Integriertes Anwendungsfach Computerlinguistik
Im Integrierten Anwendungsfach Computerlinguistik werden sprachwissenschaftliche Grundlagen zur Analyse und Beschreibung sprachlicher Strukturen mit formalen Modellen und Werkzeugen der Informatik zusammengeführt. Damit wird einerseits eine Anwendungsperspektive informatischer Methoden in einem Anwendungsgebiet aufgezeigt, das für die Bewältigung der zunehmend anwachsenden Informationsflut von ganz entscheidender Bedeutung ist. Zum anderen kann gezeigt werden, wie sich zwei Fachgebiete in einem ertragreichen interdisziplinären Dialog über mehrere Jahrzehnte hinweg wechselseitig angeregt und ergänzt haben. Darüberhinaus ist das Integrierte Anwendungsfach Computerlinguistik auch geeignet, über ein vertieftes Verständnis sprachlicher Strukturen das Bewusstsein für die Möglichkeiten und die Probleme bei der zwischenmenschlichen Kommunikation im Spannungsfeld zwischen natürlichen und formalen Sprachen zu entwickeln und zu schärfen. Damit fördert und entwickelt es auch einen wichtigen Aspekt der beruflichen Qualifikation eines Informatikers / einer Informatikerin.
Das Integrierte Anwendungsfach besteht aus zwei Modulen, von denen das erste aus dem einführenden Angebot der Departments für Sprache, Literatur und Medien stammt. Im zweiten Modul werden Modelle und Verfahren zur maschinellen Verarbeitung von natürlicher Sprache vor allem auf den Ebenen Syntax, Semantik und Pragmatik behandelt. Damit stellt das Anwendungsfach eine ideale Voraussetzung für eine entsprechende Vertiefung im Vertiefungsgebiet "Intelligente Systeme und Robotik" des Masterstudiums dar, in dem Verfahren zur maschinellen Sprachverarbeitung stärker aus sprachtechnologischer und anwendungsbezogener Perspektive behandelt werden. Das Integrierte Anwendungsfach Computerlinguistik kann sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium gewählt werden.
Modul Computerlinguistik I
| Modul-Titel | Computerlinguistik I (Einführung in das Studium der Linguistik I) |
| Modultyp | Integriertes Anwendungsfach |
| Modul-Verantwortlicher | Habel |
| Durchführung | Lehrende des Departments Sprache, Literatur, Medien |
| Inhalte und Qualifikationsziele | In diesem Modul werden die sprachwissenschaftlichen Grundlagen für die Analyse natürlicher Sprache auf unterschiedlichen Beschreibungsebenen (Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik) behandelt. Mit dem Modul soll ein grundlegendes Verständnis für die Vielfalt und Differenziertheit sprachlicher Ausdrucksmittel und deren Rolle im Prozess der zwischenmenschlichen Kommunikation geschaffen werden. Gleichzeitig wird über einen Einblick in die Forschungsmethodik der Sprachwissenschaft ein Eindruck davon vermittelt, wie durch die Anwendung ausgefeilter Methoden und Techniken zum Erkenntnisgewinn eine zunehmende Abstraktion von den Oberflächenphänomenen eines Untersuchungsgegenstands hin zu den zugrundeliegenden Mechanismen erfolgen kann. |
| Unterrichtssprache: | Deutsch mit deutsch- und ggf. englischsprachigem Lehrmaterial oder Englisch mit englischsprachigem Lehrmaterial |
| Lehrformen | in der Regel Vorlesung 2 SWS, Seminar 2 SWS, Übung 2 SWS |
| Voraussetzungen für die Teilnahme | keine |
| Art, Voraussetzungen und Sprache der (Teil- )Prüfung(en) | Gemeinsame Modulprüfung für alle Lehrveranstaltungen des Moduls; in der Regel mündlich und in der Unterrichtssprache. Arbeitsaufwand (für Teilleistungen und Gesamtaufwand) |
| Vorlesungsanteil | 3 Leistungspunkte |
| Seminaranteil | 3 Leistungspunkte |
| Übungsanteil | 3 Leistungspunkte |
| Gesamt | 9 Leistungspunkte |
| Häufigkeit des Angebots | Jährlich im Wintersemester |
Modul Computerlinguistik II
| Modul-Titel | Computerlinguistik II (Verarbeitung natürlicher Sprache) |
| Modultyp | ntegriertes Anwendungsfach |
| Modul-Verantwortlicher | Menzel |
| Durchführung | Eschenbach, Habel, Menzel, NN-WTM |
| Inhalte und Qualifikationsziele | In diesem Modul werden grundlgende Verfahren zur maschinellen Verarbeitung natürlicher Sprache aus informatischer Perspektive behandelt. Hierzu zählen vor allem Methoden zum Umgang mit der Formenvielfalt und Mehrdeutigkeit der natürlichen Sprache. Thematische Schwerpunkte sind die Bereiche syntaktische Modellierung und -analyse, sowie die Konstruktion von Bedeutungsbeschreibungen für natürlichsprachliche Äußerungen. |
| Unterrichtssprache | Deutsch mit deutsch- und ggf. englischsprachigem Lehrmaterial oder Englisch mit englischsprachigem Lehrmaterial |
| Lehrformen | Vorlesung 4 SWS, Seminar/Übung 2 SWS IAF Computerlinguistik |
| Voraussetzungen für die Teilnahme | notwendige Voraussetzungen: Formale Grundlagen der Informatik, Computerlinguistik I empfohlene Voraussetzungen: SE III (Logikprogrammierung) |
| Art, Voraussetzungen und Sprache der (Teil- )Prüfung(en) | Gemeinsame Modulprüfung für alle Lehrveranstaltungen des Moduls; in der Regel mündlich und in der Unterrichtssprache. Arbeitsaufwand (für Teilleistungen und Gesamtaufwand) |
| Vorlesungsanteil | 6 Leistungspunkte |
| Seminar-/Übungsanteil | 3 Leistungspunkte |
| Gesamt | 9 Leistungspunkte |
| Häufigkeit des Angebots | Jährlich im Sommersemester |