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Dieses Projekt befasst sich mit Fragen, die die Annahme der
Existenz von Entitäten und der Beziehung zwischen Existenz und Zugehörigkeit zu
einer Domäne oder Kategorie betreffen. Ontologische Fragestellungen sind für die
Modellierung von Domänen und für die Bedeutungsanalyse fundamental. Schwerpunktmäßig
werden räumliche, insbesondere geometrische Strukturen als Grundlage der räumlichen
Konzeptbildung untersucht. An Hand der räumlichen Strukturen werden exemplarisch
Ansätze zum Umgang mit Phänomenen der Vagheit von Kategorien und der
Berücksichtigung von Granularitätseffekten in der Konzeptbildung und
Domänenstrukturierung entwickelt. Zu den Zielen des Projektes gehört auch,
Prinzipien der Ganzheitlichkeit bzw. Integrität aufzudecken, die für die
Konzeptbildung, -repräsentation und -verarbeitung grundlegend sind. Einen zentralen
Stellenwert nehmen Untersuchungen zu den ontologischen Grundlagen von grenzbezogenen
Konzepten (Grenze, Rand) und der Rolle von formalen, mathematischen Kalkülen für
ihre Charakterisierung ein. Die Tragfähigkeit von topologischen Kalkülen wird dabei
in der Verbindung mit mereologischen Grundkonzepten untersucht. Ein weiterer
Arbeitsschwerpunkt betrifft Fragen der ontologischen Basis von Objektveränderungen
über die Zeit. Hierbei ist zu klären, ob bzw. in welchen Zusammenhängen die
Identität von Objekten über die Zeit (diachrone Identität) ein empirisches, durch
die Welt bestimmtes Fakt ist, oder durch konzeptuelle Restriktionen im Bereich der
Verarbeitung von Wissen über die Welt bestimmt ist. |