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ist der gälische Ausdruck für die vielen kleinen
ungepflasterten Feldwege in Irland, die scheinbar nirgendwo hinführen.
Reist man durch das Hinterland von Donegal, Mayo, Clare oder Connemara,
wird jedes Vorankommen auf diesen Wegen oftmals zur Expedition.
In dieser Abgeschiedenheit, der Heimat von Märchen und Legenden,
hat sich eine Musik alten Ursprungs erhalten und weiterentwickelt.
So sind die verschiedenen Tunes von Generation zu Generation
über Gehör weitergegeben worden.
führt diese lange Tradition weiter fort.
Die lebendige und unverfälschte Weise, mit der sie
die manchmal jahrhundertealten Stücke wieder zum Leben erwecken,
lässt gut die schlichten, einfachen Wurzeln dieser
Musikrichtung erkennen.
“Einfach” heißt nicht “einfach zu spielen”, sondern auf
Pompösitäten wenig Wert zu legen. Die Songs und Tunes
sind entweder direkt von den Musikern in Irland
aufgegriffen worden oder stammen aus dem reichhaltigen Archiv der Gruppe.
Zur Authentizität trägt nicht nur die traditionelle Instrumentierung mit Fiddle, Flute, Uilleann Pipes, Button Accordion, Bodhrán, Bones und Guitar bei, sondern auch die klare und kraftvolle irische Stimme der aus Dublin stammenden Sängerin Jane O'Brien. Songs über zu spät zurückkehrende Liebhaber und zu früh zurückkommende Ehemänner, mit oder ohne Happy End, wechseln sich mit einfühlsam arrangierten Jigs und Reels ab.
Seit April '97 gibt es
nicht nur live, sonder auch auf CD zu hören. Die CD
Enchanted Ways
ist allerdings nur während der Konzerte
der Gruppe zu bekommen.
Eine neue CD ist in Vorbereitung.
Ich hatte im Hamburger Folk-Magazin schon häufiger von
gelesen, habe sie aber erst im März '97
beim St.-Patrick's-Fest im Hamburger Museum für Völkerkunde
zusammen mit dem Harfespieler Thomas Breckheimer
zum ersten Mal life erlebt.
spielten sowohl sehr tanzbare
Jigs und Reels (ich war am Ende reichlich verschwitzt!)
als auch zuhörenswerte Balladen. Besonders begeistert war ich vom
Blacksmith,
der mir seit den ersten beiden LPs meiner Lieblingsgruppe
Steeleye Span
lieb und teuer ist.
Ein weiterer Klassiker aus dem Repertoire von
Crazy Man Michael,
ist u.a. auch auf Fairport Conventions epochalem Album
Liege and Lief zu finden.
Und beim letzten Konzert in der `Zinnschmelze' spielten sie das
wunderschöne
No End
von Sandy Denny - hoffentlich wird es auch auf der nächsten CD sein!
Musiker(innen)
Reinhard “Zuchi” Zuch, Vocals, Guitar, Cittern;
Gregor Griegoleit, Button Accordion, Flute, Tin Whistle, Vocals;
Heike Prange, Fiddle, Viola, Bones, Vocals;
Ulrich Klüber, Uilleann Pipes, Tin Whistle, Vocals;
Jane O'Brien,
Vocals, Bodhrán, Triangle
CDs
- Enchanted Ways (1997)
- Falk-Andreas Eckhardt: Celtic View (1996, mit Heike Prange und Ulrich Klüber)
Entstehungsgeschichte
ist das irische Wort für einen kleinen Feldweg. Die Gruppe
macht keine pompöse Musik, sie fahren nicht auf der Autobahn
des Mainstream Pop, sondern machen traditionelle irische Musik - und das
sehr erfolgreich. Obwohl es die Gruppe noch nicht einmal ein Jahr gibt,
haben sie so viele Auftrittsangebote, dass sie bei weitem nicht
alle befriedigen können.
Angefangen hat alles damit, dass Heike mit einer Kontaktanzeige
einen blonden Gitarristen (zum musizieren!) suchte und irgendwie hat sie
das mit Jane zusammengeführt, die zwar nicht Gitarre spielt, aber
sehr schön singt.
Die aus Dublin stammende Jane hat, bevor sie nach
Hamburg gekommen ist, einige Jahre in Spanien gelebt, und hat dort in
einer A-cappella-Gruppe gesungen. So ist aus spanischem Gesang,
“Black Out” und einem guten Teil “Pinch of Snuff”
entstanden.
[aus dem Hamburger Folk-Magazin, März/April 1996]
