| Eine kleine Einführung in 4DOS |
| Inhalt |
| Einleitung |
Seit der Einführung von MS-DOS im Jahre 1981 haben viele
Anwender bemängelt, daß der Umgang mit der Kommando-Ebene
sehr unkomfortabel sei. Das selektive Kopieren oder Löschen von
Dateien ist sehr mühselig, der Umgang mit vielen
Unterverzeichnissen ist kaum zu bewältigen. Die Antwort der
Software-Industrie waren Dateimanager wie 1DIR, XTREE und NORTON
COMMANDER.
4DOS geht einen etwas anderen Weg: Es ersetzt COMMAND.COM, also den
Teil des Betriebssystems, der so unbefriedigend ist. Das hat einige
Vorteile:
Die aktuelle Version von 4DOS ist 6.01a. Sie werden 4DOS in erster Linie
als Dateimanager unter Windows (3.1/95/NT) benutzen anstelle des MS-DOS-Promptes.
4DOS kann mit allen neuen Features von Windows 95 wie z.B. den langen Dateinamen
umgehen (es gibt auch Versionen von 4DOS für Windows NT und OS/2). Mehr
dazu am Ende dieses Dokumentes.
4DOS stammt aus einer kleinen Softwarefirma in USA. Es wird als
Shareware vertrieben, d.h. das Kopieren und die Weitergabe des
Programmes ist ausdrücklich erlaubt. Sie können erst
ausgiebig testen bevor Sie das Programm bezahlen müssen. Die
Shareware-Version meldet sich mit einem entsprechenden Hinweis beim
Start. Sie ist in keiner Art in ihrer Funktion eingeschränkt.
Nun aber genug der Vorrede. Beginnen wir mit der Vorstellung von
4DOS.
Unter 4DOS kommen zu den Kommandos von MS-DOS ca. 50 neue hinzu. Sie
können sich alle internen Kommandos durch Eingeben eines
Fragezeichens (?) anzeigen lassen.
4DOS stellt Ihnen ein umfangreiches Hilfesystem zur Verfügung.
Ein Druck auf die Taste
Sie werden nie mehr Datei- oder Pfadnamen vollständig eintippen
müssen. Ein Druck auf die Taste
4DOS erlaubt es Ihnen, mehr als einen Befehl pro Zeile einzugeben.
Die Befehlszeile kann wie bei einem Texteditor editiert werden. Durch
eine History-Funktion läßt sich jeder Befehl wieder
aufrufen, verändern und ausführen.
Zusätzlich zu den normalen Batchdateien (Endung .BAT)
ermöglicht 4DOS schnelle Batchdateien (Endung .BTM), die
vollständig im Speicher ablaufen. Zusätzlich gibt es mehr
als 25 neue Befehle und Funktionen zur Programmierung von
Batchdateien. Die Batchdateien können mit einem speziellen
Programm komprimiert werden, wodurch sie abermals schneller und
unveränderbar werden.
Häufig benötigte Befehlsfolgen können mit einem Namen
versehen werden, unter dem sie von Ihnen benutzt werden.
Außerdem können Sie diese neuen Befehle einer
Funktionstaste zuordnen sowie mehrere Aliase kombinieren.
Jede Datei und jedes Verzeichnis kann mit einer bis zu 511 Zeichen
langen Beschreibung versehen werden. Diese wird mit den Befehlen DIR
und SELECT angezeigt und von den Befehlen DIR, COPY, MOVE, RENAME und
DEL verarbeitet.
Mit CD können Sie Verzeichnisse, mit CDD Laufwerke und
Verzeichnisse wechseln. Außerdem können Sie durch Eingabe
des Laufwerk/Verzeichnisnamens gefolgt von einem Backslash (\) sofort
in jedes Verzeichnis wechseln. Alle jemals besuchten Verzeichnisse
werden in einer History-Liste gespeichert und können auf einem
Stack abgelegt werden.
Alle am DOS-Prompt eingegebenen Kommandos können in eine
Logdatei geschrieben werden. Jedes Kommando wird mit Datum und
Uhrzeit versehen. Das ermöglicht Ihnen später eine
Auswertung der Aktivitäten am PC.
4DOS stellt Ihnen mit dem Kommando LIST einen komfortablen Betrachter
für Dateien im ASCII- und Hex-Format zur Verfügung. Sie
werden bald das TYPE vergessen haben.
Dieses Seiten sollen Ihnen den Einstieg in 4DOS erleichtern und Sie
neugierig machen auf die weiteren Fähigkeiten dieses
hervorragenden Programmes. Ich selbst benutze 4DOS seit 1989 und kann
nicht verhehlen, daß ich begeistert bin.
4DOS Features
Neue Kommandos
Hilfesystem
ruft den Index auf, von dem man mit den
Cursortasten oder mit der Maus das gewünschte Thema wählt.
Automatische Namensergänzung
ergänzt jeden unvollständig eingegebenen Dateinamen.
Erweiterte Befehlszeile
Schnelle Batchdateien
Aliase
Dateibeschreibungen
Verzeichnisse
Kommando-Log
Dateibetrachter
| Installation |
| Testbetrieb |
Die Installation ist einfach durchzuführen. Bei den folgenden
Beispielen gehe ich davon aus, daß Sie ein MS-DOS-Fenster unter
Windows 95 geöffnet haben und die Befehle am Prompt eingeben.
Wenn Sie 4DOS unter Windows 95 als primäre Shell einsetzen wollen,
so müssen Sie eine kleine Änderung in der CONFIG.SYS vornehmen.
Dazu später mehr.
Zuvor müssen Sie jedoch die ZIP-Datei der Installationsdiskette
in ein spezielles Verzeichnis auf Ihrer Festplatte kopieren. Dieses
Verzeichnis nennen Sie "4DOS". Dazu legen Sie die Diskette
in Laufwerk A: (oder B:, je nach Diskettenformat) und geben ein:
Zum Entpacken der 4DOS-Datei benötigen Sie das Programm PKUNZIP. Geben Sie also als nächstes ein:C:\> md 4DOS C:\> cd 4DOS C:\4DOS> copy A:*.*
Es erscheinen allerlei Meldungen des Entpackprogrammes auf dem Bildschirm. Wenn das Entpacken des Programmes beendet ist, können Sie die gepackte Datei und das Entpackprogramm von Ihrer Festplatte löschen:C:\4DOS> pkunzip 4dos600.zip
Nun können Sie 4DOS einmal ausprobieren. Geben Sie einfach 4DOS ein, kurz darauf erhalten Sie die folgende Meldung:C:\4DOS> del *.zip C:\4DOS> del PKUNZIP.EXE
4DOS will jetzt die komplette Installation vornehmen. Dazu gehören unter anderem einige Einträge in der Windows Registry, damit ein Kontextmenü ("4DOS Prompt Here") etabliert wird. Wir wollen hier aber erst einmal abbrechen und beantworten die Frage mit "N".Welcome to 4DOS! This installation procedure is run automatically the first time you start a new downloaded or trial copy of 4DOS. It is written entirely in the 4DOS batch language. If you are new to 4DOS, this procedure will install 4DOS on your system. No system files will be modified without your permission. If you already have a previous version of 4DOS installed, this procedure will copy the settings (4DOS.INI and 4START) and registration information (if available) from the previous version, and -- after requesting your permission -- will update the appropriate configuration files. If you have already installed this new version of 4DOS, or prefer to perform the installation manually as described in the file, you can exit now, and this installation program will not be run again. Proceed with installation (Y/N)?
Wir können diese Prozedur später jederzeit wieder starten. Es ist eine Batchdatei mit dem Namen _4INST.BTM, die jetzt umbenannt wurde in _4INST.BTX. Um sie später noch einmal zu benutzen, brauchen wir sie nur wieder zurück zu benennen.
Nach dem Abbruch der Installationprozedur sind Sie bereits in 4DOS! Sie können das überprüfen, indem Sie mal folgendes eingeben:
Wenn Sie nicht die obige Meldung von 4DOS erhalten, geben Sie noch einmal "4DOS" am Prompt ein und Sie erhalten folgendes:C:\4DOS> ver /r 4DOS 6,00B (Win95) DOS 7,00 Copyright 1988-1997 Rex Conn & JP Software Inc. All Rights Reserved 4DOS S/N 999001, shareware version. You may try this program for up to 21 days before registering. See ORDFORM.TXT for prices and registration form.
Möglicherweise werden Sie bemerken, daß sich Ihr Prompt verändert hat: Er zeigt nun Kleinbuchstaben. Das ist abhängig von der Einstellung Ihrer PROMPT-Variablen. Wenn Sie die Pfadnamen so sehen wollen, wie sie gespeichert sind, so geben Sie ein:C:\4DOS> 4dos 4DOS EMS swapping initialized (208K) 4DOS running under Windows 95 4DOS 6,00B (Win95) DOS 7,00 Copyright 1988-1997 Rex Conn & JP Software Inc. All Rights Reserved 4DOS S/N 999001, shareware version. You may try this program for up to 21 days before registering. See ORDFORM.TXT for prices and registration form.
(Beachten Sie das große P hinter dem ersten Dollarzeichen!)C:\4DOS> prompt $P$g
Drücken Sie
jetzt einmal
und spielen Sie mit dem Hilfesystem. Um es zu
verlassen, drücken Sie die Taste
.
Geben Sie einmal DIR/2VZ
ein, und Sie erhalten ein zweispaltiges, vertikal sortiertes
Inhaltsverzeichnis. Holen Sie sich mehr Hilfe zum DIR-Kommando indem
Sie HELP DIR eingeben. Verlassen Sie die Hilfe wieder mit
.
Geben Sie nun darauf ein LIST README.DOC. Sie sehen die Datei
README.DOC auf dem Bildschirm und können sich darin mit den
Cursortasten sowie
und
bewegen. Verlassen Sie den Dateibetrachter mit
.
Nun holen Sie einmal mit den Tasten
oder
die bisher eingegebenen Befehle wieder auf den
Bildschirm. Sie können sie verändern und noch einmal
ausführen mit der Taste
.
| Schnell-Installation |
Nach dieser kurzen Erkundung verlassen Sie 4DOS durch Eingabe von
EXIT. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, um weiter zu machen:
| 4DOS als primäre Shell |
Wechseln Sie ins Hauptverzeichnis Ihrer Festplatte und
ändern Sie die Datei CONFIG.SYS:
Fügen Sie nun die folgende Zeile hinzu:C:\4DOS> cd \ C:\> edit CONFIG.SYS
Das war´s. Alle weiteren Konfigurationen, falls sie erforderlich sein sollten, werden in der Datei 4DOS.INI eingetragen. Die Syntax entnehmen Sie bitte der 4DOS-Dokumentation.SHELL=C:\4DOS\4DOS.COM C:\4DOS /P
| 4DOS als sekundäre Shell |
Nach dem Testbtrieb verlassen Sie das DOS-Fenster mit "EXIT". Klicken
Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop. Wählen Sie im Kontextmenü
"Neu/Verknüpfung".
Drücken Sie in der Dialogbox den Knopf "Durchsuchen". Gehen Sie in das
Verzeichnis von 4DOS (also C:\4DOS) und wählen Sie die Datei 4DOS.COM. Ihre
Befehlszeile muß nun lauten "C:\4DOS\4dos.com".
Klicken Sie auf "Weiter" und geben Sie einen Namen für die
Verknüpfung ein, z.B. "4DOS 6.0". Klicken Sie nochmals auf "Weiter"
und das Icon für die Verknüpfung erscheint. Es ist allerdings noch ein
MS-DOS-Icon. Das werden wir gleich ändern.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie "Eigenschaften"
im Kontextmenü. Wählen Sie im Eigenschaften-Fenster die Registerkarte
"Programm". Drücken Sie den Knopf "Anderes Symbol". Drücken
Sie nun den Knopf "Durchsuchen". Wechseln Sie in das 4DOS-Verzeichnis und
wählen Sie die Symboldatei 4DOS.ICO. Schließen Sie alle Dialogboxen
mit "OK". Nun erscheint auf dem Desktop das 4DOS-Symbol, ein purpurner Blitz.
Im nächsten Kapitel werden Sie einige Fähigkeiten von 4DOS
näher kennen lernen und ausprobieren können. Wenn etwas
nicht klappt, vergessen Sie bitte nicht, die Schreibweise Ihrer
Kommandos zu überprüfen und gegebenenfalls das Hilfesystem
zu benutzen.
| Arbeiten mit 4DOS |
| Hilfe |
4DOS enthält über 50 neue Befehle. Wenn Sie diese einmal in
Form einer Liste sehen möchten, geben Sie einfach ein
Fragezeichen (?) ein:
c:\> ?
? ALIAS ATTRIB BEEP BREAK CALL CANCEL CASE CD CDD CHCP CHDIR CLS COLOR COPY CTTY DATE DEFAULT DEL DELAY DESCRIBE DIR DIRHISTORY DIRS DO DRAWBOX DRAWHLINE DRAWVLINE ECHO ECHOERR ECHOS ECHOSERR ENDLOCAL ENDSWITCH ERASE ESET EXCEPT EXIT FFIND FOR FREE GLOBAL GOSUB GOTO HELP HISTORY IF IFF INKEY INPUT KEYBD KEYSTACK LH LIST LOADBTM LOADHIGH LOCK LOG MD MEMORY MKDIR MOVE ON OPTION PATH PAUSE POPD PROMPT PUSHD QUIT RD REBOOT REM REN RENAME RETURN RMDIR SCREEN SCRPUT SELECT SET SETDOS SETLOCAL SHIFT SWAPPING SWITCH TEE TEXT TIME TIMER TOUCH TREE TRUENAME TYPE UNALIAS UNLOCK UNSET VER VERIFY VOL VSCRPUT YSie sehen eine Liste der internen Kommandos. Die externen Kommandos von MS-DOS, wie FORMAT oder XCOPY, sind nicht enthalten. Diese liegen ja auch als Programme vor und bleiben daher unverändert.
Wenn Sie mehr sehen möchten als nur die internen Kommandos, so
drücken Sie zweimal
.
Es erscheint eine Tabelle mit den Namen
aller MS-DOS-Kommandos und einigen Stichworten in der Spalte ganz
links. Bewegen Sie den Cursor (den hellen Balken) mit der Taste
auf das Stichwort "Commands", oder tippen Sie auf der
Tastatur COM, und sehen Sie, wie der Cursor zum Stichwort springt.
Wenn das Wort "Commands" hell markiert ist, drücken
Sie
.
Es erscheint nun eine Übersicht aller Kommandos,
geordnet nach Funktionsgruppen. In dieser Übersicht können
Sie mit den Tasten
und
seitenweise blättern. Die
Befehle sind im Text hellblau hervorgehoben. Einer davon ist mit
einem hellen Cursor versehen. Bewegen Sie nun den Cursor mit den
Tasten
,
,
und
auf den Befehl "CLS".
Drücken Sie
und lesen Sie die Erläuterungen zum
Befehl CLS. Auch hier können Sie wieder mit
und
seitenweise blättern.
Sie kommen durch mehrmaliges Drücken der Taste
wieder zur Hauptübersicht zurück. Wählen Sie einen anderen
Punkt aus und lesen Sie den Text. Wenn Sie genug gelesen haben drücken
Sie so oft
bis die blauen Tafeln ganz verschwunden sind und Sie wieder Ihren Prompt haben.
Sie können Hilfe zu einzelnen Befehlen auf zwei verschiedene Weise bekommen:
| Befehle |
Nun wollen wir einige Befehle erproben. Ich gehe davon aus, daß
Sie sich bereits im Verzeichnis von 4DOS befinden. Falls nicht,
wechseln Sie bitte mit cd 4dos dorthin. Als erstes lassen
Sie sich ein Inhaltsverzeichnis anzeigen:
c:\4dos> dir
Volume in drive D is DPC07_PART2 Serial number is 2819:13DA
Directory of C:\4DOS\*
15.09.97 12:45 <DIR> .
15.09.97 12:45 <DIR> ..
15.09.97 9:35 223.496 4DOS.COM
15.09.97 9:35 739.960 4DOS.HLP
15.09.97 9:35 766 4DOS.ICO
15.09.97 9:35 380 4DOS.INI
17.09.97 9:04 995 4DOS.PIF
15.09.97 9:35 3.646 4DOSOS2.ICO
15.09.97 9:35 59.712 4HELP.EXE
... ...
... ...
1.342.708 bytes in 20 files and 2 dirs 1.556.480 bytes allocated
381.075.456 bytes free
Diese Tabelle rauscht eventuell so schnell vorbei, daß Sie
nicht alles sehen können. Deshalb versuchen Sie es gleich noch
einmal, diesmal aber mit einem Parameter hinter dem Befehl:
Das Ergebnis ist das gleiche wie vorher, Sie werden nur am Ende eines jeden Bildschirmes eine Zeile mit dem Textc:\4dos> dir /p
finden. Sie können sich nun den Bildschirm in Ruhe betrachten. Wenn Sie irgend eine Taste drücken, folgt die nächste Bildschirmseite, bis das ganze Inhaltsverzeichnis angezeigt ist. Wenn SiePress ESC to quit or another key to continue...
Aber es geht auch noch anders! 4DOS kann Directories zwei- und vierspaltig anzeigen. Das sollten Sie gleich einmal ausprobieren:
c:\4dos> dir /2vx
Volume in drive D is DPC07_PART2 Serial number is 2819:13DA
Directory of C:\4DOS\*
. <DIR> 12.09.97 12:20 EXAMPLES.BTM 12832 15.09.97 9:35
.. <DIR> 12.09.97 12:20 HELPCFG.EXE 11556 15.09.97 9:35
4DOS.COM 223496 15.09.97 9:35 INSTHELP.EXE 19344 15.09.97 9:35
4DOS.HLP 739960 15.09.97 9:35 JP4DOS.INF 2814 15.09.97 9:35
4DOS.ICO 766 15.09.97 9:35 JPOS2INS.CMD 21002 15.09.97 9:35
4DOS.INI 380 15.09.97 9:35 JPSOFT.INF 7373 15.09.97 9:35
4DOS.PIF 995 17.09.97 9:04 KSTACK.COM 555 15.09.97 9:35
4DOSOS2.ICO 3646 15.09.97 9:35 OPTION.EXE 173066 15.09.97 9:35
4HELP.EXE 59712 15.09.97 9:35 README.TXT 15027 15.09.97 9:35
4START.BAT 111 15.09.97 9:35 UPGFORM.TXT 6478 15.09.97 9:35
BATCOMP.EXE 21214 15.09.97 9:35 _4INST.BTX 22381 15.09.97 9:35
1.342.708 bytes in 20 files and 2 dirs 1.556.480 bytes allocated
381.075.456 bytes free
Dabei bedeutet der Parameter /2vx, daß die Ausgabe zweispaltig
und vertikal sortiert erfolgen soll. Das "x" bewirkt, daß
die kurzen Dateinamen angezeigt werden. Nur so werden in der zweispaltigen
Liste auch Dateigröße und -datum angezeigt.
Für eine vierspaltige Liste, vertikal sortiert, geben Sie bitte
dir /4vx ein. Versuchen Sie es!Manchmal suchen Sie vielleicht eine bestimmte Datei, wissen jedoch nicht, in welchem Verzeichnis sie sich befindet. Für solche Fälle gibt es den "Dateisucher à la 4DOS". Um zum Beispiel die Datei ZEIT2 zu finden, geben Sie folgendes ein:
Die zwei Zeilen unter Ihrem Kommando zeigen, daß 4DOS zwei Dateien gefunden hat, und zwar im Verzeichnis \ASM\A86. Sie können nun in dieses Verzeichnis wechseln und Ihre Dateien bearbeiten.c:\> dir /sb zeit2.* c:\asm\a86\zeit2.a86 c:\asm\a86\zeit2.com
Besonders dann, wenn Sie sich im Büro einen PC mit mehreren Kollegen teilen, taucht oft die Frage auf: Welche Dateien sind seit gestern neu erzeugt worden? Diese Frage läßt sich mit 4DOS leicht beantworten. Verwenden Sie einfach den "Dateisucher" von oben in Kombination mit einem "Datumsbereich":
Hierbei ist der Schalter /[d-1] der Datumsbereich. "d-1" bedeutet "gestern", "d-2" bedeutet "vorgestern" und so weiter. Sie sehen sofort, daß die Datei WIN.INI verändert wurde. Außerdem ist die Datei HAUSBAU.DOC erzeugt worden.c:\> dir /sb /[d-1] c:\WINDOWS\win.ini c:\winword\hausbau.doc
Es gibt in 4DOS noch zwei weitere Bereiche: Zeit und
Dateigröße. Lesen Sie bitte hierzu in der Dokumentation
nach oder wählen Sie im Hilfesystem
(Taste
)
den Punkt "File Selection" und dann "Date, Time, and Size
Ranges".
Mit 4DOS können Sie Ihre Dateien mit einer kurzen Beschreibung versehen. Bis zu 511 Zeichen pro Dateiname sind möglich. Ohne eine besondere Einstellung in der Datei 4DOS.INI (hierzu siehe Dokumentation oder Hilfesystem) werden 40 Zeichen verarbeitet. Geben Sie bitte einmal dieses ein:
Wenn Sie sich als nächstes ein Directory anzeigen lassen, werden Sie zu jeder Datei die von Ihnen eingegebenen Beschreibungen sehen. Diese Beschreibungen werden mit jedem internen Befehl wie DIR, COPY, RENAME und DELETE aktualisiert, jedoch nicht von externen Programmen.c:\4dos> describe 4dos.com "DER Kommandointerpreter"
c:\4dos> dir /z 4*.*
Volume in drive D is DPC07_PART2 Serial number is 2819:13DA Directory of C:\4DOS\4*.* 4DOS.COM 223496 15.09.97 9:35 DER Kommandointerpreter 4DOS.HLP 739960 15.09.97 9:35 4DOS.ICO 766 15.09.97 9:35 4DOS.INI 380 15.09.97 9:35 4DOS.PIF 995 17.09.97 9:04Im Gegensatz zu den üblichen DOS-Versionen erlaubt 4DOS zu allen internen Befehlen mehrere Dateinamen auf der Kommandozeile. Zum Beispiel werden mit dem folgenden Befehl drei Dateien "in einem Rutsch" kopiert. Dabei fällt auf, daß 4DOS recht ausführliche Meldungen ausgibt. Sie wissen also immer genau, was geschieht:
c:\4dos> copy 4dos.com brand5.exe kstack.com A:\
c:\4dos\4dos.com => a:\4dos.com
c:\4dos\brand5.exe => a:\brand5.exe
c:\4dos\kstack.com => a:\kstack.com
3 file(s) copied
Beim Löschen von Dateien erlaubt 4DOS viele Zusätze, die
dem sicheren Arbeiten dienen. So ist zum Beispiel eine
Sicherheitsabfrage vor jedem Löschen möglich durch den
Schalter /P:
a:\> del /p *.com
Delete a:\4dos.com (Y/N/R)? n
Delete a:\kstack.com (Y/N/R)? y
1 file(s) deleted 1.024 bytes freed
Vor dem Kopieren oder nach dem Löschen von Dateien möchten
Sie vielleicht manchmal gern wissen, wieviel Platz noch auf Ihrem
Datenträger ist. In 4DOS gibt es dafür ein Kommando, das
schneller ist als CHKDSK von MS-DOS:
Als Ergänzung zu dem MS-DOS-Befehl MEM ist der 4DOS-Befehl MEMORY gedacht. Die Anzeige des Speicherplatzes für History und Alias würde in MS-DOS nicht erscheinen:c:\> free Volume in drive D is DPC07_PART2 Serial number is 2819:13DA 769.769.472 bytes total disk space 388.710.400 bytes used 381.059.072 bytes free
c:\> memory
655.360 bytes total DOS RAM
569.264 bytes free
1.048.576 bytes total EMS memory
835.584 bytes free
1.048.576 bytes free XMS memory (HMA in use)
1.024 bytes total environment
870 bytes free
1.024 bytes total alias
1.023 bytes free
512 bytes total history
| Wildcards |
4DOS unterstützt die Jokerzeichen ? und *
als Platzhalter für ein bzw. mehrere Zeichen. Diese arbeiten genauso, wie Sie es
von DOS bisher gewohnt sind. Das Fragezeichen ersetzt genau ein
beliebiges Zeichen:
findet die Dateien SAMEN.TXT, SAGEN.TOT und SAXEN.TNT. Der Stern dagegen steht für eine beliebige Anzahl beliebiger Zeichen. Das folgende Beispiel gibt alle Dateien aus, die mit ST beginnen und deren Endung mit D beginnt. Darunter können STAEDTE.DBF, STEFAN.DOC und ST.D sein:c:\> dir sa?en.t?t
Mit 4DOS können Sie jedoch nach Zeichenfolgen suchen, die irgendwo in der Mitte oder am Ende des Dateinamens vorkommen. Ein Beispiel:c:\> dir st*.d*
findet die Dateien AUSTER.TXT, HAUS2.TXT, KLAUS.TXT und AUS.TXT. Dieses Beispiel hätte in MS-DOS nur die Wirkung wie dir *.txt gehabt.c:\> dir *aus*.txt
Noch viel leistungsfähiger sind die erweiterten Wildcards von 4DOS. Sie werden in eckige Klammern geschrieben und ersetzen genau ein Zeichen. In Verbindung mit ? und * können sie sehr differenziert Dateien selektieren. Das folgende Beispiel findet die Dateien BRIEF1.TXT bis BRIEF9.TXT, jedoch nicht BRIEF0.TXT oder BRIEF.TXT:
Das nächste Beispiel selektiert alle Dateinamen, die am Ende einen Vokal haben:c:\> dir brief[1-9].txt
Man kann auch eine Gruppe von Zeichen ausschließen. Dazu setzt man ein Ausrufezeichen hinter die erste (öffnende) Klammer:c:\> dir *[aeiou].txt
Das letzte Beispiel wählt alle Dateien aus, deren Namen am Ende keinen Vokal haben.c:\> dir *[!aeiou].txt
| Kommandozeile |
In 4DOS können Sie die Befehlszeile wie mit einem Texteditor
bearbeiten bevor Sie
Innerhalb der Kommandozeile können Sie sich mit den Tasten
Die Befehlszeile darf bis zu 255 Zeichen lang sein. Auf dem
Bildschirm werden längere Zeilen dann automatisch in der
nächsten Zeile fortgesetzt. Das eigentliche Zeilenende (und die
Ausführung des Befehls) wird jedoch erst durch die
In 4DOS können Sie mehrere Befehle, die nacheinander
ausgeführt werden sollen, in eine Zeile schreiben. Sie
müssen die einzelnen Befehle nur durch ein besonderes Zeichen
voneinander trennen. Voreingestellt ist das Zeichen ^ (Caret). Wenn
Sie z.B. zunächst eine Floppy formatieren und dann einige
Dateien kopieren wollen, können Sie folgendes eingeben:
drücken. Es gibt zwei verschiedene
Modi zum Editieren: Den Überschreib- und den Einfügemodus.
Normalerweise befinden Sie sich im Überschreibmodus. Er ist
daran zu erkennen, daß der Cursor als Unterstrich dargestellt
wird. Um in den Einfügemodus zu wechseln, drücken Sie die Taste
auf Ihrer Tastatur. Der Cursor verwandelt sich in ein solides Rechteck.
und
zeichenweise bewegen, während Sie mit
-
und
-
den Cursor wortweise bewegen können. Ein Druck auf
oder
bringt Sie schnell an den Anfang bzw. ans Ende der Zeile. Sie
können nun an jeder Stelle in der Zeile schreiben. Abhängig
vom Modus wird alter Text durch den neuen überschrieben oder der
neue eingefügt.
-
Taste erzeugt. Die lange Zeile bleibt voll editierbar. Mit den Tasten
und
löschen Sie jeweils ein Zeichen links bzw. rechts vom Cursor. Mit
-
löschen Sie ein ganzes Wort links vom Cursor, mit
-
ein Wort rechts vom Cursor. Noch weiter geht
-
:
damit löschen Sie alles vom Beginn der Zeile bis zum Cursor. Dagegen löscht
-
alles vom Cursor bis zum Ende der Zeile. Schließlich löscht
die gesamte Zeile, egal wo der Cursor sich befindet.
Damit werden alle Dateien mit Endung .TXT auf das Laufwerk A: kopiert und dann das Inhaltsverzeichnis von A: angezeigt. Die gesamte Zeile darf nicht länger als 255 Zeichen werden. Solche Mehrfachbefehle werden häufig in Batchdateien und Aliases verwendet. Mehr dazu später.c:\texte> format a: ^ copy *.txt a: ^ dir a:
4DOS hilft Ihnen beim Eingeben von Dateinamen. Dazu geben Sie nur die
ersten paar Buchstaben ein und drücken dann
oder
.
4DOS wird unverzüglich Ihre Eingabe mit dem ersten Dateinamen
aus dem aktuellen Verzeichnis ergänzen. Ist das noch nicht der
von Ihnen gewünschte, so drücken Sie nochmals
.
Ein Piepser erklingt, wenn 4DOS keine weiteren passenden Namen mehr
findet. War doch der erste Name der richtige, so drücken Sie
mehrmals
-
oder
bis wieder der erste Name in der
Kommandozeile steht. Ein Beispiel: Sie wollen eine Datei kopieren,
von der Sie den genauen Namen nicht mehr wissen. Sie wissen nur,
daß sie mit "AU" begann. Schreiben Sie nun
und lassen Sie den Cursor unmittelbar hinter dem "U" stehen. Drücken Sie nun aufc:\> copy au
Diese Namensergänzung funktioniert auch mit Wildcards. Die folgende Kommandozeile könnte sinnvoll sein, wenn Sie aus einer großen Anzahl von Dateien eine mit einer bestimmten Endung löschen wollen:c:\> copy augsburg.doc b:
Mehrmaliges Drücken aufc:\aseasy> del *.wks
Diese Namensergänzung von 4DOS können Sie auch zum
schnellen Verzeichniswechsel nutzen. Wenn Sie noch keinen
gültigen Befehl (etwa COPY, DEL oder DIR) auf der Kommandozeile
stehen haben, ergänzt ein Druck auf die
- Taste nur mit
Namen von ausführbaren Dateien (.EXE, .COM, .BAT) oder
Verzeichnissen. Bei Verzeichnissen wird automatisch ein
"Backslash" ( \ ) hinter den Namen gesetzt. Wenn der
richtige Verzeichnisname erscheint, drücken Sie nur
und
schon sind Sie dort. Ein Beispiel:
Drücken SieC:\> s
Drücken SieC:\> shareware\
Der schnelle Verzeichniswechsel funktioniert auch mit geschachtelten Verzeichnissen. Sie geben nach dem Backslash nur einen Buchstaben ein und drücken wieder aufc:\shareware>
| History |
4DOS speichert die von Ihnen eingegebenen Befehle in einer
History-Liste. Die Größe dieser Liste beträgt
normalerweise 1024 Bytes, das entspricht etwa 50 bis 100 Befehlen.
Das läßt sich aber mit Hilfe der Datei 4DOS.INI
verändern. Näheres hierzu entnehmen Sie bitte der
Dokumentation oder dem Hilfesystem.
Mit den Tasten
Als einfaches Beispiel nehmen Sie das Wiederholen eines Befehles. Sie
haben beispielsweise gerade einige Dateien vom Laufwerk C: auf eine
Diskette kopiert:
und
bewegen Sie sich durch die Liste. Mit
rufen Sie den zuletzt benutzten Befehl wieder auf, mit
den ältesten. Diese Liste ist wie ein Ring angeordnet, d.h. der
älteste Befehl und der jünste folgen aufeinander.
Darauf wechseln Sie zum Laufwerk D: und möchten nun diesen Befehl noch einmal ausführen. Drücken Sie dazu mehrmals die Tastec:\> copy *.doc *.wks *.dbf a:
Sie können den Befehl auch noch verändern, bevor Sie
drücken. Wenn Sie etwa diesmal auf das Laufwerk B:
kopieren möchten, bewegen Sie den Cursor mit der Taste
auf den Buchstaben "a" und überschreiben ihn mit einem "b". Wenn Sie
außerdem keine Dateien des Typs .DOC kopieren möchten,
bewegen Sie den Cursor auf das Leerzeichen hinter "doc" und
betätigen fünfmal die Taste
(direkt über der
- Taste).
Sie werden diese Möglichkeiten bald zu schätzen wissen.
4DOS kann auch Ihre begonnene Befehlszeile ergänzen. Sie geben
dazu die ersten eins, zwei Buchstaben des gesuchten Befehls ein und
drücken die Taste
.
Ist der jetzt in der Kommandozeile erscheinende Befehl nicht der gesuchte,
so betätigen Sie nochmals die Taste
.
Ein Piepston bedeutet, daß kein passender Befehl gefunden wurde.
Wollen Sie z.B. nach einiger Zeit den COPY-Befehl von oben
wiederholen, so geben Sie etwa co ein und drücken
.
In der Kommandozeile erscheint der zuletzt eingegebene Befehl, der mit "CO"
beginnt. So finden Sie den gesuchten COPY-Befehl schneller als nur
mit den Cursortasten.
Alle in der History-Liste gespeicherten Befehle lassen sich in einem
besonderen Fenster anzeigen. Dieses Fenster wird mit
geöffnet. Darin sehen Sie alle zuletzt eingegebenen Befehle, den
jüngsten unten, den ältesten oben. Mit den Tasten
und
,
sowie
und
,
läßt sich der dunkle
Auswahlbalken in der Liste bewegen. Mit
-
läßt sich der eingestellte Befehl aus der Liste löschen,
führt ihn sofort aus. Möchten Sie den ausgewählten
Befehl noch verändern, bevor Sie ihn ausführen, so
können Sie ihn mit
-
in die Kommandozeile kopieren, editieren und mit
ausführen.
Sie können sich auch eine "gefilterte" Liste anzeigen lassen.
Sie sehen dann nicht alle gespeicherten Kommandos, sondern nur
solche, die zu einer bereits begonnenen Befehlszeile passen. Wollen
Sie im Beispiel oben den COPY-Befehl finden, so geben Sie auf der
Kommandozeile C ein und drücken dann
.
Im History-Fenster erscheinen jetzt nur die Befehle, die mit dem
Buchstaben "C" beginnen, z.B. CHKDSK, CLS und COPY. Bewegen Sie den
Balken auf den gesuchten COPY-Befehl und drücken Sie
.
Hier noch zwei Tips zur History-Liste:
| Variable und Funktionen |
In 4DOS gibt es eine ganze Reihe interner Variablen, die nicht in der
Umgebung gespeichert werden. Sie können daher auch nicht mit
SET, UNSET oder ESET beeinflußt werden. Man kann sie jedoch wie
andere Variable in Befehlen, Aliasen und Batchdateien verwenden. Sie
enthalten Informationen wie Datum und Uhrzeit, Dosversion,
Prozessortyp, aktuelle Cursorposition, aktuelles Verzeichnis,
Videokartentyp und vieles mehr.
Mit dem Befehl ECHO können Sie sich den Inhalt einer solchen
Variable anzeigen lassen. Alle Namen der internen Variablen beginnen
mit einem Unterstrich. Wie bei Umgebungsvariablen üblich,
muß man vor den Namen ein Prozentzeichen (%) setzen, wenn man
den Inhalt der Variablen haben will. Beispiele:
Ähnlich den internen Variablen sind die Variablenfunktionen. Sie liefern einen Wert zurück, der von einem oder mehreren Argumenten abhängt. Die Variablenfunktionen geben Informationen über Speicher- und Plattenplatz, Dateinamen und -größen, bearbeiten Zeichenketten und numerische Ausdrücke. Alle Variablenfunktionen beginnen mit einem Klammeraffen (@) und haben eckige Klammern ( [ ] ) um ihre Argumente.c:\4dos> echo %_4ver 6,00 c:\4dos> echo %_dow , %_date %_time Mon , 06.10.97 20:38:42
Die folgenden zwei Beispiele verwenden Variablenfunktionen, um einen Ausdruck zu berechnen und die Größe des DOS-Speichers zu ermitteln:
Im letzten Beispiel bedeuten die Argumente "bc" in den eckigen Klammern, daß das Ergebnis in Bytes angezeigt werden soll mit einem Punkt als Tausenderseparator.c:\4dos> echo %@eval[3,9*2,4] 9,36 c:\4dos> echo %@dosmem[bc] 615.984
Eine vollständige Liste aller internen Variablen und Variablenfunktionen würde hier den Rahmen sprengen; schauen Sie hierfür im Hilfesystem unter den Punkten "Variables" und "Functions" nach.
Zum Schluß dieses Abschnittes noch zwei etwas komplexere Beispiele. Das erste ist eine Batchdatei, welche die Uhr im PC von Winter- auf Sommerzeit umstellt:
Die aktuelle Uhrzeit wird in einen Sekundenwert umgewandelt, zu dem 3600 (1 Stunde) addiert wird. Das Ergebnis wird wieder in eine Uhrzeit umgewandelt. Mit TIME wird die Uhr im PC auf diesen neuen Wert gesetzt.@echo off REM SOMMZEIT.BTM --- 4DOS-Batch, stellt die Uhr im PC REM von Winter- auf Sommerzeit um echo Winterzeit : %_time time %@maketime[%@eval[%@time[%_time]+3600]] echo Uhrzeit umgestellt! echo Sommerzeit : %_time
Die zweite Batchdatei ruft ein Programm namens ASEASY mit unterschiedlichen Parametern auf, abhängig von der festgestellten Grafikkarte:
Die internen Variable "_VIDEO" enthält einen String, der die Grafikkarte angibt. Mit der IFF-THEN-ELSE-ENDIFF Konstruktion wird eine der folgenden Zeilen ausgeführt: Mit den Parametern /MONO/Q/CTR/BK=0 wenn es eine CGA-Karte ist, mit den Parametern /CTR/BK=0 für alle anderen Grafikkarten.@echo off iff "%_video" eq "cga" then aseasy/mono/q/ctr/bk=0 else aseasy/ctr/bk=0 endiff
| Aliase |
4DOS bietet Ihnen die Möglichkeit, sich neue Befehle selbst zu
definieren. Solch ein neuer Befehl heißt Alias und kann aus
einem oder mehreren 4DOS-Befehlen bestehen oder gar aus anderen
Aliasen. Die von Ihnen definierten Aliase werden von 4DOS in einer
speziellen Alias-Liste gespeichert. Diese ist normalerweise 1024 Byte
groß, kann jedoch durch einen Eintrag in die Datei 4DOS.INI
verändert werden.
Das einfachste Alias definiert einen neuen Namen für einen
bestehenden Befehl. Das folgende Beispiel definiert ein Alias namens
D2 für ein zweispaltiges Inhaltsverzeichnis:
Beachten Sie die rückwärtsgeneigten Anführungszeichen (Akzent Gravis, engl. Backquote) bei der Definition. Wenn Sie jetzt D2 eingeben, wird der Befehl "DIR /2V" ausgeführt.c:\> alias d2 `dir /2v`
Das nächste Beispiel ist etwas komplizierter. Es benutzt Mehrfachbefehle, um das aktuelle Verzeichnis zu speichern, in ein anderes Verzeichnis zu wechseln, die Tabellenkalkulation AS-EASY-AS aufzurufen, und am Ende wieder in das ursprüngliche Verzeichnis zurück zu kehren:
Ein Alias kann immer nur eine einzige Zeile sein. Diese darf maximal 255 Zeichen lang sein. Mit Aliasen ist es möglich, alle Funktionstasten (bis aufc:\> alias a `pushd c:\aea ^ aseasy.exe ^ popd`
Wenn Sie nunc:\> alias @F5 `format a:`
Sie können sich alle bisher definierten Aliase oder ein bestimmtes Alias anzeigen lassen. Zum Anzeige aller Aliase geben Sie nur den Befehl ALIAS ein:c:\> alias @@Alt-F5 `cls`
Zum Anzeigen eines bestimmten Aliases geben Sie den Namen des Aliases zusammen mit dem Befehl ein:c:\> alias d2=dir /2v a=pushd c:\aea ^ aseasy.exe ^ popd @F5=format a: @@Alt-F5=cls
Zum Löschen nicht mehr benötigter Aliase aus der Alias-Liste dient der Befehl UNALIAS. Um ein bestimmtes Alias zu löschen geben Sie ein:c:\> alias d2 dir /2v
Wenn Sie alle Aliase aus der Liste löschen möchten, können Sie eingeben:c:\> unalias d2
Die von Ihnen definierten Aliase werden in einem Teil des Speichers gehalten. Nach dem Abschalten des Rechners sind sie weg. Wenn Sie Ihre Aliase beim nächsten Mal, wenn Sie wieder am Rechner sitzen, wieder verwenden wollen, sollten Sie diese in eine Datei schreiben. Mit einer speziellen Form des ALIAS-Befehls können Sie sie später wieder in den Rechner laden. Zum Retten in eine Datei namens ALIAS.DEF schreiben Sie:c:\> unalias *
Zum automatischen Laden Ihrer Aliase nach dem Einschalten des Rechners fügen Sie die folgende Zeile in Ihre AUTOEXEC.BAT ein:c:\> alias > alias.def
Nätürlich können Sie diesen Befehl auch jederzeit "von Hand" eingeben. Sie können sich sogar eine Anzahl von unterschiedlichen Aliasdefinitionen in verschiedenen Dateien halten. Sie laden dann jeweils gezielt nur die Aliase, die Sie benötigen.c:\> alias /r alias.def
| Batchdateien |
4DOS hält eine Reihe neuer Befehle für die Programmierung
von Batchdateien bereit. Sie können farbige Menüs,
Tastaturabfragen, Schleifen und Verzweigungen programmieren. Sie
können interne Variable und Variablenfunktionen, ja sogar Ihre
eigenen Aliase in die Batchdateien einbeziehen. 4DOS kennt zwei
Arten von Batchdateien: Die traditionellen mit der Endung .BAT und
einen neuen Typ mit der Endung .BTM . Der Unterschied ist, daß
die .BAT-Dateien Zeile für Zeile von der Platte gelesen und
ausgeführt werden, wogegen die .BTM-Dateien erst ganz eingelesen
werden, bevor sie ausgeführt werden. Das hat einen großen
Vorteil in Bezug auf die Geschwindigkeit: .BTM-Dateien sind 5 bis 10
mal schneller!
4DOS hat außerdem einen noch einen Compressor für
Batchdateien. Dieser erzeugt zwar keine .EXE-Dateien, aber die
"Compilation" hat trotzdem einige Vorteile: Der Code der Batchdatei
wird unlesbar und somit nicht veränderbar. Zudem bringt diese
Kompression einen weiteren (kleinen) Geschwindigkeitsvorteil.
Compilierte und .BTM-Dateien sollten nicht angewandt werden, wenn mit
ihnen speicherresidente Programme installiert werden, oder die
Dateien größer als 64 KB sind.
Unter 4DOS gibt es 127 Parameter-Variable. Sie werden mit %1 bis %127
bezeichnet. Zusätzlich gibt es vier besondere Parameter:
Die Befehlszeilen auf dieser Seite stammen aus einer Batchdatei, die den Benutzer fragt, ob er weitermachen möchte. Die Ausgabe des Textes und die Abfrage der Antwort wird dabei mit den Möglichkeiten von 4DOS gestaltet.
%0 enthält den Namen der Batchdatei, ohne Parameter. %# enthält die Anzahl der Argumente in der Befehlszeile. %& enthält den ganzen Rest der Befehlszeile nach dem Dateinamen. %n& enthält den Rest der Zeile ab dem Argument mit der Nummer n.
Der erste Befehl zeichnet eine rechteckige grüne Box auf den Bildschirm. Die ersten beiden Zahlen bezeichnen die linke obere Ecke, die nächsten zwei die rechte untere. Die fünfte Zahl bezeichnet die Art des Rahmens.
Mit der folgenden Zeile können Sie in diese Box einen farbigen Text plazieren. Die beiden Zahlen geben Startzeile und -Spalte an, dann folgen Text- und Hintergrundfarbe sowie der Text selbst.drawbox 2 15 10 55 1 bright yellow on green fill green
Mit den nächsten Zeilen schließlich prüfen Sie, ob auf der Tastatur die Tasten "J" oder "N" gedrückt wurden. Das Ergebnis wird der Variablen ANTWORT zugewiesen. Dabei schließen Sie durch das Parameter /K alle anderen Tasten aus, d. h. es muß J oder N gedrückt werden, bevor das Programm weiter geht. Abhängig vom Ergebnis wird das Programm fortgesetzt oder abgebrochen.scrput 6 20 white on green ` Wollen Sie weiter machen? `
Mit jeder Eingabe an dieser Stelle, die nicht "J" oder "N" ist, ertönt ein Piepston als Zeichen für einen Fehler. Beim Vergleich in der folgenden Zeile wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.inkey /k"jn" %%antwort if "%antwort" eq "n" quit ...
Mit einem etwas längeren Beispiel möchte ich dieses Kapitel schließen. Die folgende Batchdatei dient zur Abfrage eines Paßwortes. Das Paßwort steht steht für alle sichtbar in der Datei. Aber wenn Sie die Datei mit dem Batchcompressor bearbeiten, ist es schon etwas schwerer, das richtige Paßwort zu finden.
@echo off REM Paßwort-Abfrage REM Das Paßwort wird in der Umgebungsvariablen PASSWD gespeichert setlocal setdos/s0:0 REM Cursor unsichtbar machen cls drawbox 10 20 12 45 1 bright yellow on red fill red scrput 11 22 bright yellow on red `Paßwort:` :abfrag scrput 11 31 black on black ` ` screen 11 31 input /p %%passwd iff %passwd == GEHEIM then drawbox 14 27 16 33 2 brigth white on green fill green scrput 15 29 bright white on green `OK!` beep 523 6 392 3 392 3 440 6 392 6 1 6 494 6 523 6 delay 2 goto ende else drawbox 14 25 16 37 2 brigth white on magenta fill magenta scrput 15 27 bright white on magenta `so nicht!` beep 200 1 190 1 180 1 170 1 160 1 150 1 140 1 130 1 120 1 110 1 delay 2 drawbox 14 25 16 37 0 black on black fill black goto abfrag endiff :ende setdos/s10:100 endlocal clsDieses Beispiel zeigt sehr schön den Einsatz von DRAWBOX und SCRPUT sowie der Programmverzweigung mit IFF-THEN-ELSE. Ferner sehen Sie den Einsatz des BEEP-Befehles zum Spielen kleiner Melodien.
| Ende |
| Schlußbetrachtung |
Damit ist diese kleine Einführung in 4DOS beendet. Manches ist
nur kurz angerissen worden, vieles blieb unerwähnt. Dieses
muß kein Manko sein. Vielmehr sollen alle Fragen, die
unbeantwortet blieben, Sie dazu ermuntern, selbst mit den Kommandos
von 4DOS zu experimentieren. Dieses Seiten sollten dazu nur eine
Starthilfe bieten, indem sie die "Highlights" von 4DOS
aufzeigen. Bei der Arbeit mit 4DOS sollten Sie ruhig immer wieder in
das Hilfesystem (Taste
)
schauen, es gibt erschöpfend auf
fast alles eine Antwort und steckt voller anschaulicher Beispiele.
Lesen Sie auch die Dokumentationen, die als Dateien vorliegen. Ich
glaube, daß Sie Ihren Entschluß, mit 4DOS zu beginnen,
nicht bereuen werden.
März 1994
| Ergänzungen |
Diese Einführung wurde von mir im Frühjahr 1994 geschrieben. Seitdem
hat sich einiges verändert. Die wichtigsten Neuerungen sollen hier kurz
aufgeführt werden:
Günther Schättiger
März 1998
email: schaetti@informatik.uni-hamburg.de