MIN-Fakultät
Fachbereich Informatik
Rechenzentrum

E-Mail-Policy im Informatik-Rechenzentrum

E-Mail ist ein unverzichtbares Kommunikationsmedium für unsere Benutzer. Leider wird es durch die schiere Menge von Spam-Mails inzwischen stark behindert; weniger als 5% der an unseren Mailserver geschickten Mails sind tatsächlich für unsere Benutzer bestimmte Nutzmails.

Um die Verbreitung von Spam-E-Mails und virenverseuchten E-Mails innerhalb der Uni Hamburg zu verhindern bzw. zumindest wesentlich einzuschränken, prüft das Informatik-RZ in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Rechenzentrum (RRZ) recht agressiv, ob der sendende Mailserver die “Spielregeln” (RFCs) des Mailbetriebes einhält. Die weitaus meisten Spam-Mails stammen von Privat- oder Arbeitsplatzrechnern, die von “Malware” übernommen wurden und nun in sogenannten “Bot-Netzen” ferngesteuert werden. In der Regel enthalten sie keine vernünftige Mail-Software, sondern verschicken E-Mails aus der Malware heraus.

Wir wollen nur E-Mails von legitimen Mailservern annehmen und versuchen, andere E-Mails soweit wie möglich abzublocken Dabei kann es im Einzelfall dazu kommen, dass Ihre legitimen Mails zurückgewiesen werden. Bitte wenden Sie sich dann an die Benutzerberatung im Informatik-RZ (Tel. 2295).

Generell gelten auf dem Mailserver mailhost.informatik.uni-hamburg.de folgenden Regeln:

1. Grundsätzlich Annahme lokaler E-Mail:

2. Restriktive Prüfung externer E-Mails:

Wenn eine nicht per Benutzerkennung authentisierte E-Mail von außerhalb des Informatik-Netzes an mailhost.informatik.uni-hamburg.de verschickt werden soll, wird sie unter den folgenden Umständen nicht akzeptiert und zurückgewiesen:

Prüfung des sendenden Mailservers

Prüfung der Absender- und Empfängeradresse

Im SMTP-Dialog zwischen dem sendenden und unserem Mailserver gibt der sendene Mailserver an, von welcher Absenderadresse die Mail stammt und für welche Empfängeradressen die Mail bestimmt ist. Allein diese Angaben entscheiden, an wen eine E-Mail tatsächlich geschickt wird. Sie haben absolut nichts mit den Absender- und Empfängeradressen in der eigentlichen E-Mail zu tun; letztere sind aus Sicht des Mail-Transport-Systems reiner Kommentar!

Greylisting

Die Idee hinter Greylisting ist, dass echte Mailserver derzeit nicht zustellbare E-Mails später noch einmal zuzustellen versuchen, Spamschleudern dies in der Regel aber nicht tun.

Deshalb weist unser Mailserver Mailverbindungen von einem bisher unbekannten Mailserver zunächst mit einem temporären Fehler ab, merkt sich aber die IP-Adresse des sendenden Mailservers sowie die Absender- und Empfänger-Mailadresse. Wenn der sendende Mailserver die E-Mail später noch einmal zuzustellen versucht, wird sie akzeptiert. Wenn der sendende Mailserver später andere E-Mails an uns schickt, werden sie auch akzeptiert.

Damit werden zwar E-Mails von bisher unbekannten Mailserver beim ersten Mal um etwa 10-15 Minuten verzögert, aber viele Spam-Mails verhindert.

Typische Meldung:

450 4.2.0 <zierke@informatik.uni-hamburg.de>: Recipient address rejected: Greylisted

3. Viren- und Spamprüfung

Wenn eine dem Mailserver mailhost.informatik.uni-hamburg.de angebotene E-Mail alle Prüfungen im vorigen Abschnitt erfolgreich durchlaufen hat, wird sie zur Auslieferung angenommen. Damit ist der Mailserver nach dem Teledienstgesetz zur Auslieferung der E-Mail verpflichtet und darf sie nicht mehr wegwerfen.

Die angenommene E-Mail wird aber noch durch einen Filter Amavis geleitet, der die E-Mail mit Hilfe von Sophos Sweep auf Mail-Viren prüft und mit Hilfe von SpamAssassin bewertet, ob die E-Mail Spam enthält.

Virenscanner

Wenn in einer E-Mail ein Virus erkannt wird, so wird diese E-Mail für etwa einen Monat in einem “Quarantäne”-Verzeichnis sichergestellt und der Empfänger der E-Mail benachrichtigt. Die Absender von Viren-Mails werden nicht benachrichtigt, weil aktuelle Mail-Viren grundsätzlich die Absenderadressen fälschen, um ihre Spuren zu verschleiern. Eine Absender-Benachrichtigung würde also nur Unschuldige belästigen.

Auf begründeten Antrag können wir bestimmte Empfänger in eine Ausnahmeliste aufnehmen, damit E-Mails an diese Empfänger nicht auf Viren geprüft und ggfs. sichergestellt werden, sondern normal zugestellt werden.

Spam-Prüfung

Von SpamAssassin als Spam eingestufte E-Mails werden durch Einfügen vom zusätzlichen Informationen in den Kopf der E-Mail markiert. Außerdem wird die Zeichenkette ***SPAM*** am Anfang der Betreff-Zeile im Kopf der E-Mail eingefügt. Sie können Ihre Mails anhand dieser Informationen direkt bei der Zustellung der E-Mail filtern, d.h. automatisch löschen oder besser in einen getrennten Mail-Ordner sichern, den sie später noch durchschauen und dann die E-Mail löschen können.

Auf Antrag können wir bestimmte Empfänger in eine Ausnahmeliste aufnehmen, damit E-Mails an diese Empfänger nicht auf Spam geprüft und ggfs. gekennzeichnet werden, sondern unverändert zugestellt werden.