Master-Vertiefungsmodul: Computergestützte Kooperation
1. Modulkennung
MV-AGIS3
2. Studiengang
Masterstudiengang Informatik
(Vertiefungsgebiet Architektur und Gestaltung von IT-Systemen)
3. Modulbezeichnung
Computergestützte Kooperation (CGK)
4. Modul-Verantwortliche/r
Oberquelle
5. VeranstalterIn/DozentIn
Oberquelle, Wetzel
6. Sprache
Deutsch mit deutsch- und ggf. englischsprachigem Lehrmaterial, oder Englisch mit englischsprachigem Lehrmaterial.
7. Motivation, Bedeutung für / Stellung im Gesamtprogramm
Die Gestaltung interaktiver vernetzter Anwendungssysteme ist eine zentrale Aufgabe im Berufsfeld von InformatikerInnen mit Schwerpunkt"Architektur und Gestaltung von IT-Systemen". Die behandelte Thematik schließt den traditionellen Bereich der Computer-gestützten kooperativen Arbeit (CSCW) ein, geht aber über ihn hinaus, da auch die Unterstützung von anderen Formen von Gemeinschaften (Communities) ein zunehmend wichtiges Anwendungsfeld ist.
8. Lernziele / Kompetenzen
Die Thematik gehört zum Kern des Leitthemas "NetzbasierteSoftwareunterstützung für kooperatives Handeln".Dieses Modul verbreitert und vertieft das Fakten- und Methodenwissen zur Mensch-Computer-Interaktion bei kooperativer Nutzung von IT-Systemen. Das Modul ist sowohl für Softwarearchiteken wie für InteraktionsdesignerInnen von Interesse.
Die TeilnehmerInnen erwerben Grundlagen-/Faktenwissen über die Besonderheiten relevanter Nutzungskontexte (Teams, Gruppen und Gemeinschaften, Netzwerkorganisationen), bekannter Lösungen sowie Methodenwissen für die iterative, partizipative Gestaltung (Kontextanalyse, Entwurf, Entwicklung und Bewertung) von passender Kooperationsunterstützung. Die Erörterung von Wirkungen des Einsatzes von Unterstützungssystemnen stärkt die Bewertungskompetenz. Die selbstständige Auseinandersetzung mit speziellen Aspekten im Begleitseminar dient der Entwicklung von Kompetenzen für selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten und der Festigung von Kenntnissen über die Präsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse in Schrift und Vortrag.
Das Methodenwissen kann in einem anschließenden Projekt erprobt und gefestigt werden.
9. Lehrveranstaltungen
2 SWS Vorlesung „Computer-gestützte Kooperation
2 SWS integriertes Seminar „Aktuelle Forschungen zu CSC"
10. Inhalt
Das Modul behandelt Software-Gestaltung im Großen mit Themen wie:
Kooperationskontexte Arbeit, Lernen, Kultur, Freizeit
Gruppen und Gemeinschaften und ihr Verhalten
Kooperationsunterstützungen: Systeme für Kommunikation, Kollaboration, Koordination
Exemplarische Beispiele zu Groupware, CommunityWare, Workflows, integrierten Systemen
Aktuelle Fragestellungen, z.B. Awareness, Mobilität, Anpassbarkeit, Usability
Evolutionäre und partizipative Entwicklung von Unterstützungssystemen
11. Bezüge zu anderen Modulen
Innerhalb des Studiengangs: Dieses Modul ist kombinierbar mit weiteren Vertiefungsmodulen des vordefinierten Vertiefungsgebiets AGIS. Insbesondere ist es eine sinnvolle Ergänzung zu den Vertiefungsmodulen Softwarearchitektur, Software- und Organisationsentwicklung und Interaktive Systeme.
Weiter kann es nur in Kombination mit dem Wahlpflichtmodul Mensch-Computer-Interaktion belegt werden – siehe Voraussetzungen für die Teilnahme.
Es eignet sich zum Export in das Vertiefungsgebiet Komplexe Verteilte Systeme (KVS)
12. Modulvoraussetzungen
Empfohlen:Wahlpflichtmodul Mensch-Computer-Interaktion (bei Wahl dieses Vertiefungsmoduls verpflichtend – siehe Verwendbarkeit des Moduls; es muss allerdings nicht notwendigerweise vor diesem Vertiefungsmodul absolviert sein und ist daher hier als‚empfohlen’ angegeben)
Die Akkreditierung gestattet keine Verwendung von Bachelor-Modulen im Masterstudiengang und erwartet die Änderung der Fachspezifischen Bestimmungen (FSB) in folgender Hinsicht: Bachelor-Module dürfen keine verpflichtenden Voraussetzungen für die Wahl eines Moduls- oder Vertiefungsmoduls im Masterstudiengang sein.
13. Semester, Studienjahr /-phase
Empfohlenes Semester: 2 (bei Zulassung im Wintersemester), 1 oder 3(bei Zulassung im Sommersemester)
14. Prüfungsleistungen
Die Zulassung zur Modulprüfung setzt die regelmäßige Teilnahme an dem Seminar voraus. Die Modulprüfung findet in Form einer Seminararbeit (Hausarbeit) und eines Referats in der Unterrichtssprache statt sowie einer mündlichen Prüfung in der Unterrichtssprache.
Die Zulassung zur Modulprüfung setzt die regelmäßige und erfolgreiche (Seminararbeit und Referat in der Unterrichtssprache) Teilnahme an dem Seminar voraus. Die Modulabschlussprüfung findet in Form einer mündlichen Prüfung (über die Gesamtinhalte des Vorlesungs- und Seminaranteils) in der Unterrichtssprache statt.
15. Bewertung
6 Leistungspunkte (Vorlesung: 3 Leistungspunkte, integriertes Seminar: 3 Leistungspunkte)
16. Periodizität
Jährlich, Sommersemester, Dauer: 1 Semester
17. Methodische Aufbereitung und Medienformen
Interaktive Präsentationen, Systemdemonstrationen, Videomaterial
Folienskripte teilweise in English als PDF
Kooperation der Lehrenden und TeilnehmerInnen über eine Lernplattform (CommSy)
18. Literatur
Oberquelle, H. (Hrsg.) (1991). Kooperative Arbeit und Computerunterstützung. Stand und Perspektiven. Verlag für Angewandte Psychologie, Göttingen, Stuttgart.
Baecker, R.M. (Ed.). (1993a). Readings in Groupware and Computer-Supported Cooperative Work. Assisting Human-Human Collaboration. Morgan Kaufman, San Mateo.
Teufel, S., Sauter, C., Mühlherr, T., Bauknecht, K. (1995). Computerunterstützung für die Gruppenarbeit. Addison-Wesley, Bonn.
Beaudouin-Lafon, M. (Ed.) (1999). Computer Supported Co-operative Work. Wiley, Chichester.
Borghoff, U.M., Schlichter, J.H. (2000). Computer-Supported Cooperative Work. Introduction to Distributed Applications. Springer, Berlin.
Preece, J. (2000) Online Communities: Designing Usability, Supporting Sociability. Wiley, Chichester, UK.
Schwabe, G., Streitz, N., Unland, R. (Hrsg.) (2001). CSCW-Kompendium. Springer, Berlin.
Preece, J., Rogers, Y., Sharp, H. (2002). Interaction Design: Beyond Human-Computer Interaction. Wiley, New York, NY.