|
Mensch-Computer-Interaktion basiert auf Wahrnehmung und Aktorik.
Hierbei spielt visuelle Wahrnehmung (Sehen) eine dominante Rolle,
teilweise kombiniert mit auditiver Wahrnehmung (Hören).
Über visuelle und auditive Schnittstellen hinausgehend, werden gegenwärtig insbesondere
haptische/taktile Schnittstellen entwickelt, d.h. solche, bei denen durch die
Verwendung von Hand- und Fingern z.B. Aktionen veranlasst aber auch virtuelle
Objekte wahrgenommen (gefühlt) werden können. Für Menschen mit eingeschränkter
Sehfähigkeit ist eine Kombination nicht visueller Sinnesmodalitäten, d.h.
Fühlen und Hören, eine wichtige Unterstützung um Interaktionen mit einem Computer schnell und erfolgreich durchführen zu können, und graphisch präsentierte Information, z.B. Karten oder Informationsgraphen, wahrnehmen zu können.
Die Projektteilnehmer erwerben Grundkenntnisse in der Verwendung von haptischen
Force-Feedback-Geräten (exemplarisch: Phantom) und der 3D-Modellierung. Auf dieser
Grundlage werden sie haptisch wahrnehmbare Graphiken entwerfen, d.h. solche, die durch
Verfolgen von Linien an einem virtuellen Zeichenbrett erkundet werden. Darüber hinaus
werden verschiedene Methoden zur Einbindung ergänzender auditiv wahrnehmbarer
Information, seien es Töne (Sonifikation) oder gesprochene Sprache eingesetzt.
Die Projektteilnehmer evaluieren von ihnen entworfene und realisierte statistische
Graphen im Hinblick auf ihre Verstehbarkeit. Zur softwaretechnischen Realisierung verwenden
wir Opensource-Programmpackete (CHAI 3D, Blender) für das haptische Interface bzw. die
3D Modellierung, in deren Verwendung in den ersten Sitzungen eingeführt wird, sowie Java.
Im Laufe des Projektes werden verschiedene Arbeitspakete in Kleingruppen bearbeitet und
schließlich zu einer lauffähigen Software zusammengefügt.
|