(Sichere) Benutzung von IMAP-Mail
Im Informatik-Rechenzentrum heisst der Mail-Server
mailhost.informatik.uni-hamburg.de.
Sie können Ihre E-Mails von diesem Server mit den Protokollen IMAP und
POP3 jeweils über die SSL-verschlüsselten Varianten IMAPS (Port 993)
und POP3S (Port 995) abrufen. E-Mails versenden können Sie mit
SMTP (Port 25); beim E-Mail-Versenden von außerhalb des Departmentsnetzes
müssen Sie sich hierfür mit TLS-Verschlüsselung am Mailserver authentisieren.
Ein direkter Zugriff auf die Mailboxen von den Unix-Workstations aus
ist nicht möglich. Die Unix-Mailprogramme mutt und
pine wurden so konfiguriert, dass sie mit IMAPS auf den
Mailserver zugreifen.
Sie können Ihre E-Mails auch mit unserem Webmail-Client https://webmail.informatik.uni-hamburg.de/ lesen und bearbeiten. Mit dem Webmail-Client können Sie außerdem Mailfilter (Cyrus Sieve) für z.B. Mail-Weiterleitungen, Urlaubsschaltungen und zum automatischen Speichern in Mail-Ordner einrichten.
Beispiel: IMAP-Mail einrichten mit Thunderbird
Wenn Sie einen Mail-Clienten benutzen, der SSL-Verbindungen unterstützt,
stellen Sie bitte
als Mailserver mailhost.informatik.uni-hamburg.de
und als Server-Typ IMAP ein:
Im Thunderbird-Mailprogramm aus der Mozilla-Suite richten Sie beim
ersten Aufruf mit einen “Account Wizard” Ihr Mailkonto ein.
Dort stellen Sie bitte
als Mailserver mailhost.informatik.uni-hamburg.de
und als Server-Typ IMAP ein:
Ihr Name und Ihre E-Mail-Adresse:
Mail-Server mailhost und Server-Typ IMAP:
Ihre Benutzerkennung:
Bezeichnung Ihres Mailkonto im Thunderbird:
Zusammenfassung der Angaben zum Mailkonto:
Nach dieser Mailkonto-Einrichtung versucht Thunderbird, sofort eine
IMAP-Verbindung zum Mailserver mailhost zu öffnen. Dies
scheitert aber zunächst, weil mailhost keine
Klartext-IMAP-Verbindungen zulässt, sondern nur SSl-verschlüsselte
IMAP-Verbindungen:
Deshalb müssen Sie noch im Menü Edit / Account Settings / Server Settings die Checkbox “Use secure connection (SSL)” auswählen. Dabei springt die Portnummern-Anzeige auf 993. In diesem Menü zu den Server-Einstellungen können Sie außerdem gleich einstellen, was beim Löschen von E-Mails passieren soll:
Beim ersten Versuch, eine sichere Verbindung zum Mailserver
aufzubauen, geht Thunderbird in einen
Dialog “New Site Certificate”, in dem Ihnen das SSL-Zertifikat des
Mailservers präsentiert wird. Damit Thunderbird eine SSL-verschlüsselte
Verbindung zum Mailserver mailhost.informatik.uni-hamburg.de
aufbauen kann, müssen Sie dieses Zertifikat entweder für den Augenblick oder
aber auf Dauer anerkennen:
Schauen Sie sich das Zertifikat aber vorher durch Anklicken von “Examine Certificate” an und prüfen Sie, dass es wirklich das Zertifikat unseres Mailservers mit den im folgenden Bild angezeigten Fingerprints ist:
Alternativ - und besser - können Sie auch das Stammzertifikat der Uni Hamburg, FB Informatik in Thunderbird installieren. Mit diesem Stammzertifikat sind alle unsere Zertifikate signiert. Wenn Sie einmal unser Stammzertifikat in Thunderbird hereinladen und anerkennen, können Sie sicher sein, dass alle von uns damit signierten Zertifikate tatsächlich unsere und nicht gefälscht sind.
Achtung: Die SSL-Zertifikate unseres Mailservers haben begrenzte Gültigkeit (aktuell bis zum 21.6.2008). Danach bekommen Sie Meldungen
Certificate is expired
und Sie müssen im Thunderbird das alte Mailserver-Zertifikat unter Edit / Preferences / Advanced / Certificates / Manage Certificates / Web Sites löschen und dann beim nächsten Verbindungsaufbau zum Mailserver das neue SSL-Zertifikat akzeptieren.
Mail versenden:
Wenn Sie Ihr Thunderbird-Mailprogramm auf einem Rechner innerhalb des
Department-Netzes benutzen, können Sie E-Mails ohne weitere Einstellungen
direkt úber den Mailserver mailhost verschicken. Sie können dies
im Menü Edit / Account Settings / Outgoing Server (SMTP)
nachsehen:
Wenn Sie jedoch E-Mails von außerhalb des Department-Netzes über den
Mailserver mailhost verschicken wollen, wird der Mailserver
Ihre Mail jedoch ablehnen, weil er nicht weiss, ob sie dafür befugt oder evtl.
ein Spammer sind. Deshalb müssen Sie Sich am Mailserver mailhost
zum Mail-Verschicken authentisieren. Klicken Sie im Menü
Edit / Account Settings / Outgoing Server (SMTP)
an, dass Sie Sich mit Ihrer Benutzerkennung authentisieren wollen und dass
die SMTP-Verbindung mit TLS verschlüsselt werden soll. Geben Sie hier nicht
SSL an, weil Ihr Thunderbird-Mailprogramm sonst eine Verbindung auf Port
465 statt Port 25 (SMTP) benutzen will:
Beispiel: IMAP-Mail einrichten mit Outlook / Outlook Express
(In den folgenden Abbildungen steht immer noch der alte Mailserver
rzdspc2.informatik.uni-hamburg.de. Denken Sie sich hier bitte
mailhost.informatik.uni-hamburg.de.)
Wenn Sie einen Mail-Clienten benutzen, der SSL-Verbindungen unterstützt,
stellen Sie bitte
als Server für den Posteingang mailhost.informatik.uni-hamburg.de
und als Server-Typ IMAP ein. Bei Microsofts Outlook bzw.
Outlook Express sieht das im Menüpunkt
Extras / Konten / E-Mail / Eigenschaften / Server
so aus:
Zudem müssen Sie im Menüpunkt Extras / Konten / E-Mail / Eigenschaften / Erweitert die Checkbox “Dieser Server erfordert eine sichere Verbindung (SSL)” auswählen. Damit wird automatisch der IMAPS-Port 993 eingestellt:
Sichere Verbindungen mit einem SSL-Tunnel
Wenn Sie einen Mail-Clienten benutzen, der nicht selbst SSL-Verbindungen unterstützt, können Sie selbst dafür sorgen, indem Sie
- auf Ihrem Rechner einen stunnel-Client starten.
Dieser nimmt auf Ihrem lokalen Rechner eine IMAP-Verbindung auf Port 143 an,
baut eine SSL-gesicherte Verbindung zum IMAPS-Port 993 auf
dem Mailserver
mailhostauf und "tunnelt" damit die IMAP-Sitzung zum IMAP-Daemon auf dermailhostdurch. - Danach können Sie Ihren Mail-Reader so konfigurieren, daß er Ihren eigenen Rechner unter Port 143 als IMAP-Server benutzt.
Installation von stunnel unter Windows
Sie müssen auf Ihrem Rechner das stunnel-Programm sowie die OpenSSL-Bibliotheken installieren, die Sie entweder von der Beratung des Informatik-RZ bekommen oder aber aus dem WWW herunterladen können:
Erzeugen Sie ein Programmverzeichnis, z.B.
C:\Programme\stunnel, und kopieren Sie dorthin die Programm-Datei stunnel-4.xx.exe, die Sie auf der stunnel Download-Seite finden. Es wird empfohlen, die neueste Version zu installieren.Kopieren Sie die OpenSSL-Bibliotheken libssl32.dll und libeay32.dll (die Sie ebenfalls auf der stunnel Download-Seite finden) entweder ins Windows-Systemverzeichnis (meist
C:\windows\systembzw.C:\winnt\system32) oder in das stunnel-Verzeichnis.- Da zu jeder Datei ebenfalls ein GPG-Signatur existiert (*.ASC) können Sie leicht verifizieren, daß die heruntergeladenen Dateien nicht manipuliert wurden.
Jetzt fehlt nur noch die Konfigurationsdatei. Erzeugen Sie im stunnel-Verzeichnis ein neue Textdatei namens stunnel.conf mit folgendem Inhalt:
client = yes [IMAPS] accept = 143 connect = mailhost.informatik.uni-hamburg.de:993 delay = yes
Starten Sie den SSL-Tunnel für IMAP durch Ausführen der stunnel-Programmdatei. Es sollte jetzt ein entsprechendes Symbol im Systray angezeigt werden, über das sich das Log einsehen und stunnel wieder beenden lässt.
Hinweis für Benutzer der alten stunnel 3.x Versionen:
Die 4.x Versionen lassen sich nicht mehr mit Kommandozeilenoptionen steuern, sondern nur mittels der Konfigurationsdatei. Somit muß stunnel auch nicht mehr von der Kommandozeile gestartet werdenAnschließend starten Sie Ihren Mail-Reader. Stellen Sie wie oben angegeben ein, daß Sie Ihren eigenen Rechner als IMAP-Server benutzen wollen.
Weitergehende Dokumentation (z.B. wie sie stunnel als NT Service starten) finden sie auf der stunnel Homepage.
Installation von stunnel unter Linux
Viele Linux-Distribution enthalten bereits fertige stunnel-Pakete, allerdings meistens eine veraltete 3.x Version (z.B. enthalten SuSE 8.0 und 8.1 noch stunnel 3.14).
Sie können sich aber auch selbst die Quellen von der stunnel Download-Seite besorgen und übersetzen. Es wird empfohlen, die neueste Version zu verwenden.
Beachten Sie, das Sie zum Kompilieren die OpenSSL-Bibliotheken benötigen und nicht jede stunnel-Version mit jeder OpenSSL-Version zusammenarbeitet. Sollten auf Ihrem System noch keine OpenSSL-Bibliotheken vorhanden sein, finden Sie diese als Quelltext auf der OpenSSL Homepage
Die 3.x-Versionen starten Sie mit folgender Kommandozeile:
stunnel -c -d 143 -r mailhost.informatik.uni-hamburg.de:993
Die 4.x-Versionen werden über eine Konfigurationsdatei
stunnel.conf gesteuert. Diese befindet sich meistens in
/usr/local/etc/stunnel oder /etc/stunnel und
sollte folgenden Inhalt haben:
client = yes [IMAPS] accept = 143 connect = mailhost.informatik.uni-hamburg.de:993 delay = yes
Jetzt brauchen Sie nur noch ihren Mail-Client so zu konfigurieren, daß er Ihren eigenen Rechner als IMAP-Server benutzt.