhaltlicher Kategorie jeweils in einem eigenen Schaubild hervorgehoben. Hervorgehobene Module können für eine genaue Beschreibung angeklickt werden. Wie oben schon erwähnt sind die angebotenen Module in die folgenden inhaltlichen Kategorien einzuordnen:
- Grundlagen der Informatik
- Mathematik
- Methodenkompetenz
- Orientierungswissen
- Informatik der Systeme
- Anwendungen der Informatik
- Arbeitsteilige Systementwicklung
- Abschlussmodul
Grundlagen der Informatik

Mathematik

Methodenkompetenz

Orientierungswissen

Informatik der Systeme

Anwendung der Informatik

Arbeitsteilige Systementwicklung

Abschlussmodul

Studien- und Prüfungsordnungen des Bachelor/Master-Studiengangs Informatik:
- Prüfungsordnung der Fakultät für Mathematik, Informatik
und Naturwissenschaften für Studiengänge mit dem Abschluss
„Bachelor of Science” mit Änderungen der Prüfungsordnung vom
28.9.2006

- Fachspezifische Bestimmungen für den
Bachelor-Studiengang Informatik

- Prüfungsordnung der Fakultät für Mathematik, Informatik und
Naturwissenschaften für Studiengänge mit dem Abschluss
„Master of Science”

- Fachspezifische Bestimmungen für den Master-Studiengang Informatik
