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18.479 Oberseminar: Wissens- und Sprachverarbeitung Sommersemester 2008 |
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 | Christopher Habel,
Carola Eschenbach,
Özgür Özçep
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| Zeit/Ort |
 | Di 16-18 F-535 |
| Aktuelles |
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Sondertermin am Freitag, 11.07.08 um 14:15 in F-334!! Vortrag von Matthias Kerzel (Beschreibung s.u.)
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| KVV-Eintrag |
| Inhalt |
 | Vorträge über Vorhaben und Ergebnisse von Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten,
laufenden Dissertationen und Drittmittelprojekten sowie von anderen Forschungsarbeiten aus
dem Bereich der Wissens- und Sprachverarbeitung. Insbesondere wird der interdisziplinäre
Charakter des Forschungsschwerpunktes berücksichtigt, d.h. die Integration von Ansätzen der
Informatik, Linguistik, Logik und Psychologie steht im Vordergrund der Arbeiten. |
| Termine |
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| 11.07.2008 | Matthias Kerzel
Verarbeitung diskontinuierlicher Segmente natürlichsprachlicher Routenbeschreibungen
In meiner Diplomarbeit möchte ich ein erweitertes Modell
zur Verarbeitung von in-advance-Routenbeschreibungen vorgeschlagen, das
exemplarisch für Routenbeschreibungen mit diskontinuierlichen Anteilen der Art
Wiederholung, den Aufbau zusammenhängender Routenmodelle löst. Durch einen
Parser werden aus der Routenbeschreibung einzelne Satzbedeutungen extrahiert,
welche räumliche Informationen und Handlungsanweisungen enthalten. Diese
Satzbedeutungen werden in Segmente zerlegt. Ausgehend vom ersten aus der
Routenbeschreibung extrahierten Segment wird inkrementell eine initiales
Instruktionsmodell aufgebaut. Jedes neue Segment wird auf seine Relation zum
zuvor verarbeiteten Segment geprüft und entsprechend dieser Relation integriert.
Dazu wird sowohl die in dem Segment enthaltene räumliche Information als auch
sprachliche Eigenschaften des zugehörigen Teils der natürlichsprachlichen
Routenbeschreibung genutzt. Es wird versucht, neue Segmente zunächst lokal, das
heißt in den letzten aufgebauten Abschnitt des Modells der Route zu integrieren.
Liegt ein Verdacht vor, dass ein Segment zu einem nicht lokal integrierbaren
diskontinuierlichen Beschreibungsanteil gehört, wird die Integration in das
initiale Instruktionsmodell verzögert. Ausgehend von dem möglicherweise nicht
lokal diskontinuierlichen Segment wird durch die Verarbeitung weiterer Segmente,
nach dem gleichen Prinzip ein diskontinuierliches Instruktionsmodell aufgebaut
und in das initiale Instruktionsmodell integriert. Durch diesen Prozess können
Wiederholungen in Routenbeschreibungen erkannt und ein zusammenhängendes
Instruktionsmodell, welches frei von Wiederholungen ist, aufgebaut werden.
Dieses kann als (vorläufiger) Aktionsplan eines Agenten zur Navigation genutzt
werden.
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| 17.06.2008 | Mareile Knees
Zur Semantik und Referenz des temporal-anaphorischen Pronominaladverbs "danach"
Ziel meiner Doktorarbeit ist es, die anaphorische Auflösung von
"danach", d.h. seine Interpretation in natürlich-sprachlichen
Kontexten zu untersuchen und im Rahmen kognitiver Textverstehensmodelle als
Interaktion verschiedener sprachlicher und konzeptueller Auflösungsfaktoren
darzustellen. "Danach" ist ein typischer Vertreter der
Konnektorgruppe Pronominaladverb. Es verweist mit seinem anaphorischen Element
auf eine zuvor durch eine NP oder einen satzwertigen Ausdruck spezifizierte
Bezugsentität (eine Situation oder Zeitentität). Sein relationales Element
etabliert je nach Verwendungsweise eine relationale (oft temporale) Verknüpfung
zwischen der Bezugsentität und der Kotextsituation. Wie die meisten
Pronominaladverbien verknüpft "danach" textuell Sätze und
fungiert dann wie die temporale Konjunktion "nachdem" im
klassischen Sinne als Konnektor (Satzverknüpfer) oder es verknüpft einen Satz
mit einer NP und operiert wie die temporale Präposition "nach
" lediglich auf der konzeptuellen Ebene als konzeptueller Verknüpfer,
hat dann aber keine textstrukturierende Funktion. Anders als bei
"nachdem" und "nach", bei denen die
temporale Relation zwischen den im Text spezifizierten Referenten satzintern
syntaktisch kodiert ist, wird diese bei "danach "durch den
anaphorischen Bezug etabliert, so dass auch satzexterne Verknüpfungen möglich
sind. Die temporalen Bezüge sind bei "danach" aufgrund seiner
anaphorischen Dimension häufig referenziell unterspezifiziert. Bei der
Interpretation anaphorischer "danach"-Bezüge interagieren
diskursstrukturelle, syntaktische, semantische und konzeptuelle
Auflösungskriterien, Beschränkungen und Tendenzen. Sie leisten einen
essentiellen Beitrag zu seiner anaphorischen Auflösung, da sie die Menge
möglicher Antezedenten und die dazugehörigen Bezugsentitäten begrenzen. Für die
Wahl einer bestimmten Bezugsentität sind dabei häufig konzeptuelle
Beschränkungen ausschlaggebend.
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| 03.06.2008 | Oliver Gries
Formale Untersuchung der Konstruktion einer Closed-World-Assumption in beschreibungslogischen Sprachen
Die Menge der impliziten Assertionen, die in beschreibungslogischen
Sprachen ermittelt werden kann, enthält oft weniger Elemente als erwünscht, weil
viele Schlussfolgerungen, die natürlich erscheinen, nicht logisch korrekt sind.
In diesen Fällen besteht häufig Interesse an einer Closed-World-Assumption
(CWA). Die Berücksichtigung dieser Annahme führt allerdings in vielen
beschreibungslogischen Sprachen zu Inkonsistenzen. Ein Lösungsansatz dieser
Problematik ist die Erweiterung beschreibungslogischer Anfragen um einen
epistemischen Operator. Der Lösungsansatz, der den Schwerpunkt meiner
Untersuchung bildet, ist die Einbeziehung einer Generalized
Closed-World-Assumption (GCWA). Dazu erfolgt die mögliche Identifikation
unvollständig spezifizierter Rollenfüller mit Konstanten eines erweiterten
Domänenabschlusses. Es wird ein Verfahren für die Sprachen AL und ALN
vorgestellt, das entscheidet, ob eine Assertion unter der GCWA aus einer
Wissensbasis folgt oder nicht. Im Anschluss daran wird ein Verfahren
vorgestellt, das eine GCWA in den Sprachen ALC und ALCN durch Überführung von
Konzeptassertionen in eine prädikatenlogische Klauselform einbezieht.
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| 27.05.2008 | Dirk Fust
Repräsentation von pfadorientierten, prozesshaften Aktionen eines Geometrischen Agenten
In dieser Arbeit wird eine Aktionsrepräsentation vorgestellt, die Agenten
befähigen soll, mehrere Handlungen über eine Zeitspanne hinweg als eine einzige
Aktion aufzufassen. Eine solche Aktion wird wegen einer Absicht oder Intention
des Agenten ausgeführt und erst dann als beendet angesehen, wenn diese genügend
gut erfüllt ist. Um dies zu erreichen, werden Situationsbewertungen genutzt,
anhand derer die beste derzeit erreichbare Situation ausfindig gemacht wird.
Diese Aktionsrepräsentation wird am konkreten Beispiel des Geometrischen Agenten
eingeführt. Anschließend werden die genutzten Mechanismen
verallgemeinert.
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| 20.05.2008 | Özgür L. Özçep
Towards Principles for Ontology Integration
Resolving conflicts based on ambiguities in the public vocabulary is one
of the challenges in semantic integration. Though different suggestions for
resolving (ambiguity) conflicts with semantic integration operators exist there
is still a need for clear formalizations of adequacy criteria for the
operators. In the talk, formal adequacy criteria for semantic integration
similar to rationality postulates of classical belief revision but adjusted to
the semantic integration scenario are presented. The criteria are intended to
capture integration settings in which the integration candidates are well
developed ontologies with a shared public vocabulary. In such cases, both
ontologies have to be preserved in some form in the integration result and have
to be recoverable from the integration result. Additionally, the integration
result has to be consistent and has to provide connections between the
integrated ontologies. The criteria are applied by evaluating a small
collection of integration operators that solve conflicts deriving from
ambiguities in the public vocabulary.
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| 06.05.2008 | Christian Graf
Combining language and haptic modality to facilitate visually impaired people's wayfinding in complex spatial environments
The presented work aims at developing multimodal support for visually
impaired people for solving way-finding task independently. The concept will
rely on the haptic and language modality and should enable visually impaired
people to navigate a complex area on their own. One scenario for independent
navigation will be selected and an associated task will be presented. The goal
in the scenario is to allow a visually impaired pedestrian to plan his route
before starting while making it possible to alter the route on the way. To
achieve this in the given scenario, the use of a combination from tactile maps
and textual description will be proposed. In contrast to other work on GPS and
online way-directing technology this approach will rely on maps at given points
in space that support the pedestrian when he seeks support - without patronizing
him all the way long. As some of the basic questions about map usage have not
yet been answered, the first step in the next 6-9 months will be to 1)
examine existing maps and their suitability of being transformed into a
representation for the blind 2) examine what eases orientation in the
environments, especially when being visually impaired 3) examine how the
level of complexity effects the human capability to navigate successfully in an
unknown environment. With these questions as background, the presentation
will cast a view on the possible future work in this field and how a concept for
multimodal interaction between tactile maps and language to support visually
impaired people in way-finding might be developed. It is planned to present
first results from the research at upcoming conferences such as the Spatial
Cognition 2008 on the Doctoral Colloquium.
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| 29.04.2008 | Cengiz Acartürk
Multimodal Comprehension of Information Graphics with Textual Annotations
Humans are intelligent agents making inferences not purely on statistical
data; rather, they interpret the data depending on characteristics of
communicative mode. For this reason, statistical information graphics have
potential for communication as well as being visual representation of data. Due
to their communicative potential, documents containing information graphics are
used frequently in newspapers and educational settings as well as in scientific
literature. On the other hand, whereas many guidelines on good design and use of
illustrations and information graphics for communicative purposes have been
published regularly, well-founded research on cognitive and perceptive
processing of these representational modalities is comparatively rare. More
specifically, in the current state of the art, annotation design and use is
based on common sense and practice rather than theory, guidelines or systematic
empirical research. Furthermore, recently, data visualization components of
popular statistical and mathematical software programs offer limited capacity
for annotation design and generation for graphs, for communicative purposes.
Based on experimental research, our purpose is to carry the issue into the
scientific domain by investigating the conditions in which readers have varying
interpretations and systematic misinterpretations, since these cases reveal
valuable information concerning the design and generation of multimodal
interfaces which are easily-understood by humans. In this talk, I will present
the results of a set of experimental studies on comprehension of annotated
graphs in multimodal text-graph documents by human subjects. The results and
implications will be discussed from the interdisciplinary perspective of human
computer interaction, linguistics and educational psychology.
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| 08.04.2008 | Hendrik Blanck und Konrad Scheel
Spezifikation und Erstellung einer multimodalen CRIL-Instruktion aus einer verbalen und grafischen Routenbeschreibung für die Navigation eines Geometrischen Agenten
Der Geometrische Agent arbeitet bisher ausschließlich mit monomodalen,
verbalen Routenbeschreibungen. In verbalen Beschreibungen lassen sich jedoch
räumliche Informationen häufig nur umständlich darstellen. Dieses Problem wird
bei multimodalen Routenbeschreibungen durch das parallele Erstellen einer Skizze
gelöst. Zusätzliche Vorteile liegen in der Natürlichkeit der Erstellung und
einer größeren Robustheit gegenüber Fehlern. In unseren Diplomarbeiten schlagen
wir eine Erweiterung der Architektur des Geometrischen Agenten vor, die die
Verarbeitung von multimodalen Routenbeschreibungen ermöglicht. Hierzu ist eine
interne Repräsentation der grafischen Informationen sowie ein
Kombinationsprozess zur Verbindung der beiden Modalitäten notwendig. Durch die
zusätzlichen grafischen Informationen ergeben sich Vorteile, die sich für die
Navigation nutzen lassen. Zusätzlich soll in der Navigationsphase ein Zugriff
auf weitere Detailinformationen aus der Skizze möglich sein.
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