Aufbau und Verlauf des Bachelor-Studiengangs Computing in Science
Der Bachelor-Studiengang Computing in Science (CiS) gliedert sich thematisch in die vier Gebiete Informatik, Mathematik, dem naturwissenschaftlichen Schwerpunktfach und der naturwissenschaftlichen Informatik (CiS). Informatik, Mathematik und das Schwerpunktfach umfassen jeweils ca. 30%, der CiS-Bereich 10% des gesamten Studienumfangs. Als Schwerpunktfach kann entweder Biochemie oder Physik gewählt werden. Im Schwerpunkt Biochemie kann zur Studienmitte zwischen den Vertiefungen Biochemie und Chemie gewählt werden.
Im Verlauf des Studiums werden vier Bereiche intensiv behandelt:
Sie erhalten fundierte Informatik-Kenntnisse in Softwareentwicklung, theoretischer und praktischer Informatik, beispielsweise in Algorithmenentwurf und Informationsmanagement, als Handwerkszeug.
Das Verständnis für mathematische Modelle als Grundlage computergestützter Verfahren wird geschult.
Sie erlernen fundiertes Fachwissen in einem gewählten naturwissenschaftlichen Schwerpunkt (also in Biochemie/Chemie oder Physik). Es werden insbesondere die theoretischen Anteile des Fachs betrachtet.
Der Bereich "Computing in Science" (CIS) vermittelt die Kompetenzen, Probleme aus dem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt mit Hilfe von mathematischen und informatischen Methoden zu lösen. Weitere Wahlpflichtmodule aus der Mathematik und Informatik können zur Ergänzung des Methodenspektrums gewählt werden.
Informatik und Mathematik
Im Informatikanteil werden Kompetenzen und Techniken der Informatik zur Modellierung und Lösung komplexer Anwendungsprobleme vermittelt. Er besteht aus Pflichtmodulen mit einem Umfang von 42 Leistungspunkten und kann durch entsprechende Modulwahl im Wahlpflichtbereich um 27 Leistungspunkte erweitert werden. Der Mathematikanteil dient der Vermittlung mathematisch grundlegender Kompetenzen und Fertigkeiten. Er besteht aus Pflichtmodulen im Umfang von 33 Leistungspunkten und kann durch entsprechende Modulwahl im Wahlpflichtbereich um 27 Leistungspunkte erweitert werden.
Informatik in den Naturwissenschaften
Die Informatik- und Mathematikstudienanteile werden mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunktfach (Biochemie/Chemie oder Physik) kombiniert. Abhängig vom Schwerpunktfach wird der Studiengang durch Lehrveranstaltungen im CiS-Anteil ergänzt. Lernziel dieses Bereichs ist die Vermittlung von Kompetenzen zur Modellierung und Lösung naturwissenschaftlicher Fragestellungen im Schwerpunktfach durch Methoden der Mathematik und Informatik.
Schwerpunktfach Biochemie
Das Schwerpunktfach Biochemie vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen, Methoden und Fertigkeiten in Chemie und Biochemie und besteht aus Pflichtmodulen im Umfang von 57 Leistungspunkten und Wahlpflichtmodulen im Umfang von 48 Leistungspunkten. In den ersten Semestern wird zunächst chemisches Grundlagenwissen vermittelt, ab dem vierten Fachsemester kann zwischen den Vertiefungen „Biochemie“ oder „Chemie“ gewählt werden (Wahlpflichtbereich 3).
Vertiefung Biochemie
Die Vertiefung Biochemie wird gebildet durch die Module „Strukturbiochemie“, „Biochemie Vorlesung“, „Biochemie Praktikum“ sowie „Grundlagen der Sequenzanalyse“ oder „Grundlagen der Strukturanalyse“.
Vertiefung Chemie
Die Vertiefung Chemie wird gebildet durch die Module „Physikalische Chemie III“, „Einführung in die Theoretische Chemie“ und „Grundlagen der Chemieinformatik“.
Anschließende Masterstudiengänge
Das Studium B.Sc. Computing in Science (Biochemie/Chemie) kann mit den Masterstudiengängen Informatik und Bioinformatik an der Universität Hamburg fortgeführt werden. Wird die Fortführung in Informatik angestrebt, muss im dritten Fachsemester das Modul „Formale Grundlagen II“ belegt werden. Zudem müssen im Wahlpflichtbereich 2 Module aus der Informatik gewählt werden.
Schwerpunktfach Physik
Das Schwerpunktfach Physik vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen, Methoden und Fertigkeiten in Physik mit Schwerpunkt auf theoretischer Physik und besteht aus Pflichtmodulen im Umfang von 71 Leistungspunkten und Wahlpflichtmodulen im Umfang von 34 Leistungspunkten. In den ersten Semestern wird zunächst physikalisches Grundlagenwissen vermittelt. Dies beinhaltet ein physikalisches Praktikum im dritten Fachsemester. Ab dem vierten Fachsemester schließt sich mit theoretischer Physik, CiS Physik und Physik IV oder Physik VI eine Vertiefung physikalischer Kenntnisse an.
Anschließende Masterstudiengänge
Das Studium B.Sc. Computing in Science (Physik) kann mit den Masterstudiengängen Informatik und Physik an der Universität Hamburg fortgeführt werden. Wird die Fortführung in Informatik angestrebt, muss im dritten Fachsemester das Modul „Formale Grundlagen II“ belegt werden. Zudem müssen in den Wahlpflichtmodulen 1 und 2 Module aus der Informatik gewählt werden.
Wird die Fortführung in Physik angestrebt, muss im dritten Fachsemester das Modul „Mathematik für Physiker III“ belegt werden. Im fünften und im sechsten Fachsemester sind im Wahlpflichtbereich 2 anstelle der Mathematik/Informatik-Module die Module „Theoretische Physik III“ und „Fortgeschrittenenpraktikum“ zu absolvieren.