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18.479 Oberseminar: Wissens- und Sprachverarbeitung Wintersemester 2007/08 |
| Veranstalter |
 | Christopher Habel,
Carola Eschenbach,
Özgür Özçep
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| Zeit/Ort |
 | Di 16-18 F-535 |
| Aktuelles |
 | Das Oberseminar beginnt am 6.11.07 und findet im 2-wöchigen Rhythmus statt. |
| KVV-Eintrag |
| Inhalt |
 | Vorträge über Vorhaben und Ergebnisse von Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten,
laufenden Dissertationen und Drittmittelprojekten sowie von anderen Forschungsarbeiten aus
dem Bereich der Wissens- und Sprachverarbeitung. Insbesondere wird der interdisziplinäre
Charakter des Forschungsschwerpunktes berücksichtigt, d.h. die Integration von Ansätzen der
Informatik, Linguistik, Logik und Psychologie steht im Vordergrund der Arbeiten. |
| Termine |
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| 05.02.2008 | Özgür L. Özçep
Integration von Ontologien durch Reinterpretation
Die Integration neuer Information in eine Wissensbasis (spezieller
Ontologie) macht unter Umständen die Behandlung von Konflikten notwendig. In dem
vorzustellenden Ansatz werden Konflikte auf Ambiguitäten von Symbolen
zurückgeführt und durch Reinterpretation aufgelöst. Im Vortrag wird eine
Erweiterung des Reinterpretations-Ansatzes eingeführt werden, bei der auch die
zu integrierende neue Information eine Wissensbasis (Ontologie) sein kann.
Dadurch ergeben sich verschiedene Freiheitsgrade für die Konfliktauflösung,
denen durch Anwendung von Techniken der Belief-Revision Rechnung getragen
wird.
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| 29.01.2008 | Dirk Fust
Repräsentation von pfadorientierten, prozesshaften Aktionen eines Geometrischen Agenten
Ein Agent, der in einer räumlichen Umgebung einer Wegbeschreibung folgen
möchte, muss die abstrakte Form der Routenbeschreibung mit seiner konkreten
Wahrnehmung zusammenbringen. Dazu werden Repräsentationen benötigt, die dieses
Ziel unterstützen. In meiner Diplomarbeit, deren Stand ich vorstellen möchte,
erarbeite ich eine solche Repräsentation und untersuche deren Einsatzmöglichkeit
für den Geometrischen Agenten.
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| 08.01.2008 | Matthias Kerzel
Verarbeitung diskontinuierlicher Segmente natürlichsprachlicher Routenbeschreibungen
Natürlichsprachliche Routenbeschreibungen zeichnen sich durch Korrekturen,
nachträgliche Ergänzungen und Zusammenfassungen aus. Diese Phänomene erschweren
eine maschinelle Verarbeitung, da eine solche Beschreibung nicht als lineare
Folge von Anweisungen verstanden werden kann. In meiner Diplomarbeit möchte ich
diese fehlende Kontinuität systematisch untersuchen. Ziel ist es, einen
Mechanismus zu entwickeln, der diskontinuierliche Segmente identifizieren und in
andere Beschreibungsteile integrieren kann. Die Arbeit berührt Themen der
räumlichen Granularität, der Mereologie von Bewegungshandlungen und der
Organisation räumlichen Wissens.
Oliver Gries
Formale Untersuchung der Konstruktion einer Closed-World-Assumption in beschreibungslogischen Sprachen
Die Menge der impliziten Fakten, die in logischen Sprachen ermittelt
werden kann, enthält oft weniger Elemente als erwünscht, weil viele
Schlussfolgerungen, die natürlich erscheinen, logisch nicht korrekt sind. In
diesen Fällen besteht häufig Interesse an einer Form der
Closed-World-Assumption. Im Rahmen meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit
dieser Annahme in beschreibungslogischen Sprachen. Es werden die
Konzeptkonstruktoren vorgestellt, die zu unerwünschten Inferenzen führen. Da
beschreibungslogische Wissensbasen aus Konzepten bestehen, die aufgrund von
vollständigen Rollenrestriktionen komplex strukturiert sind, ist die Bildung
einer Closed-World-Assumption in vielen Sprachen aufwändig. Zusätzlich können
unter dieser Annahme durch die Spezifikation unvollständiger Information
Inkonsistenzen entstehen. Aus diesem Grund müssen oft andere, möglicherweise
viel komplexere Formen einer Closed-World-Assumption herangezogen werden, mit
denen die Problematik nur teilweise gelöst werden kann. Das Ziel der Arbeit ist
die formale Konstruktion von Verfahren, die eine Form dieser Annahme
berücksichtigen. Ich untersuche dazu ausgewählte beschreibungslogische
Sprachgruppen, die in ihrer Ausdrucksstärke aufeinander aufbauen.
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| 18.12.2007 | Christian Graf
Cognition, Emotion and Artificial Intelligence for a usable Human-Computer-Interaction
The seminar would like to introduce a new CINACS member. Christian
Graf at the Informatics Department is supervised by Prof. Habel and will work on
multimodal representations of maps. The seminar is about his background and
scientific work in the fields of human-computer-action with a special
perspective on motivation and emotions. Input from the subject of artificial
intelligence will complement the presentation. Drawing from this background, his
new focus in CINACS on multimodal representation of maps will be preliminary
sketched.
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| 20.11.2007 | Zehra Öztürk
Strukturierte Handlungsinformationen für instruierte Agenten am Beispiel der Interpretation von Wegbeschreibungen
Im Rahmen meiner Diplomarbeit werde ich eine mögliche Darstellung von
strukturierten Handlungsinformationen am Beispiel der Interpretation von
Wegbeschreibung für einen instruierten Agenten vorstellen. Dafür wird
analysiert, anhand welcher sprachlichen Konstrukte man erkennen kann, in welchem
Fall eine temporale Überschneidung zwischen den Handlungen vorliegt.
Anschließend wird mithilfe unterschiedlicher Elemente und Erweiterungen der
Logiksprache Golog gezeigt, wie man die Handlungen formal repräsentieren kann
und ein Vorschlag zur Abarbeitung von Handlungen mit temporalen Überschneidungen
gemacht. Zum Abschluss stelle ich vor, wie man den Aktionsplan des Geometrischen
Agenten, einer Modellierung eines instruierten Agenten, um diese temporalen
Relationen erweitern kann und wo man in diesem Modell die Golog-Repräsentation
ansetzen kann.
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| 06.11.2007 | Martin Rummenie
Semantische Repräsentation von Inhalten in der wissensbasierten Informationsextraktion multimodaler Dokumente am Beispiel von Börsentexten mit Liniencharts
Die Arbeit behandelt anhand eines speziellen Typs multimodaler
Dokumente "Börsennachrichten mit Liniencharts zur Kursentwicklung", wie die
wissensbasierte Zusammenführung von Informationen aus unterschiedlichen
Modalitäten erfolgen kann. Zunächst wird dargestellt, in welcher Form
Informationen zum Kurs in den beiden Modalitäten (Text und Chart) vorliegen.
Dabei gilt das Augenmerk konzeptuellen Übereinstimmungen und Unterschieden.
Darauf aufbauend wird mithilfe der Wissensrepräsentationssprache KL-ONE sowie
Prädikatenlogik erster Stufe ein modalitätsunabhängiges Repräsentationssystem
erstellt. Hierdurch bietet sich für die Wissensverarbeitung die Möglichkeit,
Informationen, die per Sprach- und Bildverarbeitung aus multimodalen Dokumenten
gewonnen werden, in homogener Weise zu repräsentieren.
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