SunRay-Terminals
SunRay-Terminals sind graphische Terminals zum Arbeiten an den zentralen Sun-Servern des Informatik-Rechenzentrums. Sie sind in den folgenden Räumen aufgestellt:
| Raum | Rechnertyp | Name | OS | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| HP E5440 |
rzsunray1 | Solaris 11 | Compute- und SunRay-Server | |
| Sun Fire V445 |
rzdspc6 | Solaris 11 | Compute- und SunRay-Server | |
| Sun Fire V440 |
rzdspc8 | Solaris 11 | Compute- und SunRay-Server | |
| D010 | 21 SunRay 1 | Sunray-Server | Solaris 11 | 19" Farbe |
| D022 | 8 SunRay 1 | Sunray-Server | Solaris 11 | 21" Farbe |
| D118/119 | 12 SunRay 270 | Sunray-Server | Solaris 11 | 17" LCD |
Wer ist alles an SunRays eingeloggt?
Mit der Kommandoprozedur /opt/operator/bin/sunray kann man
sich anzeigen lassen, welche Benutzer an welcher SunRay eingeloggt sind:
rzsunray1% /opt/operator/bin/sunray
Display Raum Terminal Benutzer
---------------------------------------------------------------------
rzdspc6:4 C212 SUNRAY_22 kudlek (Manfred Kudlek)
rzsunray1:3 D107 SUNRAY_36 lieder (Swetlana Lieder)
rzsunray1:2 SmartCard zierke (Reinhard Zierke)
....
Bildschirmauflösung und Bildwiederholrate einstellen
Bildschirmauflösung und Bildwiederholrate einer SunRay kann man mit dem
Programm /opt/SUNWut/bin/utsettings einstellen. Dieses kann auch
mit der Tastenkombination Shift+Props aufgerufen werden. Dann Kategorie
“Display” auswählen und “Resolution / Refresh Rate”
setzen. Für die 21"-Monitore im Raum D020-D022 sollte man
“1280x1024@85Hz” einstellen.
Vor dem Einschalten der SunRays sollte zunächst den Monitor angeschaltet werden, damit die SunRay beim Booten die Fähigkeiten des Monitors abfragen kann.
Betriebszustand einer SunRay abfragen
Die drei Lautstärke-Tasten “Stumm+Leiser+Lauter” (die drei grauen Tasten oben rechts) gleichzeitig drücken. Es erscheint für einige Sekunden ein Bild, das die Ethernet-Adresse und die IP-Adresse der SunRay anzeigt. In der Mitte sollte 100F angezeigt werden für “100MBit-Leitung Full Duplex” sowie unten rechts der Status Code “34 D”. 34 steht dabei für “Netzverbindung steht” und D für “DHCP-Parameter erhalten”.
Diese Parameter sind im "Sun Ray Server 3.1 Administrator's Guide" auf den Seiten 204ff beschrieben. Beim Einschalten außerdem angezeigte Parameter sind:
| Code | Bedeutung |
|---|---|
| 1 | Die SunRay bootet und wartet auf einen Ethernet-Link |
| 21 | Die SunRay bootet und wartet auf IP-Adresse und weitere Parameter vom DHCP-Server |
| 22D | Die SunRay bootet und wartet auf Verbindung zu einem SunRay-Server |
| 26D | Die SunRay ist mit einem SunRay-Server verbunden und wartet auf Login-Bildschirm |
| 25D | Die SunRay wird zu einem anderen SunRay-Server umgeleitet |
| 34D | Die SunRay hat ihren Betriebszustand erreicht und die Netzverbindung steht |
SunRay beibt beim Booten hängen
Manchmal kommt es vor, dass eine SunRay beim Einschalten kein Login-Fenster
bekommt (erkennbar am Code 26 D unten rechts im Status-Fenster). Sie wird
dann auf den SunRay-Servern im Kommando sunray
mit dem Kommentar “No Session” angezeigt:
rzsunray1% /opt/operator/bin/sunray
Display Raum Terminal Benutzer
---------------------------------------------------------------------
....
rzdspc6:3 D133 SUNRAY_03 *** No Session!
....
Dann kann man auf dem angezeigten SunRay-Server die hängende Sitzung
mit dem Kommando
utsession -k -t pseudo.SunRay-Ethernet-Adresse
abschießen und anschließend die Sunray durch Aus- und Einschalten
(Netzkabel) oder die Tastenkombination Control-Alt-Mond
neu starten. Die Ethernet-Adresse der SunRay sieht man entweder im
Statusfenster der SunRay (wandert beim Booten über den Schirm, oder
nach gleichzeitigem Drücken der drei Lautsprecher-Tasten oben rechts)
oder als Ausgabe des Kommandos utdesktop -L -w:
rzdspc6# /opt/SUNWut/sbin/utdesktop -L -w Desktop ID Location Other Info No-Session (H:M:S) ------------ -------------------- -------------------- ------------------ 080020fd741e D133 SUNRAY_03 Michael König 0:3:0 1 desktop currently in error state without a session. rzdspc6# /opt/SUNWut/sbin/utsession -k -t pseudo.080020fd741e
Hängende SunRay-Login-Sitzungen beenden
Wenn eine SunRay hängt, z.B. nach dem Ausloggen der Bildschirm grau bleibt und kein neuer Login-Screen erscheint, dann sollte man den für diese SunRay zuständigen X-Server beenden. Ein neuer X-Server wird automatisch gestartet.
Das geht am bequemsten direkt an der SunRay mit einer der Eingaben
Zweimal Ctrl+Alt+Del |
beendet den Prozess, der den X-Server blockiert |
Zweimal Ctrl+Alt+Backspace |
beendet die gesamte X-Sitzung |
Wenn das nicht funktioniert, kann man sich von einem anderen Rechner aus
mit slogin auf dem jeweiligen SunRay-Server einloggen
und alle Prozesse mit der eigenen Benutzerkennung beenden:
zierke@rzsunray1% pkill -u zierke
Dabei wird natürlich auch die aktuelle slogin-Sitzung
mit beendet!
Wenn das auch nicht funktioniert, melden Sie sich bitte beim Operating.
Benutzung von Memory Sticks
Die SunRay-Terminals haben jeweils 4 USB 1-Ports; die SunRay 1 (in den Räumen D010 und D020-D022) haben sie auf der Rückseite. Bei den SunRay 150 (Raum D022) sind sie links unter dem Bildschirm, und bei den SunRay 270 (Raum D118/119) vorne unter und links hinter dem Bildschirm. Jeweils zwei USB-Ports sind von Tastatur und Maus belegt.
In die freien USB-Ports kann man einen
Memory Stick stecken, der dann automatisch im Verzeichnis
/tmp/SUNWut/mnt/username/disk1
eingebunden wird; für username ist jeweils die eigene Benutzerkennung
einzusetzen.
Vor dem Entfernen des Memory Sticks muss dieser erst wieder vom System freigegeben werden. Das geht mit dem Befehl
rzdspc5% /opt/SUNWut/bin/utdiskadm -r disk1 disk1 is ready for unplugging
Anmerkung: Wenn das Verzeichnis
/tmp/SUNWut/mnt/username/disk1 bereits
im Zugriff ist, wird u.U. auch ein Verzeichnis disk2 oder
disk3 benutzt. Mit dem Befehl
rzdspc5% /opt/SUNWut/bin/utdiskadm -l Device Partition Mount Path ------ --------- ---------- disk1 disk1s0 /tmp/SUNWut/mnt/zierke/noname disk1 disk1s2
kann man nachschauen, unter welchem Name der Memory Stick eingebunden wurde.
Bei Problemen, wenn etwa das Einbinden des Memory Sticks nicht funtioniert
(z.B. mit manchen USB 2-Memory Sticks), kann man am Ende der Datei
/var/opt/SUNWut/log/utstoraged.log nach eventuellen
Fehlermeldungen suchen.