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VAVETaM steht für Verbally Assisting Virtual Environment Tactile
Maps. In diesem Forschungsprojekt sollen Grundlagen geschaffen werden, um räumliche
Information blinden und sehbehinderten Menschen in Form von taktilen (ertastbaren)
Karten zugänglich machen zu können. Die Darstellung der räumlichen Information wird
mit dem Sensable PHANToM realisiert, einer haptischen Mensch-Computer-Schnittstelle,
die das Ertasten von virtuellen dreidimensionalen Objekten ermöglicht. Aus zwei
Gründen ist es sinnvoll, das Erfühlen einer so dargestellten virtuellen taktilen
Karte mit Hilfe von sprachlicher Assistenz zu unterstützen: zum einen können die in
visuellen Karten prominenten schriftlichen Hinweise, z. B. auf Straßennamen, auf
diesem Wege effizient vermittelt werden. Zum anderen erleichtert das multimodale
Szenario die Perzeption bestimmter Informationen, die auf Grund der Beschaffenheit
taktiler Wahrnehmung ansonsten aufwändig zu erfassen sind. Wissenschaftlich zu
untersuchen ist dabei aus der Perspektive der Sprachgenerierung, welche
Informationen wann verbal gegeben werden sollten und wie diese geeignet semantisch
repräsentiert werden. Aus der Perspektive der haptischen Perzeption wird die inkrementelle Erkennung und hierarchische
Konzeptualisierung von Benutzerinteraktionen und die daraus abgeleiteten
Zuschreibungen von Wissen untersucht. |