Bei der Codierung gilt es immer, einen Kompromiß schließen zu müssen zwischen der Stärke der Komprimierung - und damit der niedrigeren Netzbelastung - und der Qualität der Wiedergabe. Es ist verhältnismäßig offensichtlich, daß eine Codierung beispielsweise ausschließlich mit intracodierten I-Frames (wie bei Motion JPEG) durch die unter anderem fehlende Fehlerfortpflanzung eine bestmögliche Wiedergabe ermöglicht. Da B- und P-Frames Bildbereiche vorheriger und späterer (B-Frames) Bilder referenzieren, werden eventuelle Fehler bis zum nächsten intracodierten Bild mitgeschleppt. Allerdings darf dabei nicht die extrem hohe Netzbelastung vernachlässigt werden, die durch die ausschließliche Verwendung von I-Frames erzeugt und die in der Regel die Ende-zu-Ende-Paketverzögerungen zwischen kommunizierenden Endsystemen erhöhen wird.