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 | Letzte Änderung:
17.01.2013 |
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| 18.479 Oberseminar: Wissens- und Sprachverarbeitung |
| Veranstalter |
 | Christopher Habel |
 | Carola Eschenbach |
 | Hedda Schmidtke |
 | Özgür Özçep |
| Zeit/Ort |
 | Di 16-18 F-535 Beginn 26.10.04 |
| Inhalt |
 | Vorträge über Vorhaben und Ergebnisse von Studien- und Diplomarbeiten, laufenden
Dissertationen und Drittmittelprojekten sowie von anderen Forschungsarbeiten aus dem Bereich
der Wissens- und Sprachverarbeitung. Insbesondere wird der interdisziplinäre Charakter des
Forschungsschwerpunktes berücksichtigt, d.h. die Integration von Ansätzen der Informatik,
Linguistik, Logik und Psychologie steht im Vordergrund der Arbeiten. |
| Aktuelles |
 | Das Oberseminar findet im 2-wöchigen Rhythmus statt. |
| Termine |
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| 26.10.2004 | Hedda Schmidtke
Eigenschaften granularitätsabhängiger räumlicher und zeitlicher Relationen
Granularitätsmechanismen sind Mechanismen, mit deren Hilfe sich komplexe
Strukturen auf einfachere abbilden lassen. Die für eine Aufgabe angemessene
Granularität fungiert dabei als Kontext-Parameter durch den berechnet werden
kann, welche Aspekte einer Struktur als unnötige Details vernachlässigt werden
können. Common-Sense-Konzepte beinhalten häufig granularitätsabhängige
Bedeutungsaspekte, die ihre Verarbeitung mit einem Granularitätsmechanismus
ermöglichen. Im Vortrag werden granularitätsabhängige Erweiterungen
grundlegender mereotopologischer Relationen wie z.B. Überlappung, Teil und
Kontakt vorgestellt und diskutiert. Die grundlegenden Entitäten -- Punkte und
(einfache) Regionen -- werden um zusätzliche granulare Entitäten erweitert:
uni-granulare Basisentitäten können genau einer Granularität zugeordnet werden;
multi-granulare Regionen stellen die exakten (u.U. nur annäherungsweise
repräsentierbaren) Lokationen realer räumlicher oder zeitlicher Entitäten dar.
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| 09.11.2004 | Mareile Knees
Zur Verbalisierung von Ereignisabfolgen
Bei verbalen Beschreibungen der zeitlichen Konstellation von Ereignissen
spielt die konzeptuelle Relation "Abfolge" eine wesentliche
Rolle. Wir sind im Rahmen des DFG-Projekts "Konzeptualisierungsprozesse
in der Sprachproduktion" der Frage nachgegangen, wie die zeitliche
Abfolge mehrerer aufeinanderfolgender Situationen am besten verbalisiert werden
kann. Mit linguistischen Mitteln kann eine Abfolge-Relation sowohl mit der
Konjunktion "nachdem" als auch mit den Adverbien
"danach" oder "dann" ausgedrückt werden. Für
die richtige Verwendung dieser Konnektoren müssen jedoch die unterschiedlichen
Typen der Situationen (z.B. Zustände oder Ereignisse) berücksichtigt werden. In
diesem Vortrag wird eine detaillierte Analyse der oben genannten Konnektoren
vorgeführt und es werden temporale Konzepte vorgeschlagen, die auf die
unterschiedlichen Situationstypen eingehen und die den geringfügigen
Unterschieden dieser Konnektoren gerecht werden. Auf der Ebene der
Sprachproduktion werden Bedingungen formuliert, die das Zusammenspiel von
Konzeptualisierer und Formulator bestimmen.
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| 23.11.2004 | Özgür Özçep
Belief-Revision und Vagheit
Die Belief-Revision beschäftigt sich mit der Repräsentation von
Meinungssystemen und der Charakterisierung von Operationen, die die Änderung des
Meinungssystems durch Einfügen oder Entfernen einer Meinung beschreiben.
Meinungen mit vagen Ausdrücken stellen eine besondere Herausforderung für
einfache Konzeptionen der Belief-Revision dar: Wann kann man sagen, dass vage
Meinungen tatsächlich akzeptiert und damit als dem Meinungssystem zugehörig zu
verstehen sind? Wann sind vage Meinungen als inkonsistent/inkohärent anzusehen?
Im Vortrag werden Möglichkeiten angesprochen, Vagheit im Rahmen der
Belief-Revision zu behandeln: Welche Erweiterungen an Standardtheorien der
Belief-Revision erzwingt die Einbeziehung vager Meinungen? Welche Kombination
von Vagheitstheorien mit Theorien der Belief-Revision sind möglich? Zudem werden
Möglichkeiten aufgezeigt, unter denen ein Nützlichkeitsvergleich vager Sprache
mit nicht-vager Sprache im Rahmen der Belief-Revision erfolgen könnte.
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