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Veranstalter
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Christopher Habel,
Wolfgang Menzel,
Carola Eschenbach,
Özgür Özçep,
Matthias Kerzel,
Felix Lindner
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Zeit/Ort
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Di 16-18 F-534, etwa alle 2 Wochen, Beginn 27.10.2009
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Inhalt
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Vorträge über Vorhaben und Ergebnisse von Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten,
laufenden Dissertationen und Drittmittelprojekten sowie von anderen Forschungsarbeiten aus
dem Bereich der Wissens- und Sprachverarbeitung. Insbesondere wird der interdisziplinäre
Charakter des Forschungsschwerpunktes berücksichtigt, d.h. die Integration von Ansätzen der
Informatik, Linguistik, Logik und Psychologie steht im Vordergrund der Arbeiten. |
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Termine
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| 27.10.09 |
Sebastian Schüller
Multidimensionale Modellierung und Studienverlaufsstatistiken auf Grundlage studienbegleitender Prüfungen an der Universität Hamburg
Der Bachelor hat sich etabliert. Die Hamburger Informatik hat ihre ersten
Absolventen verabschiedet und nimmt derzeit den fünften Jahrgang auf. Zeit für
ein Fazit: Welche Schwierigkeiten hatten die Bachelor-Studierenden? Wie sehen
durchschnittliche Studienverläufe aus? Welchen Gruppen von Studierenden können
identifiziert und gezielt unterstützt werden? Der Vortrag befasst sich mit
Methoden der Wissensgewinnung im Kontext des Bachelorstudiengangs Informatik.
Zentraler Gegenstand ist die multidimensionale Modellierung der
Modulprüfungsdaten und die Erstellung von Studienverläufen. Die Darstellung
elementarer Kennzahlen erfolgt über die Mittel der deskriptiven Statistik. Zudem
werden Zusammenhänge zwischen studentischen Stammdaten und dem Studienerfolg
über das Methodenspektrum der explorativen Datenanalyse und der
Korrelationsanalysen untersucht. Inwieweit sich aus den Studienleistungen des
ersten Fachsemesters valide Vorhersagen über den Studienerfolg treffen lassen,
wird über Regressions- und Klassifikationstechniken aus dem Data Mining
evaluiert.
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| 03.11.09 |
Kris Lohmann
Indexikalität und Evidenz visueller Zeichen. Das Beispiel der Fotografie im Übergang vom analogen zum digitalen Zeitalter
"While photographs may not lie, liars
may photograph." Lewis Hine
Ein im
wissenschaftlichen Diskurs unzufriedenstellend gelöstes Problem ist die
Bezugnahme von Fotografien auf das was sie darstellen. Dabei gibt es zwei
zentrale Positionen, die Referenz der Fotografie zu fassen: (1) Fotografie ist
über eine Ähnlichkeitsbeziehung (sogenannte Simulakrum-Modelle) mit dem
Dargestellten verbunden und, entgegensetzt, (2) Fotografie ist durch eine
Kausalbeziehung mit dem Dargestellten verbunden. Für diese Art der Beziehung von
Zeichen auf das Dargestellte wurde Ende des 19. Jh. der Name Indexikalität von
Charles S. Peirce geprägt. Die Art des Bezuges der Fotografie bestimmt
grundlegend, welche Evidenz Fotografien zugeschrieben werden darf. Auch bestimmt
die Bezugsart mit, ob das Verständnis von Fotografien auf überkontextuelles
Wissen angewiesen ist. Als paradigmatischer Fall des indexikalischen Zeichens
können am Beispiel der Fotografie grundsätzliche Eigenschaften kausaler Zeichen
gezeigt werden. Eine weiterführende Diskussion ist, ob die fortschreitende
Digitalisierung der Fotografie deren zeichen- und evidenztheoretischen
Eigenschaften revolutioniert oder ob vielmehr in deren Zuge bestimmte Qualitäten
in den Vordergrund treten, die ihr per se zu eigen waren.
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| 24.11.09 |
Christian Graf
Grundlagen kognitiv-ädaquater taktiler Karten - Eine Forschungsagenda
Die senso-motorischen Einschränkungen bei der Handhabung taktiler Karten
sind hinlänglich bekannt. Erkenntnisse dazu sind in Richtlinien zur Erstellung
taktiler Karten eingeflossen, um den Nutzern das Erfassen des Inhalts zu
ermöglichen. Weniger erforscht ist dagegen wie sich verschiedene Konstellationen
taktiler Primitive auf das Verstehen der Karte auswirken. Als Grundlage werde
ich das Konzept der kognitiven Komplexität, die unter anderem dadurch
charakterisiert ist, dass sie negativ mit der Verstehens- und Lernleistung eines
Kartennutzers korreliert, einführen. In dem Vortrag werde ich anfangs die
zu untersuchende Klasse der Umgebungskarten gegen andere Klassen von Karten
abgrenzen und dabei Standortkarten als spezielle Subklasse der Umgebungskarte
charakterisieren. Danach werde ich die abgeschlossenen Experimente zu
Standortkarten kurz rekapitulieren um aus den offen gebliebenen Fragen den
Gegenstand der anstehenden Untersuchung(en) zu motivieren. Es soll diskutiert
werden, welche Bedeutung Topologie, Geometrie und die Verschränkung beider für
das Verstehen einer taktilen Umgebungskarte auf verschiedenen
Detaillierungsebenen haben können. Daraus werde ich eine Agenda von
Forschungsfragen entwickeln, mit der ich im kommenden Jahr die kognitive
Komplexität verschiedener Konstellationen taktiler Primitive und deren
Zusammenhang mit dem Verstehen einer taktilen Umgebungskarte erarbeiten werde.
Ziel ist es, Prinzipien zu finden, bei deren Anwendung taktile Umgebungskarten
kognitiv adäquat sind - auf die Aufgabenstellung, den Nutzer und die
Nutzungsbedingungen abgestimmt.
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