MIN-Fakultät
Fachbereich Informatik
Arbeitsbereich Wissens- und Sprachverarbeitung

Arbeitsbereich WSV - Forschungsschwerpunkte

Allgemeiner Überblick
Der Arbeitsbereich für Wissens - und Sprachverarbeitung (WSV) am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg untersucht höhere kognitive Prozesse, wie Sprachverstehen und Sprachproduktion, Schlussfolgern und Problemlösen sowie Lernen und Wissenserwerb, unter einer interdisziplinären Perspektive.
Bei der Erforschung derartiger Prozesse werden die Methoden der Informatik/Künstlichen Intelligenz ergänzt durch Methoden und Erkenntnisse der Sprachwissenschaft, Psychologie und Logik.
Ziel der Forschung ist die Entwicklung mathematischer/formaler Modelle kognitiver Leistungen, deren Überprüfung durch Simulationssysteme und die Konzeption und Realisierung von anwendungsorientierten KI-Systemen auf kognitionswissenschaftlicher Basis.
Bis September 2000 (Ende der Laufzeit des GrkK) erfolgten die Arbeiten des AB WSV in enger Kooperation mit dem Graduiertenkolleg Kognitionswissenschaft der Universität Hamburg.
Ab April 2006 ist WSV am Internationalen Graduiertenkolleg CINACS beteiligt.
Forschungsschwerpunkte
Raum, Zeit und Ereignisse
Repräsentationen der realen Welt betreffen insbesondere die Verankerung von Objekten und Situationen (Ereignissen) in Raum und Zeit. Ereignisse in der Welt zu verstehen, zu planen, zu erklären und insbesondere zu handeln, ist nur dann möglich, wenn die räumlichen und zeitlichen Eigenschaften und Beziehungen von Objekten und Ereignissen in angemessener Weise dargestellt und für Schlussprozesse verfügbar sind. In diesem Schwerpunkt werden daher generelle Verfahren zur Repräsentation und Verarbeitung von Wissen über Raum, Zeit und Ereignisse entwickelt und in exemplarischen Domänen eingesetzt.
Repräsentation und Verarbeitung von Objekten und Konzepten
Die Teil-Ganzes-Struktur von Entitäten und die Beziehung zwischen derartigen Strukturen und Kategorienzugehörigkeit stellen den Forschungsgegenstand dieses Schwerpunkts dar. Untersucht werden hierbei Prinzipien der Ganzheitlichkeit bzw. Integrität, die für die Konzeptbildung, -repräsentation und -verarbeitung grundlegend sind, andererseits aber auch Repräsentations- und Verarbeitungsstrategien für Form und Gestalt von Objekten.
Sprachverstehen und Sprachproduktion
Prozesse des Verstehens und Produzierens von Äußerungen (Texten) der natürlichen Sprache werden im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes als spezielle kognitive Prozesse, die in der Interaktion mit anderen außer-sprachlichen kognitiven Prozessen stehen, angesehen. Auch für maschinelle Systeme der Sprachverarbeitung, d.h. Systeme des Textverstehens und der Textgenerierung, wird im AB WSV davon ausgegangen, dass eine kognitive Fundierung derartiger Systeme nicht nur aus der Perspektive der Grundlagenforschung von Interesse ist, sondern darüber hinaus auch im Hinblick auf Leistungsfähigkeit und Übertragbarkeit langfristig vorteilhaft sein wird.
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Universitätsprojekte

Drittmittelprojekte

Kooperationsprogramme