Arbeitsbereich WSVFachbereich InformatikUniversität Hamburg
18.001 Vorlesung: Formale Grundlagen der Informatik 1 (F1): Logik
Veranstalter
Christopher Habel
Carola Eschenbach
Zeit/Ort
Di 10-12 Phil A
Inhalt
Übergeordnete Lernziele des Zyklus sind: Methoden der (strukturellen) Mathematik für informatische Probleme anwenden zu können. Definitionsprinzipien und Beweistechniken kennen zu lernen und diese in unterschiedlichen Bereichen anwenden zu können. Formale Konzepte der Modellierung kennen zu lernen und zum Einsatz zu bringen. Die Grenzen der prinzipiellen Möglichkeiten mit Hilfe von theoretisch fundierten Aussagen benennen und einschätzen zu können. Kennenlernen und Vertrautwerden mit grundlegenden formalen Konzepten und Methoden, die für fast alle Teilgebiete der Informatik wichtig sind. Erwerben und Einüben der einfachsten Standardhilfsmittel für Beschreibung, Analyse, Entwurf und Bewertung von Problemen und deren Lösung.
  • Einführung in die Aussagenlogik: wohlgeformte Ausdrücke, Wahrheitswerte, Wahrheitstafeln, Belegungsfunktion, Grundkonzepte der Semantik: Allgemeingültigkeit, Unerfüllbarkeit, Erfüllbarkeit und Folgerung
  • Beweistheorie und Ableitungssysteme für die Aussagenlogik: Schlussregeln, modus ponens, Beziehung zwischen Semantik und Beweisverfahren, Vollständigkeit und Korrektheit von Beweisverfahren
  • Mechanisierung des aussagenlogischen Beweisens: Normalformen, Literale und Klauseln, Resolutionsverfahren, Hornklauseln
  • Die Syntax der Prädikatenlogik erster Stufe: Charakterisierung wohlgeformter Ausdrücke, Quantoren und Quantorenskopus, freie und gebundene Variablen, geschlossene Formeln
  • Semantik der Prädikatenlogik: Modell, Interpretation, Allgemeingültigkeit, Unerfüllbarkeit, Erfüllbarkeit, Folgerung
  • Ableitungssysteme und mechanisches Beweisen in der Prädikatenlogik: Normalformen, Skolemisierung, Resolutionsverfahren der Prädikatenlogik, Grundresolutionssatz, Unifikation, allgemeinster Unifikator, P- und N-Stützmengen, Resolutionsverfahren, Beziehung zwischen Semantik und Ableitungssystemen
Literatur
Die Vorlesung orientiert sich mit Auswahl des Inhaltes und der Notation an:
  • Schöning, Uwe (2000). Logik für Informatiker. Heidelberg: Spektrum. (5.Aufl.)(ca. 18 EUR)
Ergänzend zum Kauf und Lesen empfohlen:
  • Salmon, Wesley C. (1983). Logik. Reclam (ca. 7 EUR)
Für mathematische Ergänzungen:
  • Biggs, Norman L. (1989). Discrete Mathematics. Oxford: Clarendon Press
  • Reinhardt, Fritz & Heinrich Soeder (1974). dtv-Atlas zur Mathematik. Band 1: Grundlagen, Algebra und Geometrie. München: Deutscher Taschenbuch Verlag (ca. 13 EUR)
Weiterführend (auch für das Hauptstudium):
  • Davis, Ruth E. (1989). Truth, Deduction, and Computation. New York: W.H. Freeman. (Computer Science Press.)
  • Galton, Antony (1990). Logic for Information Technology.Chichester: Wiley
  • Gamut, L. T. F. (1991). Logic, Language, and Meaning. vol 1 & vol 2. Chicago: The University of Chicago Press
  • Manna, Zohar & Waldinger, Richard (1985). The Logical Basis for Computer Programming. Vol 1: Deductive Reasoning. Reading, MA: Addison Wesley
  • Ben-Ari, Mordechai (2001). Mathematical Logic for Computer Science. Springer: London
  • Fitting, Melvin (1996). First-Order Logic and Automated Theorem Proving. Springer: New York
  • Nerode, Anil & Richard A. Shore (1997). Logic for Application. Springer: New York
Lehrbücher im Grundstudium: Link zur FBI-Bibliothek
Folien

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Korrekturen und Ergänzungen
  1. Gegenstand und Zielsetzung der Vorlesung
  2. Grundbegriffe der Syntax
  3. Grundbegriffe der Semantik
  4. Normalformen
  5. Endlichkeitssatz
  6. Beweisbarkeit, Ableitung und Widerlegung
  7. Hornformeln
  8. Aussagenlogische Resolution
  9. Von der Aussagenlogik zur Prädikatenlogik
  10. Normalformen
  11. Herbrand-Theorie
  12. Resolution
  13. Entscheidbarkeitsprobleme
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