MIN-Fakultät
Fachbereich Informatik

Die Infoseiten für Schülerinnen

Mädchen in die Informatik!

Du suchst einen zukunftssicheren Job? Informatik!
Du willst ein abwechslungsreiches Studium? Informatik!
Du möchtest Spaß? Informatik!

WARUM MÄDCHEN ?

Gibt es zu wenige Mädchen und Frauen, die Informatik studieren wollen?

Ja!

2006 gab es am Fachbereich Informatik 16 % Absolventinnen, 2008 gibt es 14 % weibliche Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, zwischen 2000 und 2006 wurden nur 11 % der Doktortitel in der Informatik von Frauen erreicht. Der Anteil der Professorinnen in der Informatik liegt zu Beginn des Wintersemesters 2008/2009 bei 18,75 % ( 2 Professorinnen und 1 Juniorprofessorin)

STUDIUM

Wie kommt es, dass trotz eines Frauenanteils von 52 Prozent in der bundesdeutschen Bevölkerung nur 10-15 Prozent der Informatikstudierenden weiblich sind?

Wieso ist dieser Prozentsatz über viele Jahre relativ stabil (in den Gründerjahren der Informatik an den Universitäten gab es mal über 20 % Informatikstudentinnen)?

ARBEITSMARKT

In den 40er und 50er Jahren, bevor es die "Informatik" gab, wurde das Berufsfeld Programmierung zu 100% von Frauen ausgeübt. Dann bekam der Programmierberuf eine wachsende, geradezu explodierende wirtschaftliche Bedeutung und einen wissenschaftlichen Hintergrund, das soziale Ansehen der Programmierer und, allgemeiner, der "Informatiker" stieg und gleichzeitig das Gehalt, er wurde er zu einer Männerdomäne.
Quelle: Studientext "Informatik und Geschlechterdifferenz" Britta Schinzel, Nadja Parpart, Till Westermayer (1999)

Die Professoren Manfred Broy und Florian Matthis, die an der TU München lehren, glauben, dass die Informatik ein Image-Problem hat. Broy: "Wir haben es bisher nicht geschafft zu vermitteln, was für ein interessantes Berufsfeld die Informatik ist." Es gebe bei Schülern darüber sehr seltsame Vorstellungen. "Es herrscht das Bild vor, dass man nur vor Großrechnern sitzt und mit SAP arbeitet", ergänzt Matthis. "Doch Informatik hat heute viel weniger als früher mit Maschinen zu tun und dafür viel mehr mit Menschen." Projekte wie StudiVZ, MySpace und Xing (OpenBC) zeigten, dass man Sachen machen könne, die "sexy" sind - und dass man dabei viel Geld verdienen kann.
(Quelle: "IT-Arbeitsmarkt. Informatiker verzweifelt gesucht" www.sueddeutsche.de vom 7.10.2008)

Es fehlen qualifizierte Bewerberinnen.

In Leitungspositionen, für die man mit einem abgeschlossenen Studium nach einigen Jahren prädestiniert ist, sind vor allem Team- und Kommunikationsfähigkeit gefragt, Englisch ist selbstverständlich. Ein so interessantes Berufsfeld sollte nicht den Männern überlassen bleiben!

WO BLEIBT DER WEIBLICHE BEITRAG ZUR GESTALTUNG DER INFORMATIK ?

Wenn Informatiksysteme immer mehr mit Menschen zu tun haben und immer weniger mit Maschinen, warum sind dann nicht viel mehr Frauen dabei? Die Informationstechnologie ist von zentraler Bedeutung und ihre Entwicklung darf nicht nur von der Hälfte der Menschheit dominiert werden. Wenn wir davon ausgehen, dass Frauen andere Schwerpunkte bei der Verwendung von Technologien haben, ist es unabdingbar, dass Frauen bei der Entwicklung von Technologien und Anwendungen gleichberechtigt mitwirken und damit Aussehen und Prozesse mitgestalten.

Den Grund für den geringen Frauenanteil an der Informatik sehen wir hauptsächlich am verzerrten Bild des einsamen, freakigen, männlichen Hackers, der immer wieder durch die Medien geistert. Welche Schüler und insbesondere welche Schülerinnen wissen denn, dass Informatik die Wissenschaft der Abstraktion und Algorithmisierung ist. Es geht dabei zu allermeist um Prozesse und Abläufe des realen Lebens. Einzelne Bits werden nur selten untersucht und mit Lötkolben hantiert man nur herum, wenn man davon so begeistert ist, dass man das gerne möchte.

Deswegen haben wir für Euch diese Seiten erstellt, um Euch Hilfestellung bei Eurer Wahl des Studienfaches zu geben und das Bild der Informatik gerade zu rücken und zu erweitern.