|
Die Untersuchung räumlicher Konzepte ist für die Raumkognition
von zentraler Bedeutung. Der vielfach beobachtbare Verzicht auf die formale
Spezifikation der in den Untersuchungen vorausgesetzten oder behandelten Konzepte
erweist sich aber als wesentliches Problem für die Interpretation einzelner
Ergebnisse aber auch die Kommunikation der verschiedenen Forschergruppen
untereinander. Das Projekt Formale Spezifikation von räumlichen Konzepten und
Strukturen mit Definitionen und axiomatischen Charakterisierungen nimmt dieses
Problem in Angriff, indem es räumliche Konzepte und Konzeptfamilien mit Hilfe von
Axiomen formal charakterisiert. Das Ziel ist die systematische Erschließung und
Formalisierung eines Inventars räumlicher Konzepte, das der Beschreibung von
Phänomenen und Ergebnissen der Raumkognition dient. Als Anforderungsspezifikation
und Überprüfungsinstanz fungiert die Untersuchung der den räumlichen Ausdrücken der
natürlichen Sprache zugrundeliegenden Konzepte. Neben der Konzeption der Struktur
des Raumes werden auch die räumlichen Strukturaspekte anderer Domänen, die sich in
der Verwendbarkeit räumlicher Ausdrücke in diesen Bereichen widerspiegeln,
untersucht. |