MIN-Fakultät
Fachbereich Informatik
Arbeitsbereich Wissens- und Sprachverarbeitung

64-479 Oberseminar: Wissens- und Sprachverarbeitung und Natürlichsprachliche Systeme
Wintersemester 2012/13

Veranstalter
Christopher Habel, Wolfgang Menzel, Carola Eschenbach, Matthias Kerzel, Felix Lindner, Timo Baumann, Arne Köhn
Zeit/Ort
Di 16-18 (entsprechend Ankündigungen) F-009, Beginn: 16. 10. 2012
Aktuelles
Achtung: In diesem Semester sind wir in F-009 !!
Inhalt
Vorträge über Vorhaben und Ergebnisse von Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten, laufenden Dissertationen und Drittmittelprojekten sowie von anderen Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Wissens- und Sprachverarbeitung. Insbesondere wird der interdisziplinäre Charakter des Forschungsschwerpunktes berücksichtigt, d.h. die Integration von Ansätzen der Informatik, Linguistik, Logik und Psychologie steht im Vordergrund der Arbeiten.
Termine
16.10.2012 Dawud Akbari
Diskrepanzdiagnose und -behebung während der Planausführung eines handelnden Agenten mithilfe der Aktionshistorie
In dem Vortrag wird eine Methode zur Behandlung von Problemsituationen für einen handelnden Agenten während einer Planausführung unter Unsicherheit vorgestellt. Die Methode verfolgt den Ansatz, den vorgegebenen Aktionsplan einer Problemsituation anzupassen und dem Agenten zu ermöglichen, das Ziel ohne Neuplanung zu erreichen. Zunächst wird ein historiebasiertes Diagnoseverfahren vorgestellt, welches plausible Erklärungen für die Entstehung einer Problemsituation liefert. Durch Auswahl geeigneter Rückkehraktionen wird dann versucht, Voraussetzungen für eine Neuausführung der beteiligten Aktionen zu erfüllen.
04.12.2012 Jörg Didakowski
Ein automatentheoretischer Ansatz zur Weighted Constraint Dependency Grammar
Dieser Vortrag behandelt meine laufende Promotionsarbeit zur syntaktischen Analyse natürlicher Sprache (Parsing) mit Techniken aus den Bereichen der Automatentheorie und Constraint-Optimierung. Ich werde darauf eingehen, wie man Constraint-Optimierungsprobleme mit Hilfe von gewichteten endlichen Transduktoren repräsentieren und lösen kann. Darauf aufbauend werde ich erläutern, wie ich die Herangehensweise des Parsing-Systems WCDG (Weighted Constraint Dependency Grammar) mit Hilfe von 'endlichen techniken' implementiert habe. Als Gewinn der Neuimplementierung sehe ich dynamische Merkmale, das Erlauben von leeren syntaktischen Elementen und das Liefern einer exakten Analyse in adäquater Zeit.
18.12.2012 Maxim Holand und Gregor Gawellek
Die Generierung haptisch explorierbarer Graphen aus Tabellen
Große Datenmengen werden häufig zur übersichtlicheren Darstellung in Tabellen angeordnet. Doch nicht alle in den jeweiligen Daten enthaltenen Informationen lassen sich ohne Weiteres aus einer Tabelle ablesen. Daher ist es in vielen Fällen sinnvoller, die Daten in Form von Liniendiagrammen darzustellen. Sehbehinderte haben mit dem Verstehen von Tabellen-Datensätzen noch deutlich mehr Probleme als Sehende, und auch bei der Untersuchung von in Papier geprägten Liniendiagrammen stoßen sie auf Schwierigkeiten, die sich für Sehende nicht ergeben. Eine mögliche Lösung für die auftretenden Probleme könnten haptisch explorierbare Graphen sein, die dem Benutzer rechnergestützte Untersuchungshilfen bereitstellen. Um verschiedene denkbare Hilfsfunktionen auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen, benötigt man eine möglichst große Auswahl an haptisch explorierbaren Graphen. Arbeitet man mit Liniendiagrammen, so lassen sich solche Graphen relativ einfach mit Hilfe von XML-Dateien erzeugen, modifizieren und verwalten.