Mo 14:00 - 14:30 |
|
M. Jantzen |
Mo 14:00 - 15:00 |
M. Kudlek |
Di 13:00 - 14:00 |
M. Köhler |
Di 13:00 - 14:00 |
D. Moldt |
Mo 16:00 - 17:00 |
Öffnungszeiten des Sekretariats TGI:
Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag 9:00 bis 18 Uhr gleitend
Sprechzeiten:
Montag: 10 bis 16 Uhr
Dienstag: 10 bis 16 Uhr
Mittwoch: 10 bis 16 Uhr
Freitag: 10 bis 14 Uhr
Oberseminarvorträge im WiSe 2008/09:
Di 27.01.09 14:30 in C-221:
Petris Zykloide und Überlegungen zur Verallgemeinerung
Uwe Fenske
Zykloide sind eine Klasse hochregulärer Netze (Synchronisationsgraphen), die als Systeme geregelte raumzeitliche Bewegung mit besonderen Sicherheitseigenschaften modellieren. Ihr Systemverhalten weist eine Analogie zum physikalischen Minkowskiraum auf.
Der Diplomarbeitsvortrag gibt eine Einordnung dieser Strukturen in Petris Schaffen, eine Formalisierung zugehöriger Begriffe und zeigt grundlegende Eigenschaften. Außerdem wird eine Idee zur Verallgemeinerung der originalen Zykloide vorgestellt, um deren Beschränkung auf eine Raumdimension zu überwinden.
Di 13.01.09 15:15 in C-221:
Vortragstitel (wird noch ergänzt)
Michael Köhler-Bußmeier
Kurzfassung (wird noch ergänzt)
Oberseminarvorträge im SoSe 2008:
Di 24.06.08 14:15 in C-221:
Synthesis and Analysis of Net Structures and Transition Graphs
Ludwik Czaja & Manfred Kudlek
In the talk a peculiar formulation of net structures and transition systems will be presented, which makes synthesis and analysis procedures exceptionally simple. It leads to straightforward definitions of set-theoretic-like operations on nets, providing a formal tool for net construction from small parts. Using calculus of multisets allows for concise presentation of main results: synthesis procedure of Place/Transistion nets from transition graphs and the reverse procedure, that is analysis of the nets (the terms "synthesis" and "analysis" - adopted here from theory of automata and formal languages). Besides, the formulation allows for direct construction of morphisms between net structures, providing simple categorial properties of net transformations.
Di 10.06.08 14:30 in C-221:
Labeled Step Sequences in Petri Nets
Georg Zetzsche
We investigate classes of languages defined by modified firing modes in Petri nets. These modes allow the concurrent firing of sets or multisets of equally labeled transitions. Thereby, two variants are considered: the first one allows arbitrary (multi-)sets to be fired and the second one restricts them to (multi-)sets that are maximal among the activated (multi-)sets. Comparing the defined classes with each other and with the Chomsky hierarchy, we obtained various (strict) inclusions and equalities to well-known language classes. For instance, while two of the firing modes lead to the class of recursively enumerable languages, another two modes yield strict subclasses of the context-sensitive languages.
Di 03.06.08 14:30 in C-221:
On the Physical Basics of Information Flow - Results obtained by Carl Adam Petri in cooperation with Konrad Zuse
Rüdiger Valk
For three years Konrad Zuse (1910 - 1995) and C. A. Petri (*1926) collaborated on the idea of a Computing Universe. They both agreed that some of the main tenets of modern physics would have to be expressed, at least those of quantum mechanics and of special relativity. Discussing which tenets should be tackled, Zuse said "those which can be understood by an engineer". But many years passed before the derministic approach of Gerard 't Hooft (2002) made a complete elaboration of the originally conceived ideas possible. We follow the principles of combinatorial modelling, which is a proper synthesis of continuous and discrete modelling.
A revision of the order axioms of measurement turns out to incorporate the uncertainty principle in a natural way. Besides this revision, the main innovations are a synthesis of the notions "discret" and "continuous" and the derivaion of computing primitives from smallest closed signal spaces. By means of NET modelling, we translate the main tenets of modern physics into their combinaorial form. In that form they are independent of scale, and relate to direct experience as well as to the sub-microscopic level of quantum foam.
Measurement, in the classical sense, is related to the uncertainty principle. While determinism excludes the creation of information, we go one tentative step further and forbid the destruction of information, in order to establish a law of conservation of information as a prototype of conservation laws in general. Accordingly, we describe the physical universe in terms of Signal Flow and, equivalantly, of Information Flow. We derive the information operators from the idea of space-time periodic movement of signals in an integer Minkowski space. The derived loss free computing primitives have the same topology as the simplest patterns of repetitve group behavior.
We can fulfil several systematic principles of construction in one single step. Each of those principles alone leads to the same result: the construction of loss-free TRANSFERS, which permits, in the long view, a great simplification. It follows that, if we base our models on the combinatorial concepts of signal flow suggested by informatics, and insist on continuity (as Zuse did), we end up inevitably with a model of a finite universe.
Di 27.05.08 14:30 in C-221:
Petrinetzbasierte Modellierung Ereignisgesteuerter Dienstarchitekturen (EDA)
Jan Ortmann
Zur Steuerung von Geschäftsprozessen werden vermehrt Dienste und ereignisgesteuerte Architekturen (EDAs) eingesetzt.
Der Vortrag beleuchtet diese Konzepte im Zusammenhang mit Petrinetzen und stellt dar, wie ereignisgesteuerte Dienstarchitekturen im Unternhemnskontext durch Petrinetze modelliert werden können.
Die Verwendung von Petrinetzen erlaubt es hierbei, Kosistenzeigenschaften der Modelle zu überprüfen.
Di 20.05.08 14:30 in C-221:
Patternbasiertes Layout von Statecharts
Anne-Kathrin Peters
Statecharts werden ür den modellbasierten Entwurf reaktiver, eingebetteter Systeme immer häufiger eingesetzt. Jedoch wird die Eingabe, Modifikation und Darstellung der Statecharts von Modellierungswerkzeugen unzureichend unterstützt.
Existierende Verfahren optimieren die Darstellung von Statecharts hinsichtlich einer Auswahl von syntaktischen Ästhetikkriterien. Dies kann irreführende Sekundärnotation, Hinweise auf semantische Zusammenhänge z.B. durch Cluster und Größe, zur Folge haben.
In dem Vortrag werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie semantische Informationen bei der Darstellung von Statecharts durch Verwendung von Darstellungsmustern berücksichtigt werden können. Das Ziel hierbei sind besser verständliche Statecharts.
Di 06.05.08 14:30 in C-221:
Monitoring von verteilten Multiagentensystemen
Florian Plähn
In dem Vortrag wird ein Überblick über das Monitoring von verteilten Multiagentensystemen gegeben. Es werden die Schwierigkeiten des Monitorings von Multiagentensystemen beschrieben, die vor allem durch die Verteilung und Autonomie von Agenten zu begründen sind. Weiter werden 3 mögliche Ansätze zum Monitoring (Plattformzentriert, Agentenkontrolliert, ein Hybrides Modell) vorgestellt, sowie deren Vor- und Nachteile dargestellt.
Di 29.04.08 14:30 in C-221:
1. Ereignisgesteuerte Petrinetzbasierte AOSE
Jan Ortmann
Zur Steuerung von Geschäftsprozessen werden vermehrt Dienste und ereignisgesteuerte Architekturen (EDAs) eingesetzt. Der Vortrag beleuchtet diese Konzepte im Zusammenhang mit Petrinetzen und stellt dar, wie ereignisgesteuerte Dienstarchitekturen im Unternehmenskontext durch Petrinetze modelliert werden können.
Workflownetze stellen ein wichtiges Werkzeug zur Modellierung von Abläufen in Unternehmen dar. Die Analyse von Workflownetzen ist jedoch nicht immer in Polynomialzeit möglich, was etwa einer Analyse während der Modellierung oder einer Analyse großer Netze im Wege steht. Im Vortrag soll eine Subklasse der Workflownetze vorgestellt werden, die eine Erweiterung der Worklfownetze mit T-überdeckbarem Abschluss darstellt. Für diese Netzklasse können wesentliche Eigenschaften in Polynomialzeit berechnet werden.
Oberseminarvorträge im WiSe 07/08:
Geplant: Di 04.12.07 14:30 in C-221:
1.
Netzalgebren
Manfred Kudlek
Es wird eine Verallgemeinerung der Beziehung zwischen netzstrukturen und Erreichbarkeitsgraphen von C/E, wie von L. Czaja behandelt, auf P/T-Netze vorgestellt.
Dies erfolgt in einer Darstellung durch Multimengen.
2. Editor für Organisationsnetze
Endri Deliu
In der Kurzpräsentation wird ein Editor für die Organisationsnetze des MULAN/SONAR Rahmenwerkes vorgestellt. Organisationsnetze modellieren das Zusammenspiel von Diensten, Rollen, Positionen und Teams. Der Editor basiert auf dem Perinetzeditor RENEW. Es wird vorgestellt, wie man Organisationsnetze erstellt, welche Eigenschaften man analysieren kann und aus Organisationsnetzen Multiagentensysteme synthetisiert werden können.
Di 13.11.07 14:30 in C-221:
Vermeidung von Verklemmungen in flexiblen Fertigungssystemen modelliert als Objektpetrinetze
Frank Sühl
Das Konzept der Objektsysteme ermöglicht die elegante Modellierung flexibler Fertigungssysteme, indem Fertigungsstrasse sowie durch die Fabrik laufende Werkpläne auf verschiedenen Ebenen modelliert und verändert werden können. Gerade die schnelle Veränderung von Fertigungsprozessen ist das Wesen flexibler Fertigungssysteme und dieses wird durch die getrennte Modellierung von Werkplan und Fertigungsstrasse unterstützt. Jedoch existieren bisher noch keine Verfahren zur Verklemmungsvermeidung in Objektpetrinetzen, was für den praktischen Einsatz unerlässlich ist. In dieser Diplomarbeit wird eine Klasse von Objektsystemen vorgestellt, welche durch einen Algorithmus nach dem Konzept der Bankiersalgorithmen gesteuert werden und dadurch immer zur Termination gelangen. Anhand von Beispielen werden die eingeführte Klasse von Objektsystemen sowie der Algorithmus zur Verklemmungsvermeidung vorgestellt. Die Arbeit basiert auf Veröffentlichungen von Joaquin Ezpeleta und Rüdiger Valk, die die zahlreichen Algorithmen zu diesem Problem (für Platz/Transitions-Netze und andere Modelle), dahingehend erweitert haben, dass auch das Zusammenführen ("assembly") von Werkplänen möglich ist.
Di 30.10.07 14:30 in C-221:
Implementation von Petrinetz-Analysealgorithmen
Stefan Manneck
Eigenschaften von Petrinetzen und deren Analyse sind für ein tiefergehendes Verstehen der Netze notwendig. Gerade mit theoretischen Konstrukten weniger vertraute Menschen haben Probleme diese zu verstehen. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, mit mehreren Wegen des Herangehens einen besseren Zugang zu Netzen und deren Analyse zu bekommen. Dazu ist im Rahmen der Diplomarbeit, die hier vorgestellt wird, ein Tool als Erweiterung von Renew entstanden, dass das Verstehen von Petrinetz-Analysealgorithmen didaktisch unterstützt. Anhand von Beispielen soll gezeigt werden, wie ein niedrigschwelliger Zugang zum eigenen Schreiben und Ausprobieren von Analysealgorithmen aussehen kann. Der Vorteil ist ein effektiveres Aufnehmen und Erfassen der Algorithmen, als das mit einer reinen Repräsentation in Büchern möglich ist.
Di 23.10.07 14:30 in C-221:
Raumerkundung durch Petrinetz-Agenten
Sebastian Hoffmann
Objekt-Petrinetze unterscheiden in natürlicher Weise zwischen Objekten und ihrer
Umgebung. Sie bieten daher einen passenden Rahmen zur Modellierung von Agenten, die
sich in einer räumlich strukturierten Welt bewegen.
In der vorgestellten Diplomarbeit wird ein Referenznetzagent modelliert und in Renew
implementiert, welcher sich in einem ebenfalls als Referenznetz modellierten
Wegenetz bewegen kann. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie der Agent
Informationen über das Netz erlangen und speichern, Wege im Netz finden und ihnen
folgen und mit anderen Agenten kommunizieren kann.
Oberseminarvorträge im SoSe 2007:
Mo 24.09.07 10:30 in C-221: Sonderseminar
Faktorisierungsalgorithmen natürlicher Zahlen
Peter Hartmann
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Zerlegung natürlicher Zahlen in seine Primfaktoren und soll einen aktuellen Überblick zu diesem umfangreichen Thema geben. Es wird vom allgemeinen Fall ausgegangen, dass keine weiteren Informationen zu den Zahlen, die faktorisiert werden sollen, vorliegen, so dass auf bestimmte Strukturen angepasste Algorithmen nicht weiter eingegangen wird.
Zu den jeweils vorgestellten Algorithmen werden Beispiele angegeben, um die Funktionsweise der Algorithmen verständlicher darzustellen und damit ist diese Arbeit auch eine praktische Einführung in das Gebiet der Faktorisierung natürlicher Zahlen.
Di 03.07.07 14:15 in C-221:
Der Satz von Kadin
Frank Heitmann
Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zeigten verschiedene Wissenschaftler den Zusammenbruch vieler Hierarchien von Komplexitätsklassen. So zeigte bspw. L. A. Hemachandra (heute: Hemaspaandra) den Zusammenbruch der starken exponentiellen Hierarchie. Andere Autoren zeigten den Zusammenbruch von Hierarchien, die auf logarithmischen und linearen Platz basierten.
In seiner Arbeit aus dem Jahre 1988 gab Jim Kadin einen starken Anhaltspunkt dafür, dass die weniger bekannte Boolesche Hierarchie nicht zusammenbricht. Er zeigte, dass, sollte sie zusammenbrechen, auch die polynomielle Hierarchie zusammenbricht, was als unwahrscheinlich gilt.
In dem Vortrag wird der Satz von Kadin mit den zum Verständnis nötigen Vorarbeiten präsentiert. Die klare Darstellung dieses Stoffes stellt den Kern der Diplomarbeit dar.
Di 12.06.07 14:15 in C-221:
1.Controlling OSGi Bundles with Renew
Felix Simmendinger
Software engineering of plugin-based applications suffers from structural problems when composing the application involves larger sets of plugins. It then becomes a hideous task to understand the way data- and control-flow is distributed over the plugins and it complicates further prototyping and integration of extensions. In the example of the Eclipse Rich Client Platform (RCP), situations arise where an abstract layer for managing the interactions between plugins in a workflow manner could ease the development of extensions or the integration of foreign plugins. This paper introduces Petri nets as a means for rapid prototyping of applications modularized on the base of the OSGi platform, which is the core of the Eclipse RCP. As an example, we show how Petri nets can be applied to control workflows in a plugin-based scientific application built upon Eclipse.
2. ApplicationDevelopment with Mulan
L. Cabac & M. Duvigneau
In this work we describe the concepts, organization, techniques, models and tools of
multi-agent application design and implementation with Mulan.
3. Modellieren von Agentenapplikationen
Lawrence Cabac (Dissertationsprojekt)
Die Architektur und die Organisation von MAA unterscheiden sich in vielen Punkten von konservativen Systeme. Unterschiede liegen u.a. in der Verteilung und der Dynamik. Das Modellieren der Anwendungssysteme kann aber in Anlehnung an die herkömmlichen Herangehensweisen in Verhalten und Struktur unterschieden werden. Dennoch orientieren sich die herkömmlichen Methoden stark an den zugrunde liegenden Paradigmen (OO) und sind somit nur unzureichend geeignet, die Aufgaben in ähnlich guter Weise in der AOSE zu erfüllen. Sie werden geeignet angepasst oder entsprechend ergänzt. Herausforderungen stellen im besonderen die starke Dynamik in Verhalten und Struktur dar.
Die dynamischen Eigenschaften von Referenznetzen lassen sich in vielfacher Weise ausnutzen, um den Entwicklungsprozess der Diagrammsprachen voranzutreiben. Referenznetze bieten mit ihren (dynamisch veränderbaren) verschachtelten Strukturen, durch die Möglichkeit Instanzen zu erzeugen und durch die mächtigen Synchronisationsmechanismen eine ideale Basis für die konzeptionelle und implementatorische Verwendung in der AOSE. Dies wird durch Mulan entsprechend auf einer höheren Abstraktionsebene in beiden Richtungen (Konzept und Implementation) fortgesetzt. Die Herausforderungen für die Anwendungsentwicklung liegen zum großen Teil in einer Balance zwischen der Adaption etablierter Verfahren gegenüber der Freiheit, die das agentenorientierte Paradigma bieten.
Di 05.06.07 14:15 in C-221:
1. Calculi of net structures and sets are similar
Prof. Ludwig Czaja, Inst. of Informatics, Warsaw Univ. (Pl):
Three basic operations on labelled net structures are proposed: synchronised union, synchronised intersection and synchronised difference. The first of them is a version of known parallel composition with synchronised actions identically labelled. The operations work analogously to the ordinary union, intersection and difference on sets. It is shown that the universe of net structures with these operations is a distributive lattice and - if infinite pre/post sets of transitions are allowed - even a Boolean algebra. As a consequence, some representation theorems of this algebra are stated. The primitive objects are atomic net structures containing one transition with at most one pre-place or post-place (but not both). A simple example of a production system constructed by making use of the operations (and its transformations) is given. Some remarks on behavioural properties of compound nets are stated, in particular, how some constructing strategies may help to infer liveness. The latter issue is limited to semantics of Place/Transition nets without weights on arrows and with unbounded capacity of places and is not extensively investigated, since the main objective is focused on a calculus of net structures.
2. Petri Net-based Specification and Deployment of Organizational Models
Matthias Wester-Ebbinghaus.
Multi-agent system research deals with organization theoretical concepts in order to analyze and control supra-individual phenomena. However, there exists a conceptual gap between organizational specifications (be they formal or informal) and their multi-agent implementation. We address this problem by presenting an integrated approach to formalize organizational models with Petri nets and to directly deploy these specifications in a multi-agent system. Our exact and integrating conceptualization allows us to further regard organizations as units and building blocks of layered software architectures.
Di 22.05.07 14:15 in C-221:
Amortised Bisimulations
Dr. Astrid Kiehn, Indian Institute of Technology Delhi, New Dehli
Di 24.04.07 14:15 in C-221
Security Patterns in Mulan
Viktor Horvath
Analog zu den aus der Software-Entwicklung bekannten Entwurfsmustern (engl. Design Patterns) stellen Sicherheitsmuster vorgefertigte, bewährte Lösungen zu häufig wiederkehrenden Sicherheitsproblemen dar, auf einer abstrakteren Form als auf der Ebene einer Programmiersprache.
In einer Diplomarbeit sollen für Multiagentensysteme relevante Sicherheitsmuster gefunden und testweise in den Systemen Mulan/CAPA und JADE implementiert werden. Als erster Anfang wird ein Ansatz für die Verschlüsselung ausgehender Nachrichten in Mulan gezeigt, mit der Bitte um Feedback.
Di 17.04.07 14:15 in C-221:
Knowledge Base Editor
Wilmer & Klenski
Die Multiagentensysteme sind ein viel versprechendes Softwareentwicklungsparadigma. Für den erfolgreichen Einsatz dieses neuen Paradigmas in der Praxis muss den Entwicklern eine Reihe unterstützender Werkzeuge bereitgestellt werden. Insbesondere sind dabei Werkzeuge für die Modellierung und automatische Quellcodegenerierung von Systemen von großer Bedeutung.
Die vorgestellte Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Entwicklung eines solchen Werkzeugs für die MULAN-Multiagentenplattform. Dazu wird zunächst ein abstraktes Metamodell für die Modellierung von MAS vorgestellt, das dann als Grundlage für die Entwicklung des Werkzeugs dient.
Di 14.11.06 - 14:30 in C-221
Multi-Agent System Security for Mobile Communication, Royal Holloway (Diss. N. Borselius, University of London, 2003)
Till Dörges
In seiner Arbeit bildet Borselius den Schnitt einer
(von ihm eingeführten) Architektur für mobile
Agenten-Systeme mit sog. Sicherheitsmaßnahmen. Diese Synthese
spiegelt den aktuellen Stand der Forschung und zeigt auf, wie
sicherere Agentensysteme erreicht werden können, durch
Berücksichtigung von aktuellen Forschungsergebnissen einerseits
und Best-Practices andererseits.
Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die
explizite Behandlung von sicherer FIPA-Kommunikation.
Darüberhinaus untersucht Borselius weitere
Problemstellungen aus dem Bereich Signaturen und Zertifikate, die
mobilen Agenten einen einfacheren Umgang damit ermöglichen soll,
nicht zuletzt im Hinblick auf "undetachable signatures".
Di 07.11.06 - 14:30 in C-221
Nebenläufige Automatenmodelle
Manfred Kudlek, Heiko Rölke
Im Vortrag werden neuartige Automatenmodelle
vorgestellt, die von der gemeinsamen Grundidee abgeleitet sind, als
endliche Kontrolle statt einem endlichen Automaten ein Petrinetz zu
verwenden. Dadurch gewinnt man Nebenläufigkeit als
zusätzliche Eigenschaft.
Im Vortrag werden die Nebenläufige
Turing-Maschine (CTM) und der Nebenläufige Endliche Automat
(CFA) vorgestellt und einige bereits erzielte Resultate erläutert.
So ist die CTM gleichmächtig zur "normalen" TM, weist
aber unter Umständen für bestimmte Problemklassen eine
niedrigere Komplexität auf. Ein CFA ist mächtiger als ein
"normaler" FA und kann sogar Sprachen akzeptieren, die
keine Petrinetzsprachen sind.
Di 31.10.06 14.30 Uhr in C-221
Formale und praktische Aspekte
policybasierter Konfiguration von verteilten
Netzwerksicherheitskomponenten
Axel Grossklaus
Aktuelle Entwicklungen bei der Absicherung
von Computernetzwerken fordern zum einen eine detaillierte, verteilte
Zugriffskontrolle und Überwachung von Netzwerken und zum anderen
gleichzeitig eine effiziente und in der Praxis gut handhabbare
Verwaltung und Steuerung aller beteiligten Systeme.
In meinem Vortrag möchte ich einen
Überblick über die Problemstellung geben und verschiedene
formale wie praktische Aspekte genauer beleuchten.
Im Anschluss werde ich eine erste
Übersicht über das Rahmenwerk geben, das ich als
Lösungsvorschlag für diese Problematik im Rahmen meiner
Diplomarbeit entwerfen möchte.
Di 11.07.06 14:15 Uhr in C-221
1. Mechanismen für marktbasiertes
Containerterminal Management - Exemplarische Implementierung mit
Mulan
Timo Franz
Die Problemdomäne des operativen
Containerterminal Managements (CTM) zeichnet sich durch
verteilte und unvollständige Informationen, asynchrone und
nebenläufige Aktivitäten und einen kurzen Planungshorizont
aus. Eine vielversprechende Alternative zu den herkömmlichen,
zentralen Optimierungsprozessen stellen verteilte Ansätze wie
Mulltiagentensysteme dar.
In diesem Vortrag werden verschiedene
marktbasierte Mechanismen für eine verteilte
Ressourcenallokation für zwei Teilprobleme (Transportfahrzeug-
und Lagerblockallokation) des CTM vorgestellt und
diskutiert. Anschliessend wird ein Mulan-System für die
Validierung und Untersuchung der Mechanismen vorgestellt.
2. Agenten und Sicherheit
Till Dörges
Inhaltlich werde ich grob die
Sicherheits-Aspekte skizzieren, die aus Agentensicht interessant
sind. Im Anschluß werde ich versuchen, ein bißchen was
über den aktuellen Stand der Forschung zu sagen.
Die Ausrichtung wird eher etwas
grundsätzlicher sein und ich bin sehr an
Diskussionen/Fragen/Anregungen interessiert.
Di 27.06.06 14:15 Uhr in C-221
Interpreted Nets
Ludwik Czaja, Institute of Informatics, Warsaw University
Nets considered here are an extension of
Petri nets in two aspects. In the semantical aspect, there is no one
firing rule common to all transitions, but every transition is
treated as an operator on data stored in its entry places and return
results in its exit places. A state (marking) is a mapping of places
(variables) into a given data structure, while interpretation is a
mapping of transitions into a set of state transformers. Locality of
transition's activity is like in Petri nets.
In the structural aspect, entry and exit
places to/from a transition are ordered. A concatenation of such nets
is defined, hence their calculus (a monoid). This allows for
combining small nets into large ones, in particular designing a
computation and control parts separately, then putting them together
into one. Such extended nets may produce, in particular, other nets.
A number of properties of the operation on such nets are
demonstrated as well as properties concerning their decomposition.
Di 20.06.06 14:15 Uhr in C-221
1. Net components Revisited
Heiko Rölke
The talk introduces net components, subnets
that are meant to be combined with each other to form a Petri net
with structural constraints like e.g. protocol nets or workflow nets.
Such a component-based approach to construct Petri nets facilitates
the drawing and structures the net elements to gain better readablity
and maintainability.
2. Petri Net-Based Team Modules for Collaborative
Multi-Agent Action (MOCA '06)
Matthias Wester-Ebbinghaus
A model for multi-agent teamwork is
presented that accounts for both team structures and team
activities as a comprehensive approach. To implement the model it is
proposed to equip agents with separate team modules. A reference
net-based approach is applied to the team modules as a suitable means
to deal with the inherent concurrency and demand for dynamic
composition of components.
3. The Reachability Problem for Object Nets
Michael Köhler
Object nets are Petri nets which have Petri
nets as tokens - an approach known as the nets-within-nets paradigm.
Object nets are called elementary if the net system has a two
levelled structure. In this article I will prove that reachability
is undecidable for elementary object net systems. In addition, I
define sub classes of elementary object net systems that have a
decidable reachability problem.
Di 13.06.06 14:15 Uhr in C-221
1. Höhere Petrinetze zur
Modellierung und Komposition von Diensten
Jan Ortmann
Vorgestellt wird eine auf Petrinetzen
basierende Modellierungsmethode für Dienstverhalten. Diese kann
zur Spezifikation des Dienstverhaltens genutzt werden, erlaubt
darüber hinaus jedoch in erster Linie auch eine semantische
Beschreibung von Diensten, die zur Komposition genutzt werden kann.
Ein Agent kann auf diese Weise überprüfen, ob die von ihm
komponierten Dienste in ihrem Verhalten seiner Vorstellung dem
entsprechen.
2. Modelling Service Dependencies for the
Analysis and Design of Multi-Agent Applications (MOCA'06)
Ragna Dirkner (L. Cabac, H. Rölke)
We present a variation of the UML component
diagram to model the dependencies between services and agents in
multi-agent systems. The Dependency Diagram shows the overall
structure of the system but also the responsbilities and requirements
of each agent. Furthermore we present a tool to generate and edit
Dependency Diagrams.
Die ICEIS (International Conference on Electronic
Information Systems) findet vom 22. bis 27. Mai 2006 statt. Themen
sind verteilte Workflowmanagementsysteme, der PAOSE-Ansatz
(Petrinetzbasierte agentenorientierte Softwareentwicklung) sowie ein
petrinetzbasierter
Ansatz zur semantischen Dienstkomposition mit
Beispiel und Einsatzszenarien. Die Titel der diskutierten
ICEIS-Vorträge sind:
1) "Distributed Business Processes in Open Agent
Environments"
2) "PAOSE: A Way to Develop Distributed Software
Systems Based on Petri Nets and Agents"
3) "Dynamic Service Composition: A Petri-Net
Based Approach"
4) Using Multi-Agent Systems for Change Management
Processes in the Context of Distributed Software Development Processes
Di 09.05.06 14:15 Uhr in C-221
Roundtrip-Engineering im PAOSE-Ansatz
Ragna Dirkner
Unter Roundtrip-Engineering wird im
Allgemeinen eine Technik verstanden, die Modelle und Code automatisch
konsistent hält, indem jede Änderung in den Modellen in den
Code und umgekehrt jede Änderung im Code in die Modelle
übertragen wird. Diese eingeschränkte Definition von
Roundtrip-Engineering lässt sich auf die Konsistenthaltung von
Modellen, die gemeinsame Elemente enthalten, verallgemeinern.
Ein Beispiel für zwei Modelle aus dem
PAOSE-Ansatz, die durch Roundtrip-Engineering konsistent gehalten
werden können, sind die Mulanprotokolle und AIP-Diagramme. Im
Vortrag werden weitere Modelle für den PAOSE-Ansatz vorgestellt
und die Möglichkeiten für ein Roundtrip-Engineering
zwischen diesen Modellen erläutert.
Di 25.04.06 14:15 Uhr in C-221
Agenten, Dienste und Ontologien
Jan Ortmann
Der Vortrag stellt die unterschiedlichen Konzepte der Agenten und Dienste vor und diskutiert den Einsatz von Ontologien in agentenorientierten und dienstbasierten Systemen. Ein Schwerpunkt stellt die Darstellung verschiedener Formalismen zur Repräsentation von Ontologien dar und die Diskussion verschiedener Vorgehensmodelle zur Repräsentation von Ontologien. Des Weiteren werden Dienste und dienstorientierte Architekturen vor dem Hintergrund verteilter Geschäftsprozesse und Workflows diskutiert.
Der GI-Studierendenwettbewerb richtet sich bundesweit
an Studierende in der ersten Hälfte des Studiums. Teilnehmen
können Gruppen mit zwei oder drei Teilnehmern. In diesem Vortrag
wird der Beitrag der Siegergruppe, bestehend aus Christian Heinemann
(Humboldt-Universität zu Berlin), Johannes Nicolai
(Hasso-Plattner-Institut Potsdam) und Georg Zetzsche
(Universität Hamburg), vorgestellt.
Die bearbeitete Aufgabe bestand darin, die Berechnung
des größten gemeinsamen Teilers einer endlichen
Zahlenmenge mithilfe eines verteilten Algorithmus zu implementieren,
wobei die an der Berechnung beteiligten Prozesse in einem logischen
Ring angeordnet sind. Dafür mussten insbesondere Algorithmen
zum Start, zur Termination und zur Anordnung entwickelt und deren
Korrektheit geklärt werden.
Di 07.02.06 14:30 Uhr in C-221
1. Organisationsstrukturen in
Multiagentensystemen
Michael Köhler
Als Gegensatz zum Fokus der direkten Agent-Agent
Interaktion betrachten wir die abstrakten Organisationsstrukturen
eines Agentensystems, wozu Rollen, Verhaltenserwartungsstrukturen,
Positionsnetzwerke, Organigramme usw. gehören. Wir gehen zum
einen darauf ein, wie diese Konzepte helfen, den agentenorientierten
Entwicklungsprozess zu unterstützen; zum anderen betrachten wir,
wie sich dynamische Selbstorganisationsprozesse als
Transformationsoperationen auf Organisationsstrukturen
charakterisieren lassen.
2.Das Erreichbarkeitsproblem für Elementare
Objektnetzsysteme
Michael Köhler
In einer früheren Publikationen wurde gezeigt,
dass das Erreichbarkeitsproblem für Objektnetzsysteme aufgrund
ihrer unbeschränkten Verschachtelungsstruktur unentscheidbar
ist. Wir betrachten nun Elementare Objektnetzsysteme (EOS), deren
Schachtelung auf zwei Ebenen eingeschränkt ist. Wir beweisen,
dass auch in diesem Fall Erreichbarkeit unentscheidbar ist.
Außerdem stellen wir Teilklassen der EOS vor, für die das
Problem entscheidbar ist.
3. Verifikation von Agenten und
Multiagentensystemen durch Objektnetz-Spezifikation"
"VAMOS"
Heiko Rölke
Im Projekt sollen formale
Grundlagen für eine bessere Unterstützung von Validierung
und Verifikation von Multiagentensystemen (Mulan/CAPA) untersucht
werden. Darauf aufbauend soll die Softwareentwicklung (AOSE) durch
neue und/oder verbesserte Werkzeuge unterstützt werden.
Der Vortrag(ende) stellt die konzipierten
Arbeitspakete vor und lässt Raum für (und bittet um)
Anregungen und Diskussionen.
Di 31.01.06 14:30 Uhr in C-221
1. Bereitstellung einer Infrastruktur für die
verteilte agentenorientierte Softwareentwicklung im Kontext von
OpenNet
Wojciech Laka
Der agentorientierte Ansatz der Programmierung ist
eine notwendige Erweiterung des objektorientierten
Programmierparadigmas, um dem wachsenden Bedarf an verteilten
Anwendungen im Internet gerecht zu werden.Umso notwendiger ist es,
eine einheitliche Infrastruktur bereitzustellen, in der Anwendungen
agentorientiert verteilt werden können. Einen möglichen
Ansatz, dies leisten zu können, verfolgt OpenNet.
In Vortragwird die technische und inhaltliche
Anbindung von Capa an OpenNet vorgestellt und diskutiert. DesWeiteren
folgt eine kurze Diskussion wie weitOpenNet einen wichtigen Punkt im
Bereich offener Agentennetze, nämlich dem Problem des Auffindens
von Diensten durch potenzielle Konsumenten, abdecken kann.
Es folgen konkrete Erweiterungsvorschläge an die
Architektur von OpenNet. Anwendungen im Kontext offener
Agentensysteme benötigen eine Infrastruktur, die aktuelle
Informationen bereitstellen kann. Deswegen wird abschließend
ein Systementwurf für einen "subscription manager"
vorgestellt, der dieser Anforderung gerecht werden soll.
2.Feature-Structure-Netze für Agenten -
Tool-Demonstration
Michael Duvigneau
Der von Frank Wienberg definierte Formalismus der
Feature-Structure-Netze (FS-Netze) steht in der aktuellen
Entwickler-Version von Renew wieder zur Verfügung. Die
Handhabung des Werkzeuges wird an Netzbeispielen
vorgeführt.
Ein mögliches Einsatzgebiet für FS-Netze
ist die Modellierung bzw. Implementierung von
Mulan-Protokollnetzen. Vorteile sind eine klare grafische
Darstellung sowie eine Ausdrucksmächtigkeit, die
Mustererkennung, Nachrichtenzerlegung, Nachrichtenkomposition sowie
statische und dynamische Typprüfung unter Berücksichtigung
der Ontologie in einer einzigen Transitionsanschrift ermöglicht.
Di 24.01.06 14:30 Uhr in C-221
Projektplanung mittels automatisierter Verhandlungen
Michael Morales
Es wird ein Projekt betrachtet, das von zwei Akteuren gemeinsam durchgeführt werden soll. Beide Akteure verfolgen dabei ihre eigenen Zielsetzungen. Um einen für beide Seiten befriedigenden Projektplan zu finden, wird ein automatisierter Verhandlungsmechanismus eingesetzt. Während des Vortrags soll dieser Verhandlungsmechanismus, seine Anwendung auf das obige Problem und experimentelle Ergebnisse dieser Anwendung vorgestellt werden.
Di 17.01.06 14:30 Uhr in C-221
Eine Ausführungsumgebung für die
Kryptoprotokollspezifikationssprache M S R
Stefan Reich
MSR (Multiset Rewriting) ist eine
Spezifikationssprache für Kryptoprotokolle, die sich durch
vollständige Formalisierung und ein flexibles Typsystem
auszeichnet.
Der Vortrag stellt eine Diplomarbeit vor, die
an der University of Illinois at Urbana-Champaign begonnen wurde und
momentan an der Universität Hamburg abgeschlossen wird. Kern der
Diplomarbeit ist eine Software-Implementation von MSR, die es
erlaubt, MSR-Spezifikationen auf syntaktische und Typkorrektheit zu
überprüfen und Kryptoprotokolle effizient zu simulieren
(interaktiv sowie in Form von automatischer Durchsuchung des
Zustandsraums). Die Implementation realisiert eine von Mark-Oliver
Stehr und Illiano Cervesato vorgeschlagene flache
Repräsenta-tion von MSR im Open Calculus of Constructions.
Auf der Grundlage der Implementation sind
zahlreiche weitere Anwendungen denkbar, beispielsweise die
Überprüfung von Protokollen hinsichtlich der Einhaltung von
Vertraulichkeitszusicherungen.
Di 10.01.06 14:30 Uhr in C-221
1) Entscheidbarkeit der
Beschränktheit von MOB-Netzen
Roxana Dietze (Prom. Stud.)
Im Vortrag wird bewiesen, dass die
Eigenschaft der Beschränktheit entscheid-bar für MOB-Netze
ist. Das bedeutet, dass die MOB-Netze zur Netzklasse gehören,
die die Eigenschaft der Erreichbarkeit unent-scheidbar, und die
Eigenschaft der Be-schränktheit entscheidbar haben.
2) Service Description Nets - Vorstellung
und Werkzeugdemonstration
Jan Ortmann (Prom. Stud.)
Automatisierte Dienstkomposition zur Laufzeit
bedarf einer semantischen Beschreibung von Diensten, die es einem
Dienstaufrufer erlaubt, die Auswirkungen des Dienstaufrufes
abzuschätzen.
In diesem Vortrag sollen Service Description
Nets als Formalisierung der Dienstspezifikation vorgestellt werden.
Sie beruhen auf Algebraischen Petrinetzen und erlauben somit die
formale Verifikation bestimmter Eigenschaften. Die Ausführung
geschieht anhand eines Plugins des
Petrinetzsimulators Renew, welches ebenfalls
vorgestellt wird.
Di 13.12.05 14:30 Uhr in C-221
Replikationssemantik - Eine alternative
Wertsemantik und ihr Invarianzkalkül
Holger Tiemeyer
Die vorzustellende Replikationssemantik
erlaubt die Betrachtung der vollständigen Markierung von
Objektnetzen in jeder Stelle eines Systemnetzes innerhalb der
Referenz- und Wertsemantik von Objektsystemen. In ihren Eigenschaften
ist die Replikationssemantik bezogen auf die Betrachtung der
Referenzsemantik äquivalent zu den Eigenschaften der
Verteilungssemantik.
Die Alternative zu der Verteilungssemantik
ergibt sich in der Betrachtung der Semantik unter Wertsemantik:
Innerhalb der Replikationssemantik werden die Objektnetze in ihrem
vollständigen (Folge-)Markierungszustand betrachtet. Dieses
erlaubt beispielsweise die Modellierung von Systemen in denen Objekte
(bzw. Agenten) in ihrem vollständigen, identischen (Folge-)
Zustand auf unterschiedliche Knoten eines verteilten Systems
distributiert werden.
In diesem Vortrag wird die
Replikationssemantik exemplarisch dargestellt. Es werden die
Konsistenzprobleme, die sich bezüglich der Unifikation von
Objetnetzen innerhalb einer fork/join-Struktur ergeben, dargestellt
sowie auf die Berechnung der Invariante des Objektsystems in
einfachen Konsistenzfällen eingegangen. Darüber hinaus wird
eine allgemeine Möglichkeit für die Unifikation unter
Betrachtung von Prozessen angesprochen.
Di 06.12.05 14.30 Uhr in C-221
Plug-in Agenten in Mulan
Benjamin Schleinzer
Inhalt des Seminars soll die Beschreibung von
Plug-in-Agenten sein, wie sie für das letzte "Siedler
Projekt" entwickelt wurden. Besonders berücksichtigt werden
sollen dabei Probleme, wie sie beim Entwurf/Design der
Plug-in-Agenten in Mulan auftraten. Im Ausblick wird ein Entwurf
vorgestellt, in welcher Form Plug-in Agenten zur "Deployment
Modellierung" genutzt werden können.
Grundlage des Seminars ist die
Baccalaureatarbeit über Plug-ins und Agenten.
Di 29.11.05 14.30 Uhr in C-221
NDsync - Roundtrip-Engineering zwischen
Mulanprotokollen und AIP-Diagrammen
Ragna Dirkner & Alexander Lehning
Während einer Softwareentwicklung treten
häufig Teile des zu entwickelnden Systems in mehreren
verschiedenen Darstellungen auf. Durch die Redundanz der
Informationen muss der Entwickler bei einer Änderung in einer
Darstellung auch alle anderen Darstellungen ändern, die das
geänderte Element enthalten. Eine Automatisierung dieses
Prozesses wird Roundtrip-Engineering genannt.
Vorgestellt wird ein Renew-Plugin, welches
die ersten Roundtrip-Engineering-Schritte zwischenMulanprotokollen
und AIP-Diagrammen realisiert.
Di 22.11.05 14.30 Uhr in C-221
Workflow-Validierung am Beispiel eines
kommerziellen Systems
Moritz Kleine
In diesem Beitrag wird eine bei der Firma CoreMedia durchgeführte Diplomarbeit vorgestellt. Es wird auf einige Techniken zur strukturellen Analyse von Workflows eingegangen. Betrachtet werden formale und semiformale Methoden basierend auf Workflow-Graphen, Petrinetzen und Model Checking. Außerdem wird gezeigt, wie diese Methoden zur Validierung von CoreMedia Workflows verwendet werden können.
Di 14.11.05 14.30 Uhr in C-221
Der Satz von Hamblin
Manfred Kudlek
1958 (mit Verbesserung 1965) bewies C. L.
Hamblin, dass für Temporallogik mit transitiver, dichter,
serieller und linearer Zeit nur 15 Tempora (entsprechend
Mo-dalitäten in Modallogik) existieren. Es wir gezeigt, dass
dieser Satz auch gilt, wenn die Zeit verzweigt ist.
Di 01.11.05 14.30 Uhr in C-221.
Anwendungen des Process Mining in Analyse,
Entwurf und Validierung Petrinetz-basierter
Multiagentensysteme
Nicolas Knaak, Lawrence Cabac, Frank
Heitmann, Florian Plähn
In diesem Vortrag wird ein Ansatz zur Rekonstruktion von Interaktionsmodellen aus Ablaufprotokollen von Multiagentensystemen vorgestellt, der auf Methoden des Process Mining aufbaut. Es werden Anwendungsmöglichkeiten dieses Ansatzes in der Analyse und Validierung von Multiagentensystemen, sowie im Entwurf adaptiver Petrinetz-basierter Agenten aufgezeigt. Die vorgestellte Arbeit ist im Rahmen eines laufenden Promotionsvorhabens am Arbeitsbereich ASI in Kooperation mit dem Arbeitsbereich TGI entstanden.
Di 25.10.05 14.30 Uhr in C-221.
Operational Semantics of Ambient PBC
Michael Köhler
Both the Ambient Calculus and Elementary
Object Systems provide a framework to describe mobile systems. The
Ambient Calculus adopts a paradigm of mobility where computational
ambients are hierarchically structured, where agents are confined to
ambients, and where ambients move under the control of agents.
Ambient Petri nets provide a denotational
semantics for the Ambient Petri Box Calculus (APBC). This process
algebra is an extension of the Petri Box Calculus (PBC) that
encompasses both ambients and their capabilities.
Di 05.07.05.2005 14:15 Uhr in C-221
1) Umwandlung von Petrinetzen in OWL-S
Ontologien
Hauke Loock
Im World Wide Web stehen neben reinen
Informationen auch immer mehr Dienste zur Verfügung. Damit diese
von potentiellen Benutzern gefunden und aufgerufen werden
können, ist es notwendig, dass die dafür benötigten
Informationen in standardisierter Form bereitgestellt werden. Diesen
Ansatz verfolgt OWL-S, welches auf der Web Ontology Language (OWL)
basiert und so eine XML Syntax besitzt und das Ziehen logischer
Schlüsse erlaubt.
Gegenüber OWL-S haben Petrinetze die
Vorteile einen Prozess für den menschlichen Benutzer
anschaulicher darzustellen und dass eine Anzahl an
Verifikationsmethoden existiert.
Um die Vorteile beider Ansätze zu
vereinigen bzw. Prozesse, die als Petrinetz entworfen wurden, als
OWL-S Ontologie zur Verfügung stellen zu können, wurde ein
Prototyp entworfen, der Petrinetze in letztgenannte umwandelt.
2) Petrinetzbasierte Modellierung und
Analyse eines Supply-Chain-Prozesses
Anna Fricke
Gegenstand der Diplomarbeit ist eine petrinetzbasierte Modellierung und Analyse eines Logistikprozesses. Für die Prozessmodellierung wird zunächst die Methode des "Process Landscaping" herangezogen. Eine Prozesslandschaft stellt den Zusammenhang zwischen Prozessen dar und dient als Ausgangspunkt für eine schrittweise Verfeinerung von Prozessmodellen. Die Modellierung der Prozessebene wird mit dem petrinetzbasierten Werkzeug "Renew" realisiert. Anschliessend wird erläutert inwieweit sich "Renew" als Modellierungs- und Simulationstool für einen solchen Prozess eignet.
Di 21.06.2005 14:15 Uhr in C-221
Equations for message passing
Ludwik Czaja - Institute of Informatics, Warsaw University
Suppose a collection of objects capable of
exchanging data is given. If an object has some messages to be sent
and is not involved in another activity, it is ready to send,
otherwise it is unready to send. If an object has enough capacity to
admit some messages and is not involved in another activity, it is
ready to receive, otherwise it is unready to receive. Any of these
four transient capabilities is called a status of the object. A
change of a status occurs on send/receive transactions the object is
involved in. It can send (receive) a message if it is ready to do
this, and each object in a certain set of its receivers (senders) can
receive (send) the message. This recursive phrase is formalized by
functional equations in an algebraic structure called a semiring with
addition interpreted as exclusive choice and multiplication as
simultaneity, with a restricted form of idempotency of the latter.
The equations have solutions interpreted as a set of state
transformers. They also yield, in particular, net structures as well
as a global information on capability of sending/receiving messages
by objects. The information is collected from a local information of
objects' readiness to do this. In this framework various kind of nets
as state transformers may be encompassed by the equations of
specification, but also systems based on the communication paradigm
like CSP, OCCAM, etc.
Di 23.05.2005 14:15 Uhr in C-221
Unentscheidbarkeitsergebnisse für
Referenznetze
Roxana Dietze (Hamburger Nachwuchsförderung)
Die Eigenschaften der Beschränktbarbeit und der Erreichbarkeit sind für allgemeine Referenznetze unentscheidbar. Der Beweis benutzt die Unentscheidbarkeitsergebnisse, die für Netze mit Lösch-Kanten gelten.
Die klassischen Fairnessbegriffe weak fairness
und strong fairness sind nicht verfeinerungsrobust. D.h. ein
unfairer Ablauf kann durch Verfeinerung der Atomizität einer
Transition oder einer Stelle des Systems fair werden.
Wir zeigen, wie man mit Hilfe der
Halbordnungssemantik von Petrinetzen Fairnessbegriffe definieren
kann, die verfeinerungsrobust sind. Dabei ist schon lange eine
verfeinerungsrobuste Version von weak fairness bekannt
(nämlich Maximalität von halbgeordneten Abläufen).
Wir stellen eine verfeinerungsrobuste Version von
strong fairness sowie weitere Fairnessbegriffe vor, die eine
Hierarchie bilden. Diese Hierarchie basiert auf der Konfliktstruktur
von Transitionen und charakterisiert damit die unterschiedliche
Überlagerung von Konflikt und Synchronisation in einem
Fairnessbegriff.
The concept of mobile agents imposes a great security risk for information systems. In this talk we propose object nets as a specification formalism for mobility in multi-agent systems. Since the general formalism is Turing-powerful not every analysis method that is common for Petri net can be applied. So, we define the subclass of "ordinary'' object nets that allows for the application of standard P/T-net techniques, i.e.\ the computation of boundedness, liveness etc.
Di 25.01.2005 14.30 Uhr in C-221
CoreMedia-Prozesse
Dr. Olaf Kummer
In diesem Vortrag soll ein wenig aus der
Informatikpraxis berichtet werden. Nach einer Vorstellung von
CoreMedia und den entwickelten Produkten soll zunächst
die Workflow-Engine zur Steuerung von Redaktionsprozessen genauer
vorgestellt werden.
Das Workflow-Modell von CoreMedia
wurde maßgeblich von den Arbeiten bei TGI beeinflusst.
Anschließend soll der
Softwareentwicklungsprozess bei CoreMedia beleuchtet werden.
Di 18.01.2005 14.30 Uhr in C-221
Modellieren von
Agentenapplikationen
Lawrence Cabac
Die Grundlagen der Petrinetzbasierten
agentenorientierten Softwareentwicklung (AOSE) sind mit Mulan
gegeben. Um allerdings Multiagenten-Applikationen (MAA) effektiv und
effizient konstruieren zu können, bedürfen die Methoden,
Techniken und Werkzeuge eine Anpassung an die AOSE. Hierbei ist
sowohl das Modellieren als auch die Herangehensweise (Approach) bei
der Softwareentwicklung von entscheidender Bedeutung.
Die Architektur und die Organisation von MAA
unterscheiden sich in vielen Punkten von konservativen Systemen.
Unterschiede liegen u.a. in der Verteilung und der Dynamik. Das
Modellieren von dynamischen Strukturen wird bisher von üblichen
Modellierungstechniken vernachlässigt. Ein Ansatz ist die
dynamischen Eigenschaften von Referenznetzen auszunutzen, um darauf
aufbauend eine an UML angelehnte Modellierungstechnik zu entwickeln,
die es erlaubt, Mobilität darzustellen. Eine solche Methode und
ein entsprechendes Werkzeug sollen im Kontext von Mulan für das
Modellieren und Monitoren von MAAs erstellt werden.
Di 11.01.2005 14.30 Uhr in C-221
1) Workflownetzen
Roxana Dietze
Verifikation und Referenznetze sind zwei
wichtige Begriffe, die aber wegen Unentscheidbarkeitsergebnisse im
Allgemeinen nicht leicht miteinander verknüpft werden
können.
Workflow gilt traditionell als ein
Anwendungsbereich in dem zahlreiche Eigenschaften handhabbar
sind.
Im Vortrag wird daher eine Beschränkung
für die Klasse der Referenznetzen vorgeschlagen:
Workflowreferenznetze.
Für diese wird untersucht wie allgemein
oder wie speziell die Definitionen gewählt werden müssen,
um hinreichend ausdrucksmächtig zu sein, bei gleichzeitiger
Verifikationsmöglichkeit.
2) Agentenorientierte Entwicklungsumgebung
Kolja Lehmann
Die Planung und Durchführung von
Softwareprojekten ist ein Prozess, an dem in der Regel eine Reihe von
Personen beteiligt sind. Zunehmend kommt als Erschwernis dazu, dass
diese Personen nicht nur unterschiedlichen Unternehmen
angehören, sondern zudem die Kommunikation durch geographische
Verteilung behindert wird.
Das Projekt "Agentenorientierte
Entwicklungsumgebung" zielt darauf ab, für diesen Kontext
ein unterstützendes System zu konstruieren, in dem die einzelnen
Akteure durch Agenten in einem Multiagentensystem repräsentiert
werden. Weitere Agenten stellen darin z.B. Kommunikations- und
Dokumentenmanagementdienste zur Verfügung. Zusätzlich
sollen Werkzeuge zur lokalen Unterstützung der
(agentenorientierten) SW-Entwicklung konstruiert und dabei evaluiert
werden, inwieweit die agentenorientierte Vorgehensweise hier
hilfreich sein kann.
Di 04.01.2005 14.30 Uhr in C-221
1) Modellierung und Komposition von
Diensten anhand von Petrinetzen
Jan Ortmann
Verteilte Dienste werden vielfach als die
entscheidende Technologie für die Koordination von Unternehmen
und für die Erbringung von Leistungen
gegenüber Endkunden gesehen. Vielfach fehlen jedoch noch
Mittel zur Modellierung und zum Auffinden von verteilten Diensten.
Diesen Fragen widmet sich der Vortrag und
stellt einerseits ein Framework zur Modellierung verteilter Dienste
vor, welches auf Petrinetzen basiert, und diskutiert andererseits die
Verwendung von Petrinetzen zur Auffindung von Diensten. Letzteres
geschieht anhand einer Erweiterung algebraischer Petrinetze, die es
ermöglicht, Workflows mit Ressourcen darzustellen.
2) Open Source Entwicklung unter der
Multiagentensystemmetapher
Kolja Lehmann
Di 07.12.2004 14.30 Uhr in C-221
Modellierung von Agenten und
Multiagentensystemen -Grundlagen und Anwendungen
Volker Tell
Di 23.11.2004 14.30 Uhr in C-221
Exercises in proving net
correctness
Ludwik Czaja, Warsaw University
Correctness of a system means coherence with
its specification. But what is specification of a net (often a net
itself is taken as a specification of a system)? The question is
quite relevant when a large nets are involved, as we cannot be
convinced as for their behavioural conformity to our (or a client's)
intention.
As a specification, suitable axioms
describing interrelations between selected atomic operations,
characteristic for a task a net is to model, are adopted. Thus,
specification of a net is a formalized theory of a given task. From
such specification a net (as an "implementation") is
constructed, and, in turn, from the net - an algebraic system, which
should be a model of the axiomatic theory.
Verification of the latter is a correctness
proof of the net. The procedure will be illustrated by a number of
tasks and constructed nets with their animated activity displayed.
Di 16.11.2004 14.30 Uhr in C-221
Sequentialität,
Parallelität und Probabilität in Petri-Netzen und
Multiset-Grammatiken
Manfred Kudlek
Für das "Protocol Engineering"
ist das Erstellen der Protokollspezifikation eine wichtige
Basisaufgabe. Dabei ist zu beachten, dass die Spezifikationen keine
Mehrdeutigkeiten enthalten, da diese zu zu unterschiedlichen
und möglicherweise inkompatiblen Protokollimplementationen
führen können. Mit natürlicher Sprache ist diese
Bedingung nur unbefriedigend zu erreichen, daher werden formale
Sprachen verwendet, deren Zeichenketten jeweils eine genau definierte
Bedeutung haben. In diesem Vortrag soll die deontische Logik als
Spezifikationsprache vorgestellt werden. Als Semantik werden
Petrinetze verwendet, da sie Nichtdeterminismus in Form von
Alternative oder Nebenläufigkeit unterstützen. Des Weiteren
erlauben Petrinetze höherer Ordnung durch stärkere
Abstraktion, auch komplexe Protokolle kompakt darzustellen.
2) Rational Numbers as Finite Automata and Reference Nets
Wulf Harder
Rational numbers can be represented as finite automata and reference nets. A finite automaton representation of a rational number generates a p-adic expansion to the left. Simple operations on rational numbers can be performed by composing the operation with the operands. Composition examples will be presented.
Di 26.10.2004 14.15 Uhr in C-221
Petri Nets Structuring and Composability -
Some pragmatic aspects
João Paulo Barros, Universidade Nova de Lisboa, Portugal
Petri Nets structuring and composability are
extremely significant from an engineering point of view. We will
present a set of operations on nets based on the concepts of net
instances and fusion sets. These operations support the specification
of Place/Transition net structure's abstractions and net model
transformations in an integrated and generic way. More specifically,
they allow model construction and model transformation in any of
three perspectives: top-down, bottom-up, or crosscutting.
After, we present how to implement these
operations in the context of the Petri Net Markup Language (PNML),
thus including a discussion about their extension to other Petri
nets classes.
Finally we present a set of concrete idioms
to construct Coloured Petri nets models in an object-oriented way.
These idioms do not impose significant extensions to the nets syntax
and do not extend their modeling power. Yet, they reduce the gap
between Coloured Petri net models and implementations using
object-oriented languages.
Di 13.07.2004 14.15 Uhr in C-221
1) Formal Semantics for AUML Agent
Interaction Protocol Diagrams
(Short presentation at the AAMAS 2004)
Lawrence Cabac
We introduce an approach for defining
semantics for AUML agent interaction protocol diagrams using Petri
net code structures. This approach is based on the usage of net
components which provide basic tasks and the structure for Petri
Nets. Agent interaction protocol diagrams are used to model agent
conversations on an abstract level. By mapping elements of the
diagrams to net components we are able to translate the diagrams into
Petri nets, i.e to generate code structures from the drawings. We
provide tool support for this approach by combining a tool for net
components with a tool for drawing agent interaction protocol
diagrams. This combined tool is available as a plug-in for Renew
(Reference Net Workshop).
2) a)Ein konzeptuelles und praktisches
Rahmenwerk für web-basierte Prozesse in
Multiagentensystemen
Jan Ortmann
Es wird ein konzeptuelles Framework für
web-basierte Prozesse in Multiagentensystemen vorgestellt. Ziel ist
es hierbei konzeptuell zu erläutern, wie Web Services in ein
Petrinetz-basiertes Multiagentensystem integriert werden
können.
b) Vorstellung des TURN Werkzeugs
Das Werkzeug TURN (Tutorial with Reference
Nets) soll vorgestellt und diskutiert werden. Ziel des Werkzeugs ist
die Erstellung und Darstellung von Tutorials mit Referenznetzen. Die
Vorstellung dient der Diskussion des jetzigen Stands des
Werkzeugs.
Di 06.07.2004 14 Uhr s.t. in C-221
Objektnetze: Definition und Eigenschaften (Disputation)
Michael Köhler
Gegenstand des Vortrages sind die
theoretischen Eigenschaften des Formalismus der Objekt-Petrinetze,
kurz: der Objektnetze. Dieser Formalismus erweitert die
Petrinetztheorie insofern, als dass sogar Petrinetze als Marken,
sogenannte Netzmarken, zugelassen sind.
Für die Interpretation der Netzmarken
existieren zwei zentrale Sichtweisen. In Anlehnung an die
programmiersprachlichen Konzepte "call by reference" und
"call by value" werden Netzmarken entweder als Referenzen
oder als Werte gedeutet. Ersteres wird als Referenz-, letzteres als
Wertsemantik bezeichnet. Es ergeben sich hieraus für den Vortrag
zwei zentrale Schwerpunkte:
Erstens werden Objektnetze in den formalen
Kontext der allgemeinen Petrinetztheorie eingeordnet, indem die
Ausdrucksmächtigkeit des Formalismus untersucht wird. Es ist zu
klären, inwieweit sich die strukturellen Eigenschaften der
Petrinetze auf Objektnetze übertragen. Weiterhin sind typische
Entscheidbarkeitsfragen (wie beispielsweise das Erreichbarkeits- oder
das Beschränktheitsproblem) zu klären.
Zweitens ist das Verhältnis der beiden
Semantiken zueinander zu klären. Hierfür sind diejenigen
Schaltfolgen zu charakterisieren, die sich von beiden Semantiken
im Sinne einer wechselseitigen Simulation
ausführen lassen.
In diesem Vortrag wird gezeigt, wie
Objektpetrinetze mit Wertsemantik zur Modellierung von verteilten
Systemen eingesetzt werden können.
Dabei wird der Formalismus der
Objektpetrinetze erweitert, indem verschiedene
Unifikationsoperationen definiert und auf ihre Eigenschaften
untersucht werden.
Zudem werden verzweigte Prozesse eingesetzt,
um bei der Unifikation auftretende Konflikte zu erkennen und
aufzulösen.
Anhand von zwei Modellierungsbeispielen aus
dem Bereich der verteilten Datenbanken wird der Einsatz der
definierten Erweiterungen veranschaulicht.
Di 29.06.2004 15.30 Uhr in C-221
Quantum and Stochastik Branching
Programs of Bounded Width
Farid Ablayev Kazan State Univ. (RU)
We show that one qubit polynomial time
computa-tions are at least as powerful as NC circuits. More
pre-cisely, we define syntactic models for quantum and stochastic
branching programs of bounded width and prove upper and lower bounds
on their power.
We show any NC language can be accepted
exactly by a width-2 quantum branching program of polynomial length,
in contrast to the classical case where width 5 is necessary unless
NC1 = ACC.
Finally, we show that bounded-width quantum
and stochastic programs can be simulated by classical pro-grams of
larger but bounded width, and thus are in NC1.
Di 22.06.2004 14.15 Uhr in C-221
Verifikation von Multiagentensystemen
Jan Meier
In der aktuellen Entwicklung der Informatik
nehmen Multiagentensysteme eine immer größer werdende
Bedeutung ein. Durch diesen Prozess fließen vermehrt
Multiagentensysteme in das alltägliche Leben ein. Für diese
Systeme ist ein fehlerfreies Funktionieren gewünscht bzw.
Voraussetzung für den Einsatz im Alltag.
In der Diplomarbeit soll mit Hilfe der
deontischen Logik diese Multiagentensysteme spezifiziert werden, um
mit der Technik des Modelcheckings eventuell vorhandene
Verhaltensweisen aufzuzeigen, die unerwünscht sind. In dem
Vortrag soll die geplante Vorgehensweise skizziert werden, wie aus
einer deontischen Formel ein Petrinetz entsteht, welches dann
überprüft werden kann. Diese Transformation soll durch
intiutionistische und lineare Logik unterstützt werden.
Di 15.06.2004 14.15 Uhr in C-221
An extensible editor and simulation engine for Petri nets: Renew
Michael Duvigneau
Renew is a computer tool that supports the
development and execution of object-oriented Petri nets, which
include net instances, synchronous channels, and seamless Java
integration for easy modelling. Renew is available free of charge
including the Java source code.
Due to the growing application area more and
more requirements had to be fulfilled by the tool set. Therefore,
the architecture of the tool has been refactored to gain more
flexibility. Now new features allow for plug-ins on the level of
concepts (net formalisms) and on the level of applications (e.g.
workflow or agents).
This presentation will be held at the ATPN'04
conference next week.
In this presentation the structure of formalisms are
studied that allow Petri nets as tokens. The relationship towards
common Petri net models and decidability issues are studied.
Especially for "elementary object-net systems" defined by
Valk the decidability of the reachability and the boundedness problem
is considered. It is shown that reachability becomes undecidable
while boundedness remains decidable for elementary object-net
systems. Furthermore it is shown that even for minimal extensions the
formalism obtains the power of Turing machines.
Der Vortrag soll einen Einblick in die Diplomarbeit
"Prototypische Umsetzung eines Multiagentensystem basierten
Leitmodells" geben. Es werden die Motivation für die
Arbeit, die Vorgehensweise und erste Ergebnisse der Arbeit
vorgestellt. Die Diplomarbeit hat das Ziel den Paradigmenwechsel von
der Objektorientierung (OO) zur Agentenorientierung (AO) in der
Softwaretechnik zu unterstützen. Es werden zu diesem Zweck die
Vorteile der AO gegenüber der OO in Bezug auf die Entwicklung
von verteilten Softwaresystemen herausgearbeitet. Desweiteren wird
ein neues Modell (Leitmodell) definiert mit dem es möglich ist
Teile der Modelle anderer Ansätze mit beliebige Paradigmen zu
verbinden. Dieses Modell wird auf Basis des AO instanziert,
prototypisch umgesetzt und in die Workflow-Engine von Timo Carl
integriert.
2. Initial Marking Setting Problem for Petri Nets ...
Li Sek Su, Gast aus Pyongyang, Nordkorea:
Di 04.05.2004 14.30 Uhr in C-221
CHALLENGES of COMPLEXITY THEORY
Prof. Jozef Gruska (Faculty of Informatics, Masaryk University, Brno/CZ)
Complexity theory is a specific, powerful,
informatics based and technology/physics independent, way of
discovering (and getting insights into), the laws, limitations and
foundations of information processing and also into the (quantum)
physical world.
The first goal of the talk is to demonstrate
briefly basic concepts, models, methods, paradigms, results and aims
of quantum complexity theory.The second goal of the talk is to
indicate briefly main challenges, internal and external, quantum
complexity theory nowadays faces.
Finally, the aim of the talk is to discuss
several of those important areas where progress is required and where
more and better cooperation between theoretical informatics and
quantum physics people seems to be much needed!
Di 03.02.2004 14.15 Uhr in C-221
Workflowpetrinetze - Hierarchisierung
mittels Netzen-in-Netzen (Dipl.A-Vorst.)
Marco Braker
Die Modellierung großer informatischer
Systeme wird heute meist hierarchisch insbesondere ,,objektorientiert
durchgeführt und mithilfe vorhandener Klassenbibliotheken
realisiert, in denen entsprechende ,Oberklassen' für viele
Anwendungen bereits abgelegt sind. Diese Wiederverwendung erprobter
und ausgetesteter Klassen macht eine Stärke des
objektorientierten Entwurfs aus. Zur Unterstützung der
Modellierung gibt es Schemata und Beschreibungssprachen...'' [Duden,
S. 413]
Gleichzeitig werden Petrinetze ,,in
zunehmenden Maße zur Modellierung und Simulation von
allgemeinen Vorgängen insbesondere von Arbeitsabläufen
(,Workflow') verwendet. Petrinetze besitzen jedoch eine statische
Natur. Will man z.B. Vorgänge beschreiben, bei denen dauernd
neue Prozesse erzeugt werden (vgl. task-Konzept bei Ada, OCCAM) dann
erweisen sich Petrinetze als ungeeignet.'' [Duden, S. 490]
Durch die Entwicklung des Konzepts der
Netze-in-Netzen, besteht dieses Manko grundsätzlich nicht mehr.
Es wurde bereits punktuell gezeigt, dass sich Netze-in-Netzen zur
Modellierung dynamischer Prozesse eignen. Für die korrekte
Modellierung komplexer Arbeitsabläufe ist jedoch ein tieferes
Verständnis von Netzen-in-Netzen notwendig, welches in der Regel
von den meisten Entwicklern nicht auf Anhieb erwartet werden kann.
Dadurch entstand der Wunsch nach einer
durchgängigen hierarchischen Methode, welche die konzeptuelle
Modellierung komplexer Geschäftsprozessen ermöglicht, dem
Entwickler jedoch (fast) kein theoretisches Hintergrundwissen
über Netze-in-Netzen abverlangt, solange er nur vorgefertigte
Komponenten verwendet. In dem Vortrag wird über den aktuellen
Stand der Diplomarbeit berichtet, welche diesen Wunsch als
Untersuchungsgegenstand hat (Die beiden verwendeten Zitate stammen
aus dem Duden Informatik, Hrsg. Meyers Lexikonredaktion (2001),
Duden-Verlag, 3.Auflage, S.413 bzw. S.490)
Di 27.01.2004 14.30 Uhr in C-221
Verhandlungsmechanismen für
Multiagentensysteme - Spezifikation und Implementierung mit
Referenznetzen
Sven Heitsch (Dipl.A-Vorst.)
In diesem Vortrag werden Verhandlungen als
vielseitiger Mechanismus zur Kommunikation und Koordination von
Akteuren mit unterschiedlichen Interessen vorgestellt. Ziel einer
Verhandlung ist das gegenseitige Übereinkommen der Beteiligten
und eine Entscheidung, die keiner der Teilnehmer hätte allein
treffen können.
Es werden elementare Bestandteile von
Verhandlungsmechanismen identifiziert und formalisiert. Auf dieser
Grundlage werden die Petrinetz-basierten MULAN-Agenten befähigt,
durch die Ausstattung mit geeigneten Verhaltensprotokollen
au-tomatisiert Verhandlungen durchzuführen.
Di 20.01.2004 14.30 Uhr in C-221
Ein Referenz-Netz-basiertes Modell
zur dynamischen Komposition von Web Services
Sven Offermann
In den letzten Jahren hat sich das Internet
zu einem bedeutenden Medium zur elektronischen Abwicklung von
Geschäften entwickelt. Organisationen bieten Produkte und
Dienstleistungen an und nutzen das Web selbst zum Bezug
benötigter Produkte und Leistungen. Auf Basis der
vielfältigen existierenden Angebote können neue
Dienstleistungensangebote fexibel und kostengünstig aus
vordefinierten Leistungskomponenten erstellt werden, indem bestehende
Diestleistungsangebote dynamisch lokalisiert und wie Bausteine
miteinander komponiert werden.
Die vorgestellte Arbeit beschäftigt sich
mit der dynamischen Komposition von Web Services zur Realisierung von
neuen elektronischen Mehrwertdienstleistungen. Der Fokus liegt dabei
auf dem Entwurf eines Modells zur Beschreibung solcher dynamischer
Kompositionen. Hierbei wird zur Modellierung der
Leistungserstellungs- und Koordinationsaspekte ein
Petri-Netz-basierter Ansatz verfolgt. Weiterhin wird ein Modell zur
Beschreibung und Typisierung von Web Services vorgestellt, welches
die Spezifikation der operationalen Schnittstellen, des Verhaltens
und der Eigenschaften von Web Services ermöglicht. Durch die
Ableitung von Diensttypbeschreibungen für Teildienste aus einem
Kompositionsmodell und deren Abgleich mit Dienstbeschreibungen
bekannter Dienste können dynamisch Dienstanbieter von
Teildiensten ermittelt werden und deren Zusammenarbeit mit Hilfe der
Simulation von Petri-Netzen koordiniert werden.
Zum Zeigen der Tragfähigkeit des in
dieser Arbeit konzipierten Kompositions-Modells, wird weiterhin die
Implementierung einer prototypischen Kompositions-Plattform
vorgestellt, mit deren Hilfe eine Modell-basierte Realisierung von
neuen Mehrwertdiensten möglich ist.
Di 13.01.2004 14.30 Uhr in C-221
Ein Rahmen für die Bildung von
Verständnismodellen für Systeme
Rainer Mackenthun, Abt.-Leiter /
Verlässliche Technische Systeme, Fraunhofer ISST, Berlin
Unter einem Modellbildungsrahmen verstehen
wir eine Reihe von Modellbildungsaktivitäten, ihre
Zusammenhänge und die Beschreibung der in den
Modellbildungsaktivitäten entstehenden
Modellbeschreibungsformalismen.
Das Verständnismodell ist das erste
zusammenhängende Modell für die Entwicklung eines Systems,
direkt hinter den Anforderungen und noch vor den funktionalen
Spezifikationen. Es unterstützt die Konzeptionsphase der
Systementwicklung.
Die im Rahmen entstehenden
Modellbeschreibungsformalismen werden zu der Modelliersprache VAMOS
zusammengefasst und mit einer formalen Semantik unterlegt. Im Vortrag
wird nur die semantische Basis der Sprache (Basis-VAMOS) vorgestellt,
also der Anteil, der in die Semantik eingeht.
Die Semantik wird über eine Maschine
dargestellt, in die eine in Basis-VAMOS erstellte Modellbeschreibung
automatisch transformiert wird. Die Maschine enthält
unterschiedliche Arten von Transitionen, die auf einer gemeinsamen
Datenstruktur arbeiten. Eine der Transitionen (die
Ausführungstransition) interpretiert die Datenstruktur als
Kausalnetz und schaltet dieses. Sie arbeitet wie eine
Systemtransition im Referenznetz.
Di 11.11.2003 14.30 Uhr in C-221
Synchronisierung in
Objekt-Petrinetzen höherer Ordnung
Manfred Kudlek
Ziel ist die Konstruktion von
Objekt-Petrinetzen von geringerer Mächtigkeit als
Turingmaschinen, so dass in solch einer Klasse auch ein universelles
Objekt-Petrinetz existiert.Ein anderes Ziel ist es, die sehr
ein-geschränkte Synchronisierung von Transitionen im Objekt- und
System-Netz im Falle der Wertsemantik zu vermeiden.
The Petri-net-based formalism of object-net systems
is used to model concurrent systems with dynamically changing
environments, such as mobile objects. The tokens in object-net
systems are themselves Petri nets, which gives the formalism an
additional (vertical) dimension of nesting. In this presentation
nested processes, a canonical extension of standard Petri net
processes, are presented. These nested processes reflect the vertical
structure of object-net systems.
Also general decidability issues of formalisms that
allow Petri nets as tokens are studied. It is shown that reachability
becomes undecidable while boundedness remains decidable for
elementary object-net systems. Furthermore it is shown that even for
minimal extensions (i.e. unbounded nesting structure) the formalism
obtains the power of Turing machines.
Di 28.10.2003 14.15 Uhr in C-221 /
Aufgrund eines Rohrbruchschadens auf dem Gelände muss das
Oberseminar ausfallen.
Di 21.10.2003 14.15 Uhr in C-221
Objektnetze Grundlagen &
Ausblicke
Rüdiger Valk
Es wird eine Einführung in
das Gebiet der Objektnetze entsprechend dem Netze-in-Netzen-Paradigma
gegeben.
An einigen Stellen werden auch spezielle
Probleme angesprochen.
Oberseminarvorträge im
SoSe_2003
Di 08.07.2003 14.15 Uhr in C-221
Analyse und Bewertung von
Agentenprotokollen auf Basis von Petrinetzen
Kolja Lehmann
Eine wichtige Rolle beim Entwurf von
Multiagentensystemen kommt der Gestaltung der Interaktion zwischen
den Agenten zu. Zur Strukturierung dieser Interaktionen werden
Protokolle verwendet. Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung
von Interaktionsprotokollen unter Gesichtspunkten wie
Verklemmungsfreiheit, Stabilität und Fairness, um eine
Hilfestellung für die Entwicklung von Multiagentensystemen zu
liefern.
Darüber hinaus wird versucht, Protokolle
zu bewerten. Die Verwendung unterschiedlicher Protokolle kann
für die beteiligten Agenten zu ganz unterschiedlichen
Ergebnissen führen. Mit Methoden der Spieltheorie sollen Agenten
in die Lage versetzt werden, Protokolle auf ihren persönlichen
Nutzen hin zu bewerten um so Protokolle selbst zum Gegenstand eines
Verhandlungsprozesses machen zu können.
Di 01.07.2003 14.15 Uhr in C-221
1) Algorithmen zur Konstruktion und
Optimierung von gemischten Netzen aus berandeten Knotenmengen in der
Ebene (Dip.A.-Vorst.)
Christina Theilmann
Für Festigkeitsanalysen von Schiffen und
Bauteilen werden Finite-Elemente-Modelle benötigt. Ein
Finite-Elemente-Model eines Objektes ist eine Unterteilung seiner
geometrischen Struktur in simple Polytope, welche die Finiten
Elemente darstellen. Für die Generierung eines
Finite-Elemente-Modells eines zweidimensionalen Objektes wird ein
effizienter Algorithmus gesucht, der aus einer geometrischen Struktur
in der Ebene eine Unterteilung aus Drei- und Viereckselementen
erzeugt, wobei die geometrische Struktur aus einer polygonalen
Berandung und weiteren inneren Knoten besteht.
Weiterhin wird eine geeignete
Bewertungsfunktion für derartige Unterteilungen gesucht. Sowohl
für den gesuchten Algorithmus als auch für die
Bewertungsfunktion sollen einige Ansaetze vorgestellt werden. Dabei
wird auf die Hilfsmittel der Algorithmischen Geometrie und der
Heuristischen Diskreten Optimierung zurückgegriffen.
2) Agenten und Ontologien -- Ein
Ontologiekonzept für MULAN (Dipl.A-Vorst.)
Jan Ortmann
Agenten werden vielfach als Schlüssel zur Meisterung hochkomplexer offener Systeme gesehen. Sie bieten eine Möglichkeit autonom auf Veränderungen in ihrer Umwelt zu reagieren und Aufgaben für einen Auftraggeber transparent an andere Agenten weiterzudelegieren, sofern sie nicht in der Lage sind, diese eigenständig abzuarbeiten. Jedoch genügt für den Austausch von Aufträgen zwischen Agenten nicht lediglich der Austausch von Zeichenketten. Gerade im Bereich von offenen Systemen muß sichergestellt werden, daß beide Agenten das gleiche mit den Zeichenketten bezeichnen und daß sie das gleiche Verständnis von den Dingen haben. Hier bietet sich die Verwendung von Ontologien an, um Mißverständnisse vermeiden oder erkennen zu können. Es muß allerdings auch bei der Verwendung von Ontologien dafür gesorgt werden, daß die in verschiedenen Ontologien bezeichneten Begriffe dieselbe semantische Bedeutung haben. Das Aufzeigen von Möglichkeiten und Grenzen von Ontologien sowie die Integration einer Prozeß-Ontologie zur Auffindung und Ausführung von Prozessen in ein bestehendes Multiagentensystem ist Ziel der Arbeit.
Di 17.06.2003 14.15 Uhr in C-221
1) Relating the MSR crypto-protocol
specification language to rewriting logic with dependent
types
Mark-Oliver Stehr, Univ, of Illinois at Urbana-Champaign
MSR is a specification language for
cyrotographic protocols that is based on multiset-rewriting and
evolved from ideas on strand spaces and linear logic. Rewriting
logic (RWL) with dependent types can be seen as an instance of the
open calculus of constructions (OCC), which integrates key concepts
from equational logic, rewriting logic and type theory. In this talk
we present ongoing work on an embedding of MSR into RWL with
dependent types that can serve as a basis for implementing a MSR
specification and analysis environment
using existing rewriting engines. Beyond an
operational semantics, the embedding provides an alternative
model-theoretic semantics that constitutes a formal basis for
cryptoprotocol verification using theexpressive higher-order logic of
OCC.
2) Pattern based workflow design using
reference nets (D. Moldt + H. Rölke)
Daniel Moldt
Komplexe Abläufe erfordern eine
entsprechend mächtige Modellierungssprache. Die Frage war, ob
und wenn ja, wie Petrinetze hier einen Beitrag liefern
können.
Vorgestellt wird eine auf Referenznetzen
basierende Sammlung von Workflow-Mustern, die durch ein Plug-In des
Werkzeugs Renew eine praktische Unterstützung erfährt.
3) Modelling mobility and mobile agents
using nets within nets (M. Köhler, D. Moldt, H.
Rölke)
Michael Köhler
Mobility creates a new challenge for dynamic
systems in all phases of the life cycle, like modelling, execution,
and verification. In this work we apply the paradigm of "nets
within nets" to this area since it is well suited to express the
dynamics of open, mobile systems.
The advantages of Petri nets - intuitive
graphical representation and formal semantics - are retained and
supplemented with a uniform way to model mobility and mobile (agent)
systems.
Di 03.06.2003 14.15 Uhr in C-221
1) Proving Nets Correct (An Experiment)
Ludwik Czaja, Warsaw Univ.
A proof method for systems represented by
nets (cause-effect structures and Petri nets) is proposed. Its
outline is the following. (1) Let a problem specification as a formal
theory i.e. a language system with specific relation symbols
(operations, in particular), axioms and first-order inference rules
be given. For each symbol introduce a class of atomic c-e structures
(counterpart of Petri net transitions) to be the symbol's operational
representative. (2) Using algebraic calculus of cause-effectstructures,
construct - from the atoms - a c-e structure and equivalent net
intended to behave in accordance with the axioms (a mechanical step);
(3) From the cause-effect structure just constructed, infer an
algebraic structure and prove it to be a model (in terms of model
theory) of the axiomatic system specifying the problem. The method
will be illustrated by examples
2) Lawrence Cabac
In "A Proposal for Structuring Petri Net-Based Agent Interaction Protocols" we introduced net components as means for structuring Petri net-based agent interaction protocols. We provide a tool for effortless application of net components to nets. Thus we facilitate the construction of nets and unify their appearance. Net components can be used to derive code for interaction protocols from a subset of extended AUML (Agent Unified Modeling Language) interaction protocol diagrams. This allows for a smooth integration of some traditional software development specification approaches with high-level Petri nets. By using net components we do not only unify the structure of Mulan agent protocols but also succeed to build a common language within a community of developers who share the net components.
Di 27.05.2003 14.15 Uhr in C-221
Sprache zyklischer Wörter
Manfred Kudlek
Zyklische Wörter spielen eine gewisse
Rolle in DNA-Computing. Es werden mehrere Methoden, Mengen von
zyklischen Wörtern zu erzeugen, und die Beziehungen zwischen
ihnen und zu klassischen Sprachfamilien vorgestellt.
Di 20.05.2003 14.15 Uhr in C-221
Fixpunkte, rekursiv und induktiv erzeugte
Sprachen unter allgemeinen
Operatoren (Dipl.A.)
Nicola Ladermann
Die Anwendung des Kleeneschen Fixpunktsatzes auf formale Sprachen ist im allgemeinen für eine recht eingeschränkte Kombination von Sprachklassen und Operatoren über formalen Sprachen bekannt. In dem Vortrag werden Variationen der hinlänglich bekannten Komponenten und die dadurch erhaltenen Ergebnisse betrachtet.
Mo 12.05.2003 16.30 Uhr in C-221
Kundan Misra, University of Warwick
"I will discuss the following work in
progress: Kanban blocking is a manufacturing control formalism
imposing capacities
on the stages of a process. We seek to use
object Petri nets to extend the kanban blocking formalism to include
substages. We also seek to derive timing properties of the extended
formalism."
Di 06.05.2003 14.15 Uhr in C-221
Verklemungsvermeidung in Systemen der
flexiblen Fertigung
Rüdiger Valk
Die industrielle Produktion von Gütern
führt zunehmend zu Systemen der flexiblen Fertigung, zu denen
z.B. Maschinen, Lade- und Entlade-Roboter, Fließbänder und
dgl. zusammenwirken. Wie in anderen komplexen und nebenläu-figen
Systemen ist die Vermeidung von Verklemmungen ein großes
Problem.
In dem Vortrag wird dargestellt, wie
Techniken der Petrinetztheorie eingesetzt werden können, um
bankiersartige Algo-rithmen zur Verklemmungsumgehung mit
polynomieller Zeitkomplexität zu entwi-ckeln.
Di 29.04.2003 16.15 Uhr in GEOMATIKUM HS.
2
Bayesian Models for Software Reliability
Ion Vàduva, Univ. of Bucharest (RO)
A brief introduction to software relia-bility
is first presented.Then, some Bayesian models are intro-duced such
as: Littlewood-Verall model with numerical solutions including
version of Musa; models of the Jelinski-Moranda-type, and a model
using the geometric distribution. Comments on data collection and
inter-pretation of results are made.
Di 22.04.2003 14.15 Uhr in Raum C-221
PRIMES in P - Zur Historie des Beweises vom
August 2002
Matthias Jantzen
Im Vortrag werden die wesentlichen Schritte
des Beweises vorgestellt und auf das Umfeld eingegangen, in dem
dieser epochale Beweis von zwei nicht promovierten Studenten mit
BachelorAbschluss und Dr. Manindra Agrawal gemeinsam entwickelt
wurde.
Grundlage des Vortrags ist ein Artikel der
Deutschen Mathematiker Vereinigung, in Heft 4 (2002) 14-21, der als
aktualisierte Kurzfassung im Computeralgebra Rundbrief der
GI-Fachgruppe im März 2003 erschien.
Di 015.04.2003 14.15 Uhr in Raum C-221
Untersuchung eines Softwarekopierschutzverfahrens
Nur TGI intern
Di 08.04.2003 14.15 Uhr in Raum C-221
Strukturdynamik als Grundlage zur
Modellierung sozialen Verhaltens
Michael Köhler
Die Dialektik von Handlung und Struktur,
d.h. ihre wechselseitige Konstitution, ist sowohl im Bereich der
Informatik als auch im Bereich der Soziologie schon lange bekannt.
In der Informatik werden selbstmodifizierende Systeme meist
vermieden, da eine Beherrschbarkeit der entstehenden Systeme nicht
gewährleistet ist. In der Soziologie werden
(Gesellschafts)Theorien als komplexes Modell ebenfalls entweder
strukturalistisch oder interaktionistisch
bearbeitet. Unter dem Begriff der Mikro-Makro-Problematik wird die
Thematik oft aufgeführt, aber nicht wirklich
zusammenhängend und integrierend untersucht.
Die Simulation sozialen Verhaltens
benötigt zur Modellierung Konzepte und Theorien, wobei die
Strukturdynamik in Sozialitäten von zentraler Bedeutung ist.
Vorgestellt wird ein Modell, dass die Verbindung der
"offensichtlichen" Querbezüge zwischen Verhalten und
Strukturen expliziert und einen ersten Zugang zur Modellierung
erlaubt.
Oberseminarvorträge im WiSe 02/03:
Di 04.02.2003 14.30 Uhr in Raum C-221
Strukturierungskonzepte von Agentensystemen
Michael Köhler & Heiko Rölke
Teil 1: Algebra von Netzen in Netzen
Das Paradigma der "Netze in Netzen"
erweitert die Petrinetztheorie, indem Netze als Marken zulässig
sind. In diesem Beitrag wird die Frage diskutiert, ob Formalismen
nach dem "Netze in Netzen" Paradigma eine kanonische
Erweiterung der Petrinetze darstellen, d.h. ob sie gleiche
strukturelle Eigenschaften besitzen.
Teil 2: Modellierung von Agenten und
Agentensystemen
Im Rahmen des Dissertationsprojektes werden
grundlegende Eigenschaften von Agenten durch einheitliche
Modellierung veranschaulicht und damit verschiedene Architekturen
vergleichbar gemacht. Daraus wird ein Referenzmodell abgeleitet, das
als Basis für die Multiagentensystemarchitektur Mulan dient.
Mulan wurde in mehreren Projekten und Fallstudien sowohl
experimentell als auch (eingeschränkt) produktiv eingesetzt.
Auf jeder Entwicklungsstufe ergeben sich
Anforderungen und Wünsche z.B. an die Schaltsemantik von Netzen
in Netzen sowie Anknuepfungspunkte für weitere theoretische und
praktische Arbeiten unterschiedlicher Fachdisziplinen.
Di 28.01.2003 14.30 Uhr in Raum C-221
Multiagentensysteme: Anbindung der
petrinetzbasierten Plattform CAPA an das internationale Netzwerk
Agentcities
Christine Reese & Michael Duvigneau (DiplA-Vorstellung)
Im Rahmen der Diplomarbeit von Christine Reese mit obigem Titel
werden die Inhalte dieses Vortrags auf dem "Agentcities
Information Day 3" (iD3) am 6.2.2003 in Barcelona von Michael
Duvigneau und Christine Reese vorgestellt.
In the context of agent oriented software
development we use a settler game to illustrate our approach with
respect to architecture, modelling, and implementation. The approach
is aiming at open agent systems. The development is based on a
distributed and truly concurrent framework including Reference nets
and Mulan. Settler itself is a multi-player game with a lot of
possible interactions between agents.
Agentcities is an international network of
agent researchers. Lots of agent platforms in European cities are
connected with
each other. We will connect our Mulan
platform to Agentcities. This involves the development of a ping
agent, and the adoption of naming conventions for agents. Then,
Settler can be seen as a service within Agentcities.
Di 21.01.2003 14.30 Uhr in Raum C-221
Adaptable Computing
Prof. Dr. D. Todoroi, Academy of Economics Studies of Moldova (Chisinau)
Di 14.01.2003 14.30 Uhr in Raum C-221
Hierarchical Object Systems
Berndt Farwer
Fehling's hierarchical Petri nets are a net
modelling framework based on refinement and abstraction of nets.
Object systems are a Petri net-based method of encapsulation. We
bring these two domains together in the new concept of hierarchical
object systems.
Defining hierarchical object systems forces
us to consider what it means to preserve synchronisation when
refining an object system. Unfortunately, there are no truly
satisfying results in this highly complex field, as yet.
A close connection between hierarchical
object systems and the 2-categorical view of Abramsky's interaction
categories is shown.
Di 07.01.2003 14.30 Uhr in Raum C-221
Plug-In-Architektur fuer Renew
Joern Schumacher
Das am Arbeitsbereich TGI entwickelte Tool
Renew ist eines der am weitest verbreiteten
Petrinetz-Simulatoren. Seine Vielseitigkeit und Flexibilität
machen es ebenfalls zu einem mächtigen Modellierungswerkzeug
für komplexe Systeme, wie etwa der Multiagentenplattform
Mulan. Nun handelt es sich bei Renew auch um ein
Softwareprodukt, an dessen Wartung und Weiterentwicklung viele
Personen, etwa aus studentischen Projekten, beteiligt sind;
andererseits werden nicht alle diese Erweiterungen von allen
Benutzern benötigt.
Diese beiden Probleme - Projekt- und
Konfigurationsmanagement - sollen durch eine Komponentisierung von
Renew gelöst werden. Das Ziel ist ein Plugin-Mechanismus,
der es ermöglicht, Komponenten unabhängig voneinander zu
entwickeln und nur bei Bedarf zu laden.
Vorgestellt wird das Vorgehen bei der
Entwicklung des Systems, die Struktur des Kernsystem sowie eine
Beispielkomponente.
Di 17.12.2002 14.30 Uhr in Raum C-221
Workflow Pattern revisited (using Reference nets)
Projektvortrag und Diskussion
Heiko Roelke
Im MOCA-Workshop (Aarhus, 2002) wurde von van
der Aalst der Vortrag "On the expressive power of (Petri net
based) workflow languages" gehalten. Darin wurden die u.a. von
ihm aufgestellten WF-Pattern daraufhin untersucht, ob und wie sie
sich mit herkoemmlichen hoeheren Netzen modellieren lassen. Er kam zu
dem Schluss, dass bestimmte Konstrukte (vor allem komplexe
Synchronisationen von nicht lokalen Instanzen) nicht elegant mit PN
zu modellieren sind. Diese Aussage soll anhand von Beispielmodellen
auf ihre Haltbarkeit bei der Verwendung von Referenznetzen
untersucht werden.
Diskussion der Modelle ist ausdruecklich
erwuenscht.
Di 10.12.2002 14.30 Uhr in Raum C-221
Entwicklung von geometrisch unterscheidbaren
Komponenten zur
Vereinheitlichung von Mulan-Protokollen (Studienarbeit)
Lawrence Cabac
Bei der Softwareentwicklung sind
Strukturierungsprozesse von entscheidender Bedeutung für das
Erfassen von komplexen Systemen. Ein Problem ist die Erzeugung
einheitlichen Programmcodes, ein weiteres ist das Lesen, Begreifen
und Erweitern des bestehenden Codes. Dies gilt auch für das
Erstellen von Code auf der Basis von Petrinetzen. Mulan-Protokolle
sind solche Netze, die bei der Programmierung agentenorientierter
Software innerhalb von Mulan erstellt werden. Um Strukturierung,
Vereinheitlichung und Lesbarkeit von Mulan-Protokollen zu
gewährleisten können Netz-Komponenten benutzt werden. Diese
vereinfachen nicht nur das Erstellen der Protokolle sondern
können auch die Grundlage einer gemeinsamen Sprache einer
Entwicklergemeinde bilden.
Mulan-Protokolle legen die Agentenaktionen
fest. Agenteninteraktionen können mit Hilfe von AUML Interaktion
Protokoll Diagrammen beschrieben werden. Diese bieten eine Sicht auf
Konversationen zwischen Agenten und somit einer übergeordnete
Darstellung der Abläufe. Während der Studienarbeit ist ein
Tool als Erweiterung von Renew erstellt worden, das eine einfache
Benutzung von Netz-Komponenten ermöglicht. In dem Vortrag wird
die Studienarbeit und das Netz-Komponenten Tool vorgestellt.
Weiterhin wird auch das Protocol-Diagram Plugin vorgestellt, dass im
Laufe des Projektes "Adaptive Systeme" (WiSe 2002) als
Modellierungstool erstellt wurde.
Di 3.12.2002 14 Uhr c.t. in Raum C-221
Über reguläre und rationale
Teilmengen in den kommutativen Monoiden Nk und
Zk
Matthias Jantzen
Reguläre Mengen über einem freien
Monoid, wie S*, sind mit ihren vielen, nützlichen Eigenschaften
wohl bekannt. In endlich erzeugten, kommutativen Monoiden, wie dem
freien Ñ^k, oder in ¸^k, das zwar als Gruppe, aber nicht
als Monoid, frei ist, betrachtet man ebenfalls reguläre bzw.
rationale Teilmengen.
In diesen Strukturen kennt man sie meist als
semilineare Mengen. Auch diese bilden jeweils eine boolesche Algebra
und kommen im Zusammenhang mit Vektoradditionssystemen vor, die in
vieler Hinsicht äquivalent zu schlingenfreien (ungefärbten)
Petrinetzen sind.
Im Vortrag werden alte und neue Eigenschaften
vorgestellt, und dabei auf deren unterschiedliche und interessante
Beweistechniken eingegangen.
Di 26.11.2002 14.30Uhr in Raum C-221
Werkzeuge für die mathematische
Modellierung chemischer Prozesse mittels intelligenter Agenten und
evolutionärer Algorithmen
Dagmar Monett Diaz (TU Berlin)
Ziel der Forschung ist die Anwendung von
Prinzipien der Künstlichen Intelligenz auf die Systematisierung
und Teil-Automatisierung von Modellierungsprozessen, mit deren Hilfe
die Entwicklung neuer biomedizinischer Substanzen unterstützt
werden soll.
Ein häufig auftretendes Problem bei der
Simulation chemischer Prozesse ist die Notwendigkeit, unbekannte
Parameter auch ohne zugrundeliegende Theorie abzuschätzen (z.B.
für inverse Probleme der chemischen Kinetik). Evolutionäre
Algorithmen stellen dafür effiziente Strategien bereit.
Allerdings sind die notwendigen Anpassungen und Spezifikationen
für konkrete Problemstellungen oft kompliziert. Deshalb soll der
Anwender bei diesem Prozeß durch intelligente Agenten
unterstützt werden. Dazu ist es notwendig, sowohl chemische als
auch informatische Kenntnisse per Computer zu integrieren und auf
intelligente Weise zu kombinieren.
Die geplante Forschung erweitert die
Prinzipien der Künstlichen Intelligenz bezüglich
intelligenter Agenten um Verfahren zur Automatisierung
evolutionärer Techniken. In diesem Sinn werden intelligente
Agenten implementiert, die den Benutzer bei der Lösung seiner
Aufgaben unterstützen. Sie können selbständig
automatisieren, simplifizieren, lernen und Lösungswege
vorschlagen. Der Anwender wird dabei nicht mit der Komplexität
der Evolutionären Algorithmen konfrontiert.
Di 19.11.2002 14 Uhr c.t. in Raum C-221
Evaluation und beispielhafte Erweiterung einer referenznetzbasierten Agentenumgebung und Toolpräsentation: MulanViewer (Studienarbeit)
Timo Carl
Im WiSe 2001/2002 fand das Projekt "Agentenorientierte Softwareentwicklung" statt. Während des Projekts wurden diverse Schwierigkeiten bei der AOSE mit Renew und Mulan festgestellt. Die Studienarbeit analysiert die Ursachen und schlägt mögliche Lösungswege vor. Ein essentieller Kritikpunkt ist die langwierigen Entwicklungszyklen durch lange Test- und Debugphasen. In dem Praxisteil der Arbeit wurde dieses Thema daher aufgegriffen und ein Werkzeug entwickelt, welches den Entwicklungsprozeß unterstützen soll. Das Resultat ist ein Debuggingtool, welches den Entwickler eine neue Debugmethode für verteilte Systeme - im speziellen Multiagentensysteme auf Basis von Renew und Mulan - ermöglicht. Mit dem Werkzeug wird eine n:m-Beziehung zwischen Viewern und Simulationservern ermöglicht. Damit erhält der Entwickler ein mächtiges Werkzeug, welches ein ganzheitliches Debugging durch Visualisierung des verteilten Zustands ermöglicht.
Di 12.11.2002 14.30 Uhr in Raum C-221
Agentenorientierte Softwareentwicklung
Daniel Moldt
Di 05.11.2002 14.30 Uhr in Raum C-221
The Home Marking Problem and Some Related Concepts
Roxana Melinte (Iasi, RO):
In this paper we study the home marking problem for Petri nets, and some related concepts to it like confluence, noetherianity, and state space inclusion. We show that the home marking problem for inhibitor Petri nets is undecidable. We relate then the existence of home markings to confluence and noetherianity and prove that confluent and noetherian Petri nets have a unique home marking. Finally, we define some versions of the state space inclusion problem related to the home marking and sub-marking problems, and discuss their decidability status.
Di 29.10.2002 14 Uhr c.t. in Raum C-221
Algorithmen fuer semizufaellige Graphenprobleme
Amin Coja-Oghlan (HU, Berlin):
Fuer eine Reihe NP-schwerer Probleme,
z.B.Graphenfaerbung und das Stabile-Menge-Problem, gibt es unter
gewissen komplexitaetstheoretischen Annahmen keine "guten"
Approximationsalgorithmen. Daher liegt es nahe, Algorithmen zu
studieren, die auf "den meisten" Eingaben "gut"
funktionieren. Wir verfolgen diesen Ansatz und untersuchen eine
Verallgemeinerung des Stabile-Menge-Problems,
naemlich das Problem, einen moeglichst grossen duennen induzierten
Subgraphen des Eingabegraphen zu finden. Der Algorithmus fuer dieses
Problem verwendet an entscheidender Stelle semidefinite
Programmierung. Als Anwendung geben wir einen Algorithmus, der mit
hoher Wahrscheinlichkeit k-faerbbare semizufaellige Graphen
faerbt.
Di 25.06..2002 14.15 Uhr in Raum C-221
Concurrent Architecture for a Multi-agent
Platform
Michael Duvigneau (Vortrag zu AOSE'02 in Bologna, Italien):
Di 11.06..2002 14.00 Uhr in Raum C-221
Emotionen in hybriden sozialen Aggregaten.
Ch. von Scheve (Beitrag zu "Mensch & Computer, Hamburg):
Die theoretische Emotionsforschung hat gerade erst begonnen, Emotionen auf höheren Ebenen sozialer Interaktion und Aggregation zu untersuchen, beispielsweise in Organisationen oder verteilten Arbeitsumgebungen. Bisher lag der Fokus der Emotionsforschung auf Wechselwirkungen zwischen Emotion und Kognition in begrenzt interaktionsfähigen Subjekten. Aufgrund neuer Ergebnisse, die Emotionen zu erweiterten Interaktionsmodellen und verschiedenenFormen sozialer Aggregation in Bezug setzen, werden Emotionen auch für emotionale Agenten (künstliche wie menschliche) in der Mensch-Maschine Interaktion (MMI) interessant. Bislang stehen in dieser Hinsicht fortgeschrittene Modelle für dyadische soziale Interaktionen bereit, die auf kognitionswissenschaftliche Arbeiten zurückgreifen. Von emotionalen Agenten wird aber zunehmend erwartet, auch in größeren hybriden sozialen Aggregaten zu interagieren. Aus diesem Grund müssen auch sozialstrukturelle Faktoren berücksichtigt und in Bezug zu kognitiven Komponenten gesetzt werden. Modelle dieser Art existieren aber bislang nicht. Um zu einem besseren Verständnis des natürlichen Phänomens "Emotion" zu gelangen und um bessere Modelle für die Informatik bereitzustellen, sollen Emotionen auf drei Ebenen untersucht und die entsprechenden Theorien integriert werden: kognitiv, interaktional und sozial-strukturell. Dazu werden ausgewählte Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Ebenen illustriert und zu drängenden Fragen des Designs emotionaler Agenten und der MMI in Bezug gesetzt.
Di 04.06..2002 14.00 Uhr in Raum C-221
Combinatorial Considerations for Classical
Propositional Logic.
Prof. Cr. Masalagiu and Dr. St. Andrei (University of Iasi, Romania):
We present some estimations for the number of
resolvents and the number of computation steps for the classical
Resolution Algorithm applied to a
propositional formula (finite set of clauses)
F over n variables. These results may be useful for the construction
of PROLOG-like interpreters.
The presentation reveals the computation of
the maximal number of resolvents. The situations when this number is
reached are also treated.
We also refer to Krom and Horn clauses,
because they represent two classes of clauses forming a stable part
w.r.t. resolution. For each of these two
classes we compute the maximal number of
resolvents which may be reached and study some limit cases.
For the class of Krom clauses we obtain a
polynomial algorithm for testing the (un)satisfiability of F, in the
same time with the computation of Res*(F). The computation of Res*(F)
for a Horn formula leads to anexponential algorithm. We point out
also a polinomial (nearly linear) algorithm for testing the
satisfiability problem for Krom clauses using semantics graphs.We
also indicate how some of our results may be improved.
Di 30.04.2002 14.00 Uhr in Raum C-221
Ein sozionischer Ansatz zur Modellierung der
Mikro-Makro-Problematik.
Michael Köhler
Sozionik ist ein neuer Forschungszweig, der es
sich zur Aufgabe gemacht hat, formale Methoden der Informatik
für die Soziologie sowie soziale Konzepte für die Verteilte
Künstliche Intelligenz fruchtbar zu machen. Das ASKO-Projekt
widmet sich innerhalb der Sozionik speziell der Analyse von
Entscheidungsprozessen in öffentlich-rechtlichen Institutionen.
Die Analyse fußt dabei auf einer Theorierekonstruktion und
-integration zur Entwicklung einer Middle-Range-Theory.
Als Ergebnis der gemeinsamen
Theorie-Rekonstruktion und -modellierung auf Basis von Petrinetzen
wird ein Grundmodell präsentiert, das sich der
Mikro-Makro-Problematik dezidiert annimmt. Der Vorzug dieses
Petrinetzmodells liegt in der hierarchischen Konzeptionierung, d.h.
das Makro- und Mikroebene gleichberechtigte Elemente sind. Diese
Darstellungsform hat gegenüber Modellen, die entweder von der
Makroebene verfeinernd zur Mikroebene oder von der Mikroebene
abstrahierend zur Makroebene gelangen, den Vorteil, dass der
Mikro-Makro-Übergang direkt sichtbar wird.
Di 23.04.2002 14.00 Uhr s.t.in Raum C-221
Geometrische Repräsentation scharf und vage begrenzter Objekte (Disputation)
Lars Kulik
In der Arbeit wird eine Formalisierung von Grenzkonzepten vorgestellt, die sich bei der Spezifikation von Objekten in geographischen Informationssystemen nutzen lässt. Gegenwärtig werden Common-Sense-Annahmen über Objekte und deren Grenzen oft nicht adäquat berücksichtigt. Beispielsweise werden Grenzregionen häufig als Streifen fester Breite modelliert. Auch graduelle Grenzen, etwa ein Waldrand, bei denen einige Lokationen eher zum Wald gezählt werden