Bachelor-Nebenfachmodul: Informatik für Nebenfachstudierende I
1. Modulkennung
INF1
2. Studiengang
Diverse Bachelorstudiengänge (BA sowie
nicht-mathematisch-orientierte BS)
3. Modulbezeichnung
Informatik für
Nebenfachstudierende engl.: Informatics for Non-Majors I
4. Modul-Verantwortliche/r
Page
5. Veranstalter/in / Dozent/in
Page, Oberquelle
6. Sprache
Deutsch mit deutsch- und z.T. englischsprachigem
Lehrmaterial
7. Motivation, Bedeutung für / Stellung im
Gesamtprogramm
Dieses Modul dient als Einstieg in die Nebenfachausbildung der Informatik für Studierende aus den nicht-mathematisch -orientierten Naturwissenschaften (BS), aus den Sprach-, Sozial- und Kulturwissenschaften (BA) und wird im Folgesemester mit einem weiteren speziellen Einführungsmodul in die Informatik für Nebenfachstudierende (INF II) fortgesetzt. Danach vertiefen sich die Nebenfachstudierenden in weiteren Grundlagenveranstaltungen des Informatikhauptfachs.
Das Modul INF I soll ein Verständnis für die typische Denk- und Arbeitsweise der Informatik vermitteln. Aufgrund der Bedeutung objektorientierter Programmiersprachen für die Praxis der Softwareentwicklung werden in dieser einführenden Veranstaltung die Grundlagen des objektorientierten Programmierparadigmas in den Vordergrund gestellt. Die praktische Umsetzung der Konzepte erfolgt in den zugehörigen Übungen anhand der modernen objektorientierten Programmiersprache Java.
Das Modul kann auch als Wahlmodul von Studierenden anderer Fachrichtungen gewählt werden, sofern ausreichend Übungskapazität zur Verfügung steht.
INF I ist nicht geeignet und nicht zugelassen für Hauptfachstudierende der Informatik.
8. Lernziele/Kompetenzen
Verständnis für die grundsätzlichen Aufgaben und Vorgehensweisen der Informatik mit Schwerpunkt auf objekt-orientierten Methoden und nicht-numerischen Anwendungen.
- Erkenntnis und Wissen über Basiskonzepte der Softwareentwicklung
- Intensives, praktisches Einüben von Modellierungs- und Implementierungsfertigkeiten
Kernkonzepte objektorientierten und imperativen Programmierung kennen
- Standardnotationen der Programmierung (z.B. UML) kennen
- Grundlegendes Handwerkszeug der Programmierung beherrschen
- Kleine sequenzielle Probleme allein lösen können
- Lösungen rechtfertigen können
- Programmierwerkzeuge nutzen können
- Sicher mit einem Rechner umgehen können
9. Lehrveranstaltungen
- 2 SWS Vorlesung INF I (Plenum)
- 1 SWS Übungen (Kleingruppenarbeit)
- 1 SWS Tutorium (Betreuter Laborbetrieb mit Kleingruppen)
10. Inhalt
Inhaltliche Schwerpunkte von INF I sind:
- Informatikgrundbegriffe und –inhalte
- Softwareentwicklungsprozess
- Modellierung mit UML
- Grundprinzipien der Objektorientierung
- Einführung in die Objektorientierte Programmierung mit Java
- Imperative Programmierung mit Java
- Algorithmen und Datenstrukturen
11. Bezüge zu anderen Modulen
- Das Modul bildet (zusammen mit dem Folgemodul INF II) die Grundlage für alle Informatikveranstaltungen (in Bachelor- oder Diplomstudiengängen; ggf. in Masterstudiengängen), die nicht-mathematisch orientierte Nebenfachstudierende im Rahmen ihrer Nebenfachausbildung der Informatik belegen wollen.
12. Modulvoraussetzungen
Keine besonderen fachlichen Voraussetzungen wie Programmiererfahrungen erforderlich, allerdings PC-Grundkenntnisse. Erwartet wird die Bereitschaft, sich in die recht abstrakte und formale Arbeitsweise der Informatik einzudenken sowie den recht hohen Aufwand bei der Lösung der Übungsaufgaben zu investieren.
13. Semester, Studienjahr /-phase
Studienabschnitt: 1
14. Prüfungsleistungen
Das Modul wird durch eine Modulprüfung abgeschlossen, die i.d.R. mündlich stattfindet (abhängig von den Teilnehmerzahlen). Die Teilnahme an der Modulprüfung wird an das erfolgreiche Erbringen von Prüfungsvorleistungen in Form von Übungsaufgaben gebunden.
15. Bewertung
Gesamt: 6 Leistungspunkte(INF I: 3 Leistungspunkte,
Übungen zu INF I: 2 Leistungspunkte;
Tutorium zu INF I: 1 Leistungspunkt)
16. Periodizität
Sommersemester, jährlich, Dauer: 1 Semester17. Methodische Aufbereitung und Medienformen
- Vorlesung: Folien mit Beamer
- Übungen: Laborbetrieb, intensive Arbeit am Computer
Die Vorlesungsfolien werden im Internet zur Verfügung gestellt. Es werden praktische Demonstrationen in Form einzelner Applets durchgeführt.
Die Veranstaltung legt großes Gewicht auf das Erlernen praktischer Fähigkeiten in der Modellierung und Programmierung. Die regelmäßige Teilnahme der Studierenden an den Übungsgruppen wird vorausgesetzt, in denen regelmäßig Präsenzaufgaben gemeinsam bearbeitet werden. Darüber hinaus sind in kleinen Arbeitsgruppen gemeinsam Hausaufgaben zu bewältigen.
18. Literatur
Helmut Balzert : Objektorientierte Programmierung mit Java 5. Spektrum 2005
David J. Barnes, Michael Kölling: Java lernen mit Blue-J. Pearson-Studium, 2005
Mario Jeckle et al.: UML 2 Glasklar., Hanser, 2005
Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.