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 | Letzte Änderung:
17.01.2013 |
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| 18.417 Seminar: Repräsentation und Bedeutung: Vagheit |
| Veranstalter |
 | Christopher Habel |
 | Özgür Özçep |
| Zeit/Ort |
 | Fr 10-12 F-635 |
| Inhalt |
 | Unter dem Begriff der Vagheit werden verschiedene Phänomene aufgeführt, deren
gemeinsamer Nenner die Unschärfe eines sprachlichen Ausdrucks, eines Begriffs oder eines
Dinges ist. Vagheitsphänomene stellen ein Problem und eine Herausforderung für viele
Bereiche der Wissens- und Sprachverarbeitung dar, denen komplexe Domänen zugrunde liegen.
Obwohl Vagheit häufig als "Designfehler" natürlicher Sprache angesehen
wird, zeigt eine genauere Analyse, dass Vagheit erhebliche Effizienz- und
Effektivitätsvorteile in der Kommunikation und beim Problemlösen verursachen kann. So ist
etwa der Hinweis, dass eine Diplomarbeit nicht zu lang und auch nicht zu kurz sein soll,
wichtig und auch verstehbar, ohne dass präzise Seitenzahlen genannt werden müssen. Im
Seminar werden klassische und neue Arbeiten aus der theoretischen Linguistik, der
sprachorientierten KI, der Psycholinguistik und der Philosophischen Logik und der Informatik
behandelt, die theoretische und empirische Grundlagen der Repräsentation und Verarbeitung
von vagen und in ihrer Bedeutung unterbestimmten sprachlichen Ausdrücken betreffen. Dabei
stehen die folgenden drei Themenbereiche im Vordergrund:
Theoretische Ansätze zur Vagheit: Für das Seminar sind u.a.
die Behandlung folgender Theorien geplant: Fuzzylogik (und mehrwertige Logiken);
erkenntnistheoretisch motivierte Ansätze; supervaluationistische Ansätze
Repräsentation und Verarbeitung von Vagheit: Neben
Repräsentationen, die auf Fuzzylogiken beruhen, zeigt sich ein zunehmendes Interesse für
nichtnumerische, qualitative Repräsentationen der Vagheit, die sich für eine symbolische
Verarbeitung im Rahmen der Wissensrepräsentation eignen. Insbesondere die in der Forschung
aktuelle Konzeption der so genannten "Rough sets" die mit Approximationen
von Mengen arbeitet, stellt ein innovatives und mächtiges Mittel zur Repräsentation (vager)
Konzepte dar.
Verarbeitung von vagen Konzepten in Informatik-Systemen: Es
werden repräsentativ einzelne Ansätze aus den Bereichen der Sprachverarbeitung, der
Mensch-Computer-Kommunikation, der Geoinformationssysteme und der Agententheorie betrachtet.
In Geoinformationssystemen etwa spielt die adäquate Repräsentation von geographischen
Entitäten eine wichtige Rolle. Viele dieser Entitäten wie z.B. Wälder besitzen unscharfe
Grenzen, die sich nur durch vagheitstheoretisch motivierte Konzepte adäquat modellieren
lassen. Die Verwendung von vagen Ausdrücken spielt für die Kommunikation unter Menschen eine
grosse Rolle. Nur wenn die Mechanismen bekannt sind, die für den reibungslosen Ablauf der
Verarbeitung von Vagheit durch den Menschen verantwortlich sind, können entsprechende
Leistungen auch in der Mensch-Computer-Interaktion und bei der Modellierung der
Kommunikation zwischen künstlichen Agenten erreicht werden. |
| Termine |
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| 22.04.2005 | Spatial cognition (I)
Granularität, Vagheit, Unbestimmtheit, Modellierung
vager räumlicher Relationen, Geographie
Lit.: F. Benjamin Zhan: "How much is Region Q Covering R
"a Little Bit", "Somewhat", or
"Nearly Completely"", Workshop zu "Spatial Vagueness,
Uncertainty, Granularity", SVUG 2001
.pdf
Folien des Vortrags (.pdf)
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| 29.04.2005 | Spatial cognition (II)
Lit.: D.R. Montello et al.: "Things'll be great when
you're Dowtown: Behavioral methods for determining referents of vague
spatial queries" Workshop zu "Spatial Vagueness, Uncertainty,
Granularity", SVUG 2001
.pdf
Folien des Vortrags (.pdf)
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| 06.05.2005 | Spatial Cognition (III)
Lit.: Lars Kulik: "Spatial Gradual Boundaries and Higher-Order
Vagueness", Workshop zu "Spatial Vagueness, Uncertainty,
Granularity" SVUG 2001
.pdf
Folien des Vortrags (.pdf)
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| 13.05.2005 | Ontische Vagheit (I+II)
Vagheit in der Realität
Lit: G. Evans: "Can there be vague objects?"
In: Keefe/Smith (eds.): Vagueness-A Reader. MIT Press Cambridge/London 1999, 2. Aufl., S. 317
(Handapparat) Lit: David Lewis: "Vague identity: Evans
Misunderstood" In: Keefe/Smith (eds.): Vagueness-A Reader. MIT Press: Cambridge/London, 1999, 2. Aufl., S. 318-320 (Handapparat)
Lit.: T. Parsons / P. Woodruff: "Wordly indeterminacy of identity"
In: Keefe/Smith (eds.): Vagueness-A Reader. MIT Press: Cambridge/London, 1999, 2. Aufl., S. 321-337(Handapparat)
Folien des Vortrags (.pdf)
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| 27.05.2005 | Epistemische Ansätze
Lit.: T. Williamson: "Vagueness and ignorance"
In: Keefe/Smith (eds.): Vagueness-A Reader. MIT Press: Cambridge/London, 1999, 2. Aufl., S. 265-281 (Handapparat)
Folien des Vortrags (.pdf)
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| 03.06.2005 | Agenten; modallogischer Ansatz
Lit.: J. Halpern:"Intransitivity and Vagueness".
Ninth International Conference on Principles of Knowledge Representation and Reasoning (KR 2004), pp. 121-129
.pdf
Folien des Vortrags (.pdf)
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| 10.06.2005 | Fuzzy Logic
Lit: L.A. Zadeh: "Fuzzy Logic and Approximate Reasoning". Synthese 30 (1975): 407-428
Ergänzend: S. Haack: "Do we need "fuzzy logic"". Int. J. Man-Machine Studies 11 (1979): 437-445
zadeh (.pdf)
haack (.pdf)
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| 17.06.2005 | Probabilistischer Ansatz
Lit.: A. Kyburg: " When Vague Sentences Inform:
A Model of Assertability ". Synthese 124 (2000): 175-191
.pdf
Folien des Vortrags (.pdf)
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| 01.07.2005 | Linguistik II
Lit.: H. Kamp/B. Partee: "Prototype theory
and compositionality" Cognition 57 (1995): 129-191
(Handapparat)
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| 15.07.2005 | Ausblick und Résumé
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